Gustave Le Clézio schätzt man vor allem als kosmopolitischen Autor und Weltbürger. Ein literarisches Meisterstück ist sein Roman „Der Afrikaner“. Für sein Gesamtwerk erhielt er 2008 den Literaturnobelpreis. Nun wurde er besonders geehrt. Für den Pariser Louvre durfte er einen Veranstaltungszyklus organisieren, dessen Thema er selbst gewählt hat: „Les musées sont des mondes“ – „Museen sind Welten“. Das Herzstück der Reihe mit Vorträgen, Konzerten und Diskussionen ist ein Saal mit Exponaten. Hier hat der 71-Jährige alles versammelt, was sein Universum ausmacht. Dabei liegt der Fokus auf Haiti, Afrika, Mexiko und Vanuatu. Doch es geht auch um sein Statement „Ici on parle d´art, là on parle d´artisanat“, also um die Auseinandersetzung mit Kunst und Handwerk. Was gehört wozu? Zeiten und Orte treten in Dialog – über Kolonialismus und Globalisierung, über Aberglaube und Religion.
Hörtipp: Gustave Le Clézio: Der Afrikaner, gesprochen von Michael Krüger.
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