Urlaub auf Balkonien

Warum nicht? „Das Schönste am Urlaub ist die Erinnerung daran“, heißt es. Erinnerungen an die warme Mittelmeersonne oder das grandiose Alpenpanorama bleiben lange im Gedächtnis und lassen den Urlaub immer mal wieder Revue passieren. Vielleicht sogar ein Leben lang.

All denen, die kein Geld oder keine Lust auf einen Urlaub woanders haben, müssen auf diese Erinnerungen längst nicht verzichten. Denn wer die freien Tage zuhause verbringt, kann sie genauso gewinnbringend gestalten. Das Wichtigste ist aber auch hier die Planung. Denn ein „Urlaub auf Balkonien“ sollte ebenso gut durchdacht sein, wie eine Reise in die Ferne. Ansonsten verfliegt die Zeit, und am Ende fragt man sich, was man eigentlich gemacht hat. Hauptsache ist, den Alltagstrott und die immer gleichen Orte hinter sich zu lassen.

Wie wäre es mal mit einem Kreativtag? Wollten Sie nicht schon immer mal was ganz Neues ausprobieren? Ganz unvoreingenommen bietet sich hier ein Schnupperkurs an, vielleicht ein Ausflug in die Bildhauerei oder ein exotischer Kochkurs! Ein Ausflugstag kann Wunder wirken und die Seele beflügeln. Es muss nicht immer das gleiche Schwimmbad sein. Gibt es in der Umgebung einen Badesee, den Sie noch nicht kennen? Oder wie wär’s mit einem Ausflug ins Blaue? Tippen Sie einfach mit dem Finger blind auf eine Karte Ihrer Region. Und dann geht’s los – mit dem Fahrrad oder mit der Bahn. So ein Ausflug ist immer auch ein kleines Abenteuer – spannend und ereignisreich.

Ein Sporttag tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch dem Geist. Vielleicht mal Kanufahren auf einem idyllischen Fluss oder See in der Nähe? Oder einen Abend mit Zumba-Tanzen verbringen. Gerade die Volkshochschulen bieten dazu eine Menge an. Ein Wellnesstag sollte natürlich auch nicht fehlen. Therme, Schönheitssalon oder die heimische Badewanne – je nach Gusto! Also ein richtiges Verwöhnprogramm mit Massagen und Kosmetik, warum nicht? Und hinterher vielleicht einen ausgedehnten Einkaufsbummel. Kaufen muss man ja nichts. Sich einfach mal inspirieren lassen und neue Ideen für das eigene Outfit bekommen. Der Kleiderschrank ist ja ohnehin voll!

Und für die Genießer unter Ihnen: Ein Kochtag kann Wunder wirken. Holen Sie sich einfach die exotische Welt in die Pfanne. Legen Sie dazu eine CD mit Hits aus Ihrem Lieblinsland ein und los geht der lukullische Ausflug in die Ferne. Und beim Essen mit Freunden oder der Familie darf natürlich der passende Tischschmuck nicht fehlen.

Und wenn die Urlaubskasse doch noch etwas hergibt – investieren Sie in einen Abenteuertag. Vielleicht mal mit dem Heißluftballon hoch hinaus oder mit dem Hubschrauber sich die Gegend von oben ansehen? Von so einem Erlebnis können Sie noch lange zehren. Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, seinen Urlaub zu planen. Und das Wichtigste ist doch, dass er schön und erholsam wird. Auch ohne die Haushaltskasse zu strapazieren! Probieren Sie es aus?

Erlebnisferien zuhause! Was war Ihr schönstes Daheim-Urlaubserlebnis?

Fotos: Enric Boixadós

Holen Sie sich einfach die exotische Welt auf den Teller!

Holen Sie sich einfach die exotische Welt auf den Teller!

Und wenn die Urlaubskasse doch noch etwas hergibt: Vielleicht mal mit dem Heißluftballon hoch hinaus!

Und wenn die Urlaubskasse doch noch etwas hergibt: Vielleicht mal mit dem Heißluftballon hoch hinaus!

