Adventskatze 17: Rara

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Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun

Info: Katzen-Patenschaften

Caroline erzählt:

Rara gehörte zu der Kolonie des Sportgeländes, die sich erst einfangen ließ, als sie schon hochschwanger war. Noch in der gleichen Nacht brachte ich sie in einer Transportbox zur Klinik, wo sie noch am gleichen Morgen operiert werden sollte. Während zwei Tage hörte ich nichts von der Klinik, ich nahm an, dass sie operiert worden war, sie aber noch zur Beobachtung in der Klinik blieb. Sie war ja hochschwanger, ein Zeitpunkt, zu dem ein Unterbrechen der Trächtigkeit sogar lebensgefährlich werden könnte.
Am dritten Tag erhielt ich einen Anruf der Klinik, man hatte die Katze an diesem Morgen operieren wollen, aber sie hatte auf dem OP-Tisch ihre Jungen geboren. Ich war sprichwörtlich von den Socken. Wieso hatte man so lange gebraucht um diese Straßenkatze zu operieren?
Als ich ein wenig nachforschte, kam heraus, dass man die Katze in der Box in eine Abstellkammer gestellt und sie dort vergessen hatte. Man kann sich den absoluten Stress der werdenden Mutter vorstellen. Eingesperrt in einer kleinen Box in einer dunklen Kammer, in die kein Lichtschein drang. Ohne Futter, ohne Wasser.
Sicher hat dieser Zustand die Geburt ihrer Welpen ausgelöst, die nun natürlich kein Tierarzt töten wollte. So fuhr ich wütend zur Klinik und holte die frischgebackene Mutter mitsamt ihren vier winzigen Sprösslingen ab. So hatte ich vier neue Probleme, um die ich mich kümmern musste. So war das nicht gedacht.
Inzwischen lebt Rara frei im Garten, zusammen mit ihren Sprösslingen. Allerdings will sie mit Menschen nicht viel zu tun haben. Nur wenn sie Hunger hat, streicht sie mir um die Beine. Weiter will sie keinen Kontakt mit mir haben.

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Kurz nachgebellt: 3. Advent!

P1110177 (Medium)Habe beschlossen, ihn zu verschlafen! Bei dem Wetter!

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Tanne oder Kiefer?

Sind Sie ein Tannen- oder ein Kieferntyp? Für viele von Ihnen wird sich diese Frage nicht stellen, denn dabei geht es um Traditionen und um althergebrachte Familienrituale. In meiner Kindheit wurden immer Tannen als Weihnachtsbäume bevorzugt. Ich würde sie selbst sogar als meine Lieblings-Weihnachtsbäume bezeichnen. Und schließlich heißt es ja auch immer „Tannenbaum“ und nicht „Kiefernbaum“.

Kürzlich habe ich mich mit dem Wesen der Kiefer beschäftigt und bin der Meinung, ihr als Weihnachtsbaum mehr Chancen zu geben. Denn Kiefern hätten angeblich etwas Magisches. Etwas, das unnennbar ist und sich nicht in Worte fassen lassen will. In Japan und China gelten sie als unbeugsame Wächter der Ewigkeit. Sie sind erhaben und mächtig, ohne sich dabei in den Vordergrund zu rücken. Kiefern bergen Geheimnisse und geben Rätsel auf. Denn sie sind nicht wie andere Bäume, die Erde, Wasser und ein starkes Fundament brauchen, um zu wachsen. Bei Kiefern ist das ganz anders, denn sie benötigen weder Überfluss noch Üppigkeit, sondern einzig die Reduzierung auf das Wesentliche. Kiefern überleben um jeden Preis. In den kalifornischen White Mountains besiedelt eine Gruppe von Kiefern die windigsten und nährstoffärmsten Lagen der gesamten Region. Ihr Alter wird auf bis zu 4.700 Jahre geschätzt. Sie zählen zu den ältesten Bäumen der Erde. Und sie können noch mehr: Nach der Tschernobyl-Katastrophe stellten Forscher fest, dass die Bäume ihr Erbgut veränderten, um sich vor den Folgen radioaktiver Strahlung zu schützen. In den Waldbrandgebieten Amerikas passten sie die Funktion ihrer Samen an, damit sich diese erst bei Erhitzung öffnen. In der Tat, Kiefern haben etwas Magisches. Etwas, das sich Erklärungen entzieht. Ein Wunder, das Leben heißt. Ihren Platz in der Weihnachtsstube hat sich die Kiefer auf alle Fälle verdient.

