Unser Wunschtraum: Mehr Zeit!

Kürzlich habe ich ein Zeitmanagement-Seminar besucht. Denn ich habe gemerkt, dass die Gestaltung meines Arbeitstages mehr und mehr einem Marathonlauf glich. Meinen Terminkalender abarbeiten kam mir dabei vor wie ein Wettlauf mit der Uhr. Ich wollte mir unter Anleitung mehr Zeit für mich selbst nehmen und in Zukunft auch mal ein geringeres Tempo gönnen.

Unsere Zeit wird immer mehr zu einem Luxusgut. Das Ziel des Lebens ist es wahrhaftig nicht, an den Rand eines Burn-outs zu gelangen, nur, weil man immer und überall unabkömmlich sein muss oder will. Ich habe einiges dazugelernt: Der Kern des Problems, nie Zeit zu haben, liegt oft in den persönlichen Zielsetzungen und Prioritäten. Es genügt manchmal, seine Zeit neu zu organisieren, um zu vermeiden, dass man am Wochenende völlig erschöpft ist und nicht mal mehr Lust zum Ausgehen hat.

Gelernt habe ich auch, dass die Hauptbetroffenen Frauen sind. Klar und logisch, denn die meisten modernen Frauen stemmen die Dreifachbelastung durch Arbeit, Kindererziehung und Haushalt. Da bleibt nur wenig Zeit zum Durchatmen. Müde, gestresst und demotiviert lassen sie sich von einem schier unüberwindlichen Berg an Verpflichtungen erdrücken. Frauen in diesem Teufelskreis geraten sind anfälliger für Depressionen. Tatsächlich genügt manchmal eine einfache Verhaltensänderung, um die Situation zu verbessern. Denn erst, wenn wir uns unserer Grenzen bewusst sind, nehmen wir eine positive Haltung ein, die uns hilft, uns selbst in einem positiven Licht zu sehen. Es gibt nichts Besseres für unser Selbstbewusstsein.

Und was habe ich sonst noch erfahren? Ich habe herausgefunden, zu welcher Tageszeit ich am leistungsfähigsten bin und versuche, diese Erkenntnis zu nutzen, indem ich alle wichtigen Termine – wenn möglich – in diese Zeitspanne lege. Störfaktoren schalte ich so gut wie möglich aus. Dazu gehören aufdringliche und ewig quasselnde Kolleginnen und Kollegen, die ich mit einem „Sorry, gerade viel zu tun!“ aus dem Büro bitte, und Telefonanrufe, die ich in besonders hektischen Momenten lieber durch den Anrufbeantworter filtern lasse. Ich habe außerdem gelernt, öfters „Nein“ zu sagen. Einige Kollegen und Bekannte verblüffte ich damit, doch es zeigte ihnen auch meinen Mut und meine Persönlichkeit. Statt das meiste im Büro selber zu machen, profitiere ich nun mehr und mehr von Teamarbeit und kann Aufgaben leichter delegieren. Denn früher hatte ich dabei immer das Gefühl, dass ich das doch am besten nur selbst erledigen kann. Und last but not least: Ich habe mir ein „To do book“ angelegt, wo ich das, was ich tun möchte, hineinschreibe und einfach abhake, sobald es erledigt ist. Ein gutes Gefühl! Kann ich Ihnen wirklich empfehlen.

„Die Bürden des Lebens verringern!“

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Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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