Bombino ist Tuareg und im Niger geboren. Es sind ganz besondere Klänge, die er in seiner Musik vereint. Jene, die an die Weiten der Wüsten erinnern, die in seinem Heimatland inmitten der kargen Sahelzone Westafrikas. Die Tuareg-Rhythmen seiner Vorfahren vereint er mit dem heutigen Puls der Zeit, der Musik aus den Großstädten, den Beats der jungen Leute. Der Gitarrist legt viel Wert auf Tradition. „Wenn man seine Anfänge vergisst, wird man zu einem Baum ohne Wurzeln. Instabil“, betont er vor seinem Konzert beim Würzburger Hafensommer im August 2014.
Eine Gitarre verändert sein Leben
Omara Moctar, Künstlername Bombino, wurde in Agadez im Nordniger geboren. Die Flucht vor dem Bürgerkrieg, die Exilaufenthalte in Algerien und Libyen prägten sein Leben von Kindesbeinen an. Das Geschenk seines Onkels, eine Gitarre, veränderte sein Leben. Während er in der Wüste bei Tripolis Schafe hütete, übte er auf dem neuen Instrument. Eine Filmcrew entdeckte schließlich ihn und seinen Desert Blues. Das Märchen begann. Gastauftritte an der Seite von Keith Richards und Charlie Watts folgten.
Kaum jemand hätte Bombino solch eine erfolgreiche Zukunft vorhergesagt. Er hat es geschafft, dank seiner Motivation, seines Glaubens an die Zukunft. Ein Blick auf die Musiker, die den Desert Blues auf der Bühne feiern, und auf die vielen tanzenden Zuschauer bestätigt, dass die Wahl gelungen ist.
Reinhören: Imuhar von Bombino – großartig!


