Nicht nur für Kaspar Hauser-Fans: Ansbach

Schon immer wollte ich Euch einmal die idyllische Hauptstadt von Mittelfranken vorstellen. Gut erreichbar per Zug ist sie von Nürnberg aber auch von Würzburg.

Legende Kaspar Hauser

Ansbach ist ein Kleinod mit interessanten Entdeckungen zu Fuß oder per Rad. Das geheimnisumwitterte Findelkind Kaspar Hauser hat seine erwachsenen Jahre innerhalb Ansbachs Stadtmauern verbracht. Die Kaspar-Hauser-Sammlung des Markgrafenmuseums und der Attentatsort 1833 im Hofgarten bringen Euch diese geheimnisvolle Persönlichkeit näher. Bei einem Spaziergang durch die ornamentalen Anlagen längs der Orangerie und durch den Park wird das Schicksal des Waisenkindes besonders greifbar.

Die Anfänge der Stadt im 8. Jahrhundert mit dem legendenhaften Onold und dem Klostergründer Gumbertus waren eine spannende Zeit. Gumbertus, der Gründer und Abt des gleichnamigen Benediktinerklosters, sowie seine Mönche tranken bei ihren Spaziergängen vom Wasser der Quelle des Onoldsbaches, folglich entstand der Name „Gumbertus-Quelle“. Der Legende nach soll ihr Wasser auch zum Taufen von Christen verwendet worden sein.

In der Innenstadt lassen sich an manchen Stellen noch Anklänge an die Anfänge finden. Vor allem die romanische Krypta unter der Schwanenritterkapelle als ältestes steinernes Gebäude öffnet den Besuchern einen guten Blick auf die Anfänge.

Ansbach bewahrt mit seiner im Original erhaltenen Synagoge ein ganz besonderes Kleinod jüdischer Geschichte. Auch an anderen Stellen der historischen Altstadt sowie an der sogenannten Neuen Auslage finden sich Spuren des einst reichen jüdischen Lebens.

Vom Turm der Ludwigskirche lässt sich die Gegend rund um den Karlsplatz als ein am Reißbrett geplanter Stadtteil gut erkennen.

Altstadt von oben

Der Besuch der ehemaligen Hofkirche St. Gumbertus ist verbunden mit einem exklusiven Blick in die Schwanenritterkapelle und die Fürstengruft. Einer von Ansbachs versteckten Schätzen ist der mittelalterliche Beringershof. Ganz anders dagegen sind die Ausblicke vom Herrieder Tor und vom Turm der Johanniskirche, die eine über Jahrhunderte gewachsene und verschachtelte Innenstadtbebauung zeigen.

Ansbach ist eine barocke Stadt. Die Residenz sowie zahlreiche Gebäude der Altstadt machen deutlich, dass die Markgrafen in der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg den Umbau ihrer Residenzstadt zu einem barocken Ensemble mit Nachdruck vorangetrieben haben. So findet Ihr wenig Mittelalterliches, aber viel Barockes in der Stadt.

Habt Ihr lukullische Tipps zu Ansbach? Schreibt sie gerne in den Kommentaren!

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