La Dolce Vita

Es gibt kein Ende. Es gibt keinen Anfang. Es gibt nur die unendliche Leidenschaft des Lebens. 

Federico Fellini

Costa Smeralda, Sardinien, 1965

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Nordseesplitter: Bremerhaven ist eine Reise wert

Ende September 2021 war ich für ein paar Tage in Bremerhaven und möchte Euch ein paar Tipps mitgeben, wie Ihr diese bis jetzt doch sehr unterschätzte Stadt kennen und mögen lernt.

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Verschiedene Hafenrundfahrten werden hier angeboten – mal gemütlich, mal rasant!

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Die Havenwelten

Hotels und Restaurants

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Schulschiff Deutschland, jetzt in Bremerhaven. Hier gibt es Kojen zum Übernachten.

Resteessen – zu gut für die Tonne im ATLANTIC Hotel Sail City

Die Philosophie dieses Hotelrestaurants ist klasse. Man nehme verkrüppelte Gurken oder wuchernde Möhren und bereite damit ein Teil des Gemüses zu. Oder man nehme beim Tiramisu am Bufett statt Suppenlöffel Kaffeelöffel und schon packt sich der Gast weniger auf den Teller. Und damit bleiben dann auch weniger Reste für die Tonne übrig. Das Konzept hat sich bewährt. Das ATLANTIC Hotel Sail City produziert nun viel weniger Abfall als früher. Lebensmittel landen in vielen Gastronomiebereichen immer noch massenweise in der Tonne. Ein paar Zahlen: Jeder deutsche Privathaushalt wirft im Jahr durchschnittlich 75 Kilo weg. Einfach so! Die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgen von Food Waste sind dramatisch. Allein für ein Kilo Äpfel werden 820 Liter Wasser benötigt. Wenn für unsere Gesellschaft dann auch noch viel vergebens produziert wird, steigen die Preise für Lebensmittel am Weltmarkt. Und das hat Auswirkungen auf die schon jetzt schwierige bis dramatische Ernährungssituation für geschätzt 815 Millionen Menschen in Entwicklungsländern. Bis 2030 soll die weltweite Lebensmittelverschwendung halbiert werden, fordern die Vereinten Nationen. Junge Unternehmen und Start-ups haben den Geist der Zeit erkannt und machen mit. 1,6 Menschen in Deutschland wird bereits durch Tafeln geholfen. Gut genießbare Lebensmittel, die in Handel und Gastronomie aussortiert werden, an Bedürftige weiterzugeben, ist sinnvoll. Jährlich können durch dieses System 265.000 Tonnen Lebensmittel gerettet werden. Jeder Einzelne kann etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun. Achtet mal auf Euren Einkaufszettel, dann landet nicht zu viel wahllos im Korb. Und das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Verpackungen bedeutet nicht automatisch, dass die Ware verdorben ist. Außerdem sollt man im Restaurant maßvoller bestellen und sich die Reste auch gerne mal einpacken lassen. Das ATLANTIC ist dafür ein gutes Beispiel.

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ATLANTIC Hotel Sail City

Schaufenster Fischereihafen

Ihr könnt Kultur und Essen wunderbar mit einer Fahrt mit dem HafenBus verbinden. Letzterer zeigt Euch nämlich die verbotene Stadt. Bremerhaven besitzt einen der weltweiten größten Container-Terminals. Hier könnt Ihr sehen, wie Container auf riesige Frachtschiffe millimetergenau aufgesetzt werden oder die nagelneuen Autos, die von hier aus in alle Welt verschifft werden. Der Containerhafen ist militärisch abgesichert, ohne die Tour mit dem HafenBus habt Ihr kaum die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu blicken. Von da aus geht es in den Fischereihafen, ein buntes Ensemble aus traditionellen Shops und Restaurants. Fisch ist hier der Renner auf den Speisekarten. Wer möchte, kann im Seefischkochstudio vor Ort lernen, wie man beispielsweise Lachs am besten und schmackhaftesten selbst zubereiten kann.

