Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun
Info: Katzen-Patenschaften
Caroline erzählt:
Das ist mein Becky, benannt nach Beckham. Beide sind blond, Beckham und Becky. Inzwischen ist Becky fünf Jahre alt. Nicht Beckham. Ich erinnere mich oft daran, wie ich ihn fand. Ich arbeitete einmal pro Woche im Tierheim von Mataró (Spanien), es wurde eine blonde Katzenmutter mit fünf blonden Katzenbabies abgegeben. Alle wurden sofort adoptiert, außer einem kleinen Welpen. Knapp zwei Monate alt. Niemand kümmerte sich um ihn, es war kalt, es regnete und dieses kleine hilflose Würmchen zitterte vor Angst und vor Kälte, immer in eine Ecke gedrückt, allein, seiner Mutter und Geschwister beraubt. Das Kätzchen wurde krank, sehr krank. Als ich an einem meiner Arbeitstage wieder ins Tierheim kam, sah ich das kleine, inzwischen schmutzige und nasse Bündel Kätzchen mit triefender Nase und schwer entzündeten Augen fast leblos in einer Ecke sitzen. Ich schnappte es, rannte zum Tierheim eigenen Tierarzt, der sah es an und meinte lapidarisch: „Da ist nichts zu machen. Lass es in Ruhe. Es wird sterben“.
„Wie bitte???“ Ich liess die Arbeit Arbeit sein, fuhr mit Höchstgeschwindigkeit mit dem kranken Kätzchen zu meinem Tierarzt runter in die Stadt. Nahm man es in die Hand, hing es schlaff auf beiden Seiten herunter. Es war dem Tod näher als dem Leben. Es folgten kritische Tage und Nächte, doch Becky schaffte es. Das kleine Katerchen wollte leben, er gab sich nicht auf. Und wie man sehen kann, erfreut er sich bester Gesundheit.
Über das Thema Tierheim und dessen Tierarzt – da könnte ich eine Weile lang darüber plaudern. Nach fünf Monaten gab ich diese Arbeitsstelle auf. Ich hatte inzwischen sechs Kilo verloren und kam aus dem Heulen nicht mehr heraus. Nachts verfolgten mich die Blicke und Schicksale der vierbeinigen Insassen, die nicht die Behandlung erhielten, die sie verdienten. Viele starben an ansteckenden Krankheiten, etwas, was vermeidbar gewesen wäre, hätte man eine Quarantäne durchgeführt.
Wie kann man als Tierschützer verantworten, dass gesunde und putzmuntere Tiere dort abgegeben wurden, bereits nach 3 Tagen krank wurden und zwischen dem 6. und 10. Tag dann starben? Die überwiegende Mehrheit hatte Durchfall und Darmparasiten, Ohren- und Augenentzündungen, Hautprobleme und vieles mehr. Nachdem ich diesen Leuten an den Kopf geworfen habe, was ich von ihrer Leitung und der Behandlung, die sie den ihnen anvertrauten Tieren zukommen lassen, habe ich diesen Ort nicht mehr betreten. Dort musste ich bitter erfahren, dass nicht überall Tierschützer drin ist, wo Tierschützer drauf steht.



