

Ich übernachte im Zelt in einem Sahara-Camp. Wir haben Sandsturm, und der Wind tobt mit 65 km/h über die Dünen. Außer mir sind nur noch 3 französische Touristen im Zeltlager. Alle anderen haben wegen dem Sturm abgesagt. Am Abend sehen wir beim Backen von „Sandbrot“ zu. Der Teig wird unter einer Feuerstelle im Sand vergraben und ist nach 15 Minuten durch das ständige Hin- und Herschieben der Glut gebacken. Das Fladenbrot schmeckt gut und ist knusprig!

Frühmorgens mit Kamel und Führer in die Wüste hinaus. Kamelreiten ist äußerst unbequem und nur was für Geübte. Aber alleine die grazilen Bewegungen und Augenaufschläge des Tieres waren den Ritt wert. Dann Aufbruch und ab ins nächste Abenteuer!


Über die Wüstenstadt Douz geht es weiter nach Tamezret. Hier leben die Nachfahren der Ethnie der Amazigh. Viele der Wohnungen sind in die Berge gebaut und durch unterirdische Tunnel verbunden. So konnten sie einst ihren Feinden und Invasoren entkommen. Ich besuche ein Café und ein pittoreskes Museum, das einzige im Dorf, und erfahre viel über die Geschichte dieses alten Berbervolkes.




„Amazigh“ gilt auch als Sammelbezeichnung für die indigenen Ethnien der nordafrikanischen Länder Algerien, Libyen, Mauretanien, Marokko und Tunesien, die sich sprachlich und kulturell von den arabisierten Mehrheitsgesellschaften unterscheiden.



