Die Frau von Welt trägt Handtasche. Mindestens eine! Gerne mehr. Einige tragen wohlklingende Namen, wie Kelly-Bag, Alexa-Bag, Birkin-Bag. Sie gehen auf die berühmten Trägerinnen zurück und sind die sogenannten It-Bags oder It-Taschen.
Die Berühmteste ist zweifelsohne die Kelly-Bag. Zunächst war sie die „kleine Handtasche mit Trageriemen“. Als sie 1937 auf den Markt kam, war sie noch längst nicht berühmt. Das änderte sich schlagartig, als Grace Kelly mit ihr gesehen wurde. Man vermutete, sie sei schwanger und wollte das geheim halten. Denn sie hielt auffällig ihre Tasche vor den Bauch. Die Firma Hermès als Hersteller des guten Stücks machte daraus schließlich die Kelly-Bag als gelungene Marketing-Strategie. Sie war somit die erste Tasche, die nach ihrer Trägerin benannt wurde. Auch die Birkin-Bag ist von Hermès und wurde nach Jane Birkin benannt. Jacqueline Kennedy trug schließlich die Jackie O. von Gucci und Lady Di die Lady Dior.
In der Tat, Handtaschen gibt es schon seit dem Altertum. Sie waren nützliche Begleiterinnen, um Gegenstände zu transportieren. „Erst in den 1920er Jahren wurden sie zu modischen Accessoires“, sagt Kunsthistorikerin Rosita Nenno. In den 1950er Jahren war es chic, Taschen, Schuhe und Gürtel aufeinander abzustimmen. Heute dagegen werden meist nur noch Schuhe und Gürtel passend getragen. Forscher der Studie „Bag Stories“ fanden heraus, dass jede Frau mindestens eine Tasche besitzt. Die Italienerinnen liegen dabei mit der Anzahl eindeutig vorne. Sie nennen sogar bis zu 60 Taschen ihr Eigen. Und vier von fünf Frauen können sich an ihre erste Tasche erinnern. Außerdem verbringe laut Studie eine Frau ganze 76 Tage ihres Lebens damit, nach Gegenständen in ihrer Tasche zu suchen. Und die britische Premierministerin Margaret Thatcher soll ihre Tasche immerhin als den einzig sicheren Ort in ihrer Residenz in Londons Downing Street bezeichnet haben. „Die ersten Taschen waren die der Medizinmänner“, erklärt Rosita Nenno. Viel später erst wurden Handtaschen als ständige Begleiter für Frauen geschätzt.
Erinnern wir uns an die 1970er Jahre, als kleine Handtaschen auch für Männer wieder attraktiv wurden. In dieser Zeit wurden sie mit Schlaufe ums Handgelenk getragen. Doch so schnell, wie diese Mode aufkam, verschwand sie auch wieder. Es passte nicht in den Zeitgeist, und viele Männer kamen sich damit eher lächerlich vor. Erst Taschen aus LKW-Planen begeisterten die Männer erneut. Und heute ist es auch für das starke Geschlecht ganz normal, eine Tasche zu tragen.
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