Sauber ist es nicht und sicher auch nicht. Zumindest nicht in der Nacht. Doch Raval ist authentisch, kreativ und anregegend. Dazu dunkel und zwielichtig.
Doch eine gute Mischung, nicht wahr? Auch heute noch ist dieses Viertel von Barcelona, ganz in der Nähe von Les Rambles, umstritten. Auf mich wirkt El Raval unwiderstehlich. Warum? Weil es die ganz andere Seite Barcelonas darstellt.
Einst Teil des historischen Barcelonas war es früher sehr dicht bewohnt, bis die Stadtmauern um 1900 entfernt wurden. Der südlichste Teil ganz nahe am Hafen war als Rotlichtbezirk bekannt. 1988 wurde von der Stadt eine teure Kampagne angezettelt, um das Viertel sicherer zu machen. Es gelang auch halbwegs. Jedoch gibt es einige Plätze innerhalb von Raval, die nachts immer noch sehr unsicher sind. Dazu kommen Bereiche für Straßenprostitution.
Was ist also das Anziehende an El Raval? Das Viertel steckt voller Persönlichkeit. Nette Bars und Cafes findet man an jeder Ecke, ebenso eine Vielzahl von Kunststudios, Galerien und Buchhandlungen, das imposante MACBA (Museum für Moderne Kunst) und das CCCB, ein Ausstellungszentrum des Stadtviertels.
Dank winziger Boutiquen mit einmaligen Sachen findet Ihr hier auch mal was ganz Besonderes, fernab der allseits bekannten Modeketten. Raval ist der Ort wo Ihr die kleinen und individuellen Läden findet.
Ich mag Raval, doch es ist auch ein Paradies für Taschendiebe. Aber wenn Ihr das wisst und aufpasst, kann eigentlich nichts schief gehen! Euch würde wirklich etwas entgehen, wenn Ihr dieses Viertel nicht besucht.












