Lesen macht glücklich: Neue Sommerlektüre

Ab in die Sommerferien! Habt Ihr schon die passende Lektüre für relaxte Stunden am Meer, auf dem Balkon, der Terrasse oder in der Hängematte? Ich habe ein wenig gestöbert und bestimmt für jeden von Euch das Passende gefunden. Egal, ob es dabei um Gesundheit, Tiere, spannende Thriller, Spiritualität oder Lukullus geht. Viel Spaß beim Schmökern!

Gesundheit

Schmerzfreiheit ohne OP

Barths Ziel ist es, Operationen möglichst zu vermeiden, dabei folgt er einer simplen, aber schlüssigen Philosophie: „Weg vom Symptom – hin zur Ursache!“ Seit mehr als vierzig Jahren behandelt er mit der von ihm entwickelten Methode in seinen verschiedenen Rehazentren äußerst erfolgreich und nachhaltig Unfall- und Sportverletzte sowie Schmerzpatienten.

Im Gegensatz zu anderen gängigen Therapieformen wird bei seinem Konzept auf Medikamente, Spritzen, schmerzhafte Therapien oder andere Hautverletzungen gänzlich verzichtet. Es ist eine hocheffiziente Therapie für sämtliche Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln, Sehnen, Organe und Nerven. Dabei beruht es auf einem ganzheitlichen Ansatz zur Förderung von Gesundheit, Mobilität und Wohlbefinden.

Hierfür kombiniert Steffen Barth bewährte Methoden aus der Rehabilitation mit der Meridianlehre und Akupressur der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin), aber auch mit der ägyptischen Heilkunde, mit modernen wissenschaftlichen Methoden und innovativen Techniken wie die der Lasertherapie und Laserreiztherapie. Der Kern des Konzepts liegt in der allumfassenden Betrachtung des Körpers. Die Übungen sind so entwickelt, dass Menschen mit akuten oder chronischen Rücken- oder Gelenkproblemen, nach Verletzungen oder Operationen auch selbst dazu beitragen können, ihre Beschwerden zu bewältigen. Anleitungen und Tipps, Übungsfotos, Illustrationen der Meridiane und TCM-Punkte sowie Links zu Videos ergänzen den Ratgeber optimal für eine einfache Umsetzung zu Hause.

Steffen Barth: Die Reha-Revolution, 320 Seiten, 24 Euro.

Entspannte Weiblichkeit

„Auf meinem Weg zur Erwachsenen habe ich nicht eine einzige entspannte Frau kennengelernt. Erfolgreiche Frauen? Ja. Tüchtige Frauen? Jede Menge. Besorgte, ängstliche, sich für alles entschuldigende Frauen? Noch mehr.“

Nicola Jane Hobbs

Warum fällt es uns Frauen so schwer, zur Ruhe zu kommen, obwohl wir längst wissen, wie wichtig Erholung für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden ist? Obwohl wir die negativen Folgen von Stress und Mehrfachbelastung nur zu gut kennen, haben Ruhe und Erholung in unserer hektischen Welt immer noch einen zu geringen Stellenwert. Hobbs räumt mit dem Mythos auf, dass Entspannung faul und egoistisch sei. Denn gezieltes Ausruhen und Freiräume sind die Voraussetzung dafür, dass Frauen ihr volles Potenzial entfalten und erfüllt leben.

In sechs Schritten zeigt die feministische Psychologin einen neuen Weg auf, wie Frauen Kraft schöpfen, um für sich selbst und andere sorgen zu können. Ihr Buch ist eine Einladung zur Entschleunigung. Es ist ein Aufruf zum Handeln, damit Entspannung und Ruhe zu einem wichtigen Teil unseres Lebens werden. Es ist die Chance, uns von Stress und toxischer Produktivität zu befreien, patriarchale Normen zu durchbrechen und die Art und Weise zu verändern, wie wir leben, lieben, arbeiten.

Nicola Jane Hobbs: Die entspannte Frau, 288 Seiten, 18 Euro.

