Heiter, melancholisch, lustig und traurig zugleich, ohne je kitschig zu wirken: „Der Pinguin meines Lebens“ als Kinofilm.
Die Freundschaft mit einem von Ölschlick geretteten Pinguin geht zu Herzen. Das Ganze spielt in Buenos Aires zu Zeiten der Militärdiktatur in den 1970er Jahren und ist auch historisch interessant.
Um was geht es im Film?
Tom (Steve Coogan), ein mürrischer Lehrer, durch und durch Engländer, kommt in den 1970er Jahren nach Buenos Aires, um an einem Jungen-Internat Englisch zu unterrichten. Mitten in den Unruhen des Militärputsches sind auch seine Schüler aufsässig und unbelehrbar. Das macht es für Tom nicht leichter. Doch sein Leben nimmt eine ungeahnte Wendung, als er eines Tages am ölverschmutzten Strand von Uruguay einem Pinguin das Leben rettet und diesen trotz aller Bemühungen nicht wieder los wird. Der Pinguin zieht auf Toms Terrasse ein, wird ihm ein treuer Freund und für seine Schüler zum Pinguin des Vertrauens. Pinguine sind nämlich nicht nur wahnsinnig niedlich, sondern auch hervorragende Zuhörer!
Was gibt es sonst noch Wissenswertes über Pinguine zu erfahren? Ich habe ein wenig recherchiert:
Weltbürger ohne Pass:
Während viele Pinguinarten in der Antarktis leben, gibt es auch welche in Afrika, Australien und Südamerika. Der 60 cm große Juan Salvador aus der Geschichte kommt aus Uruguay und ist ein Magellan-Pinguin. Er frisst am liebsten Fisch, ist 4,5 kg schwer und wird seinem Retter Tom ein Leben lang nicht von der Seite weichen.
Pinguine frieren nicht mal an den Füßen:
Ein spezielles Durchblutungssystem verhindert, dass sie mit den Füßen auf dem Eis festfrieren. Ihre dichte Fettschicht und wasserabweisende Federn halten sie auch bei -60 Grad warm. Sie haben bis zu 100 Federn pro Quadratzentimeter, mehr als jeder andere Vogel.
Pinguine erkennen sich an der Stimme:
Selbst in Kolonien mit tausenden Tieren finden sie ihren Partner und ihre Küken anhand einer einzigartigen Rufsignatur.
Pinguine sind beständige Gefährten:
Die meisten Pinguinarten leben monogam und bleiben sich treu – auch wenn sie die meiste Zeit des Jahres eine Fernbeziehung führen. Ist es Zeit für die Paarung, wartet das Männchen Jahr für Jahr am Nest auf sein Weibchen.
Pinguine können problemlos Salzwasser trinken:
Dank einer Spezialdrüse über den Augen filtern sie das Salz aus ihrem Blut und niesen es einfach wieder aus.
Pinguine sind Hochspringer:
Pinguine nutzen die sogenannte Porpoising-Technik. Dabei nehmen sie unter Wasser Anlauf, schießen mit voller Kraft an die Oberfläche und springen bis zu zwei Meter hoch aus dem Wasser.
Jetzt im Kino!
Hinweis: Infos entnommen aus der Filmbeschreibung.
Auch als Buch erhältlich:
Tom Michell: Der Pinguin meines Lebens, 256 Seiten, 14 Euro.
Originaltitel: The Penguin Lessons