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Tanne oder Kiefer? Welcher Weihnachtstyp sind Sie? Schreiben Sie doch mal, welcher Baum bei Ihnen ins Haus kommt. Hier im Blog!

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Adventskatze 16: Mutti

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Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun

Info: Katzen-Patenschaften

Caroline erzählt:

2010 bat mich ein Nachbar, ob ich aus dem Hinterhof seines Friseursalons eine Katzenmutter mit ihren Welpen holen könnte, bevor sie vom Hausbesitzer ertränkt würden. Ich betrat den dunklen Schuppen mit Fangnetz, Boxen und Futter. Die Mutter zu fangen war ein Leichtes. Die kleinen Welpen jedoch, vielleicht sechs Wochen alt, entwischten mir in alle möglichen Ecken und Schlupflöcher.
Doch ich bekam alle fünf zu fassen, sie wurden gleich entsprechend entfloht und entwurmt, dann ging es in ihr neues Heim. Dort einmal angelangt, sah sich die Mutterkatze erschrocken um und traute sich nicht aus der Box heraus. Als aber ihre Kleinen das Futter rochen, waren sie nicht mehr zu halten. Neugierig krabbelten sie aus der Box und fielen über den Futterteller her.
Sie stellte sich dann aber als an Menschen gewöhnte Katze heraus. Ganz verschmust und überglücklich zeigte sie sich, endlich an einem sicheren Ort und nicht mehr mitten in der Stadt dem Verkehr und unbekannten Menschen ausgesetzt. Von ihren fünf Welpen zeigten sich alle neugierig dem Menschen gegenüber, doch ein richtiges Vertrauen fassten sie bis auf eine Katze nicht. Mutti lebt frei im Garten, kommt ins Haus, wenn ihr danach ist. Am liebsten schläft sie zusammengerollt zwischen den Sofakissen.

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Gastautorin Sandra Dittrich: Ein Stern für Herrn Tscherkov

Ein Stern für Herrn Tscherkov

Der Duft nach frisch gebackenen Plätzchen, Lebkuchen und Mandarinen erfüllte das ganze Haus. Während Anna lachende Zuckergussgesichter auf  Zitronensterne malte, saß die siebenjährige Mia auf ihrem Lieblingsplatz am Fenster und starrte hinaus in die hell erleuchteten, weihnachtlich dekorierten Fenster der Nachbarn. Alle Häuser waren festlich geschmückt, schließlich waren es nur noch drei Tage bis Weihnachten. Plötzlich blieb Mias Blick an Herrn Tscherkovs Haus hängen.
„Mama, warum ist das Haus nicht beleuchtet?“, fragte sie ihre Mutter. Verständnislos betrachtete sie das, bereits etwas baufällige, Haus.
„Ach Mia, Herr Tscherkov ist ein alter Mann, außerdem feiert er nie Weihnachten“, erwiderte Anna und holte das letzte Blech Zitronensterne aus dem Ofen.
„Warum?“, wollte Mia wissen.
„Er hat noch nie sein Haus beleuchtet und in der Kirche haben wir ihn auch nie gesehen. Vielleicht hat er einen anderen Glauben“, überlegte Anna.
„Aber Mama, bei uns in der Klasse sind sogar Kinder die gar keine Religion haben, und die kriegen an Weihnachten trotzdem Geschenke“, widersprach Mia energisch.
„Vielleicht weiß ja Papa, warum Herr Tscherkov kein Weihnachten feiert“, versuchte Anna weitere Fragen zu umgehen.
„Warum?“, kam es zurück.
„Willst du die restlichen Zitronensterne verzieren?“, versuchte Anna erneut abzulenken.
„Au ja!“ Begeistert sprang Mia von ihrem Stuhl auf und bekam von Anna eine, viel zu große, karierte Schürze umgebunden. Bald war Mia vollends mit den Zitronensternen beschäftigt. Das Thema ‚Herr Tscherkov’ schien somit erledigt.

