
„Ich bin das Mädchen, das von Kuwait nach Thailand geflohen ist. Mein Leben steht auf dem Spiel, wenn ich gezwungen werde, nach Saudi-Arabien zurückzukehren.
Zwischen mir und der Freiheit lag nur eine Autofahrt. Über ein Jahr lang hatte ich auf eine Gelegenheit gewartet, auf den richtigen Moment zur Flucht. Ich war achtzehn Jahre alt und hatte schreckliche Angst, dass mein sorgfältig durchdachter Plan fehlschlagen könnte. Ich hatte mein Handy, aber meinen Pass bewahrte mein ältester Bruder auf. Alles hing daran, an diesen Pass zu kommen und ihn zu verstecken, bis sich eine Möglichkeit zur Flucht bot. Wir würden gleich zu einer zehnstündigen Fahrt von unserem Zuhause in Hail, Saudi Arabien nach Kuwait City aufbrechen, um dort eine Woche lang Urlaub bei Verwandten zu machen. Es war die Gelegenheit, meinen Plan in die Tat umzusetzen.“
Rahaf Mohammed
Das Buch, die Biografie von der jungen saudi-arabischen Frau, ist so spannend wie die Einleitung. Rahaf erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in einem brutalen, repressiven System, in dem Mädchen nichts wert sind, und von ihrer Sehnsucht nach Selbstbestimmung und Freiheit.
Der Roman war meine Urlaubslektüre – faszinierend in allen Facetten und schockierend, zu erfahren, wie Frauenrechte in den meisten Ländern unserer Erde immer noch mit Füßen getreten werden.
Rahaf Mohammed: Rebellin. Meine Flucht aus Saudi-Arbabien oder wie ein Hashtag mein Leben rettete, 253 Seiten, 18 Euro.