Wer kein Interesse an dieser Tour hat, kann sich an der Seebäderkaje in den Salondampfer Hansa einschiffen, der seine Gäste inklusive Sektempfang in den Fischereihafen tuckert.

Zurück zum Ausgangspunkt Hafenwelten geht es dann per Boot, Bus oder auf dem E-Bike. Ich habe mich für die rasante Speedboattour Rib-Safari. Vom Neuen Hafen ging es damit raus auf die Weser, vorbei am Schlepperpier, dem Kreuzfahrtterminal und mit Kurs auf die Stromkaje. Hautnah erlebt Ihr die riesigen Containerfrachter. Auf der Rückfahrt erlebt Ihr vom Wasser aus die Skyline von Bremerhaven.

The Liberty

Seine Namensgeberin ist die Freiheitsstatue vor Manhattan. Das moderne Designhotel steht heute an dem Ort in Bremerhaven, von dem über sieben Millionen Auswanderer Europa verließen, um in der Ferne ihr Glück zu finden. Die Havenwelten, so nennt man das Quartier, repräsentiert die Geschichte der Auswanderung aufs Feinste. In allen Zimmern des Hotels erzählen Details der Ausstattung Geschichten von Sehnsucht, Fernweh und legendären Ocean Linern. Von den „Water View“-Zimmern schweift der Blick über den Yachthafen raus auf die Außenweser über die Nordsee, den historischen Leuchtturm und die Seeschifffahrt in die ferne Welt im Blick.

Direkt im Erdgeschoss des Hotels und an der Kaje (so nennt man die Mole hier), natürlich mit Blick auf die vielen Traditionsschiffe, liegt das Hotelrestaurant Mulberry Street. Inmitten von stilvollen schwarz-weiß Fotos, die die wirkliche Mulberry Street in New York zeigen, lässt sich hervorragenden dinieren, egal ob beim Frühstücksbüfett oder später à la carte. Und auf das Abendessen folgt der „Absacker“ in der New York-Bar im Penthouse des The Liberty, den Ihr bei schönem Wetter auch auf der Terrasse mit Seeblick genießen könnt.

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The Liberty

Das Hotelkonzept: Was steckt dahinter?

Inhaltlich ist das Haus als Themenhotel in Verbindung mit dem Deutschen Auswandererhaus (Museum) ausgelegt. Die Idee für die Umsetzung des Projektes basierte auf den historischen Ursprung, der dem Hotel mit den Themen Fernweh und Neue Welt eine deutliche Identität gab. Im Hotel selbst erwartet Euch eine moderne und elegante Interpretation des Themas Auswanderung. In unmittelbarer Nähe liegen das Klimahaus (Museum), das Deutsche Auswandererhaus, der Zoo am Meer und das Deutsche Schifffahrtsmuseum.

Museen und ihre Websites

Klimahaus Bremerhaven 8°Ost

Deutsches Schiffahrtsmuseum

Zoo am Meer

Deutsches Auswandererhaus

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Auswanderer: Hoffnung auf ein besseres Leben in der Ferne.

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Kochen lernen mit Experten: Die Fischküche

Seefischkochstudio

Innenstadt

Die Innenstadt ist ziemlich trist, doch sind laut offiziellen Angaben Investitionen in Millionenhöhe geplant. Warten wir es ab und sehen wir, wie sich Bremerhaven als Gesamtkonzept in den nächsten Jahren entwickeln wird. Einen Besuch ist die Stadt allerdings jetzt schon wert.

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Zeit oder Geld oder Zeit und Geld

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Stell Dir vor, Du hast bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen: Jeden Morgen stellt Dir die Bank 86.400 Euro auf Deinem Bankkonto zur Verfügung. Doch dieses Spiel hat auch Regeln, so wie jedes Spiel sie hat.

Die erste Regel:

Alles, was Du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wird Dir wieder
weggenommen, Du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto überweisen, Du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn Du erwachst,
eröffnet Dir die Bank wieder ein Konto mit erneut 86.400 Euro für den kommenden Tag.

