Das neue „Ich“ der Evelyne Leandro

L1170631 (Large) Als sie das Buch endlich in den Händen hielt, rollten ihr Tränen über die Wangen. Ein Traum hatte sich für Evelyne Leandro erfüllt. Schon immer wollte die Brasilianerin ein Buch schreiben. Doch nie hätte sie geglaubt, unter welchen Umständen es für sie letztendlich möglich wurde.

Denn die 33-Jährige hat eine Lepra-Erkrankung hinter sich. Jetzt ist sie geheilt. Zwei Jahre nachdem sie 2010 mit ihrem Mann nach Berlin gezogen war, entdeckte sie die Spuren an ihrem Körper. „Es begann mit Flecken an meinem linken Arm, dem rechten Knie und an der Wade“, erinnert sie sich heute. Es folgte eine Odyssee durch Arztpraxen und lange Aufenthalte in Krankenhäusern. Die Erfahrungen ihrer langen Leidenszeit schildert sie nun authentisch und packend bei einer Lesung in der Zentrale der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. in Würzburg.

Denn während ihrer Krankheit hat sie Tagebücher geschrieben. 5 Stück. Über ihr Leben und den langen Heilungsprozess, um endlich wieder da anzukommen, wo sie einst war. Nämlich in Berlin, mit dem festen Vorsatz, gut Deutsch zu lernen, eine Arbeit zu finden, und die perfekte Immigrantin zu sein, mit Steuernummer und einer regelmäßigen Beschäftigung. Jetzt, vier Jahre später, ist sie auf dem Weg dorthin. Sie spricht hervorragend Deutsch und hat eine Stelle in der Erwachsenenbildung gefunden.

Und vor allem: Evelyne Leandro ist glücklich. Glücklich, weil die Krankheit sie nicht besiegte sondern weil sie die Kraft hatte, sie zu überwinden. Ihr größter Schatz waren dabei ihre Tagebücher. Denn sie wollte nicht über das Elend reden, nein, sie wollte darüber nur schreiben. Und sie wollte sich ein neues „Ich“ erschaffen, als Siegerin über eine Krankheit, die so selten ist, dass man sie in Deutschland gar nicht wahrhaben wollte. Und als Autorin.

Während der letzten Jahre hat sie engen Kontakt zur DAHW gehalten. Die Reise nach Würzburg 2012 war ihre erste innerhalb Deutschlands. Sie erinnert sich, wie sie zum ersten Mal keine Hemmungen hatte, über ihre Krankheit mit den Mitarbeitern der DAHW zu sprechen. Und sie schreibt auch, dass sie sich auf der Rückfahrt nach Hause glücklich fühlte. Es war gut, diesen Kontakt aufzunehmen, sich mit Leuten zu treffen, für die ihre Krankheit nicht das große fremde Etwas ist.

Denn damals war sie noch mitten drin in der Behandlung, zwar nicht mehr ansteckend, doch immer noch in einem Zustand zwischen Bangen und Hoffen.

Während ihrer Lesung lacht Evelyne Leandro viel, liest aus den einzelnen Kapiteln und erzählt zwischendurch Anekdoten, die die Zuhörer zum Schmunzeln bringen. Man merkt ihr an, dass sie ihr neues „Ich“ gefunden hat: Als Siegerin über die Lepra, als Schriftstellerin und als Frau, die ihren Weg in die Zukunft meistern wird.Buch_Ausgesetzt_Leandro (Large)

Evelyne Leandro: Ausgesetzt, 224 Seiten, 14,95 Euro.