Doch am 24. Dezember schlich sich Mia nachmittags heimlich aus ihrem Zimmer, zur Hintertür hinaus, direkt zu Herrn Tscherkovs Haus. Ihre Eltern bereiteten im Wohnzimmer unterdessen, ahnungslos, den Weihnachtsbaum für die Bescherung vor. Mia öffnete das verrostete Eingangstor, das erbärmlich quietschend den Weg frei gab. Es war bitterkalt und erste Schneeflocken tanzten zu Boden. Vor der Haustür, deren graugrüne Lackfarbe langsam vom Holz abblätterte, machte Mia halt und drückte auf den verwitterten Klingelknopf. Einmal, zweimal und noch einmal klingelte Mia. Nicht ein Laut war zu hören. Nur das Pfeifen des Windes umschwirrte das alte Haus, dessen Fenster dunkel und blind ins Schneetreiben zu starren schienen. Mia klingelte Sturm. „Hallo, Herr Tscherkov! Mach mal auf!“, rief sie und trommelte jetzt mit beiden Fäusten an die Tür. Diese wurde ruckartig nach Innen aufgerissen, so dass Mia das Gleichgewicht verlor und auf allen Vieren, auf dem abgetretenen, blauen Teppich landete. Zwei kräftige Hände stellten sie wieder auf die Füße. Ein alter Mann beäugte Mia verwundert, von oben bis unten, und blickte sie verärgert aus graublauen Augen an. Die von Flecken übersäte braune Strickweste kaschierte die knochige Gestalt, deren Beine in einer braunen Cordhose steckten. Das weiße Hemd hatte ebenfalls Flecken und hing zur Hälfte aus der viel zu weiten Hose heraus. Mia fasste sich wieder. „Bist du der Herr Tscherkov?“, fragte sie vorsichtig.

