La Dolce Vita

Es gibt kein Ende. Es gibt keinen Anfang. Es gibt nur die unendliche Leidenschaft des Lebens. 

Federico Fellini

Costa Smeralda, Sardinien, 1965

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Entwicklungshilfe – nur Blabla oder was?

Entwicklungshilfe_Buch

Wir kennen die verheerenden Bilder aus Afghanistan aus den Nachrichten. Die militärische Unterstützung hat kapituliert. Und im Zuge dessen auch die Entwicklungszusammenarbeit. Erst mal raus aus dem Land. Mal sehen, was die Zukunft bringt! Afghanistan ist kein Einzelfall. Mali könnte folgen. Oder Kongo. Oder die Zentralafrikanische Republik … und, und, und …

Vieles liegt im Argen, vieles wird hinterfragt. Von uns, den Otto-Normalverbrauchern, von den Experten und von den Politikern! Staatliche wie auch private Entwicklungshilfe (im Fachjargon: Entwicklungszusammenarbeit) sind immer zweischneidige Schwerter und mit vielen Kontroversen behaftet.

Frank Bremer gehört zu den Experten. Und hat nun, meines Erachtens genau im richtigen Moment, ein Buch herausgebracht. Eben genau zu dem Thema. Es wird Diskussionen geben, denn er erzählt auch vom „Draußensein“, vom „Draußenleben“, eben diese Expat-Geschichten, die Kenner der Szene immer wieder selbst erlebten und nur allzu gut wissen. Vor Jahren war auch ich Entwicklungshelferin in Afrika. Vielleicht bin ich Frank Bremer einmal über den Weg gelaufen. Wir haben zur gleichen Zeit in Benin gelebt.

Worum geht es in Bremers Werk?

Seit 50 Jahren wird die klassische Entwicklungshilfe mit immer denselben Methoden und Ansätzen durchgeführt. Zeitlich begrenzte Projekte werden mit hohem Personal- und Finanzaufwand umgesetzt, ohne dass nach ihrem Ende von unabhängigen Instanzen der Erfolg hinsichtlich Nachhaltigkeit und Breitenwirkung überprüft wird. So fällt niemandem auf, dass sie fast immer nur Strohfeuer zünden und nur selten einen Beitrag zur Armutsminderung, zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur wirtschaftlichen Entwicklung vor allem der ländlichen Bevölkerung leisten, dafür aber Milliarden verschwenden. Entwicklungshilfe ist so nach einer zu Beginn guten Idee zu einem lukrativen Geschäft mit der Armut ausgeartet. Der Autor analysiert mit Sachverstand und Erfahrung 50 Jahre deutsche Entwicklungshilfe in Afrika, ihre Misserfolge und deren Gründe, aber auch ihre möglichen Chancen.

Zum Autor: Frank Bremer wurde 1949 in Hannover geboren. Studium der Ethnologie, Soziologie und Entwicklungsökonomie in Heidelberg. 1977 Dissertation über die Geschichte der Kakaoproduktion in der Elfenbeinküste. Ein Jahr Studium der französischen Kolonialarchive am Centre d’Etudes Africaine in Paris, 1977 Post-Graduiertenstudium am Seminar für Landwirtschaftliche Entwicklung (SLE) an der TU Berlin.

Seine Berufserfahrung: 1978 Assistent am Institut für landwirtschaftliche Beratung der Universität Hohenheim / 1978–1983 von der GTZ entsandte Fachkraft im Projekt „CARDER Atlantique“ (Ländliche Entwicklung in einer Region in Süd-Benin) / 1984–1986 Lehrkraft am SLE der TU Berlin / 1986–1991 Leiter des Projektes „Agro-Sylvo-Pastorale Entwicklung in der Region Tillaberi“ in Niger / 1991–1994 von der GTZ entsandter Berater am Landwirtschaftsministerium, Koordinator der GTZ-Projekte für landwirtschaftliche Entwicklung und Ressourcenschutz in Burundi / 1995–1999 unabhängiger Gutachter mit Missionen in über 30 Ländern in Afrika, Zentralasien, Karibik und im Indischen Ozean. Projektvorbereitungen und -evaluierungen vor allem in den Bereichen ländliche Entwicklung und Umwelt / 1999–2004 Koordinator für das Multi-Geber-Programm für „Schutz und Management der Nationalparks in Benin“ im GTZ-Auftrag in Benin / 2004–2014 Landesdirektor der GTZ (seit 2010 GIZ) in der Elfenbeinküste / seit 2014 Hotelier in San Pedro, Elfenbeinküste.

