Die Häschenschule

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Als ich die Fotos meiner Freundin sah, die sie in München gemacht hat, erinnerte ich mich an meine Kindheit und an eines meiner Lieblingsbücher. Entstanden ist Die Häschenschule schon im Jahr 1924. Das Werk ist gerade jetzt, an Ostern und im Frühling, so aktuell wie nie.

Es berührt und fasziniert, nicht nur allein durch die schön gezeichneten Bilder sondern auch durch die rührigen Texte. Die Münchner Hasenfiguren sind dann wohl in Anlehnung an das Buch entstanden. Auf alle Fälle habe ich mich über die Bilder sehr gefreut und mich spontan zu einer Veröffentlichung auf sl4lifestyle entschieden.

Vielleicht erfreut Ihr Euch ebenso daran wie ich? Das wünsche ich mir!

Fotos: Margareta Gilch

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Nun beginnt die erste Stunde, Häschen haben Pflanzenkunde. Eh‘ sie eine Antwort geben, müssen sie die Pfötchen haben. Und der Lehrer fragt geschwind, welche Kräuter essbar sind. Hasenhans, der weiß das wohl: „Am allerbesten schmeckt der Kohl!“

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Hausmann mit dem bunten Rocke läutet hell die Morgenglocke, und beim letzten Glockenton kommt der alte Lehrer schon: Runde Brille, grauer Bart, Ohren lang nach Hasenart. Artig faltet man die Hände, bis das Frühgebet zu Ende.

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Hops, noch über diese Quelle! Hei, sie sind an Ort und Stelle! Wo die hohen Tannen stehen, kann man eine Wiese sehn. Kleine Bänke stehen in Reihen, hier zu zweien, da zu dreien. Hopphopphopp, noch einen Satz, und sie sind auf ihrem Platz.

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„Kinder“, spricht die Mutter Hase, „putzt Euch noch einmal die Nase mit dem Kohlblatt-Taschentuch! Nehmt nun Tafel, Stift und Buch! Tunkt auch Eure Schwämmchen ein! Sind denn Eure Pfötchen rein?“ „Ja!“ – „Nun marsch, zur Schule gehen!“ „Mütterchen, auf Wiedersehn!“

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In der nächsten Stunde dann kommt die Tiergeschichte dran. Von dem alten Fuchs, dem bösen, wird erzählt und vorgelesen, wie er leise, husch, husch, husch, schleicht durch Wiese, Feld und Busch. Und die kleine Gretel denkt: „Wenn er mich nur nicht mal fängt!“

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Hasenmax, der Bösewicht, konnte heut sein Verschen nicht, hat gepfiffen und geschwätzt, Hasenlieschens Rock zerfetzt, eine neue Bank zerkracht und dabei noch laut gelacht. In die Ecke muss er nun. Ei, da kann er Buße tun.

Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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4 Antworten zu Die Häschenschule

  1. racheles-welt schreibt:

    Oh, das sind schöne Kindheitserinnerungen 😊😊

  2. Margareta Gilch schreibt:

    Super Sabine!!!!! Die Texte sind ja so schön!!!!

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