„Was willst du denn hier?“, entgegnete der Alte gereizt.
„Das sag ich nur dem Herrn Tscherkov“, gab Mia zurück.
„Gut – ich bin der Herr Tscherkov. Also, was willst du? Und wo kommst du eigentlich her mitten in diesem Schneegestöber?“
„Ich hab dir einen Stern mitgebracht. Meine Mama, mein Papa und ich, wir wohnen nämlich auch in der Straße hier. Dein Haus ist als einziges nicht beleuchtet, deswegen habe ich dir einen Stern gebastelt. Und eine Kerze hab ich dir auch mitgebracht, damit du ihn beleuchten kannst.“
„Wissen deine Eltern, dass du hier bist?“,  fragte Herr Tscherkov und ignorierte den Stern, den Mia stolz in die Höhe hielt.
„Schau doch mal!“, empörte sich diese, und schwenkte den Stern hin und her.
„Wissen deine Eltern wo du bist?“, wiederholte Herr Tscherkov.
„Nein, aber ich gehe ja gleich wieder nach Hause“, antwortete Mia.
„Wie heißt du denn?“, wollte Tscherkov wissen und schloss die Eingangstür, durch die der kalte Wind Schneeflocken hereingepustet hatte.
„Mia, Mia Kirchner.“
„So, Mia heißt du“, murmelte Herr Tscherkov und führte Mia in die Küche, wo ein Feuer im Herd prasselte. Er deutete auf einen der Stühle, die an dem wackligen Küchentisch standen, und setzte sich auf den anderen. Der Geruch von Früchtetee hing in der Luft. Auf dem Tisch stand eine Teekanne aus Ton, und ein halb gefülltes Glas. „Möchtest du ein Glas Tee, bevor du wieder durch den Sturm nach Hause musst?“, wandte Tscherkov sich schließlich an Mia.
„Gerne, aber nur, wenn du heute Abend meinen Stern ins Fenster stellst.“
„Willst du denn keine Ruhe geben. Deine Eltern machen sich bestimmt Sorgen. Pass auf Kind, ich rufe jetzt deine Eltern an, dass sie dich abholen. Du kannst schließlich nicht alleine draußen durch den Sturm gehen, und ich kann nicht so weit laufen.“
„Na gut. Und was wird jetzt mit dem Stern?“, brachte Mia das Gespräch auf ihre Mission zurück.
„Wenn es dich glücklich macht behalte ich ihn eben hier“, gab sich Herr Tscherkov geschlagen. Unterdessen suchte er in einem zerfledderten Telefonbuch die Telefonnummer von Mias Eltern. Warum ließ das Kind ihn nicht in Ruhe?
„Ich möchte aber, dass es dich glücklich macht. Alle Leute müssen an Weihnachten fröhlich sein. Zündest du die Kerze heute Abend an?“, erwiderte Mia hartnäckig.
„Ja, auch das, wenn es sein muss“, knurrte Herr Tscherkov und wählte die Telefonnummer von Mias Eltern. Mia beobachtete ihn, während er der erleichterten Anna erklärte, wo ihre Tochter am Heiligen Abend hin verschwunden war. Ein kleines Lächeln huschte über Herrn Tscherkovs faltiges Gesicht, als er den Hörer wieder auflegte. Er schob das Telefon bei Seite und schenkte sich noch heißen Tee ein.

„Du willst also unbedingt wissen, warum ich mein Haus nicht schmücke? Nun, weißt du, irgendwann habe ich damit aufgehört. Mein Sohn ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen, und meine Frau Olga und ich, wir waren sehr traurig darüber. Meine Olga war so traurig, dass sie eines Tages einfach vor Kummer gestorben ist. Seit diesem Tag habe ich kein Weihnachten mehr gefeiert, weil ich böse bin auf Gott. Du weißt doch wie es ist, wenn man mit jemandem nicht mehr redet, weil er was getan hat, das dir weh tut oder ungerecht ist?“

„Hat Gott deine Frau tot gemacht?“, wollte Mia wissen.
„Ähm, nein, aber er hat es einfach geschehen lassen.“
„Meine Mama sagt, dass wir alle einmal sterben müssen, aber wir wissen nicht wann.“
„Das ist richtig, doch ich habe meine ganze Familie innerhalb kurzer Zeit verloren. Wo war Gott da? Wieso musste ich ganz alleine zurückbleiben?“
„Das weiß ich nicht. Wieso bist du überhaupt alleine? Es leben doch noch gaaanz viele andere Menschen auf der Welt“, stellte Mia altklug fest. Es klingelte an der Tür und Herr Tscherkov ging, um diese zu öffnen. „Kommen Sie doch kurz herein.“ Schritte näherten sich der Küche und eine überglückliche Anna eilte auf ihre Tochter zu. Sie schloss Mia kurz in die Arme. „Du hast uns einen riesigen Schrecken eingejagt. Papa sucht dich schon seit einer halben Stunde, und das bei dem Wetter. Versprich mir, dass du nie wieder einfach weggehst, ohne mir zu sagen wohin?“, sagte Anna und schaute Mia ernst an.

