Einmal im Leben James Bond sein

Der Neuseeländer Anthony McCarten war einer der Stars der diesjährigen Buchmesse. Geboren in New Plymouth auf der Nordinsel lebt er heute als Schriftsteller in London. Durch das Buch „Superhero“ wurde McCarten auch in Deutschland bekannt. Ich treffe ihn bei seiner Lesung in der Stadtbücherei in Würzburg.

„Zuerst war die Idee da, über eine Familie zu schreiben, dann wurde die Story daraus, eine Story über das Internet“, sagt der 51-jährige Autor. Denn heutzutage definiere das Internet unser Leben, es sei eine Herausforderung unserer Wirklichkeit gegenüber. „Vergleichen kann man das Internet mit der sexuellen Revolution der späten 60er Jahre.“

Natürlich spielt seine Familie eine große Rolle. Aufgewachsen sei er mit sieben Geschwistern. „Ich brauchte die Erinnerungen an meine Mutter und den Vater, um meine Geschichte wachsen zu lassen. Ich habe die Welt meines ersten Romans mit der meines Folgeromans verschmolzen.“ In die Welt der Computerspiele, in der sein neues Buch spielt, geriet er per Zufall. „Mein Sohn ging am Wochenende auf ein Zeltlager. Er vergaß ein Computerspiel im Wohnzimmer. Es drehte sich um James Bond. Eigentlich hatte ich gar kein Interesse, ich wollte es nur kurz ausprobieren. Gleich am Anfang war ich der Verlierer. Das wollte ich mir nicht gefallen lassen, so ging es weiter und weiter, das ganze Wochenende hindurch. Und als ich es schließlich geschafft und überlebt hatte, war ich glücklich. Das Gefühl war immens. Ich fühlte mich plötzlich als Held. So entstand letztendlich die Idee zu dem Roman.“

Es sind nicht nur Computerspiele, die McCarten faszinieren. Er spielt auch Gitarre, schreibt Theaterstücke und Drehbücher. Ein sogenanntes Allround-Talent also! Etwas von Neuseeland sei in ihm geblieben, gibt er zu. Deshalb die gewisse Melancholie und Herausforderung des Schicksals, die man so wohl nur am Ende der Welt treffen kann.

Zum Buch: „Ganz normale Helden“ ist die Fortsetzung von „Superhero“, dem letzten Roman von Anthony McCarten. Dieser erzählt von den letzten Lebenswochen des todkranken Schülers und Comiczeichners Donald Delpe, seinen Zeichen-Fantasien sowie seiner ersten und letzten Liebe. Nach dessen Tod versucht der 18-jährige Jeff, seine Eltern über den Verlust des jüngeren Bruders hinwegzuhelfen. Doch sein Vater Jim flüchtet aufs Land und Mutter Renata in den Chat mit Gott. Jeff hat die Nase voll und taucht unter. Unter lifeoflore.com ist er der Star eines online-Spiels und verdient viel Geld. Jim will nicht noch einen Sohn verlieren und loggt sich in die ihm fremde virtuelle Welt ein. Dabei begreifen beide, was in der realen Welt wirklich wichtig ist.

Die Verfilmung von „Superhero“ startete Ende August 2012 mit dem Titel „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ in den deutschen Kinos. Anthony McCarten landete 1987 mit seinem ersten Theaterstück „Ladies‘ Night“ einen internationalen Erfolg. Es folgten weitere Theaterstücke, Drehbücher und Romane.

Anthony McCarten: Ganz normale Helden, 464 Seiten, 22,90 Euro.

Mehr über den Autor: Porträt Anthony McCarten. Hier im Blog!

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Rothenburg ob der Tauber/Romantic road

Just to give you a short impression of one of Germany’s most beautiful towns, right before the winter comes.