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Kurz nachgebellt: Mein Name ist Bond, Gaston Bond!

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAMeine Freunde sagen, ich hätte den Charme und das Aussehen von Daniel Craig!

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Gastautorin Birgit Schönharting: Als Bergbauern-Hilfe in der Schweiz

Als ich Birgits Reiseerzählung gelesen hatte, war ich begeistert. Zwei Wochen lang arbeitete sie auf einer Alm in der Schweiz und brachte viele unvergessliche Erlebnisse mit zurück in den Alltag. Ich bin sehr glücklich, sie Euch hier als meine Gastautorin vorstellen zu können. Vielleicht ist Ihre Erzählung eine Anregung, mal einen ganz anderen Urlaub zu verbringen …

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Als Bergbauern-Hilfe in der Schweiz – Einblick in ein anderes Leben

DSCN3106Es stand schon lange auf meinem „Wunsch-Zettel“: Ein Urlaub bei Bergbauern – frische Luft, Leben im Einklang mit Tier und Natur, Abgelegenheit, körperliche Arbeit …

Die Sehnsucht nach den einfachen Dingen, nach denen sich anscheinend viele bei unserer Art zu Leben mehr und mehr zurücksehnen, zumindest wenn ich den Kommentaren vieler meiner Mitmenschen vor meinem Urlaub Glauben schenken darf.

Über den Tipp eines Bekannten bin ich im Internet auf die Seite der Caritas Schweiz gestoßen, die Hilfe für Bergbauern vermittelt. Dort kann man sich „seine“ passende Bergbauern-Alm aussuchen und sich dort für ein bis mehrere Wochen anmelden.

Meine Wahl fiel auf eine Bergalm im Gfell, oberhalb von Gstaad, auf rund 1.700 Metern Höhe. Das Ehepaar mit den 16- und 18-jährigen Töchtern verlässt seit 17 Jahren jeden Sommer den Hauptbetrieb im Tal und stellt von Juni bis September hier oben in sehr traditioneller Handarbeit täglich mehrere Laib Berner Alp- und Hobelkäse her.

Mitbewohner sind, klassisch mit Almauf- und -abtrieb, insgesamt 26 Kühe, drei Kälber, ein Stier und zehn Schweine. Seit jeher gehören Helfer von außen zum Betrieb dazu, damit der Bergbauer auch Dinge im Tal erledigen kann (heuen, einkaufen, Käse einlagern, etc.), während oben das tägliche Melken und Käsen absolviert werden muss. Mit viel Erfahrung und Geduld wird man als Laie in diese Abläufe eingeschleust – es tickt eine eigene Uhr, ein Rhythmus, der mit Natur und Tageszeit geht, dem man sich nicht entziehen kann und möchte. Mithilfe heißt wirkliches Anpacken (geschlechterunabhängig), dabei wird nicht überschwänglich gelobt und bedankt, bemitleidet oder geschont – man ist einfach ein Teil vom Ganzen.

DSCN3242Das Ehepaar bzw. die Familie ist im gegenseitigen Umgang und auch im Umgang mit mir urig, echt, ungeschminkt. Geschmückt mit einer guten Prise Humor und Schweizer Dialekt, von dem ich tatsächlich etwa 70 Prozent nicht verstanden habe und das als Fremdsprache speichern musste. Für mich gab’s aber natürlich im Zweifel dann „Schwiezer-Hochdeutsch“. Oft wurde aber einfach auch gar nicht geredet, manchmal Ruhe bei Tisch, bei der Arbeit – oder dem „Genuss-Moment“ am Abend nach vollbrachtem Tagwerk bei Sonnenuntergang auf der Veranda.

DSCN3368Gelernt wird oft durch Zuschauen, Beobachten, Nachahmen und Ausprobieren – das „Warum“ kommt oft erst viel später. Dass die Kinder von klein an integriert sind und helfen, ist ganz normal. Und selbst, wenn beide Töchter heute in Ausbildung sind und den Betrieb wohl nicht übernehmen werden, helfen sie bei Anwesenheit wie natürlich dort, wo es nötig ist.