Frank Bremer: 50 Jahre Entwicklungshilfe. 50 Jahre Strohfeuer, 150 Seiten, Paperback, 16,90 Euro, ISBN 978-3-8301-18-7

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Freibadliebe: Mondseeinsel Kitzingen

 

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Ich habe ein Paradies ganz in der Nähe entdeckt, in dem ich noch nie war. Leider erst jetzt, wo der Sommer bald vorüber ist: Das Freibad auf der Mondseeinsel in Kitzingen. Was für ein klangvoller Name.

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Und so schön wie dieser klingt ist das Bad auch. Jetzt Anfang September gibt es kaum noch Badegäste, und ich habe fast die Schwimmbahn für mich allein. Auch gibt es eine Terrasse, auf der bequeme Liegen stehen, die Gäste kostenlos nutzen können. Und ein 10-Meter-Sprungturm lockt alle, die sich dem Adrenalinrausch ergeben wollen.

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Es gibt viele herrliche Freibäder in der Region Würzburg, in die ich gehe, so habe ich das Mondseeinselbad immer ein wenig vernachlässigt. Culpa Mia! Bis eine Schwimmfreundin mir vor wenigen Tagen sagte, dass wir da unbedingt mal hin müssen. Gesagt, getan!

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Das Bad ist noch bis 19. September geöffnet. Der Tageseintritt für Erwachsene beträgt 4 Euro, für Kinder 2,50 Euro und am Abend für alle 2,50 Euro. Also nichts wie hin, solange sich der Restsommer noch von seiner schönsten Seite zeigt.

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Freibad-Filmtipp: Beckenrand Sheriff

Freibad-Lesetipp: Anne de Lisle: Kopfüber ins Leben, 398 Seiten, Antiquariat, ab 1,99 Euro

Fotos: Sue Schlotti  

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Da Mariella: Panzanella

Mariella hat wieder mal eine lukullische Überraschung für Euch gezaubert. Ein einfaches aber leckeres Sommergericht aus der Toskana. Sie rät Euch, die Panzanella auch als Picknick an den Strand mitzunehmen. Falls Ihr kein Meer vor der Türe habt, könnt Ihr damit natürlich auch gerne ins Freibad. Die neidischen Blicke der umliegenden Badegäste werden Euch sicher sein!

Grappa
Heute möchte Mariella Euch ihr neues Familienmitglied vorstellen: Die Vizsla-Hündin Grappa.

Gönnt Euch doch nach der Panzanella ein gutes Schlückchen italienischen Grappa und stoßt damit auf Mariella und Grappa an. Salute!

DALL’ ITALIA CON AMORE

Ingredienti

FROM ITALY WITH LOVE

E’ una ricetta tipica toscana, protagonista della tavola in estate. 

E’ una ricetta del recupero: pane raffermo e verdure fresche dell’orto.

Semplicissima ma appetitosa più che mai. E’ un piatto freddo senza cottura. Perfetta come antipasto o come piatto freddo. Perché non portarla anche al mare da degustare sotto l’ombrellone?

Cover

Ingredienti

INGREDIENTI PER 4 PERSONE:

Pane toscano raffermo 400 gr

Cetrioli 200 gr

Cipolle rosse 100 gr

Olio extra vergine d’oliva q.b.

Basilico 6 foglie grandi

Aceto di vino bianco 60 ml

Acqua q.b.

Sale pepe q.b.

