Kurz nachgebellt: Frauchen lernt Wasserski

Habe alles im Griff!

Habe alles im Griff!

Au weia, Frauchen lernt Wasserski. Sie will immer alles probieren. Und ich finde, dass sie überhaupt nicht sportlich ist. Gar nicht! Sie denkt, dass sie es ist. Aber ich weiß es besser! Ich hoffe, sie fällt nicht. Ja, sie kann schwimmen! Ganz gut sogar! Besser als ich!

Aber man hört ja immer von irgendwelchen Ungeheuern. Nein, nicht Nessie von Loch Ness, aber es gibt ähnliche Wesen auch bei uns im Fluss Main. Oder Schlingpflanzen, die sich um ihre Füße wickeln und sie hinunterziehen können, in die Tiefe. Das war’s dann!

Und ich habe kein Frauchen mehr. Will ich mir gar nicht ausmalen. Sie sagt zwar immer: „Gaston, Du bist abgesichert, wenn mir mal was passieren sollte!“ Aber wer weiß, was sie damit meint. Deshalb bleibe ich wachsam und belle bei dem kleinsten Anzeichen einer Gefahr. Das weiß sie leider überhaupt nicht zu schätzen.

Platsch, sie fällt tatsächlich. Bin ich aufgeregt. Aber sie rappelt sich wieder auf. Und fährt weiter! Mann, bin ich stolz. Auf mein Frauchen!

Trockenübungen!

Trockenübungen!

Auf geht's!

Auf geht’s!

Sie fährt!

Sie fährt!

Au weia, sie geht unter!

Au weia, sie geht unter!

Geschafft! Bin stolz auf Frauchen!

Geschafft! Bin stolz auf Frauchen!

Fotos: Enric Boixadós

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Foto der Woche – Lederhosen

DSCF8598 (Large)Stramme Waden, Würzburg, Juli 2015

Foto: Enric Boixadós

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Venedig: Immer eine Reise wert!

Mit meinen Freundinnen in Venedig.

Mit meinen Freundinnen in Venedig.

Mit ihren engen Gassen, den Brücken und kleinen Palazzi lässt Venedig keinen unberührt. Die Stadt verzaubert aber nicht nur mit ihrer Architektur, sondern auch kulinarisch und kulturell. Leider konnte ich die Lagunenstadt nur für ein Wochenende besuchen. Anlass war die Italienreise meiner kanadischen Freundin Sue mit ihren beiden Kindern. Wir hatten uns Jahre nicht mehr gesehen und jetzt, durch ihre Reise, war sie nur einen kleinen Sprung von mir entfernt. Klar, habe ich mich aufgemacht, sie zu sehen. Denn gute Freunde hat man für ein ganzes Leben.

Sue hatte ich 1991 auf Kuba kennengelernt – wo sonst, hahaha?! Sie studierte damals in Oxford und hatte Semesterferien. Und ich war eine junge Journalistin und habe über die Periodo Especial – die Sonderperiode – in Kuba berichtet. Damals gab es nichts, wirklich überhaupt nichts. Weder was zu essen noch irgendeine Art von Verkehrsverbindungen, noch sonst was. Zu essen bekamen wir nur in den teuren Hotelrestaurants. Von den Kubanern und ihrer Lebenslust waren wir begeistert. Nachdem Sue ihre Promotion in Oxford hinter sich hatte, folgten Berufsjahre in der Weltbank und bei der kanadischen Regierung. Nie haben wir den Kontakt verloren. Meist haben wir uns nur während der Stopover ihrer Dienstreisen nahe des Frankfurter Flughafens gesehen. Oder sie kam mich für ein bis zwei Tage besuchen. Im Jahr 2010 hatte ich sie das letzte Mal in Toronto getroffen.

Prinzessin Mina.

Prinzessin Mina.

Eine große Freude war für mich auch das Wiedersehen mit Blog-Partnerin Mariella, ihren Mann Enrico und Goldstück Mina. Wir trafen uns alle zum Abendessen mitten in der Altstadt und hatten einen unvergesslichen Abend voller Lachen und Lebensfreude. Für Euch habe ich ein paar Impressionen aus der Stadt am Lido mitgebracht. Genießt sie!

Mehr über La Biennale di Venezia 2015 hier!

Fotos: Enrico Brogiolo (3)

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O la la … My own fashion line!

I have my own Jeans collection. Really? Yes, really! I just discovered it in the World Wide Web when I scrolled through various fashion blogs. It is called Sabine. Same as my first name! O la la … ! Made by the British designer Alexa Chung! It is said the trousers are really comfy because they got stretch in them. And they would suit a lot of body types, because they fit different depending on how long your legs are, how short they are, or whatever.SabineWEB-8041

Indeed, my first name „Sabine“ is partner of a new style, which is somewhere in between skinny jeans and boyfriend jeans. So anyway, the Sabine is kind of a masculine, messed up, lived-in wash and high-rise Jeans and they come in a distressed wash and a more classic, clean wash.