Die Almhütte, erbaut schätzungsweise vor 1850, beherbergt unter einem Dach den größeren Kuhstall, einen Schweinestall, die Küche mit Ess-/Arbeitstisch und großer Feuerstelle für das Käsen und Kochen. Dazu einen natürlichen Käsekeller, der auch im heißen Sommer eine Temperatur von maximal 15-16 Grad garantiert, einen Vorratsraum, die „Stube“ (das Schlafzimmer des Ehepaars) und, über Stall und Küche mit Falltür und Leiter erreichbar, mein gemütliches Gästezimmer und ein weiterer Schlafraum für die Töchter. Fließendes kaltes Wasser kommt von weiter oben vom Berg, Körperpflege erfolgt meist draußen am Trog mit Schüssel und Waschlappen, das WC ebenfalls draußen als einfaches, aber sehr sauberes Plumpsklo. Strom gibt es dann, wenn der Generator in der Zeit vom Melken angeworfen wird – eine Batterie wird aufgeladen, die abends für ein paar Stunden Licht reicht (und für das Aufladen der neumodernen Geräte der auswärtigen Helfer oder der Töchter – diese eine Steckdose erscheint für manche wie ein potentielles „Guckloch“ in die gewohnte technisierte Welt).

Alle Geräte und Werkzeuge haben ihren festen durchdachten Platz, daran ist auch nicht zu rütteln und die ersten Tage tut man gut daran, schnellstmöglich alle Abläufe, Gepflogenheiten und das Arbeitsfeld kennenzulernen – Organisation auf kleinstem Raum. Einzige moderne Gerätschaften sind drei per Kompressor betriebene Vakuum-Melkmaschinen (Auseinander- und Zusammenbauen ist nicht ohne!), eine Kreissäge, ein kleiner, bergfähiger Traktor, ein Güllewagen und für den Transport von Mensch und Material ins Tal und zurück ein Auto und ein Motorrad. Der Rest – echte Handarbeit …

DSCN2972Vor traumhafter Kulisse (und bei touristisch gesehen Traum-Wetter – aus Landwirtschafts-Sicht wohl etwas zu trocken und zu heiß) waren meine Tage gefüllt mit interessanten Aufgaben. Teilweise ungewohnt und neu, teilweise auch Dinge, die wir als Mensch grundsätzlich können sollten, von denen man sich aber immer mehr entfernt und sich eigentlich richtig „degeneriert“ vorkommt.

Weckzeit, sehr gemäßigt, um 6.30 Uhr mit Traumblick aus dem Fenster. Nach Morgentoilette gibt’s das „Z’morgene“ (Frühstück mit Brot und Käse und Müsli). Je nach Weidefläche und Laune stehen dann auch schon die Kühe am Zaun in der Warteschlange für den Stall – sie bleiben nachts draußen und fressen sich an den Bergkräutern und Gräsern satt. Während alle ihre Stallbox zugewiesen bekommen und die Kuhschwänze gewaschen und hochgebunden werden (Kuhfladen-Spritzschutz für Mensch und Tier während des Tages), ist meine erste Aufgabe der Geschirr-Abwasch. Kaum fertig, ab in den Stall mit „Melkgewand“ (Hemd, Hose und Hütchen, Gummistiefel) und Melk-Utensilien inklusive dem klassischen Melkschemel. Bereits ab dem ersten Tag darf ich „Anrüsten“, das heißt, von Hand kurz vormelken, Euter reinigen und Melkmaschine anlegen.

Zum Ende hin durfte ich auch den Rest des Melkvorgangs durchführen: Wenn die Maschine leer pumpt, muss man noch die Restmilch unter Zug ausmelken, um Euter-Entzündungen zu verhindern und natürlich möglichst viel Ertrag zu haben. Eine Kuh gibt je nach Jahreszeit sowie Weidebeschaffenheit zwei Mal täglich zwischen 5 und 13 Litern Milch. Die Milch wird abends in Behältern gekühlt, morgens direkt in den großen Käsekessel gefüllt – tägliche Gesamtmenge zwischen 400 und 460 Liter.

