Für mich als Karateka ein Muss. Und das zu Recht. Denn der neue Film des chinesischen Regisseurs Wong Kar-Wai ist ein Kunstepos, eine Augenweide. Wieder mal, denn von Kar-Wais Filmen ist man nichts anderes gewohnt. Seine Super Slow Motion, ein Handkantenschlag, ein splitterndes Geländer, das Geräusch brechender Knochen bis hin zu perfekten Tritten und Schlägen. Bezeichnen wir den Film als einen melancholischen und stark stilisierten Martial Arts-Bilderreigen und als Hommage an die Kampfkunst. Das Epos erzählt das Leben des chinesischen Kampfkünstlers Yip Man, der als Mentor von Bruce Lee gilt.
Gezeigt erstmals im Februar 2013 als Eröffnungsfilm der Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Der Film lief dort außer Konkurrenz, da Wong Kar-Wai auch der Jurypräsident des Festivals war.
China 1936: Der aus dem Süden Chinas stammende Kung Fu-Meister Ip Man (Tony Leung) trifft in seinem Heimatort Foshan erstmals auf Gong Er (Zhang Ziyi), eine Kung Fu-Meisterin aus dem Norden des Landes. Gong Ers Vater Gong Baosen (Wang Qingxiang), ein sehr bekannter Großmeister, ist ebenfalls dort. Dieser soll in Foshan mit einer Zeremonie im berühmten Bordell Gold Pavillon als Kämpfer verabschiedet werden. In einem letzten Kampf will Baosen noch einmal gegen einen Jüngeren antreten. Die Wahl fällt auf den bisher unbesiegten Ip Man, der auch diesen Kampf für sich entscheidet. Gong Er leidet sehr unter der Niederlage ihres Vaters und fordert den Sieger direkt zum Duell heraus. Beim gemeinsamen Kampf erwachen die Gefühle füreinander, die beiden Kontrahenten verlieben sich. Doch dann bricht der Krieg aus und China droht in eine Nord- und Südhälfte auseinanderzubrechen. Das Paar wird getrennt und sieht sich erst viele Jahre später wieder. Gong arbeitet als Ärztin, während Ip Man eine Kampfschule leitet. Und einer seiner Schüler trägt den Namen Bruce Lee …
Dabei wie in fast allen Filmen Kar-Wais sind der ewig schöne Tony Leung und Zhang Ziyi als melancholische und bezaubernde Frauenfigur in den Hauptrollen.
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