Das Geheimnis unserer Tränen

Wussten Sie, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens rund 4,2 Millionen Tränen vergießt? Dabei weinen Frauen im Schnitt 30 bis 64 Mal pro Jahr, Männer dagegen nur zwischen sechs und 17 Mal. Warum weinen wir überhaupt? Aus Trauer, Kummer, Verzweiflung oder Hoffnungslosigkeit! Doch auch aus Freude. Wir vergießen Tränen der Erleichterung, Ekstase und beim Lachen. Und stets hoffen wir, dass unser Gegenüber daran Anteil nimmt. Tränen sind Teil eines komplizierten Sprachsystems, mit denen wir unsere Gefühle verschlüsselt ausdrücken können. Krokodilstränen, weinende Delphine oder tränende Hunde – Tiere sind nicht fähig, zu weinen. Auch wenn es manchmal so scheint.

Kinder dagegen lernen bereits im Alter von sechs Monaten, taktisch zu weinen mit dem Zweck, ihre Eltern zu manipulieren. Doch erst vier Monate nach der Geburt gelingt es ihnen, Tränen zu vergießen. Vorher schreien sie nur. Tränen dienen Kleinkindern stets zur Erfüllung von Bedürfnissen. Doch Weinen gehört auch schon bei Babys zu den Mechanismen des Stressabbaus. Und gibt Hoffnung, gewalttätige Impulse möglicher Aggressoren – also Drohgebären – zu unterdrücken.

Weinen wir erwachsenen Menschen nicht am liebsten allein? Weibliches Weinen wirkt auf Außenstehende immer länger, dramatischer und herzzerreißender. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass man Frauen oft unterstellt, ihre Tränen manipulativ einzusetzen. Frauen weinen am ehesten, wenn sie vor schwer lösbaren Konflikten stehen oder sich vergangener Lebens- und Liebesepisoden erinnern. Männer vergießen ihre Tränen aus Mitleid oder wenn die eigene Beziehung zu Ende ist.

Was hat es mit der Ansicht auf sich, dass Weinen erleichtere und entlaste? Gar nichts, sagen Forscher, depressive Verstimmungen werden durch Weinen nicht gemildert. Dazu kommt, dass mit dem Weinen auch eine starke körperliche Erregung einhergeht, die alles andere als erholsam sei.

Warum weinen wir also trotzdem? Es hilft ja eh nicht! Der Nutzen und die Besonderheit unserer Tränen seien noch weitgehend unerforscht, erklären Experten. Lassen wir das so stehen! Und ist es nicht auch irgendwie romantisch, wenn es um unsere Tränen noch ein Geheimnis gibt?

 

Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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