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Edinburgh: Die Kronjuwelen

L1170296 (Large)Als ich kürzlich in Schottland war, habe ich die Burg in Edinburgh besucht. Oberhalb der Stadt, auf dem Castle Rock gelegen, gilt sie als eine der Hauptsehenswürdigkeiten Schottlands. Das ist sie auch. Die Ausstellung der Kronjuwelen im so genannten „Crown Room“ hat mich besonders beeindruckt. Sie sind als „Ehrenzeichen Schottlands“ (Honours of Scotland) bekannt, und bestehen aus der Krone, dem Staatsschwert und dem Zepter. Die „Ehrenzeichen“ stellen eine der ältesten Sammlungen königlicher Insignien der Christenheit dar.L1170291 (Large) L1170288 (Large)Die Krone ist aus schottischem Gold und mit Perlen und Edelsteinen wie Diamanten, Amethysten und Granaten verziert. Das silberne und vergoldete Zepter hält eine Weltkugel aus Bergkristall.

Das königliche Amtsschwert, die Scheide und das Schwertgehenk sind mit dem päpstlichen Wappen von Julius II verziert, sowie mit christlichen Symbolen – Delphinen, Eicheln und Eichenlaub.L1170292 (Large)Falls Ihr eine Reise nach Schottland plant empfehle ich Euch den Besuch der Burg. Von hier aus habt Ihr auch einen wundervollen Blick über die Stadt und könnt gute Panorama-Fotos machen.L1170286 (Large) L1170284 (Large)

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Kurz nachgebellt: Intellekt und Intelligenz

Vorgestern erreichte mich diese Postkarte von meiner Freundin Connie. Sie kennt mich gut und weiß meinen Intellekt zu schätzen. Und sie hat mir zu Folgendem geraten (siehe Foto)!

Muss unbedingt mit Frauchen bellen. Bestimmt wird sie aus ihrem übervollen Bücherregal kein einziges Buch verbannen. Vor allem nicht wegen mir!

Ts, Ts, Ts …

Euer Gaston.

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Ein Blick hinter den Schottenrock

DSCF8004 (Large)Edinburgh bietet mehr als Dudelsäcke, Haggis und Whisky

Die schottische Hauptstadt ist immer für einen Kurzurlaub gut. 2015 zeigt das Land neben kulturellen Highlights auch seine lukullische Seite. Das Year of Food and Drink 2015 widmet sich ganz den genussvollen Köstlichkeiten Schottlands.L1170246 (Large) L1170474 (Large)

L1170263 (Large)Allan Foster deutet auf den ersten Stock des unscheinbaren Hauses an der Nicholson Street. Dort oben, im Café Spoon, hat Joanne K. Rowling ihre ersten Kapitel über den legendären Harry Potter geschrieben. Eine kleine Tafel, versteckt, nicht mal in Augenhöhe, erinnert den Spaziergänger daran, dass hier einer der bekanntesten Kinderbuchhelden des 21. Jahrhunderts entstanden ist. Allan zwinkert: „Das Elephant House, ein Café in der nahen Marshall Street, beansprucht den Literaturhelden ganz für sich.“ Doch das sei so nicht richtig. „Die schottische Autorin hat in vielen Cafés von Edinburgh geschrieben.“ Zumindest damals, als sie noch unbekannt und mittellos war.L1170264 (Large)

Wie jeden Morgen hat der Schotte pünktlich um halb 11 seine Literaturtour begonnen. Es sind immer nur ein paar Touristen dabei, höchstens zwei Handvoll. Denn die meisten Besucher der schottischen Hauptstadt haben anderes im Sinn, als über das Leben von Schriftstellerlegenden, wie Robert Louis Stevenson, besagter J. K. Rowling oder Ian Ranking, zu erfahren.L1170260 (Large) L1170259 (Large)

400 Whiskys zum Probieren

Zum Beispiel möchten sie mehr über den schottischen Whisky wissen. Und ihn natürlich auch gleich probieren. Und das am besten bei einer professionellen Whisky-Tour. In der Tat, Schottland widmet das Jahr 2015 ganz seinen kulinarischen Highlights. Und da gehört der Whisky natürlich dazu. Besonders deutlich wird die hochprozentige Angelegenheit in der Scotch Whisky Experience, die Besucher wie Magneten anzieht.L1170478 (Large)

Lenka Whyles von der "Scotch Whisky Experience".