PREPARAZIONE:

In una terrina verso l’acqua e l’aceto bianco. (Foto 1)
Spezzo il pane in pezzi grossolani e lo trasferisco nella ciotola con l’acqua e aceto. (Foto 2)
Mescolo in modo che tutto il pane possa assorbire la bagna e lo lascio da parte. (Foto 3)
Passo preparazione delle verdure: taglio i pomodori a pezzi. (Foto 4)
Elimino la buccia dei cetrioli, li taglio a metà, poi in quarti e quindi in pezzi. (Foto 5)
Pulisco la cipolla e la affetto sottilmente. (Foto 6)
A piacere si può aggiungere anche del peperone verde. (Foto 7)
Sminuzzo ed unisco le foglie di basilico. (Foto 8)
Se piace si può aggiungere anche del tonno sott’olio, scolato.
Verso l’olio in abbondanza. (Foto 9)
Riprendo la terrina con il pane bagnato, lo strizzo e lo verso in una ciotola sminuzzandolo in piccoli pezzi. (Foto 10)
Aggiungo le verdure. (Foto 11)
Mescolo bene il tutto, regolo di sale e pepe. (Foto 12)
La panzanella è pronta! (Foto 13)

Consigli: Se ne avanza conservatela in frigo, il giorno dopo è ancora più buona!

BUON APPETITO!!!

Fotos: Enrico Brogiolo

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Der schönste Sommer seines Lebens

Freibad

Heute war ich im Freibad. In einem, das ich noch nicht kannte, mitten im bayerischen Spessart mit einer 50-Meter-Bahn. Das Wasser war noch sehr angenehm zum langen Schwimmen. Ich befürchte, dass der Sommer zu Ende geht und es (hoffentlich nicht) mein letzter Schwimmbad-Besuch war. Umso mehr lege ich Euch ein Buch ans Herz, in dem es um einen langen Sommer mit intensiven Freibad-Momenten geht.

Als erwachsener Mann läuft Frieder über einen Friedhof und erinnert sich. Er sucht nach einem bestimmten Grab. Wie ein Blitz überfällt ihm dabei der Gedanke an diese wundervollen Sommermonate vor langer Zeit, die ihn für immer geprägt haben.

Es sind die 1980er Jahre in einer Kleinstadt irgendwo in Bayern. Frieder ist jung, hat das Schuljahr nicht bestanden und wird zu seinem strengen Großvater verfrachtet, während der Rest der Familie in die Ferien fährt. Unter der Obhut des gestrengen Alten lernt Frieder Disziplin, denn alles hängt davon ab, die Nachprüfungen zu bestehen. Doch dann lernt er im Freibad Beate in ihrem flaschengrünen Badeanzug kennen. Und danach ist sein Leben ein anderes. Es gleicht nicht mehr dem, das er je kennengelernt hat.

Ich habe das Buch während eines Segeltörns gelesen, mit Blick auf das glasklare, türkis schimmernde Wasser der griechischen Ägäis und plötzlich waren all diese Erinnerungen wieder da: Auch ich war in den 1980er Jahren noch sehr jung und habe dieses Déjà-vu- Gefühl nachvollziehen können, aus einer sehr fernen Zeit, die es heute so nicht mehr gibt und auch nie wieder geben wird.

Ein Buch für Sommer-Fans und Schwimmbad-Enthusiasten und die Hommage an eine Zeit, die unwiederbringlich vorüber ist.

Ewald Arenz: Der grosse Sommer, 318 Seiten, 20 Euro.

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Mies van der Rohe: Stilikone Barcelona Chair

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Barcelona Chair Set

Im Original fast unerschwinglich: Hier Replikas, die dem Original in nichts nachstehen

Die Geschichte des Barcelona-Chairs …

Berlin, August 2021

Heute ist er wieder in aller Munde: Der berühmte Bauhaus-Architekt Mies van der Rohe (1886-1969), Erfinder und Bauherr besonderer Konstruktionen, Räume, Möbelstücke. Dem Minimalisten in der Architektur ist nach 6 Jahren Pause auch die Eröffnung der Neuen Nationalgalerie in Berlin vor wenigen Tagen zu verdanken. Er war es, der sie ab 1965 entstehen ließ. Der britische Architekt David Chipperfield übernahm die Renovierung unter dem Leitspruch: „So viel Mies wie möglich“. Und das ist ihm gelungen. Original-Möbel wie ein seit 1968 im Museum genutzter „Barcelona-Chair“ und ein Beistelltisch aus Glas verdeutlichen Mies’ Geschmack und seine Ästhetik.

Barcelona Pavillon

Der Deutsche Pavillon in Barcelona.

