Neulich, im kleinen Programmkino meiner Stadt, habe ich mal wieder einen großartigen Film gesehen. „Georg Baselitz“, ein Dokumentarfilm, ist in der Tat etwas für Insider. Ich beschäftige mich schon lange mit Künstlern der deutschen Gegenwart. Georg Baselitz gehört wie Gerhard Richter, Markus Lüpertz, A. R. Penck oder der verstorbene Jörg Immendorff zur 1a-Riege in Deutschland und weltweit. Mit „auf dem Kopf“ stehenden Bildern wurde Baselitz ab Mitte der 1970er Jahre auch international berühmt.
„Diese Künstlerdokumentation bietet die wunderbare Gelegenheit, einen der ganz großen Maler und Bildhauer unserer Zeit und sein Werk zu erleben, zu entdecken und verstehen zu lernen.“
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Zum ersten Mal hat der zurückgezogen lebende Künstler seine Ateliers in Deutschland und Italien für Filmaufnahmen geöffnet. Die Regisseurin Evelyn Schels begleitet ihn über mehrere Jahre aus nächster Nähe. Sie darf in seinem Familienalbum blättern, befragt seine Ehefrau sowie seine Weggefährten und zeigt in diesem Film die wichtigsten Stationen seines Lebens. Baselitz gewährt einen einmaligen Einblick in das Zentrum seines künstlerischen Schaffens. Der Zuschauer verfolgt die sensiblen Entstehungsphasen seiner Bilder und Skulpturen, beobachtet seine Pinselstriche, sieht ihn mal zweifelnd, dann euphorisch und entdeckt neben dem Künstler Baselitz auch den Menschen.
Dieser Dokumentarfilm ist ein aufmerksames, sehr privates und differenziertes Porträt über den Jahrhundertkünstler, dessen Leben und Werk untrennbar mit der deutschen Geschichte verknüpft sind. Georg Baselitz ist ein Künstler, der die Kunstwelt auf den Kopf stellt und der sich auch mit 75 Jahren immer wieder neu erfindet.
Quelle: YouTube