Lenka Whyles von der „Scotch Whisky Experience“.

Mit „Slainte Mhath“, dem schottischen Trinkspruch, der soviel wie „Auf Deine Gesundheit“ bedeutet, werden sie begrüßt. „300.000 Besucher haben wir pro Jahr“, sagt Lenka Whyles, die das Gästeprogramm in der ehemaligen Schule aus dem Jahr 1887 koordiniert. Eröffnet im Jahr 1988 zeigt die Scotch Whisky Experience heute die meisten Produkte der über 100 Destillerien in Schottland. „Wir bieten über 400 Whiskys zum Probieren an“, sagt Whyles. Die Besucher werden durch eine nachgebaute Brennerei geführt und erfahren alles Wissenswerte über das schottische Nationalgetränk.

Enrico aus Padua liebt Single Malt-Whisky.

Enrico aus Padua liebt Single Malt-Whisky.

Einer der vielen Besucher ist Enrico Brogiolo aus Padua. Der Italiener entscheidet sich für einen Single Malt aus den Highlands, nachdem er die unterschiedlichen Aromen schon mal auf einer Probierkarte riechen konnte. Dazu erklärt Gästeführer Paul die feinen Unterschiede zwischen Highland-, Lowland-, Islay- und Speyside-Whiskys.

Mittelalter-Atmosphäre

Seine Frau Mariella Michelon beschäftigt sich lieber mit der Geschichte der Stadt. „Die vielen dunklen Steinhäuser geben mir das Gefühl, im Mittelalter angekommen zu sein“, sagt die Architektin. An beiden Seiten der Royal Mile, der Flaniermeile der Stadt, stehen die Häuser, die zur Zeit der protestantischen Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut wurden.

Mariella Michelon steht auf Mittelalter.

Mariella Michelon steht auf Mittelalter.

Bis dahin war Schottland ein katholisches Land. Der Priester John Knox konvertierte 1540 und wurde Protestant. Ein ihm angebotenes Bistum lehnte er ab. Dadurch hätte er zum katholischen Glauben zurückkehren müssen. Nach der Thronbesteigung von Maria I., einer katholischen Königin, floh Knox im Januar 1554 nach Genf, wo er zur Lehre von Johannes Calvin fand. So wurde er zum Wegbereiter der calvinistischen Reformation. Die englischen Bischöfe verdammten ihn zum Feuertod, doch das störte ihn nicht. Im Genfer Exil arbeitete er an einer englischen Bibelübersetzung.L1170248 (Large)

1558 wurde die anglikanische Elisabeth I. Königin von England. Ein Jahr später kehrte Knox nach Schottland zurück, wo er vom Volk begeistert aufgenommen wurde. Als er in der früheren schottischen Hauptstadt Perth gegen die Bilderverehrung eine Messe hielt, zerstörten seine Anhänger den Altar und weitere Reliquien. Der Religionskrieg endete 1560, als die schottische Kirche nach der Kirchenordnung der Hugenotten presbyteranisch wurde. In der Edinburgher St. Giles-Kathedrale erinnert heute eine Statue an John Knox.L1170255 (Large)

Besonders beeindruckt ist Mariella Michelon nicht nur von den englischen Royals sondern auch vom Holyrood Palace, der offiziellen Residenz von Königin Elizabeth in Schottland. Aus dem einstigen kleinen Kloster im 12. Jahrhundert entwickelte sich 500 Jahre später der heutige Prunkbau. Maria Stuart lebte schon hier und wurde Zeugin, wie ihr Ehemann, Lord Darnley, mit einigen Verschwörern ihren Privatsekretär David Rizzio erstach. Weil Rizzio ihr Günstling und angeblicher Geliebter war, hatte er immer wieder Eifersucht und Hass unter den Adligen geweckt.