Barcelona, Mai 1929

Die Bauweisen, die im Deutschen Pavillon in Barcelona von Mies van der Rohe für die Weltausstellung 1929 verwirklicht wurden, waren ebenso wegweisend für die Architektur in der ganzen Welt. Nach der Ausstellung wurde der Pavillon abgebaut und nach mehreren Initiativen zwischen 1983 und 1986 an seinem ursprünglichen Platz wieder errichtet.

Klarer Minimalismus

Klar erkennbar an dem Pavillon ist der Bauhaus-Stil. Minimalismus – nach diesem Motto plante auch Mies van der Rohe seine Bauwerke. Der Pavillon ist mit klaren Linien und einfachen Formen, wie sie auch in vielen Hochhäusern und Bürogebäuden zu finden sind, stilbildend für die moderne Architektur.

Wohl zwei der berühmtesten Möbelstücke sind die hellen „Barcelona-Stühle“, die im Pavillon zu sehen sind. Der Stuhl ist ein Meilenstein in der Geschichte des modernen Designs. Die Möbelstücke von Mies van der Rohe dienten als Sitzgelegenheiten für König Alfons XIII und seiner Frau, der deutsch-britischen Königin Ena von Battenberg, anlässlich der Eröffnung des Pavillons 1929.

Noch immer gilt ihr Design als Klassiker, unzählige Warteräume und Lobbys repräsentativer Gebäude sind mit den Sitzgelegenheiten ausgestattet, gerne auch in Verbindung mit dem Barcelona-Ottoman, einem Hocker für die Beine für entspanntes und komfortables Zurücklehnen.

Barcelona Chair 2

So könnte es aussehen …

Mobiliar passt zum Gebäude

„Wenn das Design der Möbel die Struktur eines Bauwerkes nicht ergänzt, gibt es keine Harmonie im Inneren“. Dieser Grundsatz führte Mies van der Rohe fast zwangsläufig dazu, zu seinen Gebäuden auch das passende Mobiliar zu entwerfen.

Barcelona Chair 1

… oder so!

Ästhetiker, Bauhaus-affine Menschen und Leute mit Geschmack sind die Käufer der Stilikonen. Den Barcelona-Chair, wie auch den passenden Ottomanen gibt es als erschwingliche Replikas bei famous-design.com. Die beiden Stilikonen passen zum Zeitgeist. Die Bezüge gibt es aus Leder, auf Wunsch aber auch aus Kunstleder. Dafür müssen keine Tiere sterben. Das Gestell besteht aus geschweißtem Stahlband, das Polster ist durch Knöpfe in Quadrate gegliedert. Zum Stuhl und Hocker passt am besten ein Glastisch. Das Trio ist ein Klassiker, ganz nach Mies van der Rohes Zitat: „Weniger ist mehr“.

Schönheit und Purismus

In der Tat: Für den gebürtigen Aachener sei es wohl einfacher gewesen, ein Hochhaus zu entwerfen, als einen Stuhl, der leicht sein musste, dabei stabil und bequem. Zumindest soll er das 1930 gesagt haben. Wenn ich nun die Schönheit und den Purismus dieser Möbelstücke betrachte, muss ich ihm Recht geben.

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Kos – zu Wasser und zu Land

Kos 4Kos2Segeln vor der griechischen Insel Kos. Heuer haben wir uns dieses Urlaubsziel ausgesucht. Für mich geht das wieder nur mit Reiseführer. Ich habe mir ein kleines und kompaktes Büchlein eingepackt. Wie Ihr wisst, mag ich das Blätter-Erlebnis und das Markieren mit meinem Highlighter. Im Sortiment vom Reise Know-How Verlag habe ich gefunden, was ich wollte. Ist ja nicht so leicht wenn man am liebsten nur einen Guide über eine ganz bestimmte Insel möchte. Bei der großen Anzahl der griechischen Eilande …

Perfekt war, dass die Nachbarinseln Nísiros und Kalimnos Erwähnung finden, die zu unserem Segelprogramm gehörten. Lebensnah und echt vermittelt das Büchlein auf 144 Seiten, was Reisende unbedingt erleben sollten: Den Sonnenuntergang vom Aussichtspunkt in Zía zum Beispiel oder die (anstrengende) Wanderung ins Geisterdorf Paleó Pilí. Nicht zu kurz kommen die Strände mit dem glasklaren Wasser, mal stürmisch, mal sanft, je nachdem welche Inselseite man bevorzugt. Kulinarik, Leute, Katzen und ein Thermenbesuch runden die Informationen ab.