Tiere

Straßenhunde und ihre Welt

„In diesem Buch möchte ich die Geschichten der Hunde mit dir teilen, die mich am meisten fasziniert haben!“

Sarah Fink

Die Welt der Straßenhunde ist faszinierend – und findet meist außerhalb unserer Wahrnehmung statt. Sarah Fink beobachtet die Tiere schon seit Jahren und ermöglicht jetzt spannende Einblicke in ihr Leben. Sechs Monate reiste sie durch Europa, um Straßenhunde zu beobachten. Dabei stattete sie sie mit GPS-Trackern aus und hat erstaunliche Erkenntnisse gewonnen. Zum Beispiel, dass keiner der Hunde den üblichen Schlafmustern entspricht, die in Ratgebern und Hundeschulen beschrieben werden. Einige Hunde legen täglich große Distanzen zurück und spielen aktiv mit Artgenossen, während andere eine ruhige, beobachtende Haltung einnehmen. Finks Beobachtungen laden dazu ein, das individuelle Verhalten der Hunde neu zu entdecken.

In ihrem Buch lässt sie die Leser jetzt an ihren Beobachtungen teilhaben. Sie erzählt, wie unterschiedlich die Vierbeiner leben und agieren – eine Einladung dazu, das individuelle Verhalten der Hunde neu zu entdecken.

Sarah Fink: Die geheime Welt der Straßenhunde, 215 Seiten, 25 Euro.

Die Welt der Meeressäuger

„Im Grunde haben die Delfine und Wale dieses Buch geschrieben. Es handelt von Erlebnissen, Gedanken und Fantasien, wie sie von ihnen hätten erlebt, erdacht und fantasiert werden können. Sicher, die Worte habe ich ihnen in den Mund gelegt. Aber als der Autor des Buches sehe ich mich eher wie ein Vermittler und nicht wie der Erfinder einer Geschichte. Mit ‚Wir Wale‘ unternehme ich den Versuch, ihre Botschaften in unsere Sprache zu übersetzen.“

Fabian Ritter

Wie erleben Delfine und Wale die Welt? Was geht in ihnen vor, wenn sie uns Menschen begegnen? Was hätten sie zu sagen, wenn sie sprechen könnten?

Der Walforscher und Meeresschützer wagt in seinem Buch einen Perspektivwechsel. Gestützt auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse gibt er aus Sicht der Meeressäuger Antworten auf diese und andere Fragen. Ritter erzählt aus ihrer Sicht, wir erfahren, wie Wale und Delfine ihre Mitwelt wahrnehmen, welche Bedeutung Licht und Schall haben, wie sie kommunizieren, spielen, lieben, Sex haben, Freude und Trauer zeigen. Zu welchen geistigen Leistungen sie fähig sind, wie sie in Gemeinschaften Wissen weitergeben und Kultur entwickeln. Auch wie sie auf uns Menschen reagieren. Wir tauchen ein in eine unglaublich reiche Welt, die wir gewollt oder ungewollt bedrohen.

Als Säugetiere, die ihr gesamtes Leben im Meer verbringen, sind Wale und Delfine uns ähnlicher, als vielen bewusst ist. Und so bringt uns Ritter diese faszinierenden Lebewesen in besonderer Weise nahe. Außerdem tauchen wir ein in die Lebensgeschichte eines Grönlandwals von 1799 bis heute: Wie er aufwächst und lebt, was sich in seiner und unserer Welt in den über 200 Jahren verändert.

Fabian Ritter: Wir Wale. Die Welt der Meeressäuger durch ihre Augen: Wie sie leben, lieben, lernen, 400 Seiten, 29 Euro.

Thriller

Packende Spannung aus Schweden

Eine traditionelle Flusskrebs-Party in einer Luxusvilla in den Stockholmer Schären wird für eine Gruppe von Freunden zum Albtraum. Vor Jahren trennte sie ein tragisches Ereignis, das ganz Schweden erschütterte. Es soll ein fröhliches Wiedersehen werden, doch schnell wird klar, dass die Wunden der Vergangenheit noch lange nicht geheilt sind. Als ein heftiges Unwetter aufzieht, sind sie von der Außenwelt abgeschnitten. Und sie sind nicht allein auf der Insel. Ohne die Möglichkeit zu fliehen, sind sie gefangen mit einem rachsüchtigen Mörder, der die Jagd auf sie eröffnet hat.

Martin Österdahl: Die Party, 350 Seiten, 16 Euro.

Der eigene Vater als Hauptverdächtiger

Julie Clark ist Garantin für Spannung. Ihr neuer Roman erzählt auf zwei Zeitebenen von einem erschütternden Verbrechen und einem bewegenden Familiendrama. Eine Tochter soll ihrem Vater dabei helfen herauszufinden, wer seine Geschwister ermordete. Doch wem kann sie trauen, wenn ihr Vater selbst der Hauptverdächtige ist?