Schauplatz des Dan Brown-Bestellers

Im Dorf Roslin, rund zehn Kilometer von Edinburgh entfernt, steht die Rosslyn-Kapelle, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Schottlands. Als Schauplatz der Jagd nach dem Heiligen Gral erlangte sie in der Verfilmung des Dan Brown-Bestsellers Sakrileg Weltruhm. Auch die Italienerin Michelon hat das Buch gelesen und möchte nun vor Ort das Geheimnis der Tempelritter erkunden. Denn hier, im Pantheon der Kirche, liegen neun Statuen auf dem Boden. Und eine von ihnen soll tatsächlich das bestgehüteste Geheimnis der abendländischen Christenheit enthalten, nämlich den „Kelch“ des Abendmahls. Zumindest, wenn man dem Text von Dan Brown glaubt.roslin02 (Large)

Zurück auf der Royal Mile in Edinburgh steht ein einsamer Dudelsackspieler vor einem Restaurant. Hier gibt es Haggis. Als Spezialität steht es auf allen schottischen Speisekarten, zumindest für die, die keine Vegetarier sind und die mit Innereien und Hafermehl gefüllte Köstlichkeit mögen.

Fotos: Enric Boixadós, Enrico Brogiolo (1)

Die Reportage wurde in der Tagespost, Würzburg am 2. Juni 2015 und in der Huffington Post am 13. Juni 2015 veröffentlicht.

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Da Mariella: Spaghetti alle Vongole Nostrane

DALL’ ITALIA CON AMOREcover (Large)FROM ITALY WITH LOVE

Qualche giorno fa, spinta dalla voglia di farmi due spaghetti alle vongole, sono andata a fare un giro al mercato del pesce di Chioggia.Portale d'ingresso (Large) Mercato del pesce di Chioggia (Large)

Mi capita di andarci periodicamente, è un luogo iconico, una tappa obbligatoria per i buongustai e non solo.

A Chioggia, il mercato del pesce è un’istituzione antica, dato che la pesca è sempre stata fra le attività preminenti della città.

Il variopinto mercato, uno dei piu’ importanti e grandi d’Italia, è situato vicino alla piazza principale, e si compone di una trentina di postazioni di pescivendoli chiamati con il particolare nome di mògnoli. Per accedere al mercato ittico al dettaglio di Chioggia si passa attraverso il Portale a Prisca, un portale in pietra interamente scolpito dal padovano Amleto Sartori.

Il pesce appena pescato viene scaricato dai pescherecci nel mercato all’ingrosso alle prime luci del mattino, viene subito contrattato e poi distribuito per la città o destinato agli altri mercati italiani ed europei.

Per la vivacità che lo caratterizza e per la ricchezza ambientale che lo anima, il mercato del pesce di Chioggia è da sempre un luogo pittoresco in cui spesso i turisti fanno tappa per poter acquistare il pesce fresco a prezzi competitivi e godere e gustare le prelibatezze della cucina veneta.

Se doveste capitare da queste parti non dimenticate di fare una capatina in questo luogo così unico e rinomato!

Qui non si compra solo del buon pesce: si assiste allo spettacolo di un dialetto che ha un suono tutto suo e di gesti quotidiani che hanno il sapore genuino delle rappresentazioni goldoniane. Ci si gode il contesto ma anche, ovviamente, il prodotto. Quindi, branzini di mare o di valle, cefali, gli autoctoni ghiozzi (in dialetto “go”), le irrequiete anguille, le triglie, gli zatterini, le seppioline (quelle piccole da mangiare adagiate sulla polenta), i cannolicchi, i gamberi, i granchi e soprattutto i molluschi che sono la vera “ossessione” della cucina chioggiotta: cozze, capesante, tartufi di mare, fasolari, caparossoli e le mitiche “bibarasse” ovvero le vongole nostrane.

Ed è proprio con le “bibarasse” che voglio realizzare la mia ricetta di oggi: questa pietanza affonda le sue origini nei tempi in cui la parte di popolazione più povera si alimentava cibandosi di ciò che le onde depositavano sulla spiaggia dopo la tempesta: granchi, ricci, e vongole, appunto. Questo primo è oggi è uno dei piatti più conosciuti ed apprezzati della cucina lagunare e tra i più celebri della nostra tradizione culinaria.

