Kennen Sie Sir Henry? Wenn nicht, dann ist es an der Zeit, Bekanntschaft mit Deutschlands berühmtesten Mops zu machen. Denn Henry flaniert nicht nur über rote Teppiche, sondern kämpft auch für benachteiligte Artgenossen in Tierheimen. Dazu kommentiert er bissig und ironisch die seltsamen Verhaltensweisen von Haltern und Hunden und kritisiert als stolzer Faltenträger Botox und Jugendwahn (Renate Schramm/Uschi Ackermann: Ein Mops, ein Buch, 96 Seiten, 9,90 Euro).
Faszinierend und ungewöhnlich ist der Lebensweg von Hélène Visconti, der Schwägerin von Luchino. Aufgewachsen in Algerien kam die junge Hélène über Marokko nach Paris, wo sie sich fremd und ungewollt fühlte. Erst in Italien fand sie eine zweite Heimat, arbeitete dort als Mannequin und heiratete Viscontis Bruder. Ihre Welt war einst ein Küstenstädtchen im Maghreb, dann ein Flüchtlingslager in Marokko und später die Laufstege in Paris und Mailand. Ein Schicksal, das sie mit vielen Migranten teilt. Heute so aktuell wie nie. (Hélène Visconti: Fremd. Roman eines Lebens, 288 Seiten, 19,95 Euro).
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