„Es tut mir leid. Ich wollte ja nur kurz den Ster…“
„Trotzdem. Wir hatten wirklich Angst um dich!“, unterbrach Anna den Redefluss ihrer Tochter.
„Bringt das Christkind jetzt keine Geschenke?“, fragte Mia leise.
„Ich denke, das Christkind kommt trotzdem. Du hast schließlich ein gutes Werk vollbringen wollen“, antwortete Anna versöhnlich und zog Mia währenddessen den Mantel an. „Komm, wir müssen gehen. Papa wartet sicher schon auf uns, damit wir gemeinsam Abendessen können.“

„Gute Nacht, Herr Tscherkov“, sagte Mia im Hinausgehen.
„Gute Nacht!“, rief dieser den zwei Gestalten, die der Schneesturm verschluckte, hinterher. Leise schloss Herr Tscherkov die Tür, und ertappte sich auf dem Weg in die Küche dabei, dass er sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel wischte. Das war seit zwanzig Jahren das erste Mal, dass er Weihnachten nicht ganz alleine verbrachte. Vielleicht war es an der Zeit mit Gott wieder Frieden zu schließen. Das kleine Mädchen hatte Recht. Es gab noch ganz viele andere Menschen auf der Welt. Gleich morgen wollte er nach Draußen gehen.

Den ganzen Abend sprach Mia über ihren Besuch bei dem alten Mann. „Der hat einen Herd, da brennt echtes Feuer drin!“, berichtete sie und erzählte in den glühendsten Farben, warum Herr Tscherkov kein Weihnachten mehr feiern wollte. „Er ist ganz allein, ist das nicht traurig? Wahrscheinlich ist er auch bald tot, wenn er weiter so alleine und traurig ist“, sagte Mia und schaute ihren Vater erwartungsvoll an.

„Nein. Herr Tscherkov möchte bestimmt seine Ruhe haben, Mia. Bitte geh da in Zukunft nicht mehr hin.“

„Das stimmt nicht“, erklang plötzlich Mias Stimme aus der Küche. „Schaut doch mal, Papa, Mama! Schnell!“ Ungeduldig klopfte Mia mit ihrer Hand aufs Fensterbrett. Es hatte aufgehört zu schneien, und die mit einer Schneeschicht bedeckten Lichterketten funkelten durch die Nacht. Mia deutete Richtung Herrn Tscherkovs Haus. Dort, in einem der Fenster, leuchtete ein heller Stern.

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Über die Autorin:

Sandra Dittrich wurde 1973 in Würzburg geboren. Mit knapp sechs Jahren hat sie sich das Lesen selbst beigebracht. Seit ihrem achten Lebensjahr schreibt sie Kurzgeschichten und Gedichte. Es gab eine neunjährige Schreibpause, da ihr Traumjob Hotelfachfrau ebenfalls eine große Leidenschaft für sie war. Als sie diesen, auf Grund einer schweren gesundheitlichen Krise, aufgeben musste, hat sie das Schreiben zurück ins Leben gebracht. Bald waren Kurzgeschichten nicht mehr genug. Um endlich größere Projekte zu verwirklichen, hat sie von 2005 bis 2007 das Fernstudium „Belletristik“ an der Schule des Schreibens absolviert. Ihren Lebensunterhalt verdient sie seitdem als Bürokauffrau, Fachrichtung Touristik, und als Englischlehrerin für Kinder. Sie war Export-Assistentin in einem der größten Weingüter Deutschlands, Ersatzteileinkäuferin für die US-Army, Empfangsdame für einen Wirtschaftsprüfer, Wanderführerin und Bürokraft bei einem Eventcaterer. Heute möchte sie nie wieder aufhören, Geschichten zu erzählen.

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Die Kurzgeschichte „Ein Stern für Herrn Tscherkov“ wurde 2006 in der Anthologie „Wunderbare Weihnachtswelt“, Auszeichnung der Kategorie „Höchstwert“ beim europäischen Wettbewerb „Wunderbare Weihnachtswelt“ der Meister-Akademie für Künste und Wissenschaften Husum unter den 10 Erstplazierten von 29229 Teilnehmern.

