
… gesehen in Südindien, Januar 2016.
Ich bin allein, es ist schon Nacht
und stille wird’s im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,
dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett,
deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett
bewache seine Ruh’.
Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach,
Stroh gab’s schon längst nicht mehr.
Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört –
und wüsst’ mein Herr auch, was mir fehlt
er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal
leck ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.
Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück,
und nie werd’ ich sie los.
Was Freiheit ist, das lern’ ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei.
Unbekannt

Varkala Beach, Südindien, Februar 2016
„Ich empfand nichts. Merkwürdig, wie einst starke Gefühle so völlig erkalten können, während man sein Leben weiterlebt. Wie intimste Begegnungen mit der Zeit zu banalen, halb vergessenen Erinnerungen verblassen – nicht anders als eine Urlaubsreise in exotische Gefilde, die man mal unternommen hat, oder eine Cocktailparty, auf der man zu viel getrunken hat, oder der Sieg bei einem Wettlauf zu Schulzeiten. Man denkt daran zurück, und die Erinnerung lässt einen kalt. Die Affäre hatte stattgefunden und war zu Ende gegangen, sie war zu einem Teil der Textur und des Inventars meiner persönlichen Geschichte geworden.“
There were so many of these friendly little fellas running around in the Park at Red Fort in Agra! They make my heart melt …

Es ist, wie es ist. Die Mehrheit der Spanier hat das Interesse am Stierkampf verloren. Doch da gibt es die Politiker, die das grausame Spiel um Einfluss, Macht und Tradition weiter verteidigen. Besonders Mariano Rajoy, seines Zeichens immer noch spanischer Ministerpräsident, verteidigt das archaische Spektakel. Bislang sind den Bullenzüchtern in Spanien jährlich etwa 130 Millionen Euro zugekommen. Etwa 1.400 Landwirte profitieren davon. Auf die Zuschüsse ist die Branche angewiesen, denn die Besucherzahlen sinken stetig. Leider kommen heute die meisten Einnahmen aus den Geldbeuteln von Touristen.




„Man entdeckt keine neuen Welten, ohne den Mut zu haben, alle Küsten aus den Augen zu verlieren.“






Immer noch und voller nostalgischer Sehnsucht erinnere ich mich an die zwei Tage, die ich mit einem 




Ich habe mir in Varkala einen Kathakali-Tanz angesehen. Es war nicht das erste Mal, da ich bereits in den 1990er Jahren in Südindien war und damals meine erste Begegnung mit dieser wohl berühmtesten Kunstform Keralas hatte. Sehr authentisch war das diesmal nicht, denn er fand in einer Art Kleintheater in einem Hinterhof statt.




„Jede Reise hat ihre eigene Geschichte.“