In Spanien hat das Erhängen der Windhunde einen Namen: “Klavierspielen”, denn der Vierbeiner strampelt um sein Leben, so, als ob ein Musiker in die Tasten schlägt.
In einer einzigartigen Aktion macht die virtuelle Online-Demo „Eine Million Pfoten für Gerechtigkeit“ auf das Schicksal der spanischen Jagdhunde aufmerksam.
100 Skelette von Galgos wurden 2009 auf einer ehemaligen Müllhalde in Villatobas in der Nähe von Toledo als grausamer Beweis dafür entdeckt, wie sehr Jagdhunde in Spanien leiden müssen. Viele trugen noch ein Seil um den Hals, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sie erhängt wurden. Manche Skelette waren schon mehrere Jahre alt, andere Körper noch nicht verwest. Viel verändert hat sich seitdem nicht.
Villatobas, ein Dorf der Galgueros und Jäger, ein Dorf welches offensichtlich kollektiv ihre Jagdhunde an diesem Ort entsorgt, nicht ohne vorher ein grausames Ritual durchzuführen. „Gute“ Galgos werden, sobald sie nutzlos geworden sind, auf die Straße gejagt, erschossen oder in eine der vielen Tötungsstationen – Perrera genannt – gebracht, „schlechte“ Galgos müssen dagegen hängen und einen langen grausamen Tod sterben.
„Ist es der gekränkte Stolz eines spanischen Jägers, wenn sein Windhund nicht der Schnellste war, ihn so grausam sterben zu lassen? Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor, wenn sie ihren Galgo am nächsten Baum aufhängen und zusehen, wie er versucht, in Todesangst mit seinen Pfoten Halt zu finden? Die meisten dieser Jagdhunde, die gefunden werden, sind zwischen einem Jahr und drei Jahre alt.“
Tierschützerin und Morrissey-Fan Martina Szyszka
Die Situation der Jagdhunde in Spanien ist dramatisch. Verantwortlich dafür sind rund 170.000 Galgueros, Besitzer von etwa 490.000 Galgos. Geschätzte 60.000 werden jährlich entsorgt. Darüber, wie viele von ihnen erhängt werden, gibt es keine offiziellen Zahlen. Doch immer wieder findet man sie an Bäumen. Dabei geht es um sehr viel Geld. Jährlich werden rund 1.000 Millionen Euro durch den Wettkampf und die Jagd mit den Tieren umgesetzt.
Wer mitmachen möchte bei Eine Million Pfoten für Gerechtigkeit: Klickt einfach auf Zusage. Jede Stimme zählt! Ich bin auch dabei.
Euer Gaston.
Fotos: Martina Szyszka





Natürlich bin ich auch dabei und hoffe, dass noch ganz viele mitmachen werden. Da sind wir wieder bei der Rasse „Mensch“, und vor Wut fehlen mir da wieder die Worte. Besser so!
Danke, Miss Baileyvally. Hoffentlich lesen das noch ganz viele!
LG
Sabine
Liebe Sabine, ich werde deinen Beitrag rebloggen. Vielleicht hilft es ja.
Hat dies auf rebloggt und kommentierte:
Ein wichtiges Thema! Bitte mitmachen!
Super, Miss Baileyvally! Freue mich.
Ich kotze grad auf den Schreibtisch.
Nehme teil. Und hab’s 300 x weitergegeben.
Klasse, inerlime. Hoffentlich denken viele so wie Du!
LG
Sabine
So toll beschrieben, obwohl ich hautnah hier in Spanien seit über 20 Jahren mit konfrontiert werde, treibt es mir jedesmal die Tränen in die Augen, über die Grausamkeiten gegenüber der Jagdhunde, die offiziell als Nutztiere gelten und somit Null Rechte haben, zu lesen. Ich werde diese deutsche Beschreibung verkürzt auf meine Seite holen, da ich seit Tagen versuche, meine Freunde zu überreden, bei diesem Marsch für die Gerechtigkeit mitzumachen, leider sind es bis jetzt nur zehn von fast 300, die mitmachen. Es müssen mehr werden! Alles Liebe, Christiane.
Der Million Paw March for Justice braucht jeden von Euch! Jede einzelne Stimme, die auf „Teilnehmen“ klickt hilft, das Elend der Galgos, aber auch der anderen Rassen zu lindern und eines Tages zu beenden. Es gibt auch noch viel zu viele Menschen, die davon noch nie etwas gehört haben, auch und vor allem die gilt es zu erreichen … nicht zu schocken aber zu informieren!
Also, ganz klasse Eure Kommentare hier. Nicht aufhören, weitermachen und teilen, teilen, teilen! Vielleicht passieren wirklich noch Wunder!
Danke für Eure Unterstützung.
LG
Sabine
Ritual, Gerechtigkeit, alles gut und schön.
Wie es in spanischer Armut um 1950 und speziell um Hunde an der Küste aussah, beschreibt „schön“ szenisch-zynisch Norman Lewis in „Die Stimmen des alten Meeres“.
Wie es im Spanien der Ausbeuter EU bald für Hunde in Spanien aussehen wird, verrät die Speisekarte aus China. Wie es danach für die Spanier aussehen wird, verrät die Geschichte der Bestie Mensch.
Oder: Deutsche können niemanden verbieten Hunde zu futtern, solange sie den Gauck rumschicken, um jegliche Entschädigung für begangenen Kriegsterror abzuwenden.
Über den Artikel zu Deinem Post bin ich auch auf die Aktion aufmerksam geworden und nehme natürlich teil. Ein schöner Blog mit sehr wichtigen und interessanten Artikeln!
Das freut mich, Gesa! Es folgen noch weitere Texte zum Thema Tierschutz vor Weihnachten. Schön, dass Dir mein Blog gefällt!
LG
Sabine