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Adventskatze 15: Lucky Luke

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Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun

Info: Katzen-Patenschaften

Caroline erzählt:

Als ich 2003 einige Besorgungen in Barcelona erledigen musste, traf ich plötzlich auf ein schmutziges, erbärmlich aussehendes und klapperdürres Kätzchen, das aus einem Parkhaus humpelte. Ohne auch nur einen Moment nachzudenken, schnappte ich das kleine Häuflein Elend und drückte es eng an mich. Es war so überrascht, dass es gar nicht an Gegenwehr dachte und nach ein paar Minuten spürte es wohl, dass nun ein neues Leben beginnen würde.
Es hörte nicht auf zu schnurren und sich glücklich in meinen Armen zu winden. Zuhause wurde das Kätzchen erst einmal einem gründlichen Bad unterworfen, was es anstandslos über sich ergehen ließ. Die von Schleim verklebten Augen und Nase wurden vorsichtig von den trockenen Krusten entfernt, danach gab es leckeres Dosenfutter. Das kleine Kerlchen schlief anschließend auf einer Heizdecke die ganze Nacht hindurch. Am Morgen sah es mich mit großen Augen erwartungsvoll an. Da das Beinchen, auf dem es humpelte, nicht gebrochen zu sein schien, war es nicht nötig, einen Tierarzt aufzusuchen.  So ließ ich das Kätzchen in aller Ruhe seine neue Umgebung erkunden.
Da er immer gerne lieber alleine war und seiner Wege ging, nannte ich ihn Lucky Luke. Inzwischen ist aus ihm ein großer ruhiger Kater geworden, leider etwas leicht übergewichtig, da er überhaupt nicht gerne herumstromert. Am liebsten liegt er faul in der Sonne herum und sieht den anderen zu, wie sie durch die Gegend rennen. Schnellere Bewegungen seinerseits kann man nur beobachten, wenn ich zum Futter rufe. Da ist er dann schon gerne der Erste, der ankommt.

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Die Pferdehölle von Marbella

Tierschützerin Caroline Waggershauser berichtet aus Spanien:

18 Pferde verhungern im noblen Marbella. Ihr Besitzer hat sich aus dem Staub gemacht und sie schutzlos zurückgelassen. Ein paar Tierschützer kümmern sich. Neun Euro für einen Ballen Heu, einen Tag ohne Hunger …

„Mit Heuballen allein ist es nicht getan, doch es gibt uns Zeit, in
Spanien Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, damit die Bürokratie
endlich einschreitet, die Pferde beschlagnahmt und sie auf verschiedenen
Pferderettungshöfen in Sicherheit bringt.“

C. Waggershauser

Mehr Infos hier: http://www.diez-centimos.com/das-fest-der-liebe/

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Adventskatze 14: Joyita

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Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun

Info: Katzen-Patenschaften

Caroline erzählt:

Joyita ist eine der Welpen, die sich von selbst aus dem Menschen genähert haben. Mit etwa vier Monaten kletterte sie meinen Schreibtisch hoch, legte sich mitten vor den Computer und schaute mich mit erwartungsvollen Augen an. Nachdem etwas Zeit vergangen war, erhielt sie den Namen „Joyita“, was „Schmuckstückchen“ bedeutet. Ihr Name drückt schon alles, was man über sie wissen muss, aus. Es bedarf keiner weiteren Erklärungen. Irgendwann wurde der Platz zwischen Computer und Tastatur zu eng, woraufhin sie sich auf meinen Schoß verzog. Doch da sie dort nicht immer willkommen ist, verfügt sie über ein Körbchen neben meinem Computer.
Seitdem wir in einem Haus mit Garten wohnen, stromert sie gern herum und legt sich gemütlich in die Sonne. Sie hat einen sehr lieben Charakter und verträgt sich mit allen anderen Katzen aufs Beste.