 

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Prinzessin von Hohenzollern: „Asylrecht für Hunde“

„Auch Hunde sind Asylanten, weil sie in ihren Ländern verfolgt werden“, sagte Maja von Hohenzollern bei einer Ausstellung. Die Prinzessin setzt sich für den Tierschutz ein und hat selbst 14 Hunde – „alles gerettete“, wie sie erzählt. Gerade habe ihre Hilfsorganisation 40 Hunde aus der Ukraine gerettet. Dort habe man vor der Fußball-Europameisterschaft Hunde misshandelt, gefangen und getötet, „mit dem Wissen der Sportler und der Verbände“.

 

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Fotos der Woche – Waldillumination

Im Gramschatzer Wald bei Würzburg verzauberten Designstudenten der Fachhochschule Coburg den Wald mit Lichtinstallationen.

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Fell für alle Fälle

Ich war heute in ein paar Geschäften und stellte fest, dass Pelz wieder up-to-date ist. Als ich mir die Produkte bekannter Markenhersteller näher ansah, las ich immer wieder „Made in China“. Wie die Tiere dort und auch in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion gehalten und getötet werden, ist unvorstellbar grausam. Darunter sind Nerze, Füchse, Katzen, Kaninchen und viele andere Tiere, die sich durch ein besonders schönes Fell auszeichnen. Der Einfachheit halber bediene ich mich  nun eines dpa-Artikels und einer Stern-Fotoreportage.

„Auf alle Felle“: Pelz ist wieder angesagt

Köln (dpa) – Pelz feiert ein kleines Comeback. Vor allem junge Leute tragen ihn diesen Winter gerne als Accessoire: an Ohrenschützern, Kapuzen oder Handschuhen. Ein Trend, der Tierschützern Sorgen macht.

„Ich sag‘ immer: ganz oder gar nicht“, erklärt der junge Mann mit dem Dreitagebart und der großen Hornbrille. Er fasst an die Kapuze seines Parkas. „Kunstfell käme für mich deshalb auch nicht infrage. Das hier ist Waschbärpelz. Den hat mir eine Kürschnerin drangenäht.“
Neben ihm steht seine Freundin. Auch ihr Kragen ist mit echtem Pelz verziert. „Vom Kaninchen“, sagt sie. „Das sieht irgendwie edler aus und ist schön kuschelig warm.“

So wie die beiden tragen viele Leute Pelz an ihren Winterklamotten – an den Schuhen, der Mütze und vor allem der Kapuze. Nicht immer ist er echt – aber immer öfter.

„Echten Pelz sieht man jetzt sogar in den kleineren Städten, nicht nur in den Metropolen“, sagt Petra Malinowski von der Modeschule Mönchengladbach . Auch die Zielgruppe habe sich gewandelt: „Früher hat man Pelz ja immer nur mit der älteren, etwas gesetzteren Dame in Verbindung gebracht. Jetzt tragen ihn auch die jüngeren Leute um die 20“, sagt die Bekleidungsingenieurin.

„Ein Pelz hält 50, teilweise 100 Jahre. Man kann ihn wunderbar recyceln und in eine ganz neue modische Form bringen“, erklärt der Kürschner – also Pelzverarbeiter – Guido Adrian aus Köln. Viele seiner Kunden ließen sich momentan alte Pelze umschneidern, zum Beispiel zu Kragen oder Schals. „Pelz taucht eher an Accessoires auf bei jungen Leuten. Er darf heute nicht mehr schwer und steif sein, sondern er muss lässig und leicht sein. So wie die aktuelle Mode“, sagt Adrian.

Und darin wird derzeit so viel Pelz verarbeitet, wie schon lange nicht mehr. Die Rede ist hier nicht nur von Edelmarken wie Gucci oder Prada. Auch beispielsweise Woolrich, Hallhuber und das Jeans-Label LTB verzieren ihre Winterkollektion mit Fuchs, Coyote und Co.

