
Auf der Insel Djerba habe ich das wundervolle Museum du Patrimoine in Guellala besucht und Interessantes entdeckt. Hier ein Beitrag über die tunesische Hochzeit, genannt „Hijba“, wie sie in traditionellen Familien heute noch gefeiert wird.

Das Ziel der Braut ist es, zum Zeitpunkt der Heirat möglichst bleich und rundlich zu sein. Mehr über diese Vorgaben erfuhr ich im wundervollen Museum „Musee du Patrimoine“ auf Djerba:
Einen guten Monat vor der Hochzeit schließt sich die Braut freiwillig in ein Zimmer des Familienwohnsitzes („Menzel“) ein, das „doukkana“ genannt wird. Jeder Kontakt mit der Außenwelt wird abgeschnitten, und die Braut vermeidet insbesondere die Sonnenstrahlen und die Hitze.

Eine Verwandte kümmert sich um sie. Sie reibt täglich ihren Körper mit weichen Ton und Honig (gelée royale) ein und wäscht sie mehrmals am Tag, damit sie eine samtene und weiße Haut bekommt. Gleichzeitig ernährt sich die Braut während dieser Zeit ausschließlich von Produkten, die sie zunehmen lassen. Sie möchte so rundlich und hellhäutig wie möglich werden, um die ästhetischen Erwartungen, die sie am Tag ihrer Hochzeit erfüllen muss, zu entsprechen.

