Legendäre Gastgeberinnen

Ich plane eine kleine Sommerparty für meine Freunde. Sie wird bestimmt nicht so großartig werden wie die Partys der legendären Elsie de Wolfe, die die Gäste sicherlich nicht wegen des Essens anlockte. Denn davon gab es nie genug. Vielmehr kamen ihre Besucher wegen der irrwitzigen Mischung von Menschen, die man in ihrem chicen Domizil treffen konnte. Wenn die 1865 geborene Elsie aufsprang, um Gäste einander vorzustellen, dann konnten diese sich nie sicher sein, ob sie dem britischen Premierminister die Hand schüttelten oder der hübschen, aber unbedeutenden Nichte eines amerikanischen Magazinverlegers.

Wie gelingt Ihnen die richtige Party? Schreiben Sie eine Sammel-E-Mail, so gehen Ihre potenziellen Gäste sicher davon aus, dass Sie keinen allzu großen Aufwand betreiben wollen. Mit einer handgeschriebenen Einladung wecken Sie bei Ihren Gästen weitaus mehr Vorfreude. Je mehr Informationen Sie geben, umso besser. So fällt zum Beispiel die Kleiderwahl leichter. Sportlich leger, elegant oder nach Motto verkleidet – der passende Stil gehört zu den Grundinformationen.

Alva Vanderbilt, die Ehefrau eines der reichsten Erben der New Yorker Gesellschaft weihte 1883 ihr nobles Zuhause an der Fifth Avenue mit einem rauschenden Maskenball ein. Allein schon mit der Einladung löste sie wochenlange Diskussionen und eine unbändige Vorfreude unter ihren 1.200 Gästen aus. Stunden, bevor der Ball beginnen sollte, musste die Polizei die Masse aus Neugierigen zurückdrängen.

Für die berühmte mexikanische Malerin Frida Kahlo waren Dekorationen und schöne Accessoires auf der festlich gedeckten Tafel genauso wichtig wie die Menüfolge, die sie stets mit größtem Bedacht auf die Anlässe ihrer Einladung abstimmte. „Schon am Monatsbeginn fing sie an, Fähnchen aus grünem, weißem und rotem Stoff zu kaufen und sie im Haus zu verteilen“, erinnert sich ihre Stieftochter Guadalupe Rivera an die Vorbereitungen für die mexikanischen Nationalfeiertage.

Ihre Gäste sollen sich vor allem wohl fühlen. Ein großer Fauxpas ist es übrigens, die Geladenen zu bitten, die Schuhe auszuziehen. Niemand fühlt sich wohl, auf Strümpfen zu feiern oder bei dem sorgsam ausgesuchten Outfit auf die teuren Pumps zu verzichten. Und was das Essen angeht, so muten Sie sich bitte nicht zu viel zu! Wählen Sie Gerichte oder Snacks aus, die Sie nicht stundenlang an die Küche binden. Planen Sie ein, dass Ihre Gäste alle drei bis vier Stunden Hunger bekommen – also unbedingt an den Mitternachtsimbiss denken! Halten Sie außerdem eine Alternative bereit, falls einige Gäste kein Fleisch essen.

Und Musik gehört zu jeder Party, zuerst nur dezent im Hintergrund. Und wenn Sie Glück haben, gehören Sie auch bald zu den legendären Gastgeberinnen, wie einst Elsa Maxwell. Über 50 Jahre lang hielt sie die High Society mit Partys der Superlative in Atem. Doch blieb die quirlige Millionärin stets auf dem Teppich: „Alles Geld der Welt macht keine gute Party. Ich habe Feste gefeiert, als ich nur zwei Pennys hatte – verrückte, alberne Partys wie die, bei der eine Gruppe von Ministern wohl den größten Spaß ihres langweiligen Lebens beim Federpusten hatte.“

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Legendäre Gastgeberin: Die mexikanische Malerin Frida Kahlo.

Legendäre Gastgeberin: Die mexikanische Malerin Frida Kahlo.

 

 

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