Itaca damals und heute
Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun
Info: Katzen-Patenschaften
Caroline erzählt:
2010 rief man mich aus dem Nachbardorf auf ein Schulgelände, wo der Direktor die dortigen Katzen vergiften ließ. Zwei Damen, die sich um diese Tiere kümmerten, waren vollkommen verzweifelt. Sie hofften jetzt, dass der Schuldirektor einlenken würde, wären alle Katzen kastriert.
Da sie über keinerlei Gerät zum Straßenkatzen fangen verfügten, riefen sie mich an. Bewaffnet mit Fangnetz, Lebendfalle, Decke und Futter betrat ich den Schulhof, wo mich ein halbtotes Kätzchen erwartete. Es zitterte am ganzen Leib, konnte wegen der geschwollenen Augen kaum etwas sehen. Auch hatte das Tierchen kaum noch Fell am Körper.
Ausgehungert näherte sich das Kätzchen dem von mir bereit gestellten Futter. Als ich hinter ihm stand, warf ich ihm schnell das Netz über und betäubte es leicht, damit ich das Tierchen in eine Transportbox legen konnte.
Anschließend fuhr ich schnell zum Tierarzt wo das Kätzchen zu einem gefährlichen Tiger wurde, doch die Tierärztin hatte die Angelegenheit fest im Griff. Mit eiserner Hand unterwarf sie das schreiende und fauchende Kätzchen und untersuchte es in aller Seelenruhe.
Es litt an zwei schweren Hautkrankheiten, die aber mit entsprechender Behandlung geheilt werden konnten. Angesichts des tobenden Kätzchen fragte ich mich, wie ich diesem Wildfang die Medikamente verabreichen sollte. Zuhause kam es in einen Krankenkäfig, ausgestattet mit Schlafbox und Heizdeckchen sowie frischem Wasser und Futter. Statt sich ängstlich in die Box zurückzuziehen, tat das kleine Tierchen stundenlang nichts anderes, als jeden furchterregend anzufauchen, der sich zu nahe an den Käfig heranwagte.
Die Medikamente in Spritzenform verabreichte ich der kleinen Furie, indem ich sie mit einem dicken Kissen in eine Käfigecke drängte und so festhielt, während ich mit der anderen Hand die Spritze in den Oberschenkel stach. Unter dem Kissen fauchte und knurrte es fürchterlich. Armes Kätzchen, es musste schreckliche Angst ausstehen.
Als das Kätzchen gesundete, kam der Tag, an dem es kastriert werden sollte, da aus ihm inzwischen eine junge Katzendame geworden war. Es war eine schweißtreibende Aufgabe, das wilde Tierchen in eine Transportbox zu bugsieren.
Zwischenzeitlich ist aus ihr eine wunderschöne gesunde Katze geworden, immer noch etwas misstrauisch, doch inzwischen darf ich mich ihr schon nähern, ohne dass sie gleich in Angst und Schrecken davonrennt. Auch frisst sie ruhig neben mir. Sicher wird es noch ein Weilchen dauern, bis sie mir erlaubt, sie anzufassen.