Ingredienti

Ingredienti

INGREDIENTI X 4 PERSONE:

400 gr di spaghetti

1 kg di vongole nostrane

2 spicchi d’aglio

una manciata abbondante di prezzemolo tritato

mezzo bicchiere di vino bianco secco

olio extravergine d’oliva

pepe

PREPARAZIONE:

Tieni le vongole in ammollo nell’acqua salata per una notte, in modo da eliminare la sabbia e le impurità. Poi poni le vongole in un colapasta poggiato su una ciotola e sciacquale più volte sotto l’acqua corrente finchè non si vedrà più sabbia.

Elimina le vongole che presentano il guscio rotto.

Versa un filo d’olio in una pentola capiente, aggiungi i due spicchi d’aglio sbucciato e fallo rosolare qualche istante (Foto 1).

Scola bene le vongole e versale nel tegame (Foto 2).

Copri con il coperchio e lascia cucinare per 2 minuti a fuoco vivace, quindi versa il vino bianco (Foto 3).

Lascia sfumare il vino per un minuto quindi ricopri con il coperchio: le valve cominceranno ad aprirsi con il calore (Foto 4).

Spegni il fuoco immediatamente dopo la completa apertura, per non compromettere la tenerezza del frutto di mare con una cottura troppo prolungata.

Sguscia tutte le vongole tenendone da parte alcune che serviranno per la decorazione finale del piatto (Foto 5).

Raccogli tutto il liquido di cottura delle vongole e filtralo con un colino affinchè non rimangano residui di sabbia (Foto 6).

In una pentola a parte metti a bollire gli spaghetti (Foto 7).

In una padella capiente versa il liquido filtrato delle vongole, portalo a bollore ed aggiungi il pepe (Foto 8).

Scola gli spaghetti a metà cottura e versali nella padella (Foto 9).

Aggiungi abbondante prezzemolo tritato (Foto 10) e le vongole sgusciate (Foto 11).

Mescola delicatamente finchè gli spaghetti saranno cotti al dente ed il liquido quasi completamente assorbito.

Puoi decorare i piatti con i gusci che avevi tenuto da parte, gli spaghetti alle „Bibarasse“ sono pronti!

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One better place

IMG_2704 (Large)My Blog is growing and growing. And you are becoming more and more a community. I am happy about it. Just let it coming, the flow of friendships, of positive vibes, of lovely thoughts and kind words. Worldwide, with all kind of different people, of different personalities, of different cultures.
Our planet is full of wars and conflicts, just let us make a better place. One better place! Maybe with love, maybe with our fantasy, maybe with our support to others. Creating friendships, founding connections.
Let’s have part of a still wonderful world. Here! With you, with me, with us.
Thanks!

Sabine

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All about Blogging

IMG_2811 (Large)I’ve been blogging since May 2011.

Again I am thinking about my passion for doing so. Most of my friends from long time ago don’t get it. I am the only one who has a Blog. I think Bloggers have this special connection that Non-Bloggers won’t ever understand.

Speaking about myself, it is a wonderful place to meet likeminded, happy and creative people, that are so similar to myself, and whom I would have never met otherwise. It is probably one of my favourite things about Blogging.

It has definitely introduced me to a lot of interesting people, as well as to part of myself I didn’t know existed. I love how much this community supports each other. It’s a real wonderful thing.

I think Bloggers deserve much more recognition for their hard work. At the end of the day we put so much effort into creating a single post! And I always love to get some inspiration. Inspiration has never been so accessible.

Not all Bloggers help and support their Blogging counterparts, but some really do. That’s my experience. They support with new contacts, forwarding on an event invite or sharing tips and ideas. And some are just there to answer a question whenever needed. When I take a photo or I stand for a photo and if my readers love my photos and my texts, then it’s worth standing in the cold and being stared at, by passers by.