Die zweite Regel:

Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden. Zu jeder Zeit kann sie sagen: Es ist vorbei. Das Spiel ist aus. Sie kann das Konto schließen und Du bekommst kein neues mehr. 
Was würdest Du tun? Du würdest dir alles kaufen was Du möchtest? Nicht nur für Dich selbst, auch für alle Menschen die Du magst … und vielleicht sogar für Menschen die Du nicht kennst, da Du das nie alles nur für Dich alleine ausgeben könntest. Du würdest versuchen, jeden Cent auszugeben und ihn zu nutzen, oder? 

Aber eigentlich ist dieses Spiel Realität!

Jeder von uns hat so eine „magische Bank“! Wir sehen das nur nicht so, aber die magische Bank ist die „ZEIT“. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir 86.400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben.  

Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer. Gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen, aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung.

Was machst du also mit deinen täglichen 86.400 Sekunden?

Sind diese nicht viel mehr wert als die gleiche Menge in Euro?

Autor unbekannt

 

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Uganda Souvenirs

Welches Teil gefällt Euch denn am besten?

Gesehen in Kampala in

  • Uganda Crafts Shop, 28 – 30 Bombo Road, Bat Valley
  • Banana Boat Gift Shop, Plot 23 Cooper Road, Kisementi
  • Craft Village, Dewington Road (hinter dem National Theatre)
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Mr. Parkinson und Die Löwin

Wanderlust mit Mr. Parkinson

„Als ich an einem heißen Sommertag im August 2016 aus der neurologischen Praxis auf die Straße trat, war ich fast erleichtert. Von nun an würde ich mir keine Gedanken mehr über die dämliche Altersvorsorge machen müssen, da das Leben kurz und intensiv sein wird. Soeben wurde ich meinem neuen Lebenspartner vorgestellt, der mich nie mehr wieder verlassen wird: Mr. Morbus Parkinson.“

Pamela Spitz

Wie würdest Du mit der Nachricht umgehen, dass das eigene Leben kürzer sein wird als gedacht? Ehrlich und humorvoll erzählt die Fotojournalistin, Globetrotterin und Wanderliebhaberin Pamela Spitz von ihrem Leben mit Parkinson, nimmt uns mit auf ihre zahlreichen Reisen rund um den Globus – und steckt uns an mit ihrem Optimismus und ihrer Lebensfreude.

Pamela Spitz ist Anfang Vierzig und gerade glücklich geschieden, als sie erfährt, dass sie Morbus Parkinson hat, eine unheilbare, langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Anfangs stürzt sie sich in die Clubs von Berlins, atemlos und exzessiv, doch schnell merkt sie, dass sie sich ab jetzt nur noch auf die Dinge konzentrieren sollte, die sie wirklich glücklich machen: Auf das Reisen und das Schreiben. Und dass sie nur noch das tun sollte, was sie schon immer tun wollte. Unter dem Motto: Noch zehn gute Jahre, dann ist eh Schluss … Aber wie lernt man, wahrhaft im Moment zu leben?

Auf der Suche nach Antworten durchstreift Pamela Spitz das Hinterland Portugals, lernt Surfen im Atlantik, wandert durch den Dschungel Costa Ricas und die Wüste Negev in Israel, stellt sich ihren jüdischen Wurzeln, lernt Arabisch in Ramallah, macht eine außergewöhnliche Kur in Indien, besucht ihre Schwester in Brasilien – und begibt sich auf die Spuren ihrer Kindheit in Ecuador und auf Formentera.

In einem erfrischend lässigen und humorvollen Ton nimmt uns Pamela Spitz mit auf ihre Reisen in die Ferne und zu sich selbst.

Über die Autorin: Pamela Spitz, geboren 1975 in München, unternahm ihre erste Reise über den Atlantik mit einem Jahr und lebte in ihrer Kindheit in Ecuador. Ihre Jugendzeit verbrachte sie mit ihrer Familie auf Formentera, bevor es sie 1995 nach Berlin zog. Sie arbeitet als Bildredakteurin für 11 Freunde, das ZeitMagazin, die Welt und Vanity Fair. Als Fotografin ist sie für die spanische Zeitung El Pais unterwegs. Seit 2016 schreibt sie ihren englischsprachigen Blog Wanderlust with P, der schon bald Anklang bei einem breiteren Publikum fand.