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Guest Author Gwynneth Anderson: Curbing the inner editor

Gwynneth Small photoGive yourself permission to spill it all out, write freely, ignore any and all mistakes. There’s plenty of time to go back and revise. Just get the basic novel kernel down before you edit it into the dust.

http://wp.me/p6pQ0-12n

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Adventskatze 13: Joker

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Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun

Info: Katzen-Patenschaften

Caroline erzählt:

Joker war eine überängstliche Katze aus einer meiner Katzenkolonien. Sie war die Letzte eines Wurfs, die ich einfangen konnte, bevor der städtische Katzenfänger kommen sollte. Während ihre beiden Geschwister ohne Probleme in die Lebendfalle gingen, drückte sie sich ängstlich in die Büsche. Drei lange Wochen schleppte ich Nacht für Nacht die schwere Lebendfalle mit und stellte sie unter den Sträuchern auf. Drinnen warteten köstliche Leckerbissen auf die kleine Katze, die diese aber nicht dazu verlocken konnte, die Falle zu betreten.
Sie war die vorletzte Katze der Kolonie, die ich von diesem Sportgelände wegholen musste. Sollte es nicht klappen, war sie dem Tod geweiht. Wohl oder übel musste ich sie hungern lassen. Zwei Nächte lang brachte ich ihr nicht ihr Futter, was zur Folge hatte, dass sie sich in der dritten Nacht über die Leckerbissen in der aufgestellten Lebendfalle hermachte.
Sofort brachte ich sie  zur obligatorischen Kastration zum Tierarzt, anschließend tat ich sie mit ihrer Schwester, die sich in einem meiner Krankenkäfige von ihrer OP erholte, zusammen. Das gab dieser überaus ängstlichen kleinen Katze mehr Sicherheit. Als ich sie endlich aus dem Käfig ließ, vollkommen erholt, sah man sie die ersten Wochen nicht, da sie sich tagsüber in einem Versteck aufhielt.  Ganz allmählich siegte dann doch die Neugier, und sie begann sich für diese seltsamen zweibeinigen Wesen zu interessieren. Sie war wohl sicher selbst überrascht über ihren eigenen Mut, als sie es wagte, sich einmal kurz gegen die Beine meines Sohnes zu schmiegen. Da es ihr wohl sichtlich gefallen hatte, begann sie, dieses Ritual täglich zu wiederholen. Dabei mauzte sie zufrieden.
Irgendwann begannen wir sie zwischen den Ohren oder über der Hinterhand anzufassen. Sie stob ganz erschrocken davon, näherte sich danach aber gleich wieder ganz neugierig. Es schien ihr gefallen zu haben, sie wollte mehr. Daraus wurden dann richtige Streicheleinheiten, die sie mit Wonne genoss. Allerdings musste man aufpassen, dass man ihr die Hand nicht vors Gesicht hielt. Irgendwie wusste sie wohl nicht, dass genau von da die tollen Berührungen herkamen. Zieht man die Hand nicht schnell genug aus ihrem Gesichtskreis zurück, bekommt man einen festen Tatzenhieb und wird wild angefaucht. Inzwischen lebt sie mit all den anderen Mitgliedern ihrer Kolonie im Katzengehege, in dem sie sich wohlfühlt.  Durch die erhöhten Laufstege kann sie sich mir so nähern, dass sie fast auf Hüfthöhe ist und verlangt von dort aus jeden Morgen ihre Streicheleinheiten.
Diesem Ritual schließen sich nun schon seit langem ihre engsten Katzenfreunde an, jeder will der erste sein, von mir gestreichelt zu werden. Im Gegensatz zu ihren Geschwistern, die nach über zwei Jahren sich noch immer nicht in meine Nähe wagen, ist die kleine furchtsame Joker mutig über ihren Schatten gesprungen und hat sich mit den Menschen angefreundet.

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