Horror-Urlaub in den schottischen Highlands

Lese-Donnerstag! Hier ein Buchtipp für Euch, der besonders gut für kommende Kaminabende geeignet ist. Und wenn das Feuer dazu hörbar prasselt, umso besser. Denn dann seid Ihr plötzlich mittendrin – in einer Berghütte in den schneereichen schottischen Highlands.

Zugegeben hat mich „Neuschnee“ am Anfang zusehends verwirrt. Es geht insgesamt um 14 Charaktere, die vorgestellt werden und mit denen man sich beschäftigen muss, um einen Durchblick zu bekommen. Das erleichtert ungemein.

Täglich habe ich mich aufs Weiterlesen gefreut, denn es wird höllisch spannend. Die subjektive Erzählweise hat sich Autorin Lucy Foley nicht einfach gemacht. Sie entsteht aus Betrachtungen einzelner Personen, die, so scheint es zumindest, genug auf dem Kerbholz haben, um auch vor Mord nicht zurückzuschrecken.

Schon auf den ersten Seiten werden wir entführt in eine märchenhaft verschneite Winterlandschaft nördlich von Edinburgh. Wir sind dabei, wenn neun Freunde zu Abend essen, mit weißen Pillen sich ein wenig Abwechslung verschaffen und schließlich gemeinsam als Mega-Highlight den Jahreswechsel verbringen. Die unheimliche Location ist eine abgelegene Lodge mit einigen Gästehütten weit draußen im Schnee. Was als romantisches Abenteuer beginnt, wird schnell zu einem Albtraum.

So recht wahrhaben wollen die Freunde ihre dumpfe Ahnung nicht: Irgendetwas stimmt nicht.  Sie feiern ausgelassen, erkunden die eindrucksvolle Landschaft und gehen auf die Jagd. Als heftiger Schneefall das Anwesen von der Außenwelt abschneidet, kippen die ausgelassenen Partys.

Nicht nur das Gerücht von einem umherstreifenden Serienmörder lässt die Stimmung immer beklemmender werden, auch innerhalb der Gruppe suchen sich lang begrabene Geheimnisse ihren gefährlichen Weg ans Licht. Dann wird einer der Freunde tot  im Schnee gefunden. Und die Situation in der Hütte eskaliert …

Lucy Foley: Neuschnee, 432 Seiten, 15 Euro

Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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