DSCN3314Für die festgelegte Melk-Reihenfolge (rund eineinhalb Stunden Dauer) tut man gut daran, alle 26 Namen, Aussehen, Standorte und letztendlich auch Charaktere der Kühe zu lernen: Die eine zickt gern, die andere ist gut erzogen, die eine tänzelt beim Melken, die andere steht still. Mein Anfänger-Fehler beim Melken: Ich bin gleich am ersten Abend in meiner Reisehose mit zum Zuschauen in den Stall – diese wurde nach entsprechender „mistiger“ Einweihung kurzerhand für den Rest ihrer Tage in eine Melkhose umfunktioniert.

DSCN3300Um hygienisch allen Vorschriften gerecht zu werden (darauf wird sehr viel Wert gelegt), werden nach dem Melken alle Behälter und Geräte mit kochendem Wasser und einem Chlorpulver gereinigt. Das bedeutet eine Stunde Bürstenschrubben unter Dampf mit großen Gummihandschuhen und Schürze – anstrengend!

Stiefelreinigen danach ist obligatorisch, bevor dann als nächstes bei mir Kochen („Z’mittag“) auf dem Programm steht. Währenddessen wird für das Käsen die Milch vorbereitet (Dicklegung, Ansäuern, Erwärmen); Käseproduktion bedeutet exaktes Arbeiten, daher muss das Essen auch um eine ganz bestimmte Uhrzeit fertig sein.

DSCN3041Nach dem Essen – Hilfe beim Käseschöpfen: Mit großen Tüchern wird aus dem heißen Riesenkessel mit der vormaligen Milch krümelige Käsemasse (ähnlich Hüttenkäse) herausgeschöpft. Die schweren, von Molke tropfnassen Pakete werden sofort in Käseformen gepresst, ausgewrungen und beschwert und von nun an über den Rest des Tages in anfangs sehr kurzen, später längeren Abständen gewendet und präpariert. Am Abend kann man dann schon den Käse als Laib erkennen. Aus 450 Liter Milch entstehen ca. 3-4 Laib Bergkäse à 10-13 Kilogramm. Die ersten Tage reifen sie noch auf dem Berg (werden gedreht und mit Salzwasser gewaschen), bevor sie dann für Monate bis Jahre in einem speziellen Keller im Tal lagern.

Eine „Kultur“ aus der restlichen Molke dient dem Käsen am nächsten Tag dann erneut als Impfstoff. Die restlichen hunderte Liter der (wohlschmeckenden) Molke werden übrigens an die Schweine verfüttert, aus denen dann irgendwann im Herbst beim Metzger nicht-vegetarische Nahrung hergestellt wird, bei der man weiß, wo sie herkommt …

DSCN3279Neben diesem täglichen „Standard-Programm“ gibt es dann nachmittags verschiedene Dinge zu tun: „Unkraut“-Sensen (gelber Enzian, der sonst wuchert) oder gelöste Steine sammeln im Weideland, Holz-Aufräumarbeiten von gefällten Bäumen, Holz hacken. Ein weiteres Highlight beim Nachmittagsprogramm war für mich das Herstellen von Butter mittels einer alten Holzfass-Zentrifuge, die ich so lange gekurbelt habe (ca. 45 Minuten lang), bis aus ca. 10 Liter saurem Rahm und etwas Wasser (gesammelt von etwa einer Woche) 2-3 Kilo Butter entstanden sind. Diese zum Eigengebrauch, auf Bauernbrot, einfach nur lecker!

In meiner zweiten Woche gab es beispielsweise als „Sonderaktion“ einen Heu-Einsatz im Tal. Auf einer besonders steilen „Parzelle“, an der kein Heuwagen mehr fahren kann, muss man das gemähte Gras von Hand geschätzte 100 Höhenmeter auf über 45° Gefälle hinab rechen, zu Haufen zu formen und diese unter höchstem Kraftaufwand mit einer Heugabel herunterstoßen. Nicht nur einmal bin ich mehrere Meter mit hinabgerutscht. Das Ganze bei glühender Hitze – als abendliches Ergebnis Salzkruste auf der Haut.

