Die goldenen Zeiten der Costa Smeralda sind vorbei. Es gibt sie noch, die Superreichen mit ihren Ferraris und Porsches und den Yachten in den idyllischen Häfen der Küstenorte. Lina Spanu hat beide Zeiten miterlebt, die von damals und die von heute. „Hier unterscheiden wir mittlerweile nur noch zwischen Arm und Reich, den Mittelstand gibt es nicht mehr. Und die, die kein Geld haben, sind in der Mehrzahl.“
Maura arbeitet in einer Kaffee-Bar. Sie kommt aus dem ärmeren Süden der Insel. „Nur noch zwei Monate läuft mein Vertrag, dann ist auch für mich hier Schluss. Ich gehe zurück nach Hause.“ Was dann kommt, weiß sie nicht. Nur, dass sie den Winter über arbeitslos sein wird. Sie zeigt auf einen roten Ferrari, der mit heulendem Motor vorbeifährt. „Personen, die diese Autos fahren, gibt es immer noch. Wir gehören nicht dazu!“


