Kleidertauschpartys

Schon mal was von einer Kleidertauschbörse gehört? Nein? Dann werden Sie bald mehr darüber erfahren. Denn es gibt eine neue Bewegung, die rasant wächst. Viele Menschen, darunter auch einige meiner Freundinnen, wollen lieber Gebrauchtes tauschen, statt Neues zu kaufen. Dabei geht es nicht um Sparsamkeit oder Geiz, sondern vielmehr um Spaß, Gemeinschaftsgefühl und natürlich auch um Umweltschutz.

Auf so genannten „Swap-Partys“ wird diese Leidenschaft für neue Lieblingsstücke mit Gleichgesinnten geteilt. „To swap“ bedeutet ganz einfach tauschen und das Partymotto lautet somit auch „Geben und Nehmen“. Eigene Fehlkäufe können so leicht kompensiert und eingetauscht werden. Das Prinzip ist einfach: Accessoires, Kleider oder Mäntel, die getauscht werden sollen, bringen zwischen einem und vier Punkte, die beim „Shoppen“ eingelöst werden können. Dass das den Geldbeutel und die Umwelt schont, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Am begehrtesten ist zweifellos der große Spiegel vor der provisorischen Umkleide. Was macht es doch für Freude, auf einer Swap-Party Klamotten-Ballast loszuwerden, anstatt kurz vor Tagesanbruch schlecht gelaunt und hundemüde seinen Tapeziertisch auf einem Flohmarkt aufzubauen. „Das Internet hat eine Renaissance der alten Tauschprinzipien entfacht, die noch in der Generation unserer Großeltern bekannt waren“, sagt Konsumforscher Michael Kuhndt. Und Rachel Botsman aus England meint, dass der Trend zum Teilen und Tauschen keineswegs nur ein kurz aufflackerndes Blitzlicht infolge der globalen Finanzkrise sei. Denn Millionen Menschen aus allen Teilen der Welt nähmen bereits am neuen Konsumstil teil. Und das New Yorker Time Magazine erklärt den Trend sogar zu einer der „10 Ideen, die die Welt verändern werden.“ Schließlich sorgt er in unserer immer anonymer werdenden Gesellschaft für größeren Zusammenhalt unter den Menschen. Und nicht zu vergessen ist das steigende Umweltbewusstsein. Denn laut dem Münchner Verein Green City reist eine einzige Jeanshose erstmal 64.000 Kilometer durch mehrere Kontinente, bevor sie in Deutschland getragen wird. Und für die Produktion eines Baumwoll-T-Shirts werden 2.500 Liter Wasser verbraucht. In der Tat – unsere Kleidung sollte mehr Respekt und Beachtung bekommen.

Kürzlich hat mir meine Freundin in Barcelona eine große Tasche voller Klamotten mitgegeben. Sie wolle mal wieder was Neues! Soll mir recht sein, gerade wenn Prachtstücke von Mango, Zara, H&M, Tommy Hilfiger und Divided darunter sind. Zwar passen mir nicht alle, aber es gibt ja noch jede Menge interessierter Freundinnen!

www.klamottentausch.net
blog.commonvintage.com

Haben Sie auch Lust auf Kleidertausch bekommen? Berichten Sie doch mal über Ihre Second Hand-Schätze hier im Blog!

Übrigens: Ihre Mailadresse wird nicht veröffentlicht, und als Name ist ein Vorname vollkommen ausreichend.

Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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