Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen Bücher. Hier stellt Euch sl4lifestyle ein paar atemlos machende Pageturner sowie spannende, erkenntnisreiche und kreative Fundstücke vor. Auch ein Werk über Skurrilitäten der Astrophysik ist darunter.
Thriller
Der Pfad

Ein abgeschiedenes Dorf im Schatten mächtiger Berggipfel: Seit zehn Jahren lebt Abby in Cutter’s Pass in North Carolina. Längst fühlt sie sich heimisch, obwohl der eigentlich so idyllische Ort ein düsteres Geheimnis hütet – seit Jahren verschwinden hier Wanderer spurlos im Gebirge. Als wäre der Ort verflucht. Dann taucht in einer stürmischen Gewitternacht plötzlich ein Fremder in Cutter’s Pass auf: Trey West ist gekommen, um herauszufinden, was damals mit seinem Bruder geschah. Denn auch er kehrte von jenem berüchtigten Pfad in die Wildnis niemals zurück. Lesereiche und schlaflose Nächte sind damit garantiert.
Megan Miranda: Der Pfad, 384 Seiten, 16 Euro.
Fantasie oder Wahrheit?

Viel zu lange hat Felizitas an der Hoffnung festgehalten, dass ihr Ehemann Marc aufhören wird, sie zu misshandeln. Aber jetzt weiß sie: Wenn sie nicht rechtzeitig flüchtet, wird sie sich nie mehr befreien können. Die einzige Zuflucht, die sie für sich und ihre neunjährige Tochter Vicki findet, ist das Haus ihrer Mutter, in dem sie groß geworden ist. Abgeschieden von der Welt im finsteren Wald gelegen, an einem nebligen See, in dem einst ein kleines Mädchen ertrunken sein soll. Nur vage kann sich Felizitas an schreckliche Szenen aus ihrer Kindheit erinnern, eine Höhle mit blutiger Kinderkleidung und an ein Monster, das sie überfallen hat. Oder entsprang das alles nur ihrer lebhaften Fantasie? Welche Rolle spielte dabei ihre Mutter, die sie jetzt äußerst kühl empfängt? Und wer treibt sich schon kurz nach Felizitas‘ Ankunft nachts am See herum? Felizitas ahnt, dass sie sich dem wahren Grauen stellen muss, wenn sie jemals wirklich frei sein will.
Michaela Kastel: Verirrt, 368 Seiten, 15 Euro.
Verschwundene Waisenkinder

1975 wird die junge Polizistin Jo zu einem Fall häuslicher Gewalt gerufen: Ein Familienvater schlägt seine Frau, die Kinder müssen hilflos zuschauen. Die Bedrohung ist zu akut, um auf Verstärkung zu warten, also greift Jo allein ein. Im Chaos der Auseinandersetzung gerät die Situation schrecklich außer Kontrolle: Beide Eltern kommen zu Tode, die Töchter Holly und Daisy müssen fortan im düsteren Waisenhaus Morgate leben. Jo fühlt sich für das Schicksal der beiden verantwortlich, und die Bilder dieses verhängnisvollen Abends verfolgen sie für den Rest ihres Lebens. Zehn Jahre später wird Holly vermisst. Kann Jo endlich ihre Schuld abtragen, indem sie das Mädchen findet? Die Suche nach ihr ist holprig, niemand vermisst ein aufmüpfiges Waisenkind. Auch bei der Polizei zeigt keiner ein großes Interesse an dem Fall. Dabei ist Holly nicht das erste Mädchen, dass aus dem Waisenhaus verschwunden ist.
Emily Gunnis: Die vergessenen Kinder, 448 Seiten, 22 Euro.
Wissen
Das Rotlichtmilieu des Universums

„Dieses Buch ist für all jene gedacht, die sich immer mal wieder fragen, woher wir Menschen eigentlich wissen, was wir wissen. Das Universum hat also mit einem Urknall begonnen? Okay. Und wer war damals dabei und hat’s gefilmt?“
In seinem neuen Buch lässt der Autor fesselnd, faktenreich und humorvoll die Wissenschaft am Rand des Universums lebendig werden.
Wisst Ihr, was die Entstehung des Kosmos mit Taubendreck zu tun hat oder warum ein paar Fische fast verhindert hätten, dass Newtons Gravitationstheorie publiziert wurde? Oder wie sich das Universum spalten lässt, ganz bequem per Knopfdruck von der Couch aus?
Sein neues Werk ist wie ein wilder Trip durch die großen Entdeckungen der Astrophysik, Chemie und Biologie. Niklas Kolorz beginnt seine Reise mit dem Urknall, macht weiter mit der Vermessung der Welt und stürzt sich in die relativ komplizierte Materie der Quantenmechanik. Er fragt nach dem Ursprung des Lebens und dann nach dem drohenden Artensterben in Zeiten des menschengemachten Klimawandels, um schließlich im ersten Mars-Habitat fern unseres blauen Planeten anzukommen. Unterwegs zeigt er, wie die großen Frauen und Männer der Wissenschaft es immer wieder geschafft haben, unser Weltwissen mal eben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Dabei wird klar: Genie und Wahnsinn liegen im Labor näher beieinander als Protonen und Neutronen eines Atomkerns.
Niklas Kolorz: „Die letzten Rätsel des Universums“, 336 Seiten, 22 Euro.
Afrikas bunte Vielfalt

„Es geht darum, Afrika jenseits von Klischees und Stereotypen zu verstehen und die Vielfalt und Tiefe des Kontinents zu würdigen.“
Stève Hiobi
Ziel des Autors ist es, die weißen Flecken in unserem Verständnis von Afrika zu beseitigen und mit den stereotypen Darstellungen des Kontinents aufzuräumen. Er behauptet, dass unsere Wahrnehmung von Afrika seit dem Kolonialismus verzerrt und die aktuelle Medienberichterstattung von negativen Nachrichten beherrscht sei.
Und dabei ist Afrika so viel mehr als Hunger, Armut und Safari. Daran anknüpfend zeigt Hiobi, was den zweitgrößten Kontinent der Erde wirklich ausmacht. Er betont die oft unterschätzte globale Bedeutung Afrikas und beschreibt den Kontinent in seiner unendlichen kulturellen und historischen Vielfalt, von der Wrestler-Szene Senegals über das identitätsstiftende Beauty-Regime der Himba in Namibia bis hin zum ersten Kaiserschnitt, der einst in Uganda durchgeführt wurde.
Hiobi räumt mit den Mythen und Vorurteilen über die afrikanischen Staaten auf und beleuchtet kulturelle, politische und wirtschaftliche Aspekte fundiert und mit einer Prise Humor. Immer im Blick bleibt dabei die Frage: Was hat das mit uns zu tun? Am Ende steht ein faktengesättigtes und unterhaltsames Buch über einen Kontinent, in dem nicht nur die Wiege der Menschheit, sondern auch deren Zukunft liegt.
Stève Hiobi: All about Africa, 255 Seiten, 18 Euro.
Ernährung
Vegan, vegetarisch, pescetarisch oder flexitarisch

Vegetarisch und vegan leben ist nicht nur trendy sondern auch gesund. Sagt man. Doch rund um die „veggie“-Lebensweise brodelt die Gerüchteküche: Sind Veggie-Burger gesundheitsbedenklich? Macht Soja Männer feminin? Und ist eine rein pflanzliche Kost für Kinder wirklich okay? Ernährungswissenschaftler Dr. Malte Rubach ist gefragter Experte, wenn es um die Themen Lebensmittel, Ernährung und Nachhaltigkeit geht. In seinem neuen Ratgeber widmet er sich Glaubenssätzen rund um pflanzenbasierte Ernährung. Ihm ist es dabei ein besonderes Anliegen, Ernährungsmythen neutral und objektiv aufzuklären.
Zunächst definiert er hierfür pflanzenbasierte Ernährung: Folgt man den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte jeder von uns täglich 63 Prozent pflanzliche Lebensmittel verzehren. Stellt man eine zu 100 Prozent pflanzenbasierte, und demnach vegane, Ernährung dagegen, dann zählt der Verzehr zwischen 60 Prozent und 100 Prozent pflanzlicher Lebensmittel zu pflanzenbasierter Ernährung. Dies macht eine ganze Menge an unterschiedlichen Varianten möglich: vegan, vegetarisch, pescetarisch oder auch flexitarisch.
Rubach prüft unter anderem, ob pflanzliche Ernährung genügend Nährstoffe beinhaltet, ob Soja gut für die Schilddrüse ist und ob diese Art von Ernährung Essstörungen fördert. Gleichzeitig hinterfragt er, ob pflanzenbasierte Ernährung vor Erkrankungen wie Krebs, Diabetes mellitus Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Insgesamt werden so 30 Ernährungsmythen auf den Prüfstand gestellt.
Dr. Malte Rubach: „Die größten plant-based Ernährungs-Mythen“, 207 Seiten, 18 Euro.
Frauen
Frauen-Revolutionen

„Frauen können hier und heute damit beginnen, ihre Orientierung an der Männerwelt zu lösen und überkommenen Mustern wie Hierarchie und Konkurrenz ihre Sehnsucht nach Kooperation und Freundschaft entgegensetzen.“
Die Autorin zeigt anhand zahlreicher internationaler Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart, wie Frauen trotz Spaltung und Differenz durch ihre Beziehungen Revolutionen ermöglicht haben. Wie sie patriarchale Strukturen in Alltag und Politik lockerten, weil sie sich verbündeten und befreundeten. Sie beschreibt, was möglich ist, wenn Frauen sich an anderen Frauen orientieren.
Sie zeigt aber auch, wie schwer das ist. Denn die Spaltung der Frauen ist eine der Grundlagen patriarchaler Macht. Frauen sollen sich an Männern orientieren, nicht aneinander. Sie sollen sich an sexistischen Maßstäben und an der männlichen Gunst ausrichten. Sie sollen mit unterdrückerischen Systemen kooperieren, anstatt sich gemeinsam dagegen aufzulehnen.
Einigkeit und Harmonie sind keine Selbstverständlichkeit unter Frauen, es gibt Risse und Differenzen, wir finden Zerwürfnisse, Entsolidarisierung und Machtausübung. Und einen großen Mangel an Zeit. Auch diesen Herausforderungen geht das Buch auf den Grund. Anhand von Essays und Briefen lässt die Autorin eine Revolution der Verbundenheit als eine konkrete und persönliche Praxis spürbar werden. Ein leidenschaftliches Plädoyer für stärkende und ermutigende weibliche Beziehungen.
Franziska Schutzbach: Revolution der Verbundenheit. Wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert, 320 Seiten, 24 Euro.
Psychische Gesundheit
Familienwunden

Bin ich wirklich gewollt gewesen? Welche Position hatte ich in der Geschwisterhierarchie? Welche Traumata hat meine Familie erlebt und welche Geheimnisse hat sie gehütet? Die Autorin enträtselt die verschlungenen Wege alter Familienwunden und gibt fundierte Ratschläge für deren Heilung. Es ist wichtig, die eingefleischten familiären Muster irgendwann zu überwinden und sie nicht zum Beispiel auch an eigene Kinder weiterzugeben. Die Trauma-Spezialistin schildert das Schicksalsmuster ungewollter Kinder ebenso wie die besonderen Erlebnisse in der Geschwisterhierarchie. Sie lotet typische Familienschicksale oder auch -geheimnisse aus und erläutert deren Konsequenzen für die Gesundheit unserer Psyche und unserer Grundstimmung im Leben.
Denn irgendwann im Leben kommt der Moment, in dem wir realisieren, dass unsere negativen Verhaltensweisen, unsere Ängste oder unsere gescheiterten Beziehungen ihre Wurzeln in der Vergangenheit haben. Dann ist es wichtig, sich von den nie angezweifelten Glaubenssätzen der Familie, den Heimlichkeiten, den Vertrauensbrüchen und Lieblosigkeiten zu befreien.
Noémi Orvos-Tóth: Vererbte Familienwunden, 255 Seiten, 24 Euro.
Basteln
Ideen und Inspirationen

Ein Buch für alle Kreativen mit oder ohne künstlerische Vorerfahrungen. Dazu bildschirmfrei, entspannend und farbenfroh. Marion Deuchars lädt Euch in ihre Welt ein und stellt über 100 Projekte und Ideen vor, die dazu inspirieren, das eigene künstlerische Potenzial zu entfalten. Handdruck, Marmorieren oder Gummistempeln sind nur einige der Möglichkeiten, andere wie Straßenfotografie und Skulpturen mit Fundstücken können ganz spontan durchgeführt werden. Es ist nie zu spät, die eigene kreative Seite zu entdecken – oder wiederzuentdecken. Mit inspirierenden Ideen für den Anfang könnt Ihr lernen, wie ein wenig Kreativität im Alltag jederzeit Glück, Freude und Erfüllung bringen kann. Die vorgestellten Ideen sind leicht umsetzbar und inspirieren Euch zum Ausleben Eurer eigenen Kreativität ohne viel Aufwand. Jeder kann so auf seine ganz eigene Weise künstlerisch aktiv werden.
Marion Deuchars: Jeden Tag kreativ sein. Eine Anleitung zum Glück, 192 Seiten, 20 Euro.
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