Gegen halb fünf dann richten des Milchgeschirrs (welcher Schlauch gehört nochmal wohin??) und nochmals kurze Jause („Z’vieri“), dann das Abendmelken. Die Kühe waren bis dahin im Stall, dementsprechend sieht er auch aus! Nach dem Melken werden sie in die Freiheit entlassen, Abbinden und Rausschicken erfordert immer etwas Mut (das Milchvieh hier hat – zum Glück!! – noch fast durchweg Hörner). Das Kuhglocken-Gebimmel der grasenden Kühe leitet so langsam den Feierabend ein, denn jetzt folgt „nur noch“ das ca. einstündige Stallmisten und Putzen, mehrere Kilo Kuhdung und Stroh werden der Jauchegrube zugefügt. Der Stall soll am nächsten Morgen wieder richtig schön reinlich sein, schließlich geben Kühe auch nur dann gerne viel Milch, wenn sie sich wohl fühlen. Dann Reinigung der Gerätschaften, der Stiefel und der eigenen Körperteile – und dann kommen Mensch und Berg zur Ruhe. Belohnung erhält man durch grandios inszenierte Abendhimmel inklusive Sonnenunter- und Mondaufgängen.

DSCN3388Wenn wirklich alles erledigt ist, sitzt man nochmal beim „Z’nachti“ gemeinsam zusammen, es gibt Früchte mit Rahm (direkt abgeschöpft von der Milch, unglaublich viel leckerer als unsere handelsübliche Sahne) und eine Tasse Kaffee mit Schuss. Dann vielleicht noch das Neueste aus der lokalen Zeitung, ein bisschen Gedankenaustausch, Zähneputzen. Ein letztes Mal wird der Käse gewendet (übrigens beschwert durch eine genau ausgeklügelte Stein-Balken-Konstruktion im Dachgeschoss der Hütte). Und dann ist – nicht ohne seinen Körper zu spüren – Schlafenszeit.

Das Wochenende zwischendrin konnte ich noch für zwei wunderschöne Entdeckungstouren in der Gegend nutzen, habe den Hausberg erklommen und eine Gratwanderung am gegenüberliegenden Berg unternommen!

DSCN3051Fazit! Zwei Wochen Bergalm:

Einblick in eine eigene Welt, ein anderes Leben! Harte Arbeit, der Lohn erkämpft, von 38-Stunden-Woche keine Rede, Wochenende nicht wirklich vorhanden und Urlaub mal kurz im Herbst zu verwirklichen.

Aber – mir sitzen Menschen gegenüber, die zufrieden scheinen, glücklich mit dem, was sie haben, nicht dauernd erpicht auf „höher, schneller, weiter, mehr …“

Auch das geht: Tradition statt immer nur Innovation, vielleicht in unseren Augen auch zum Teil rückständig, aber auch sie leben eine Kultur und Werte. Menschen, die akzeptieren, dass es Verschiedenartigkeit gibt und auch geben soll. Aber sie strahlen aus, dass sie es nicht anders wollen – sondern gerne so leben, wie sie leben.

DSCN3079Fotos: Birgit Schönharting

Mehr über Birgits Welt: http://grussvonunterwegs.blogspot.de/

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Foto der Woche – Vintage

Ungarn, 1960

Ungarn, 1960

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Die bekannteste Katze von New York

Was würden Sie sagen, wenn Ihre Katze weltberühmt wäre? Matilda, die Dritte, heißt sie und ist die bekannteste Katze von New York. Genauer gesagt von Manhattan. Sie lebt in Saus und Braus im Nobelhotel Algonquin. Katzen wohnen im Hotel seit den späten 1930er Jahren. Begonnen hat die Tradition mit einem zerzausten Streuner auf der Suche nach Futter und Wärme.

