Wenn der Sandmann nicht mehr kommt …

Kennen Sie das Gefühl, die halbe Nacht wachzuliegen und auf den Sandmann zu warten? Meine Freundin klagt ständig, dass sie sich morgens wie gerädert fühlt. Ich empfehle ihr dann, Schäfchen zu zählen, bis sich süße Träume einstellen. Doch das will schon gar nicht gelingen.

Einer Untersuchung zufolge betrifft nächtliche Schlaflosigkeit nicht nur meine Freundin. Etwa jeder vierte Deutsche befindet sich in diesem Dilemma. Nicht selten sind es banale Dinge, die die Ursache sein können. Beispielsweise schlechte Matratzen (der Fachmann empfiehlt Taschenfederkern oder Kaltschaum!), ein unregelmäßiger Lebensrhythmus, anstrengendes Grübeln vorm Einschlafen oder zu viel Licht. Gerade an letzterem scheiden sich die Geister. Während die einen gerne mit halb geöffneten Rollos schlafen, bevorzugen die anderen (darunter ich!) totale Dunkelheit bzw. Grabesschwärze (wie meine Nachbarin ironisch bemerkt!). Unter diesen Umständen lassen sich einmal entdeckte Ursachen schnell und wirksam beheben.

Grundsätzlich wichtig für den guten Schlaf sind Regelmäßigkeiten wie das Aufstehen und Zubettgehen, Sport und Mahlzeiten. Den optimalen Tagesablauf gibt es nicht, wohl aber den individuell angepassten. Sind Sie der Meinung, dass der Schlaf vor Mitternacht der wichtigste ist? Falls ja, liegen Sie falsch, denn die Tiefschlafphase findet vor drei Uhr morgens, unserer sogenannten biologischen Mitternacht, statt. Ich bin auch schon mehrmals der Annahme verfallen, mindestens acht Stunden schlummern zu müssen. Doch der Erholungswert des Schlafes lässt sich nicht anhand seiner Dauer, sondern seiner Qualität bewerten. Und nach fünf Stunden hochwertigem Schlaf fühle ich mich tatsächlich ausgeruht und fit. Entspannung heißt das Zauberwort. Was Sie entspannt, müssen Sie selbst herausfinden. Der eine mag die monotone Stimulation, wie das Schienengeräusch bei einer Zugfahrt, der andere Wellenrauschen oder leise, klassische Musik. Wenn Sie letztere bevorzugen, betten Sie sich auf alle Fälle gut, denn wer von Ihnen fährt schon ständig nachts im Zug oder wohnt am Meer?

Und wenn die guten Ratschläge doch nichts nützen? Der Fachmann rät zu Schäfchenzählen, aber rückwärts. Denn das fordert das Gehirn und kurbelt eine leichte Konzentration an. Und wenn Ihr Schlafzimmer auch noch 18 Grad Raumtemperatur und mäßig feuchte Luft aufweist, dürfte nichts mehr schief gehen.

Avatar von Unbekannt

About sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
Dieser Beitrag wurde unter Glücksbote veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar