Die Welt verstehen

 


Gestern Abend gab es mal wieder so ein Ereignis, dass uns ungläubig vor dem Screen sitzen ließ:

Die Erstürmung des Capitols in Washington D.C., dem Heiligen Kral der Demokratie. Schauen, durchatmen und staunen, was alles möglich ist oder wie Unmögliches möglich gemacht wird.

Und heute lese ich mich quer durch ein Buch. Wirklich ein Schatz, denn man findet in diesem Werk Antworten auf die vielen großen Fragezeichen unserer Epoche. Diese gibt Autor Jan Schwochow, früherer Ressortleiter und Artdirector des Magazins Stern.

Warum hatten Frauen und Kinder beim Untergang der Titanic die größten Chancen, im kalten Wasser des Nordatlantiks zu überleben und Männer nicht? Oder wie sah unsere Erde um 1500 aus? China war damals Vorreiter in Sachen Wissenschaft und schottete sich durch die Große Mauer gegen die Mongolen ab. Pandemien, wie heute Corona, versuchten Herrscher im 17. Jahrhundert durch statistische Tabellen zu begreifen. Damals bildeten Daten über Ressourcen und Bevölkerung eine Grundlage für ihre Politik und Entscheidungen. 

Heute fiebern wir mit dem deutschen Segler Boris Hermann, der in atemberaubenden Steillagen die Weltumsegelung Vendée Globe bewältigt. Wo fand das Regattasegeln seinen Ursprung? In Venedig, sagt das Buch! Bunte Bilder erklären Prozedere, Strecken und Regeln. Die nächsten Seiten im gleichen Kapitel beschreiben die Tour de France. Das Buch zeigt uns Neues und Wissenswertes aus insgesamt acht Bereichen. Thematisch breit gefächert werden Geschichte, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Sport, Kunst, Wissenschaft und Technologie abgedeckt: Wo im Flugzeug ist der ruhigste Platz? Wie verlief das Attentat auf Präsident Kennedy? Wie ist die Titanic gesunken? Seit wann gibt es die heute verfügbaren Impfungen, und wer hat sie entwickelt? Wie ist das Neue Museum in Berlin aufgebaut? 

Lassen wir uns mit Leichtigkeit durch die Seiten treiben, nehmen wir die Neuigkeiten und Informationen wissbegierig auf. Die Grafik auf Seite 552 ernüchtert uns: Je weiter die Galaxien entfernt sind, desto schneller bewegen sie sich von uns fort. In gut sieben Milliarden Jahren wird unsere Sonne nur noch ein „Roter Riese“ sein. Ein Leben auf dieser Erde wird für uns unmöglich werden. Anhand dieser riesigen Zeitdimensionen erkennen wir, dass die Lebenszeit unseres Planeten nicht mehr ist oder war als ein Augenaufschlag. Ein einziges Wimpernzucken! That’s it. Am Ende wird alles dunkel, leer und furchtbar kalt sein. 

Resultat: „Die Welt verstehen“ lesen, wenn Ihr Zeit habt und Euch auf Neues und Interessantes einlassen wollt. Und dabei nicht den Lernfaktor vergessen. Passender kann die Verlängerung des Lockdowns nicht sein: Wir verbringen mehr Zeit zuhause und können uns auf spannende und wahre Geschichten einlassen. Machen wir was draus!

Jan Schwochow: Die Welt verstehen mit 264 Infografiken, 568 Seiten, 59 Euro. 

Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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Eine Antwort zu Die Welt verstehen

  1. mcralf schreibt:

    Vielen Dank für den Buchtipp. Sofort bestellt 🤗 Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag. Viele Grüße, Ralf.

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