Pamela Spitz: Wanderlust mit Mister Parkinson. Meine Reisen in die Ferne und zu mir selbst, 288 Seiten, 18 Euro

Die Loewin Tania Blixen in Afrika von Tom Buk-Swienty

1913 besteigt eine 28-jährige Frau in Neapel die S/S Admiral mit Kurs auf Mombasa. Mit dieser Reise beginnt das große Abenteuer ihres Lebens. In Britisch-Ostafrika, dem heutigen Kenia, erfüllt sie sich vor allem auch diesen einen Traum: Sie baut die Karen Coffee Company Ltd. auf, eine Kaffeeplantage am Fuß der Ngong Hills in der Nähe von Nairobi mit rund 1000 Angestellten, die sie, fast vollkommen auf sich allein gestellt, 17 Jahre lang führt. 

Tom Buk-Swienty, preisgekrönter Historiker und großer Kenner der Geschichte der Familie Dinesen/Blixen, legt mit „Die Löwin“ seit knapp 40 Jahren die erste umfassende Biografie von Tania Blixen, der Autorin des Weltbestsellers „Jenseits von Afrika“ vor – basierend auf neuen Quellen.

Ich liebe das Original-Buch und noch mehr den Film, in den Hauptrollen Meryl Streep und Robert Redford, und habe ihn mehrmals angesehen. Als ich dann selbst in Afrika lebte, konnte ich die Emotionen, Schwierigkeiten und Erfolge der Tania Blixen gut nachvollziehen.

Als wahre „Löwin“ trotzte Tania Blixen Dürren, Krankheiten und Kriegen, nachdem sie mit der Karen Coffee Company das erste weiblich geführte afrikanische Großunternehmen im kolonialen Kenia gegründet hatte. Nach ihrer Rückkehr nach Dänemark entstand aus ihren Erlebnissen der Weltbestseller „Jenseits von Afrika“. Mitreißend erzählt Tom Buk-Swienty die akribisch recherchierte und prachtvoll illustrierte Lebensgeschichte von Tania Blixen, einer der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Dabei zeichnet er das vielschichtige Porträt einer emanzipierten Frau, die mit großer Leidenschaft versucht, gegen alle Widerstände ihren Traum zu leben.

Tom Buk-Swienty: Die Löwin. Tania Blixen in Afrika, 768 Seiten, 32 Euro.

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Entwicklungshilfe – nur Blabla oder was?

Entwicklungshilfe_Buch

Wir kennen die verheerenden Bilder aus Afghanistan aus den Nachrichten. Die militärische Unterstützung hat kapituliert. Und im Zuge dessen auch die Entwicklungszusammenarbeit. Erst mal raus aus dem Land. Mal sehen, was die Zukunft bringt! Afghanistan ist kein Einzelfall. Mali könnte folgen. Oder Kongo. Oder die Zentralafrikanische Republik … und, und, und …

Vieles liegt im Argen, vieles wird hinterfragt. Von uns, den Otto-Normalverbrauchern, von den Experten und von den Politikern! Staatliche wie auch private Entwicklungshilfe (im Fachjargon: Entwicklungszusammenarbeit) sind immer zweischneidige Schwerter und mit vielen Kontroversen behaftet.

Frank Bremer gehört zu den Experten. Und hat nun, meines Erachtens genau im richtigen Moment, ein Buch herausgebracht. Eben genau zu dem Thema. Es wird Diskussionen geben, denn er erzählt auch vom „Draußensein“, vom „Draußenleben“, eben diese Expat-Geschichten, die Kenner der Szene immer wieder selbst erlebten und nur allzu gut wissen. Vor Jahren war auch ich Entwicklungshelferin in Afrika. Vielleicht bin ich Frank Bremer einmal über den Weg gelaufen. Wir haben zur gleichen Zeit in Benin gelebt.

