Hajdúszoboszló
Hungarospa – nein, das ist nicht die berühmte Formel 1-Strecke, wo ich mich im Moment befinde. Vielmehr ist es das größte Badeparadies Europas, gelegen im ostungarischen Hajdúszoboszló. Denn wir sind auf Reisen! Diesmal nach Südosteuropa, genauer nach Rumänien. Und dieser unaussprechliche Ort Hajdúszoboszló (nicht zu verwechseln mit dem noch komplizierteren Ortsnamen „Hódmezővásárhelykutasipuszta“ aus dem Film „Ich denke oft an Piroschka“) liegt nun mal genau auf der Strecke nach Rumänien. Und nach über 1.000 Kilometer mit dem Auto haben wir uns eine Pause verdient. Genauer gesagt: Zwei Tage Relaxen!
Ich kenne Hajdúszoboszló nur aus den Reiseprospekten der Urlaubsanbieter. Die Badekur wirkt nachweislich besonders bei folgenden Erkrankungen: Chronische Gelenkentzündungen, Degeneration der Gelenke, Entzündung der Wirbelsäule, Nervenschmerzen, Nachbehandlung bei Lähmungen infolge von Gehirnverletzungen, Muskelerkrankungen, Knochenbrüchen, Arteriosklerose, Unfruchtbarkeit und Hautkrankheiten.
So weit, so gut! Nachdem ich meines Wissens unter keiner dieser Krankheiten leide, genieße ich einfach einen Nachmittag im Spa bei 36 Grad Wassertemperatur.

Das angepriesene „flüssige Gold“ enthält Jod und verschiedene Mineralien. Sie geben dem Wasser eine bräunliche Färbung. Na gut, das
Verweilen im Thermalwasser hilft mir, die Seele baumeln zu lassen. Außerdem denke ich mir, wie nett es doch ist, mit Badegästen aus der Ukraine, Rumänien und Russland gemeinsam zu entspannen und
das Becken zu teilen.
Denn obwohl ich mal ein bisschen Russisch gelernt habe, verstehe ich nichts. Die englische Sprache ist hier kaum vertreten. Ich finde es spannend, mal unter Menschen zu sein, deren Herkunft ich überhaupt nicht zuordnen kann.

Ansonsten gleicht besagtes Hajdúszoboszló einem Jahrmarkt oder eher dem spanischen Lloret de Mar im Miniaturformat. Souvenirs, Restaurants, Eisläden, startende Flugzeuge älteren Baujahres (habe nicht herausbekommen, wo die herkommen) und laute Musik bringen einem nach der Entspannung im Thermalwasser schnell in die Gegenwart zurück. Ansonsten passiert hier nicht viel.
Außer, dass unserem Hund Gaston, dem sogenannten Magyar Vizsla – einem ungarischen Jagdhund – bewundernde Blicke zugeworfen werden. Und genau dafür hat der Vierbeiner seine Visitenkarten. Am Abend hat er auf Facebook gleich drei „Freunde“ mehr! Soviel nur zu meinem vierbeinigen Begleiter, der ganz schnell das Eis bricht, wenn uns die normale Verständigung nicht weiterhilft!




Klasse, Sabine wieder auf Reisen. Ich wünsche euch noch einen schönen Urlaub und Grüße an den hübschen Gaston! Ein tolles Foto!
Danke Anette! Euch ein schönes Wochenende. Und: Gaston freut sich über das Kompliment!
LG
Sabine