Der Style bei Jacken gehe „ganz klar in Richtung Skandinavien und Richtung Alaska, und da ist Pelz halt gang und gäbe“, sagt Ralf Meier, Kreativdirektor bei LTB-Jeans. Das Unternehmen hat zurzeit zwei Parka mit Fuchsfell am Kragen im Programm. Der Bedarf sei einfach vorhanden gewesen, der Handel habe nach Jacken mit Pelz verlangt. „Daran konnten wir nicht vorbeigehen.“ Dennoch: Bei künftigen Kollektionen wolle LTB keinen Pelz mehr einsetzen – vor allem aus moralischen Bedenken, wie Meier sagt.

http://www.stern.de/wissen/mensch/pelzproduktion-blutiges-geschaeft-fuer-edle-mode-1750878.html

Und wie denken Sie darüber? Pelz als Mode? Ja oder Nein?

 

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Kurz nachgebellt: Gaston, der Held!

Ich dachte, Helden sind schon längst ausgestorben!!

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Guest Author Gwynneth Anderson: Names are important

Naming your characters: Yes, it’s true. Your character names will say a lot about where your novel’s going.

http://wp.me/p6pQ0-13g

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Kurz nachgebellt: Regenwetter

Dieses Wetter! „Es regnet Hunde und Katzen“, sagen die Menschen dazu!

Foto: Anita Karner

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Kurz nachgebellt: Soll das ein Witz sein?

Nee, also verarschen lass ich mich nicht!

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Gärtnern im Kleinformat: Weg vom Egotrip

Schon mal was von Urban Gardening oder Guerilla Gardening gehört? Zum ersten Mal ist mir das Phänomen in New York’s Stadtteil Harlem begegnet. Eine Mini-Grasfläche inmitten von roten Backsteinbauten der Mittelschicht, sorgfältig umzäunt und mit krakeliger Schrift als Nachbarschafts-Gemüsegarten gekennzeichnet. Coole Idee, dachte ich mir beim Anblick knallroter Tomaten, grüner Zucchini, Salatstauden, und behutsam gepflanzten Bohnensträuchern.

Dabei geht es um das Erlebnis des gemeinschaftlichen Gärtnerns auf kleinen Freiflächen mitten in der Großstadt, um die Erfolgserlebnisse der Tomaten- oder Kartoffelzucht und das Teilen spezieller Geschmacksvorlieben. Gärtnern im Kleinformat ist in. Und der gemeinschaftliche Konsum ermöglicht auch den Zugriff auf Dinge, die man sich sonst nicht leisten kann. Es geht dabei nicht um das Kaufen von Gemüse, sondern darum, dass Selbstgezogenes immer eine Spur besser schmeckt. Und wer kann sich schon den eigenen Garten und den damit verbundenen Aufwand leisten?

Oder nehmen wir Carsharing. Viele Großstädter verzichten ganz bewusst auf das eigene Auto und nutzen lieber öffentliche Verkehrsmittel. Und falls sie doch mal den eigenen Wagen brauchen, wird er einfach gemietet. Verändert sich da etwa auf einmal unsere Haltung zu Statussymbolen? „Gerade bei jungen Menschen findet ein Umdenken statt“, sagt Konsumforscher Michael Kuhndt. Denn immer mehr fühlen sich durch Besitz in ihrer Mobilität behindert oder eingeschränkt. Statt zum Einkaufen gehen sie dann doch lieber tauschen oder teilen. Denn vor allem geht es um das gute Gefühl, einen Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Wie denken Sie darüber? Schreiben Sie, was Sie zum Thema Gemeinschaft schon Positives (oder auch Negatives) erlebt haben. Hier im Blog!


Infos:

Carsharing: www.flinkster.de
Tauschring: www.netcycler.de
Plattform zum Teilen von Werkzeugen, DVDs, Büchern, etc.: www.frents.com
Urban Gardening: www.gartendeck.de; www.prinzessinnengarten.net
Wohnungstausch: www.haustauschferien.com

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