Worum geht es in Bremers Werk?

Seit 50 Jahren wird die klassische Entwicklungshilfe mit immer denselben Methoden und Ansätzen durchgeführt. Zeitlich begrenzte Projekte werden mit hohem Personal- und Finanzaufwand umgesetzt, ohne dass nach ihrem Ende von unabhängigen Instanzen der Erfolg hinsichtlich Nachhaltigkeit und Breitenwirkung überprüft wird. So fällt niemandem auf, dass sie fast immer nur Strohfeuer zünden und nur selten einen Beitrag zur Armutsminderung, zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur wirtschaftlichen Entwicklung vor allem der ländlichen Bevölkerung leisten, dafür aber Milliarden verschwenden. Entwicklungshilfe ist so nach einer zu Beginn guten Idee zu einem lukrativen Geschäft mit der Armut ausgeartet. Der Autor analysiert mit Sachverstand und Erfahrung 50 Jahre deutsche Entwicklungshilfe in Afrika, ihre Misserfolge und deren Gründe, aber auch ihre möglichen Chancen.

Zum Autor: Frank Bremer wurde 1949 in Hannover geboren. Studium der Ethnologie, Soziologie und Entwicklungsökonomie in Heidelberg. 1977 Dissertation über die Geschichte der Kakaoproduktion in der Elfenbeinküste. Ein Jahr Studium der französischen Kolonialarchive am Centre d’Etudes Africaine in Paris, 1977 Post-Graduiertenstudium am Seminar für Landwirtschaftliche Entwicklung (SLE) an der TU Berlin.

Seine Berufserfahrung: 1978 Assistent am Institut für landwirtschaftliche Beratung der Universität Hohenheim / 1978–1983 von der GTZ entsandte Fachkraft im Projekt „CARDER Atlantique“ (Ländliche Entwicklung in einer Region in Süd-Benin) / 1984–1986 Lehrkraft am SLE der TU Berlin / 1986–1991 Leiter des Projektes „Agro-Sylvo-Pastorale Entwicklung in der Region Tillaberi“ in Niger / 1991–1994 von der GTZ entsandter Berater am Landwirtschaftsministerium, Koordinator der GTZ-Projekte für landwirtschaftliche Entwicklung und Ressourcenschutz in Burundi / 1995–1999 unabhängiger Gutachter mit Missionen in über 30 Ländern in Afrika, Zentralasien, Karibik und im Indischen Ozean. Projektvorbereitungen und -evaluierungen vor allem in den Bereichen ländliche Entwicklung und Umwelt / 1999–2004 Koordinator für das Multi-Geber-Programm für „Schutz und Management der Nationalparks in Benin“ im GTZ-Auftrag in Benin / 2004–2014 Landesdirektor der GTZ (seit 2010 GIZ) in der Elfenbeinküste / seit 2014 Hotelier in San Pedro, Elfenbeinküste.

Frank Bremer: 50 Jahre Entwicklungshilfe. 50 Jahre Strohfeuer, 150 Seiten, Paperback, 16,90 Euro, ISBN 978-3-8301-18-7

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Freibadliebe: Mondseeinsel Kitzingen

 

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Ich habe ein Paradies ganz in der Nähe entdeckt, in dem ich noch nie war. Leider erst jetzt, wo der Sommer bald vorüber ist: Das Freibad auf der Mondseeinsel in Kitzingen. Was für ein klangvoller Name.

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Und so schön wie dieser klingt ist das Bad auch. Jetzt Anfang September gibt es kaum noch Badegäste, und ich habe fast die Schwimmbahn für mich allein. Auch gibt es eine Terrasse, auf der bequeme Liegen stehen, die Gäste kostenlos nutzen können. Und ein 10-Meter-Sprungturm lockt alle, die sich dem Adrenalinrausch ergeben wollen.

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Es gibt viele herrliche Freibäder in der Region Würzburg, in die ich gehe, so habe ich das Mondseeinselbad immer ein wenig vernachlässigt. Culpa Mia! Bis eine Schwimmfreundin mir vor wenigen Tagen sagte, dass wir da unbedingt mal hin müssen. Gesagt, getan!

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Das Bad ist noch bis 19. September geöffnet. Der Tageseintritt für Erwachsene beträgt 4 Euro, für Kinder 2,50 Euro und am Abend für alle 2,50 Euro. Also nichts wie hin, solange sich der Restsommer noch von seiner schönsten Seite zeigt.

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Freibad-Filmtipp: Beckenrand Sheriff

Freibad-Lesetipp: Anne de Lisle: Kopfüber ins Leben, 398 Seiten, Antiquariat, ab 1,99 Euro

Fotos: Sue Schlotti  

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Da Mariella: Panzanella

Mariella hat wieder mal eine lukullische Überraschung für Euch gezaubert. Ein einfaches aber leckeres Sommergericht aus der Toskana. Sie rät Euch, die Panzanella auch als Picknick an den Strand mitzunehmen. Falls Ihr kein Meer vor der Türe habt, könnt Ihr damit natürlich auch gerne ins Freibad. Die neidischen Blicke der umliegenden Badegäste werden Euch sicher sein!

Grappa
Heute möchte Mariella Euch ihr neues Familienmitglied vorstellen: Die Vizsla-Hündin Grappa.

Gönnt Euch doch nach der Panzanella ein gutes Schlückchen italienischen Grappa und stoßt damit auf Mariella und Grappa an. Salute!

DALL’ ITALIA CON AMORE

Ingredienti

FROM ITALY WITH LOVE

E’ una ricetta tipica toscana, protagonista della tavola in estate. 

E’ una ricetta del recupero: pane raffermo e verdure fresche dell’orto.

Semplicissima ma appetitosa più che mai. E’ un piatto freddo senza cottura. Perfetta come antipasto o come piatto freddo. Perché non portarla anche al mare da degustare sotto l’ombrellone?

Cover

Ingredienti

INGREDIENTI PER 4 PERSONE:

Pane toscano raffermo 400 gr

Cetrioli 200 gr

Cipolle rosse 100 gr

Olio extra vergine d’oliva q.b.

Basilico 6 foglie grandi

Aceto di vino bianco 60 ml

Acqua q.b.

Sale pepe q.b.

PREPARAZIONE:

In una terrina verso l’acqua e l’aceto bianco. (Foto 1)
Spezzo il pane in pezzi grossolani e lo trasferisco nella ciotola con l’acqua e aceto. (Foto 2)
Mescolo in modo che tutto il pane possa assorbire la bagna e lo lascio da parte. (Foto 3)
Passo preparazione delle verdure: taglio i pomodori a pezzi. (Foto 4)
Elimino la buccia dei cetrioli, li taglio a metà, poi in quarti e quindi in pezzi. (Foto 5)
Pulisco la cipolla e la affetto sottilmente. (Foto 6)
A piacere si può aggiungere anche del peperone verde. (Foto 7)
Sminuzzo ed unisco le foglie di basilico. (Foto 8)
Se piace si può aggiungere anche del tonno sott’olio, scolato.
Verso l’olio in abbondanza. (Foto 9)
Riprendo la terrina con il pane bagnato, lo strizzo e lo verso in una ciotola sminuzzandolo in piccoli pezzi. (Foto 10)
Aggiungo le verdure. (Foto 11)
Mescolo bene il tutto, regolo di sale e pepe. (Foto 12)
La panzanella è pronta! (Foto 13)

Consigli: Se ne avanza conservatela in frigo, il giorno dopo è ancora più buona!

BUON APPETITO!!!

Fotos: Enrico Brogiolo

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Der schönste Sommer seines Lebens

Freibad

Heute war ich im Freibad. In einem, das ich noch nicht kannte, mitten im bayerischen Spessart mit einer 50-Meter-Bahn. Das Wasser war noch sehr angenehm zum langen Schwimmen. Ich befürchte, dass der Sommer zu Ende geht und es (hoffentlich nicht) mein letzter Schwimmbad-Besuch war. Umso mehr lege ich Euch ein Buch ans Herz, in dem es um einen langen Sommer mit intensiven Freibad-Momenten geht.

