Bis 18. November 2012.
Museum für Fotografie
Jebensstraße 2
10623 Berlin
Die Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie/Berlin setzt ihm ein Denkmal: Helmut Neustädter, besser bekannt als Helmut Newton. Auch jetzt, acht Jahre nach seinem Tod, bleibt er unsterblich.
Die aktuelle Ausstellung, die zuvor bereits im Museum of Fine Arts Houston zu sehen war, ist Newtons ersten drei legendären Publikationen gewidmet. Zu seinen Lebzeiten wurden die frühen, teilweise ikonischen Bilder an der Schwelle von der Mode- zur Aktphotographie nie zusammen gezeigt.
Seine erste Buchpublikation unter dem Titel „White Women“ erschien erstaunlicherweise erst 1976, als Newton bereits 56 Jahre alt war. Den ungewöhnlichen Einfall, zeitgenössische Mode mit bekleideten und unbekleideten Modellen zu präsentieren, der etwas später in seinen berühmten Serien „Big Nudes“ und „Naked and Dressed“ kulminierte, hatte Helmut Newton bereits Mitte der 1970er Jahre vorbereitet.
Ebenso raffiniert und perfekt arrangierte er die Aufnahmen in Schwarz-Weiß und Farbe, die 1978 in seinem zweiten Buch „SleeplessNights“ vereint wurden. Auch hier geht es um Frauen, ihre Körper und Kleider; viele Aufnahmen sind nicht nur Modebilder, sondern gleichzeitig Porträts, manche könnten auch Aufnahmen von Kriminalschauplätzen sein – Motive, die später zu Newtons ikonischen Aufnahmen gezählt werden sollten.
Spätestens seine dritte Publikation „Big Nudes“ sicherte Helmut Newton einen festen Platz auf dem photographischen Olymp: Das Buch wird seit 1981 bis heute verlegt, inzwischen hunderttausendfach gedruckt, in mehreren Verlagen und Sprachen. Newton stieß mit den dort veröffentlichten Frauenakten in eine neue Dimension des photographischen Menschenbildes vor.
Für alle Newton-Fans eine Augenweide!
Fotos mit freundlicher Genehmigung der Helmut Newton Foundation/Berlin.
Buchtipp:
Helmut Newton: Autobiographie, 335 Seiten, C. Bertelsmann Verlag, München.
(Leider vergriffen; gebrauchte Mängelexemplare ab 42,50 Euro, gute ab 90 Euro und neue für über 130 Euro!!)