Die Insel Kos ist zu allen Jahreszeiten schön. Die große Hitze ist jetzt abgeflaut und die Herbstmonate vor Ort können reizvoll sein. Ich erinnere mich an mein tägliches Ritual, als ich morgens auf der Terrasse des Häuschens saß, meine Hand nach den Weintrauben über mir im Laub ausstreckte und eine große Tasse mit griechischen Kaffee genoss. Und vor mir der Reiseführer, der darauf wartete, geöffnet zu werden, um die nächsten Erkundungen zu planen. So kann Urlaub sein … und so wird es auch bald wieder werden! Hoffen wir es.

Markus Bingel: InselTrip Kos, 144 Seiten, 12,95 Euro.  

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Getauschte Identitäten

Der Tausch

Fast vergessen: Heute ist Lese-Donnerstag! Nervenkitzel pur auf 400 Seiten!

Ich habe mich auf den Tausch eingelassen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn dabei handelt es sich um einen packenden Thriller, dessen Inhaltsangabe mich gleich gefesselt hat. Ich habe mich diesmal auf ein E-Book eingelassen, das ich auf meinem Tolino lese. Ich finde es gar nicht mal so schlecht, obwohl ich, wie Ihr vielleicht wisst, ein großer Fan von echten Büchern bin. Denn die kann man in der Hand halten, das Papier fühlen und die Seiten mit Eselsohren markieren.

Was passiert, wenn zwei Frauen ihre Identitäten tauschen? Aus welchen Gründen will Eva untertauchen und findet in Claire ihr passendes Opfer? Nachdem sie durch den Tausch ihrer Pässe ihre neuen Identitäten besiegelt haben, sucht Claire Zuflucht in Evas Haus in Kalifornien. Die perfekte Täuschung. Doch dann erfährt sie, dass das Flugzeug, in dem ihre Gespielin saß, abgestürzt ist. Und nach dem Unglück taucht Eva plötzlich in einer Fernsehreportage auf. War alles umsonst, oder wurde Claire Opfer einer Betrügerin?

Das passende Buch für Mußestunden am Strand oder auf dem Balkon. Ihr werdet es in einem Rutsch durchlesen wollen, denn die Spannung entwickelt sich zum Nervenkitzel. Aber nicht vergessen, ab und an mal die Sonnencreme zu erneuern!

Julie Clark: Der Tausch, 400 Seiten, 12,99 Euro, als E-Book: 9,99 Euro

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Da Mariella: Risi e Bisi

Direkt aus Italien: Ein neues Rezept von Mariella, passend zur leichten Sommerküche. Damit werdet Ihr Eure Lieben überraschen und mediterranes Lebensgefühl so ganz nebenbei herbei zaubern! Viel braucht Ihr dazu nicht, das meiste werdet Ihr wahrscheinlich im Kühlschrank oder vorrätig haben. 

Gutes Gelingen!

DALL’ ITALIA CON AMORE

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FROM ITALY WITH LOVE

Il „Risi e Bisi“ è una ricetta tipica della tradizione veneta, ottima da gustare nel periodo primaverile proprio perché in questa stagione si trovano i piselli migliori, ingrediente principale di questo piatto.

“Risi e bisi magnar da Doge” si diceva durante la Repubblica Serenissima di Venezia perché questo piatto veniva servito al Serenissimo Principe in occasione del banchetto del 25 aprile, festa del patrono di San Marco. Gli ingredienti sono pochi ma soltanto all’apparenza è una ricetta semplice perché la sua consistenza deve essere “brodosa ma non liquida, cremosa ma non un risotto”

Nell’800, invece, il grido „Risi e bisi e fragole“ (bianco, rosso e verde come il tricolore italiano) era l’equivalente veneziano del „viva verdi“ gridato a Milano contro gli occupanti Austriaci.