Kalifornien, Sommer 1975 als erste Zeitebene: Die Kleinstadt Ojai wird von einem grausamen Doppelmord erschüttert: Die 14-jährige Poppy und der 17-jährige Danny werden erstochen in ihrem Elternhaus aufgefunden. Ein ungeheuerlicher Verdacht macht die Runde: Wurden die beiden von ihrem eigenen Bruder getötet?

Kalifornien, 2024 als zweite Zeitebene: Ghostwriterin Olivia Dumont erhält einen Auftrag, den sie am liebsten ablehnen würde. Sie soll ein Buch für ihren Vater schreiben, den gefeierten Schriftsteller Vincent Taylor. Und dabei das fast fünfzig Jahre alte Verbrechen aufklären, das sie schon ihr Leben lang beschäftigt hat. Eigentlich will Olivia mit ihrem Vater nichts mehr zu tun haben. Doch um das dunkelste Geheimnis ihrer Familie aufzuklären, muss sie ihn dazu bringen, sein Schweigen zu brechen.

Julie Clark: Die unsichtbare Hand, 400 Seiten, 16 Euro.

Religion

Gedanken an die Vergangenheit sind wie Gäste, die zu lange bleiben

Was bewegt einen Menschen mit Anfang 20 dazu, sein gesamtes Leben in Deutschland hinter sich zu lassen und in ein japanisches Kloster zu gehen? Für Muho war es im Alter von 16 Jahren seine erste Erfahrung mit der buddhistischen Sitzmeditation Zazen, die ihm den Weg hierfür ebnete: „Zazen war für mich eine ganz neue Erfahrung. Eine direkte Begegnung mit dem Hier und Jetzt, ohne Ablenkung, ohne Ziel“, erinnert er sich heute.

Bereits ein Jahr später wusste er, dass er dem Weg Buddhas folgen will. Mit 22 Jahren betritt er das erste Mal das renommierte Kloster Antaiji und erkennt hier sofort „seinen Ort“. Mit 25 Jahren wird er dort als Novize ordiniert, mit 30 Jahren erhält er die Anerkennung als Zen-Meister. Heute erzählt er über diese Zeit: „Es war ein ständiger Kampf mit den eigenen Erwartungen, mit der Vorstellung, wie Zen sein sollte, und mit den Herausforderungen des einfachen Lebens.“

Muho beschließt, sein Wissen mit anderen zu teilen und geht hierfür einen für uns ungewöhnlichen Weg: Er entscheidet sich, freiwillig in Osaka als Obdachloser zu leben, um zu erfahren, was es bedeutet, wirklich nichts zu haben. Der Zen-Meister lernt in dieser Zeit, Vertrauen ins Leben zu entwickeln und zu erkennen, dass Glück nicht von äußeren Umständen abhängt.

2002 erreichte ihn die Nachricht vom Tod seines Lehrers, und er wird als dessen Nachfolger zum Abt von Antaiji berufen. Zurück im Kloster folgt er wieder dem strengen Ablauf des Klosterlebens: Um 3:45 aufstehen, Zazen von 4:00 bis 6:00, körperliche Arbeit während des Tages, Essen kochen, Holz hacken, Reis anbauen, wieder Zazen von 18:00 bis 20:00. Völlige Präsenz in jeder Tätigkeit. Und doch entscheidet er sich 2020 sein Amt als Abt an seine japanische Schülerin Eko Nakamura weiterzugeben und mit seiner Familie zurück nach Osaka zu ziehen.

Mit seinem neuen Buch will uns der Zen-Meister anleiten, den Gedankenstrudel der Vergangenheit loszulassen, um wirklich im Hier und Jetzt zu leben. Seine Erfahrungen verleihen ihm die Fähigkeit, jahrhundertealte Weisheiten in praktischen und alltäglichen Kontexten zugänglich zu machen. So erklärt er beispielsweise: „Gedanken an die Vergangenheit sind wie Gäste, die zu lange bleiben.“ Mit seiner buddhistischen Psychologie und persönlichen Einsichten hilft er, die Tür zu öffnen und den Gast der Vergangenheit sanft nach draußen zu begleiten, ohne Angst zu haben, dass draußen noch mehr ungeladene Gäste warten. Ganz alltagsnah widmet sich Muho dem Umgang mit schwierigen Gefühlen: der Angst, dem Ärger, alten Verletzungen, depressiven Stimmungen und schmerzhaften Erfahrungen. Er zeigt, wie unsere Gedanken uns immer wieder dieselbe Geschichte erzählen und wie wir aus diesem Gedankenkarussell aussteigen können.