No, we are not ashamed of our passion and we will do what we can to get that perfect shot. Finally – slowly, slowly, slowly it starts: Not only the big fashion brands in the world are taking us Bloggers serious and do work with us on some of the big campaigns.

What’s all about it: Just the simple hope that we can inspire our readers visually and by our text. Work will often come with socialising. And we do work extremely hard for what we want to do. We are travelling the world and capturing it all for our Blog, to share with and inspire our readers.

Why?
For you, just for you!
And a bit for ourselves – of course!!

Photo: Enric Boixadós

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The Iron Curtain and my family

IMG_2534 (Large)Is it just me or has this year already flown by? I cannot believe: It is already June! Sometimes it feels like I am on a carousel. Things start spinning so fast. 6 months are just gone. This weekend is a family meeting with all my relatives. We do this every 2 years and always at another location in Germany or Switzerland. The younger ones of us have to organize it. This year we meet in the beautiful area of Harz.

It is Germany’s most northern mountain range which touches the horizon. Rugged granite cliffs, mountain pines, misty moors and deep valleys with babbling brooks are some of the characteristics of this region. Hiking and mountain bike trails wind through dense forests and lead to high mountain peaks. Rivers and lakes provide ideal places to cool down on hot summer days like today.

The Iron Curtain separated men and nature in Europe for almost 40 years. Lethal to humans, it was however a blessing for nature as endangered animals and plants found an undisturbed home in the shadow of the border.
Today, the former border acts as a „Green Belt“ across Europe – a treasure of bio-diversity. The Harz belongs to it.

Especially there the painful reality of the inner German border was present all the time. The Brocken, an impressive and highly visible symbol of the Harz, could only be seen from afar by people from both East and West Germany, as it was located in the military zone and was out of bounds.

Today the Harz has a new face: The „Green Belt“, where natural beauty nestles to cultural treasures along the former death strip, providing a valuable habitat for endangered animals and plants. A large part of my family comes from the Eastern part of Germany and we have been divided for many, many years. That’s also the reason why we do meet every 2 years: Due to the Iron Curtain we could not see each other for a long time. All together we will enjoy our meeting there in the footsteps of German history.

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Über die Liebe, von der Liebe und für die Liebe

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAEs ist ein Buch von der Liebe. Und für die Liebe und über die Liebe. Und man sollte es im Sommer lesen. Und am besten am Mittelmeer.

Ach, Quatsch, man kann es auch überall sonst lesen. Ich meine, das sind nur die Idealvoraussetzungen, weil ich es in Griechenland gelesen habe. Und da gehört es auch hin. Nach Samos. Diese Insel mit dem blauen Meer, dem weiten Himmel, den Wind in den Tamarisken, den einfachen Tavernen und den wortkargen Menschen. Und den geheimnisvollen Frauen. Wie Genia eine ist. Sie und Stavros sind zusammen, ein Paar, seit langem. Stavros ist mächtig, das war er nicht immer, doch er hat es geschafft. Genia gehört ihm, er macht sie zur Königin der Insel. Doch dann taucht Lorenzo auf und nichts ist mehr so, wie es war.

Autorin Doris Gercke kennt man als Erfinderin von Bella Block, der Krimifigur. Ihr wisst schon! Das hier ist ihr neuer Roman.

Ihr könnt das Buch um Genia, Stavros und Lorenzo gewinnen. Schreibt einfach in den Kommentaren, welche Leseempfehlung Ihr für den Sommer habt! Bis kommenden Sonntag, 21 Uhr, könnt Ihr mitmachen und gewinnen! Auf geht’s!

Doris Gercke: Königin der Insel. Eine Liebe auf Samos, 144 Seiten, 16 Euro.