Er huschte am Portier vorbei in die Lobby des Hotels. Der damalige Besitzer nahm den rotbraunen Kater auf, nannte ihn Rusty und verwöhnte ihn nach Strich und Faden. John Barrymore, Gast des Hotels und bekannter Broadway-Star, nannte Rusty wegen seiner Starallüren „Hamlet“. Dieser Name setzte sich für alle Kater durch, die nach dem Tod des ersten Tiers 1940 folgten. 1987 begann schließlich die Dynastie der Matildas. Die jetzige Matilda ist eine Institution. Einige Gäste kommen nur ihretwegen. Sie ist eine Ragdoll mit buschigem Haar, blauen Augen und im besten Alter von knapp vier Jahren. Matildas Leben als Hotelkatze verlangt Geduld und Gelassenheit im Umgang mit menschlichen Verrücktheiten. Einen Stresstest hat sie mit Bravour bestanden. Dafür hat sie auch ihre Ansprüche, wie zum Beispiel den Genuss von gegartem, mariniertem Rindfleisch.

„Queen“ wird sie von den Hotelangestellten genannt. Eine davon ist Alice de Almeida. „Matilda eine Aufwartung zu machen, verlangt Geduld. Sie ist eine Katze, die kommt und geht, wann sie will.“ Auf Sofas und Sessel darf sie nicht. Matilda bewegt sich vorzugsweise um die Rezeption, die Lobby ist für sie tabu. Besonders gemütlich findet sie es im Gepäckraum, der eine eigens eingebaute Katzentür hat. Viele Gäste würden Matilda am liebsten mitnehmen. Eine Familie aus Texas begeisterte sich so, dass sie zuhause ein ähnliches Kätzchen adoptierte.

Alice de Almeida erzählt die Geschichte von Matilda, der Ersten, die die Taxis der Gäste unauffällig bestieg und sich davon machte. Matilda, die Zweite, zog den Aufzug vor und stieg laut Hotelsaga bevorzugt im 13. Stock aus.

Klar sind die Hamlets und Matildas aus dem Marketing des Hotels nicht mehr wegzudenken. Welches andere Hotel hat schon so berühmte Vierbeiner wie das Algonquin in New York?

Geben Sie einer Streunerkatze einen Namen hier im Blog!

Wie würden Sie eine Streunerkatze nennen?

Wie würden Sie eine Streunerkatze nennen?

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17. August – International Homeless Animals‘ Day

Heute ist International Homeless Animals‘ Day“, also „Internationaler Tag der Streunertiere“. In vielen Ländern wie Bulgarien, Rumänien und der Ukraine leben tausende Streunerhunde auf der Straße. Doch auch in Deutschland gibt es viele heimatlose Vierbeiner, die ein liebevolles Zuhause suchen! Wenn Ihr gerne ein Tier aufnehmen und in Euer Herz schließen möchtet, besucht das Tierheim in Eurer Nähe oder die Websites engagierter Tierschutzorganisationen, die auch Hunde und Katzen aus dem Ausland vermitteln.

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Straßenhunde in Rumänien.

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Gastautorin Sabine Slany: Das Ende einer Beziehung

Foto2Nach mehr als 14 Jahren habe ich unsere Beziehung beendet,
denn es ging einfach nicht mehr gut mit uns.
Er war nie ein „heißes Eisen“, viel mehr der konservative Typ.
Wir haben zusammen gute und schlechte Zeiten erlebt, und er war Mitverursacher meiner dunkelsten Stunden.
Ich konnte mich nahezu jederzeit auf ihn verlassen; manchmal war ich regelrecht von ihm abhängig.
Mit den Jahren verlangte er jedoch immer mehr von mir. Das war ich nicht länger bereit zu geben.

Trotzdem ist da auch Wehmut:
Er hat das Erwachsenwerden meiner Kinder miterlebt,
er hat unsere beiden Hunde tapfer ertragen.
Ich bin ihm auf ewig für seine tatkräftige Unterstützung bei immerhin vier Umzügen dankbar.
Ohne ihn wäre vieles nicht so leicht gewesen.

Mach’s gut, kleines Autochen.

Ein Abschied mit Schmerz aber auch mit der Freude auf das Neue und Unvorhersehbare!

Ein Abschied mit Schmerz aber auch mit der Freude auf das Neue und Unvorhersehbare!

