Heute gilt der Sänger und Gitarrist Gianmaria Testa aus dem Piemont als einer der wichtigsten zeitgenössischen Liedermacher Italiens. Testas dunkle und raue Musik auf dem Würzburger Hafensommer zeigt ganz unterschiedliche Stilrichtungen.
Zwischen pulsierenden Jazzrhythmen, ausbrechenden Fanfaren, Pianosoli und plötzlichen Ruheinseln erzählt Testa von den Schwierigkeiten, den Tag von der Nacht zu unterscheiden, von einer Frau, die es zu entdecken gilt oder von der Lust, „bis zu dem Punkt, wo der Fluss das Meer streichelt“ zu gehen. Wenn Testa die Liebe besingt, ist die pure Poesie fast greifbar: „Deine Liebe ist eine Kastanie, die auf den Lippen und in den Händen brennt und einen Sonntag lang wärmt und satt macht.“ Genauso treffen auch die Lieder des Italieners mitten ins Herz.

Fotos: Enric Boixadós



