
Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun
Info: Katzen-Patenschaften
Caroline erzählt:
Thatcher kam im Jahr 2010 Hals über Kopf zu mir, weil sie Gefahr lief, vergiftet zu werden. Eine befreundete Dame aus dem Nachbarort hatte langsam angefangen, sich um die Straßenkatzen ihrer Straße zu kümmern. Was zur Folge hatte, dass ihr einige Katzen bis nach Hause folgten und sich in ihrem Garten häuslich niederließen. Sehr zum Ärgernis des Ehemanns besagter Dame. Der Hausfrieden begann unaufhörlich schief zu hängen. Tagtäglich wurde über die Präsenz dieser Katzen im heimischen Garten diskutiert.
Der Ehemann war auch darüber verstimmt, dass seine Frau das Haushaltsgeld für das Futter und den Tierarzt ausgab. Denn natürlich wurden die Katzen, derer die Dame habhaft wurde, kastriert.
Auch waren die „Hinterlassenschaften“ der Katzen im Garten und auf der Terrasse ein Grund zu erbitterten Meinungsverschiedenheiten zwischen den Eheleuten. Der Tag, an dem ich um Hilfe gebeten wurde, war der, an dem der Ehemann außer sich vor Wut herumbrüllte, dass er alle Katzen vergiften würde. Die am Telefon schuchzende Dame bat mich, ihr zu helfen. Da nicht mal ich so schnell Lösungen finden kann, entschieden wir, alle Katzen erst einmal zu mir ins angemietete Lokal zu bringen. Danach würden wir weitersehen.
Ich fing eine Katze nach der anderen ein. Manche mussten eingeschläfert werden, weil sie todkrank waren. Die Gesunden nahm ich mit zu mir. Eine der Katzen war Thatcher. Den Namen hatte ihr die Dame gegeben, weil sie meinte, dass diese Katze genauso dickköpfig wäre wie die allseits bekannte vormalige britische Premierministerin.
Nach inzwischen zwei Jahren bei mir lässt sich Thatcher noch immer nicht anfassen. Nur wenn es ihr Lieblingsfutter gibt, setzt sie sich in meine Nähe und miaut zart. Sobald ich mit ihr Blickkontakt aufgenommen habe, saust sie in Windeseile zu ihrem Platz und wartet dort, bis sie an die Reihe kommt und dankt mit einem kurzen „Miau“ für das Futter.
Sie ist die Chefin im Katzengehege, gerne lässt sie ihre Katzenkollegen mal stramm stehen. Man macht ihr den Weg frei, wo immer sie auch geht. Man überlässt ihr das Körbchen oder ein Deckchen, wann immer sie es verlangt. Oft beobachte ich sie schmunzelnd von oben. Was für ein Charakter! Der Name „Thatcher“ passt zu ihr wie angegossen.