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Trend des Tages – 15. August 2013

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Karate Open Air-Training, Ruine Homburg, Gössenheim

Fotos: Enric Boixadós

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Über das Glück

Haben Sie sich schon einmal über das Glück Gedanken gemacht? Wie einfach oder wie schwer ist es denn überhaupt, glücklich zu sein? Brauchen Sie vielleicht nur ein Erdbeereis und schon sind Sie glücklich? Andere freuen sich über ein tolles Fußballspiel, bei dem die Lieblingsmannschaft gewinnt. Glück ist für jeden anders.

„Glück wird vor allen von zwei Dingen beeinflusst“, sagt Glücks-Experte Karlheinz Ruckriegel. „Das eine ist, wie Sie sich fühlen, ob Sie sich über Dinge freuen können oder sich ständig über Kleinigkeiten ärgern. Wenn die guten Gefühle am Tag überwiegen, gehören Sie wohl zu den glücklichen Menschen. Das andere ist, wie zufrieden Sie mit ihrem Leben insgesamt sind.“

Kinder sind da meist ganz pragmatisch. Sie erfreuen sich an guten Freunden und tollen Lehrern und daran, dass sie von den Eltern ernst genommen werden.

Doch wie kann man sein Glück trainieren? Experten raten zu einem Trick: Das Dankbarkeits-Tagebuch. Kaufen Sie sich ein schönes Notizbüchlein, wie es sie in den Buchläden gibt. Tragen Sie dann jeden Tag ein, wofür Sie dankbar sind. Das können auch ganz banale Sachen sein. Wenn Ihnen beispielsweise ein Gericht besonders gut gelingt oder Sie ein tolles Kompliment bekommen haben. Oder Sie überlegen, was heute im Job oder beim Sport gut lief. Schreiben Sie täglich alles auf. Bald werden Sie merken, dass Sie auch an angeblich schlechten Tagen viel mehr schöne Dinge erlebt haben, als Sie denken. Orientieren Sie sich ganz einfach an folgenden Eckpunkten, die gute Gefühle erzeugen:

Über was habe ich mich gefreut?/Was erhoffe ich mir?/Habe ich heute über etwas gelacht?/Bin ich verliebt und wie wirkt dieses Gefühl auf mich?/Wem bin ich dankbar?/Auf was kann ich stolz sein?/Was habe ich interessant gefunden?/Was hat mich emotional berührt?/Was bringt mich nicht aus der Ruhe?/Ich habe eine neue tolle Idee, die nur darauf wartet, umgesetzt zu werden!

Das können Ansätze für Ihr Dankbarkeits-Tagebuch sein. Schreiben Sie los! Sie werden bald merken, dass Sie viel glücklicher sind als Sie denken.

Erzählen Sie doch einmal Ihr schönstes Glückserlebnis hier im Blog!

Das Dankbarkeits-Tagebuch. Schreiben Sie los und Sie werden merken, dass Sie glücklicher sind als Sie denken!

Das Dankbarkeits-Tagebuch. Schreiben Sie los und Sie werden merken, dass Sie glücklicher sind als Sie denken!

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Say „NO“ to Denmark

Many of my English speaking followers want to know what is going on with the so called „Breed list“ in Denmark. I did some research, also getting hints by animal activists. I put everything together for your information.

Over 400.000 dogs are now in danger in Denmark. The Danish Government has passed a breed ban law, 13 breeds are now forbidden in Denmark, and also any mix of these breeds.

The Government has introduced reverse burden of proof, so the owners of dogs that look like these breeds, now have to proof that they are not, which as we all know, can not be done with DNA. If you can’t lift the burden of proof – the dog will be euthanized.

TASSO – a well known animal organization in Germany advices all dog owners not to travel to Denmark.

Thanks to Irene Thuricke Sönnichsen who provided an English version of the Danish Dog Act from 2010:

The Danish Dog Act 2010

More information:

http://www.dogsguard.org/index.php?id=89

http://www.dogsguard.org/index.php?id=86

FlyerDenmarkkillsdogs

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