Muho: Alles, was du denkst, sind nur Gedanken, 288 Seiten, 20 Euro.

Kochbuch

Bom apetite!

Eine Entdeckungsreise in die portugiesische Küche und in die nördliche Hauptstadt Porto bedeutet, sich auf Gerichte voller Aromen und Schlichtheit einzulassen. Die Küche Portos besticht durch ihre typische Mischung aus Land- und Meeresküche. Das Buch enthält bodenständige Fleischgerichte aus dem Landesinneren mit Schweine-, Rind- und Schaffleisch aus der Hirtentradition sowie Wild. Den besonderen Charakter bekommt die Küche Portos durch ihre Nähe zum Meer. Traditionelle Gerichte mit Meeresfrüchten, mit viel Fisch, Muscheln und Schalentieren dürfen deshalb auch in diesem Buch nicht fehlen.

Als Hafenstadt ist Porto früher wie heute geprägt durch die globalen Handelsströmungen aber trotzdem ihrem Ursprung mit einfachen, rustikalen und schmackhaften Rezepten immer treu geblieben. Heute noch erinnern die verwendeten Gewürze in den Rezepten, wie Koriander, Piripiri oder Zimt, an die glorreiche Zeit der Seefahrer.

Darüber hinaus bietet das Kochbuch Infos und Hintergrundinformationen zu Land und Leuten, taucht beispielweise ein in die Facetten des einheimischen Portweins und liefert Einblicke in die kulinarische Tradition Portos, aber auch in die Geschichte der Stadt selbst.

Sylvie Da Silva: Porto – Das Kochbuch, 192 Seiten mit circa 120 Farbfotos, 24 Euro.

Autobiografie


Das Mädchen von einst

„Ich bin sechzehn Jahre alt und lege meine verschränkten Arme auf den hohen Tisch vor mir, lasse die Wange auf einem Arm ruhen und schaue in die Kamera. Auf dem Foto, das es nicht mehr gibt and an das sich außer mir wohl niemand erinnert, sieht man ein wenig von meinen nackten Schultern. Ich glaube, der Sinn des Fotos ist, Nacktheit anzudeuten, und dass alles, was eine junge Frau tragen muss, wenn sie in die Welt hinauswill, ein Paar lange Ohrringe ist.“

Linn Ullmann

In Norwegen ist die Schriftstellerin Linn Ullmann ein großer Star. Geboren 1966 als Tochter der Schauspielerin Liv Ullmann und dem Regisseur Ingmar Bergmann – einem der wohl legendärsten Pärchen der Kinogeschichte – hat sich Ullmann früh von ihren berühmten Eltern emanzipiert und eine Karriere als Schriftstellerin eingeschlagen.

Mit ihrem neuen Buch stellt sie ein Erlebnis ihrer früher Jugend in den Mittelpunkt. Es ist das titelgebende Jahr 1983, Ullmann ist 16 Jahre alt, lebt mit ihrer Mutter in New York und versucht sich gerade als Model. Sie wird von einem Modefotografen, der nur „A.“ genannt wird, nach Paris eingeladen, um für die „Vogue“ fotografiert zu werden. Gegen den Willen ihrer Mutter nimmt sie die Einladung an und taucht ein in die zugekokste Modewelt, verirrt sich im Pariser Nachtleben und landet schließlich im Bett des 44-jährigen „A“. Mehr als 40 Jahre später versucht Ullmann dem Mädchen, das sie damals war, näher zu kommen.

Da das Buch auf verschiedenen Zeitebenen spielt, ist dieses Hintergrundwissen, dass es sich um eine Autobiografie handeln könnte, durchaus wertvoll. Außerdem vertritt es an manchen Stellen einen ähnlichen Stil wie der von Marguerite Duras, meiner Lieblingsautorin, was das Lesen für mich umso interessanter machte.

Linn Ullmann: Mädchen, 1983, 288 Seiten, 24 Euro.

 

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About sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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