Schon mal Couchsurfing probiert? Wenn nicht, kann ich das nur empfehlen! Ich habe es erstmals im Sommer 2011 in Schweden kennengelernt, diese andere, unkonventionelle Art des Reisens. Couchsurfing ist der neue Trend des digitalen Zeitalters. Auf Internetseiten, wie http://www.couchsurfing.org, vernetzen sich unternehmungslustige Menschen, die einander spontan und kostenlos einen Schlafplatz oder einfach ihre Zeit zur Verfügung stellen. Die Idee dahinter: Eine Alternative zur Massenabfertigung des Pauschaltourismus zu schaffen. Allein in Deutschland gibt es über 200.000 angemeldete Couchsurfer – Tendenz steigend. Denn: Man muss nicht lange im Voraus planen und lernt mit Sicherheit neue Leute kennen.
Inspiriert wurde ich dabei von Christine Neder und ihrem Selbstversuch, den sie in ihrem Buch beschrieben hat. Während eines Praktikums in Berlin schlief sie drei Monate lang jede Nacht in einer anderen Wohnung und erlebte die Gastfreundlichkeit wildfremder Menschen, die sie über Couchsurfing im Internet kennenlernte. Nebenbei führte sie einen Blog und schrieb eine Kolumne auf Spiegel Online.
Christine Neder: „Ich habe in dieser Zeit viel intensiver gelebt, saß abends nicht vor der Glotze oder bin vor dem Laptop versumpft, sondern habe jemanden kennengelernt: Einen Menschen in seinem ganz persönlichen Umfeld, mit seiner Lebensart und seiner Lebensgeschichte.“
Seit meinem Couchsurfing-Erlebnis habe ich zwei neue Freundinnen in Schweden!
Christine Neder: 90 Nächte, 90 Betten. Das Tagebuch einer Couchsurferin, 240 Seiten, 14,95 Euro.


