Adventskatze 13: Joker

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Adventskatzen – Mit Patenschaften Gutes tun

Info: Katzen-Patenschaften

Caroline erzählt:

Joker war eine überängstliche Katze aus einer meiner Katzenkolonien. Sie war die Letzte eines Wurfs, die ich einfangen konnte, bevor der städtische Katzenfänger kommen sollte. Während ihre beiden Geschwister ohne Probleme in die Lebendfalle gingen, drückte sie sich ängstlich in die Büsche. Drei lange Wochen schleppte ich Nacht für Nacht die schwere Lebendfalle mit und stellte sie unter den Sträuchern auf. Drinnen warteten köstliche Leckerbissen auf die kleine Katze, die diese aber nicht dazu verlocken konnte, die Falle zu betreten.
Sie war die vorletzte Katze der Kolonie, die ich von diesem Sportgelände wegholen musste. Sollte es nicht klappen, war sie dem Tod geweiht. Wohl oder übel musste ich sie hungern lassen. Zwei Nächte lang brachte ich ihr nicht ihr Futter, was zur Folge hatte, dass sie sich in der dritten Nacht über die Leckerbissen in der aufgestellten Lebendfalle hermachte.
Sofort brachte ich sie  zur obligatorischen Kastration zum Tierarzt, anschließend tat ich sie mit ihrer Schwester, die sich in einem meiner Krankenkäfige von ihrer OP erholte, zusammen. Das gab dieser überaus ängstlichen kleinen Katze mehr Sicherheit. Als ich sie endlich aus dem Käfig ließ, vollkommen erholt, sah man sie die ersten Wochen nicht, da sie sich tagsüber in einem Versteck aufhielt.  Ganz allmählich siegte dann doch die Neugier, und sie begann sich für diese seltsamen zweibeinigen Wesen zu interessieren. Sie war wohl sicher selbst überrascht über ihren eigenen Mut, als sie es wagte, sich einmal kurz gegen die Beine meines Sohnes zu schmiegen. Da es ihr wohl sichtlich gefallen hatte, begann sie, dieses Ritual täglich zu wiederholen. Dabei mauzte sie zufrieden.
Irgendwann begannen wir sie zwischen den Ohren oder über der Hinterhand anzufassen. Sie stob ganz erschrocken davon, näherte sich danach aber gleich wieder ganz neugierig. Es schien ihr gefallen zu haben, sie wollte mehr. Daraus wurden dann richtige Streicheleinheiten, die sie mit Wonne genoss. Allerdings musste man aufpassen, dass man ihr die Hand nicht vors Gesicht hielt. Irgendwie wusste sie wohl nicht, dass genau von da die tollen Berührungen herkamen. Zieht man die Hand nicht schnell genug aus ihrem Gesichtskreis zurück, bekommt man einen festen Tatzenhieb und wird wild angefaucht. Inzwischen lebt sie mit all den anderen Mitgliedern ihrer Kolonie im Katzengehege, in dem sie sich wohlfühlt.  Durch die erhöhten Laufstege kann sie sich mir so nähern, dass sie fast auf Hüfthöhe ist und verlangt von dort aus jeden Morgen ihre Streicheleinheiten.
Diesem Ritual schließen sich nun schon seit langem ihre engsten Katzenfreunde an, jeder will der erste sein, von mir gestreichelt zu werden. Im Gegensatz zu ihren Geschwistern, die nach über zwei Jahren sich noch immer nicht in meine Nähe wagen, ist die kleine furchtsame Joker mutig über ihren Schatten gesprungen und hat sich mit den Menschen angefreundet.

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Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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4 Responses to Adventskatze 13: Joker

  1. Avatar von grishmanphotography grishmanphotography sagt:

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