Risi e bisi è uno dei piatti più conosciuti della gastronomia veneta, in particolare dell’area di Venezia e Vicenza, ma ne esistono diverse varianti a seconda della zona. La ricetta rimane circa la stessa, ma si differenziano le qualità degli ingredienti utilizzati, ad esempio nella zona tra Vicenza e Padova è molto utilizzata una varietà di riso vialone nano di Grumolo delle Abbadesse, prodotta proprio in quel territorio.

La ricetta originale dei Risi e Bisi è da poco stata depositata presso la Camera di Commercio di Venezia, per tutelarne la preparazione. Con questo deposito il comune di Scorzè, in provincia di Venezia, diventa quindi ufficialmente la patria dei Risi e Bisi.

INGREDIENTI

Ingredienti

INGREDIENTI PER 4 PERSONE:

Piselli freschi 1 kg

Riso vialone nano 350 gr

Brodo vegetale 1300 ml

Pancetta 50 gr

Burro 60 gr

Cipolla 1

Parmigiano Reggiano grattugiato 40 gr

Prezzemolo 30 gr

Olio extra vergine d’oliva q.b.

Sale pepe q.b.

 

PREPARAZIONE:

Sgranate i piselli tenendo da parte i baccelli. Lavate i baccelli sotto l’acqua corrente e metteteli a bollire nel brodo vegetale, coperti per 60 minuti a fuoco moderato. (Foto 1)
Terminata la cottura, con un frullatore ad immersione frullate i baccelli lessati senza toglierli dal brodo fino ad ottenere una purea. (Foto 2)
Versare il composto in un colino a maglie strette e pressare bene la purea con una spatola in modo da eliminare la parte fibrosa dei baccelli. (Foto 3)
Passate alla cottura del riso: fate sciogliere in una casseruola metà del burro e fatevi appassire la cipolla tritata finemente. (Foto 4)
Una volta che la cipolla sarà imbiondita, ci vorranno circa 10 minuti di cottura a fuoco basso, aggiungete la pancetta tritata (facoltativa) ed il prezzemolo tritato. (Foto 5)
Fate insaporire per un paio di minuti quindi aggiungete i piselli ed un cucchiaio di olio. (Foto 6)
Versate due mestoli di brodo. (Foto 7)
Regolate di sale e pepe e portate ad ebollizione. (Foto 8)
Unite la purea ottenuta dai baccelli. (Foto 9)
Unite il riso e fatelo cuocere al dente mescolando spesso. (Foto 10)
A fine cottura la consistenza di risi e bisi dovrà essere quella di una minestra, ma non eccessivamente brodosa. (Foto 11)
Spegnete il fuoco e mantecate il riso con l’altra metà del burro ed il parmigiano reggiano grattugiato. (Foto 12)
Servite i risi e bisi ben caldi! (Foto 13)

BUON APPETITO!!!

 

 

 

 

 

 

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Ein eigenwilliger Dorfkater, ein fetter Hund, literarische Postkarten und eine italienische Tragödie

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Ein Lese-Donnerstag für Katzenfans? Nicht nur! Auch wenn die Bücher mit der großen Schrift und den wundervollen Illustrationen von Quint Buchholz nach Bilderbüchern aussehen: Nero Corleone kann süchtig machen. So ging es mir jedenfalls nach der Lektüre des ersten Bandes.

„Nero“ nennen sie den kleinen Kater auf dem italienischen Bauernhof, weil er ganz schwarz ist. Nur die rechte Vorderpfote ist weiß. Nero fürchtet sich vor nichts und niemand, nicht einmal vor Robert und Isolde, dem deutschen Ehepaar, das in den Ferien das Häuschen auf dem Hügel bewohnt. Und weil er meint, das Zeug zu einem Chef zu haben, beschließt er, den Hof zu verlassen, um mit den beiden nach Köln am Rhein zu gehen. Dort tobt das wahre Leben! Um Neros Umzugspläne ging es also im ersten Band.

Und in der nächsten Folge erfahrt Ihr, wie es weitergeht: Isoldes Sehnsucht nach ihrem einzigartigen Kater Nero lässt sie nicht zur Ruhe kommen, seit sie ihn damals in Italien zurücklassen musste. Kurzentschlossen fährt sie wieder in das kleine Dorf und hält Ausschau nach dem geliebten Viebeiner. Doch zunächst ist nichts von ihm zu sehen. Aber Katzen sind eben unberechenbar, und so wartet Isolde auf ihren Liebling. Trost spendet ihr einzig Katzendame Elsa, die sich selbstbewusst auf dem Sofaplatz Neros breitmacht. Und kaum ist eine neue Katze aufgetaucht, zeigt sich auch Nero Corleone wieder. Doch in Isoldes Herz ist genug Liebe da, auch für zwei!