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Nostalgie

1895-235Manchmal denke ich noch darüber nach. Wie war es früher, als ich von längeren Auslandsaufenthalten nach Hause kam? Waren sie da auch schon so? Meine Freunde, die sich verändert haben, die älter geworden sind genau wie ich, aber oftmals Wege einschlagen, die ich nicht verstehe. Wo es keine gemeinsame Basis mehr gibt, weil wir uns entwickelt haben. Nur eben in unterschiedliche Richtungen.

Früher war es anders. Da waren meine Freunde noch aufgeschlossener, übermütiger. Jetzt hat das Leben sie geprägt, hat andere Werte für sie geschaffen, hat ihnen die Illusionen geraubt, doch noch so vieles anders machen zu können.

Früher war es einfacher, mich anzupassen, an das Leben zuhause, das sich in ganz anderen Bahnen bewegt hat. Die Neugier aufeinander, die langen Abende voller Erzählungen, weil man eben doch vergessen hat, die anderen mit Briefen auf dem Laufenden zu halten, das gemeinsame Lachen und das Mitgefühl bei Verlust und Trauer.

Der Zirkus kommt in die Stadt.

Der Zirkus kommt in die Stadt.

Vieles geht jetzt nicht mehr. Das gegenseitige Verständnis fehlt. Es ist abhanden gekommen, einfach so. Ich habe neue Freunde gefunden. Zugegeben, ich genieße es. Auch durch das Internet, durch die Blogs, durch Facebook. Ja, ich habe richtig gute Freunde gefunden. Ich hätte das nie geglaubt. Mit ihnen teile ich nun das, was ich früher mit den anderen geteilt habe: Lebensfreude, gemeinsame Interessen, Kreativität und neue Pläne zu haben.

Dann gibt es noch die anderen Erinnerungen, die mit Menschen nichts zu tun haben. Diese, die mich an Orte denken lassen, Orte, die vielleicht nur ich als etwas besonderes empfinde, da sie mich in einem Teil meines Lebens geprägt haben: Der Ringpark, der sich um die Innenstadt zieht, Wohnungen, in denen ich gelebt habe, Straßen, die mir vertraut waren und nun nicht mehr sind, der Tante Emma-Laden, den es schon seit Jahrzehnten nicht mehr gibt, das Freibad, in dem ich die heißen Sommer meiner Kindheit verbracht habe …

Die Sommer meiner Kindheit im Freibad.

Die Sommer meiner Kindheit im Freibad.

Und jetzt? Wenn ich in meiner Stadt bin, wenn ich zurückgekehrt bin, setze ich mich immer noch gerne in die Straßenbahn und lasse mich von einem Ende der Stadt an das andere bringen. Dabei sehe ich, wie sich das Bild verändert hat. Ich mag es, meine Stadt aus den Augen einer Touristin zu entdecken. Deshalb mache ich gerne Stadtführungen mit. Um immer wieder Neues zu entdecken.

Ich wundere mich, dass ich Straßennamen vergessen habe, die mir früher vertraut waren. Dass ich mit dem Auto plötzlich nicht mehr weiterfahren kann, weil Straßen zu Einbahnstraßen wurden.

Straßen, die es nicht mehr gibt.

Straßen, die es nicht mehr gibt.

Auch das ist Heimat. Sich auf die unbekannten Flecken neu einlassen. Und zu fühlen, dass Heimat immer ein Platz ist, wo man willkommen ist. Das ist ein schönes Gefühl. Das Reisen bedeutet für mich Leidenschaft. Das Heimkommen auch. Beides gibt mir viel: Mein Zuhause gibt mir die Kraft, neue Wege zu gehen. Zuhause bedeutet für mich Zufriedenheit.

Und die Länder, in denen ich gelebt habe? Die anderen Kontinente? Die fremden Menschen? Die Kultur, die es zu erleben galt? Was war das?

Ganz einfach: Glück, das ich spüre, wenn ich darüber nachdenke. Nein, ich betrachte Weggehen und Ankommen nicht als Selbstverständlichkeit, sondern immer noch als etwas Besonderes. Wie beim ersten Mal!

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