sl4lifestyle-Gastautorin Sandra Dittrich hat ihr erstes Buch veröffentlicht. Ihr Protagonist ist der fränkische Reichsritter Florian Geyer, geboren 1490 bei Würzburg, Sandra Dittrichs Heimat. Er übernahm im Bauernkrieg 1525 die Führung des Tauberhaufens. Also, für alle Historien-Fans, ein vielversprechendes Drama!
Anno 1525: Spätes Mittelalter in dem kleinen Dorf Rimpar bei Würzburg. Die Müllerstochter Lisbeth wird in die Geschehnisse des Bauernkrieges hineingezogen. Ihr Lieblingsbruder Jakob wird des Verrates bezichtigt, ins Gefängnis der Burg geworfen. Er kann flüchten, aber bleibt unauffindbar. Lisbeth muss ihn finden und seine Unschuld beweisen, sonst gerät die ganze Familie in Gefahr. Gleichzeitig liefern sich Bauern und Herrlichkeit die letzten Gefechte. Der als Bauernfreund verrufene Adlige Florian Geyer, vermittelt zwischen den Fronten. Nahe Rimpar wird er hinterrücks ermordet. Offiziell bekennt sich der Burgherr Wilhelm von Grumbach zu der Tat. Das passiert viel zu schnell und ist gar nicht seine Art. Wilhelms Schwester Barbara, die mit ihren Kindern auf der Burg in Rimpar Schutz suchte, war Florian Geyers Eheweib. Sie bemerkt, dass Bruder Wilhelm jemanden deckt, den wahren Mörder Florian Geyers. Barbara kommt nicht zur Ruhe. Sie möchte den Schuldigen zur Rede stellen, verstehen was geschah, um Kraft für ihre Kinder zu haben. Barbara traut niemanden außer ihrem Knecht Jobst und Lisbeth, die niedere Lohndienste für die Edelfrau verrichtet. Die beiden Frauen verbünden sich auf der Suche nach Lisbeths verschollenem Bruder Jakob und nach dem Mörder des Florian Geyer. Abenteuerliche Recherchen im nahen Wald führen sie auf die Spur beider Männer. Als auch noch Barbaras Tochter entführt wird, spitzt sich die Lage zu. Das Kind ist in Lebensgefahr, auch Lisbeth kommt bei der Lösegeldübergabe in schwere Not. In diesem Moment taucht ein unerwarteter Augenzeuge des Mordes an Florian Geyer auf, der Licht ins Dunkel bringt. Eine gräßliche Intrige, ein Gespinst aus Lügen, Haß und Eifersucht wird aufgedeckt. Dabei kommt es zwischen Barbara und dem wahren Mörder zum Kampf auf Leben und Tod.
Sandra Dittrich: Die silberne Stiefelschnalle, E-Book, 3,49 Euro, ISBN-978-3-8476-3329-7
www.neobooks.com
www.thalia.de
Sandra Dittrich über ihr erstes Werk:
„Mein Roman ‚Die silberne Stiefelschnalle‘ basiert auf einer Sage, die sich um den Mord des fränkischen Bauernführers Florian Geyer, im Jahre 1525 rankt. Die Leitfigur des fränkischen Bauernkrieges, wurde bei Rimpar heimtückisch im Wald ermordet. Sein Tod und sein verstecktes Grab sind bis heute ein Rätsel. Hat seine Frau Barbara es gelöst? Ihre Tränen der Trauer bildeten der Sage nach einen blauen See.
In meinem Roman decke ich den ungeklärten Mord auf, indem Barbara ihre Tränen trocknet, und mit Hilfe der Tochter des Burgmüllers den wahren Mörder findet. Dabei bringt sie nicht nur ihre Familie in Lebensgefahr. Über die Nachkommen des Florian Geyer und deren Verbleib nach seinem Tod, ist in den historischen Aufzeichnungen fast nichts überliefert. Wilhelm von Grumbach, Barbaras Bruder, bekannte sich schriftlich zur Mordtat. Beweise, dass er tatsächlich selbst vor Ort war, und seinen Schwager ermordet hat, gibt es bis heute nicht. Das Rätsel um Florian Geyers Tod bleibt in der Realität bis heute bestehen. In meinem Roman habe ich eine eigene Lösung dafür.
Frauen im Mittelalter interessieren mich sehr, und die Sage vom blauen See beschäftigt mich seit langem. Mit der Geschichte des späten Mittelalters bin ich vertraut, da mich diese Epoche fasziniert und immer wieder zu neuen Recherchen anspornt. Speziell mit der Historie des Bauernkrieges im Raum Würzburg beschäftige ich mich bereits über zehn Jahre. Die Burg zu Rimpar in meiner Geschichte ist heute ein Schloß. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts umgebaut. Nur die Ruinen der Wehrmauern sind noch aus der Zeit vor dem Umbau erhalten. Auch ein paar Schauplätze im Gramschatzer Wald existieren bis heute. Bei genauem Hinsehen gibt es dort einiges zu entdecken.“



Gratuliere Dir!
Grüße Carola
Zwei Frauenschicksale, Müllerstochter und Edeldame, werden vor dem historischen Hintergrund des fränkischen Bauernkrieges miteinander verknüpft. Müllerstochter Lisbeth versucht ihren Bruder Jakob vor dem Tod zu bewahren und die Edeldame Barbara sucht den Mörder ihres Mannes. Beide Frauen verbünden sich und werden in einen Strudel von kriminellen Ereignissen gezogen, die beider Leben bedrohen. Die Auflösung am Ende war für mich eine große Überraschung.
Der Roman lässt sich flüssig lesen und weist eine sprachliche Vielfalt auf. Die Beschreibungen der Landschaft und Atmosphäre sind echt gut gelungen. Ich konnte das Mittelalter mit allen Sinnen erleben – schön. Die allwissende Erzählperspektive ermöglicht es, überall möglichst nah am Geschehen zu sein und doch wird nie zu viel verraten. Gerade als man denkt, alles ist gut, kommt es erst zum großen Showdown.