Ich erinnere mich, dass ich schon einmal ein Tierbuch von Heidenreich gelesen habe. Ist schon ein paar Jahre her, aber gute Bücher vergisst man bekanntlich nie. Darin ging es um Oblomow, Rudolf Nurejews Hund und seine ganz besondere Freundschaft zu Schriftsteller Truman Capote, der ihn einst „fett und hässlich“ nannte. Naja, Schwamm drüber! Oblomow ist nicht nachtragend. Und wie es dazu kommt, dass der Vierbeiner schließlich das Grab mit Nurejew teilt, wenn auch nur den Fußbereich, erfahrt Ihr in dem Büchlein. Zu dieser Erzählung hat Illustrator Michael Sowa reizende Bilder gezeichnet.

Elke Heidenreich/Quint Buchholz: Nero Corleone. Eine Katzengeschichte, 88 Seiten, 15 Euro

Elke Heidenreich/Quint Buchholz: Nero Corleone kehrt zurück, 80 Seiten, 15 Euro

Elke Heidenreich/Michael Sowa: Nurejews Hund oder was Sehnsucht vermag, 48 Seiten, 8 Euro

Reisen im Kopf beschreibt wohl dieses Buch am besten. Es geht um Ansichtskarten, genau gesagt, um 25 davon. Diese stehen hier für 25 Geschichten, die sich alle um das Reisen drehen und geschrieben sind von Autorinnen und Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur. Begleitet sie einfach ein Stückweit, nehmt den Weltatlas und die Lupe und schaut Euch all diese besonderen Plätze unserer Welt genauer an. Es lohnt sich, denn zu Corona-Zeiten ist jeder Ort gleich doppelt so weit weg.

Hanna Hesse (Herausgeberin)/Jörg Hülsmann (Illustrator): Ansichtkarten. 25 Geschichten über das Reisen, 352 Seiten, 25 Euro.

„Canne al vento“, lautet der Originaltitel. Mit „Schilf im Wind“ ist Grazia Deledda ein weiteres Literatur-Highlight geglückt. Empfinde nur ich das so? Weil Sardinien meine Lieblingsinsel ist? Die 1936 verstorbene sardische Nobelpreisträgerin für Literatur zeichnet die großartige Landschaft, die Sitten und Gebräuche der Menschen und die Seele eines einfachen Inselvolks, ihre Religiosität und Naturverbundenheit mit solch einer kraftvollen Erzählkunst, dass sie nicht nur von Sardinienfans gerne gelesen wird. Das Bild von Italiens zweitgrößter Insel im frühen 20. Jahrhunderts ist ein ganz anderes als jenes, das wir heute von der Insel kennen. Oder doch nicht? Es gibt diese Attribute immer noch vor Ort: das karge Land, das harte Leben, verschlossene Seelen, Fatalismus und Leidenschaft. Das archaisch anmutende Drama um Schuld und Sühne zeichnet den düsteren Schatten der Vergangenheit, der auf dem Landgut der Pintors wie ein Fluch liegt. Klein aber fein, und zu Deleddas 150. Geburtstag in der Manesse-Bibliothek erschienen. Als Lektüre nicht nur während einer Sardinienreise zu empfehlen und mit 15 x 9 Zentimetern zudem leicht in jede Tasche zu stecken.

Grazia Deledda: Schilf im Wind, 448 Seiten, 25 Euro.

Genießt das Wochenende! Mit oder ohne Buch … und bleibt gesund!

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Dinge, die verloren gehen

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„Ich weiss nur eine Sache übers Leben. Wenn du lang genug lebst, fängst du an, Dinge zu verlieren. Alles wird dir weggenommen: Zuerst verlierst du deine Jugend, dann deine Eltern, dann verlierst du deine Freunde, und am Ende verlierst du dich selbst.“

Scott McClanahan

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