„Ich erzähle Euch nun von Weihnachten, als ich klein war: Die ganze Familie stellte sich andächtig vor dem Christbaum auf, betete, sang Weihnachtslieder und wartete ungeduldig auf die Bescherung. Die Kinder bekamen nicht so viele Geschenke wie heute, sondern begnügten sich mit einem einzigen Geschenk, manchmal bereichert mit Süßigkeiten, Obst und Nüssen. Das Geschenk war vielleicht ein Puppenhaus, ganz aus Holz, mit geschnitzten Puppenmöbeln und winzigen Vorhängen an den Fenstern. Geschenke, die das Interesse der Kinder für ihre spätere Arbeit erwecken sollten, konnten für Mädchen eine Puppenküche mit allen Küchenutensilien sein, für Buben ein Holzpferd mit Wagen oder eine Laubsäge. Aber das war schon eher ein Weihnachtsfest der „feinen Leute“. In den Bauernhäusern wurden die Geschenke nach dem Beten ausgepackt: Diese bestanden aus selbst gestrickten Strumpfhosen, Socken, Mützen oder einem Pullover.“
Eure Klara


Vorbildlich, dass hier haeufig gepostet wird.