Als erwachsener Mann läuft Frieder über einen Friedhof und erinnert sich. Er sucht nach einem bestimmten Grab. Wie ein Blitz überfällt ihm dabei der Gedanke an diese wundervollen Sommermonate vor langer Zeit, die ihn für immer geprägt haben.

Es sind die 1980er Jahre in einer Kleinstadt irgendwo in Bayern. Frieder ist jung, hat das Schuljahr nicht bestanden und wird zu seinem strengen Großvater verfrachtet, während der Rest der Familie in die Ferien fährt. Unter der Obhut des gestrengen Alten lernt Frieder Disziplin, denn alles hängt davon ab, die Nachprüfungen zu bestehen. Doch dann lernt er im Freibad Beate in ihrem flaschengrünen Badeanzug kennen. Und danach ist sein Leben ein anderes. Es gleicht nicht mehr dem, das er je kennengelernt hat.

Ich habe das Buch während eines Segeltörns gelesen, mit Blick auf das glasklare, türkis schimmernde Wasser der griechischen Ägäis und plötzlich waren all diese Erinnerungen wieder da: Auch ich war in den 1980er Jahren noch sehr jung und habe dieses Déjà-vu- Gefühl nachvollziehen können, aus einer sehr fernen Zeit, die es heute so nicht mehr gibt und auch nie wieder geben wird.

Ein Buch für Sommer-Fans und Schwimmbad-Enthusiasten und die Hommage an eine Zeit, die unwiederbringlich vorüber ist.

Ewald Arenz: Der grosse Sommer, 318 Seiten, 20 Euro.

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Mies van der Rohe: Stilikone Barcelona Chair

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Barcelona Chair Set

Im Original fast unerschwinglich: Hier Replikas, die dem Original in nichts nachstehen

Die Geschichte des Barcelona-Chairs …

Berlin, August 2021

Heute ist er wieder in aller Munde: Der berühmte Bauhaus-Architekt Mies van der Rohe (1886-1969), Erfinder und Bauherr besonderer Konstruktionen, Räume, Möbelstücke. Dem Minimalisten in der Architektur ist nach 6 Jahren Pause auch die Eröffnung der Neuen Nationalgalerie in Berlin vor wenigen Tagen zu verdanken. Er war es, der sie ab 1965 entstehen ließ. Der britische Architekt David Chipperfield übernahm die Renovierung unter dem Leitspruch: „So viel Mies wie möglich“. Und das ist ihm gelungen. Original-Möbel wie ein seit 1968 im Museum genutzter „Barcelona-Chair“ und ein Beistelltisch aus Glas verdeutlichen Mies’ Geschmack und seine Ästhetik.

Barcelona Pavillon

Der Deutsche Pavillon in Barcelona.

Barcelona, Mai 1929

Die Bauweisen, die im Deutschen Pavillon in Barcelona von Mies van der Rohe für die Weltausstellung 1929 verwirklicht wurden, waren ebenso wegweisend für die Architektur in der ganzen Welt. Nach der Ausstellung wurde der Pavillon abgebaut und nach mehreren Initiativen zwischen 1983 und 1986 an seinem ursprünglichen Platz wieder errichtet.

Klarer Minimalismus

Klar erkennbar an dem Pavillon ist der Bauhaus-Stil. Minimalismus – nach diesem Motto plante auch Mies van der Rohe seine Bauwerke. Der Pavillon ist mit klaren Linien und einfachen Formen, wie sie auch in vielen Hochhäusern und Bürogebäuden zu finden sind, stilbildend für die moderne Architektur.

Wohl zwei der berühmtesten Möbelstücke sind die hellen „Barcelona-Stühle“, die im Pavillon zu sehen sind. Der Stuhl ist ein Meilenstein in der Geschichte des modernen Designs. Die Möbelstücke von Mies van der Rohe dienten als Sitzgelegenheiten für König Alfons XIII und seiner Frau, der deutsch-britischen Königin Ena von Battenberg, anlässlich der Eröffnung des Pavillons 1929.

Noch immer gilt ihr Design als Klassiker, unzählige Warteräume und Lobbys repräsentativer Gebäude sind mit den Sitzgelegenheiten ausgestattet, gerne auch in Verbindung mit dem Barcelona-Ottoman, einem Hocker für die Beine für entspanntes und komfortables Zurücklehnen.

Barcelona Chair 2

So könnte es aussehen …

Mobiliar passt zum Gebäude

„Wenn das Design der Möbel die Struktur eines Bauwerkes nicht ergänzt, gibt es keine Harmonie im Inneren“. Dieser Grundsatz führte Mies van der Rohe fast zwangsläufig dazu, zu seinen Gebäuden auch das passende Mobiliar zu entwerfen.

Barcelona Chair 1

… oder so!

Ästhetiker, Bauhaus-affine Menschen und Leute mit Geschmack sind die Käufer der Stilikonen. Den Barcelona-Chair, wie auch den passenden Ottomanen gibt es als erschwingliche Replikas bei famous-design.com. Die beiden Stilikonen passen zum Zeitgeist. Die Bezüge gibt es aus Leder, auf Wunsch aber auch aus Kunstleder. Dafür müssen keine Tiere sterben. Das Gestell besteht aus geschweißtem Stahlband, das Polster ist durch Knöpfe in Quadrate gegliedert. Zum Stuhl und Hocker passt am besten ein Glastisch. Das Trio ist ein Klassiker, ganz nach Mies van der Rohes Zitat: „Weniger ist mehr“.

Schönheit und Purismus

In der Tat: Für den gebürtigen Aachener sei es wohl einfacher gewesen, ein Hochhaus zu entwerfen, als einen Stuhl, der leicht sein musste, dabei stabil und bequem. Zumindest soll er das 1930 gesagt haben. Wenn ich nun die Schönheit und den Purismus dieser Möbelstücke betrachte, muss ich ihm Recht geben.

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Kos – zu Wasser und zu Land

Kos 4Kos2Segeln vor der griechischen Insel Kos. Heuer haben wir uns dieses Urlaubsziel ausgesucht. Für mich geht das wieder nur mit Reiseführer. Ich habe mir ein kleines und kompaktes Büchlein eingepackt. Wie Ihr wisst, mag ich das Blätter-Erlebnis und das Markieren mit meinem Highlighter. Im Sortiment vom Reise Know-How Verlag habe ich gefunden, was ich wollte. Ist ja nicht so leicht wenn man am liebsten nur einen Guide über eine ganz bestimmte Insel möchte. Bei der großen Anzahl der griechischen Eilande …

Perfekt war, dass die Nachbarinseln Nísiros und Kalimnos Erwähnung finden, die zu unserem Segelprogramm gehörten. Lebensnah und echt vermittelt das Büchlein auf 144 Seiten, was Reisende unbedingt erleben sollten: Den Sonnenuntergang vom Aussichtspunkt in Zía zum Beispiel oder die (anstrengende) Wanderung ins Geisterdorf Paleó Pilí. Nicht zu kurz kommen die Strände mit dem glasklaren Wasser, mal stürmisch, mal sanft, je nachdem welche Inselseite man bevorzugt. Kulinarik, Leute, Katzen und ein Thermenbesuch runden die Informationen ab.

Die Insel Kos ist zu allen Jahreszeiten schön. Die große Hitze ist jetzt abgeflaut und die Herbstmonate vor Ort können reizvoll sein. Ich erinnere mich an mein tägliches Ritual, als ich morgens auf der Terrasse des Häuschens saß, meine Hand nach den Weintrauben über mir im Laub ausstreckte und eine große Tasse mit griechischen Kaffee genoss. Und vor mir der Reiseführer, der darauf wartete, geöffnet zu werden, um die nächsten Erkundungen zu planen. So kann Urlaub sein … und so wird es auch bald wieder werden! Hoffen wir es.

Markus Bingel: InselTrip Kos, 144 Seiten, 12,95 Euro.  

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