Ihre Hymne Gracias a la vida machte sie zur unsterblichen Legende Südamerikas: Violeta Parra schuf in den 1950ern Lieder, die weltweit für Furore sorgten und zum wichtigen Symbol der lateinamerikanischen Protestbewegung wurden. Violeta Parra (im Film dargestellt von Francisca Gavilán) war ihrer Zeit weit voraus und protestierte mit ihrer Gitarre gegen soziale Ungerechtigkeit, die sie aus eigenen Erfahrungen kannte. Aus all den traditionellen Liedern, die sie entlang ihres Weges quer durch Chile aufgesammelt hatte, kreierte sie neue musikalische Meisterstücke, das „Nueva Canción Chilena“. Neben ihren musikalischen und poetischen Werken schuf sie originelle Gemälde, Textilien und Keramiken. 1964 gelang ihr als erster Künstlerin aus Lateinamerika, noch dazu als Frau, eine Ausstellung im Pariser Louvre.
Als vielfältige und authentische Künstlerin gefeiert, wurde Violeta Parra zur populären Ikone, deren Lieder weiterhin von internationalen Künstlern wie Joan Baez, U2, Shakira, Mercedes Sosa und Buena Vista Social Club aufgeführt werden. Der aus Chile stammende Filmemacher Andrés Wood hat ihr nun ein eindringliches Porträt gewidmet mit einem Ende, das überrascht und schockiert.