No, no, no! I did not get a pair of Sabine Jeans and I also did not get paid for this post. It is just all about the Internet which again surprises me. Today my name stands for a fashion line. Designed in Los Angeles. Made in USA. Not bad!

Photo: Nicola Mesken

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Berlin: Mercedes Benz Fashion Week 2015

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Meine Mutter hätte am liebsten gehabt, dass ich etwas mit Mode mache. Doch ich wollte schon immer Journalistin werden. Das fand sie auch gut. Dann vielleicht Moderedakteurin. Denn meine Mutter hat Mode geliebt. Es kam dann doch alles ganz anders, denn ich bin in der Entwicklungspolitik und in der internationalen Zusammenarbeit gelandet. Na, auch nicht schlecht, zum Glück als Redakteurin und Journalistin.

Zurück zu meiner Mutter. Sie hat mich inspiriert, durch ihren Stil, ihre Kleidung, ihre Persönlichkeit. In den 1960er und frühen 1970er Jahren war sie Mannequin (heute nennt man diesen Beruf Model), anschließend hat sie für ihren Arbeitgeber Modenschauen (heute nennt man das Runway- oder Fashion-Shows) organisiert und arbeitete schließlich als Einkäuferin für ein großes Modegeschäft. Somit bin ich schon als Teenager mit Mode, schöner Kleidung und Modemessen konfrontiert worden. Damals waren es die Münchner Modewoche und die Igedo in Düsseldorf. Ich durfte meine Mutter oft begleiten. Meistens hatte ich Freundinnen dabei. Für sie war das ganze Drumherum natürlich ein Heidenspaß. Die Eintrittskarten besorgte meine Mutter für uns. An manchen Tagen konnten wir auch Accessoires kaufen, zum Einkaufspreis. Wir genossen das Leben in vollen Zügen, tranken Champagner mit den Ausstellern und taten so, als ob wir die Szene kennen. Wir waren einfach jung, wild und unberechenbar.

Irgendwann endete diese Episode in meinem Leben. Meine Mutter starb, und es kamen andere Zeiten: Das Studium in Deutschland und in den USA, die Abschlussprüfungen, die weiten Reisen und meine geliebte Oma, die übrig geblieben und für mich schon seit klein auf eine Ersatzmama war. Ich genoss ihre Liebe und Zuneigung, auch wenn mir meine Mutter sehr fehlte.11

Ja, und sehr viel später startete ich meinen Lifestyle-Blog. Irgendwie hat Lifestyle ja auch mit Mode zu tun! Nein, ich bin keine Mode-Bloggerin. Dafür liebe ich die Hingabe an ganz unterschiedliche Themen viel zu sehr.10

Und nun war ich also wieder auf zwei Modemessen in Berlin. Ich erinnerte mich an alte Zeiten, obwohl alles ganz anders war. Komplett anders. Aber ich habe es genossen. Die Mercedes Benz Fashion Week am Brandenburger Tor war meine erste Anlaufstelle. Goodie Bag MBFWGemeinsam mit meinen Freundinnen Connie und Heike, Journalistinnen und Bloggerinnen wie ich, sah ich mir die Shows an. Bei unserer Akkreditierung gab es mit der Goodie-Bag ein weiteres Highlight, mit kultiger Aufschrift versehen und mit vielen netten Dingen gefüllt. Am Anfang wussten wir das gute Stück gar nicht zu schätzen. Für uns war es sogar ziemlich unpraktisch, sie herumzuschleppen, denn sie war schwer. So tranken wir erstmal den Schampus, der auch Teil des Inhaltes war. Als wir von einigen jungen Leuten in der Lounge auf die Tasche angesprochen wurden, wie chic sie doch sei, ahnten wir erst, was für ein tolles Teil wir an der Schulter trugen. Leider bekamen sie halt nur Journalisten. Auch gut!8Auf alle Fälle habe ich Euch ein paar Impressionen mitgebracht. Ich weiß, das ist nicht jedermanns Geschmack, aber ab und an mal ganz nett und spannend. Demnächst geht es weiter mit der Ethical Fashion Show in Berlin, die ich auch besucht habe. Und dann wieder mit anderen Themen. Lasst Euch überraschen. Bis bald!

Fotos: Cornelia Lohs (2)

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Harz: Dort, wo die Hexen tanzen

FullSizeRender(1)Es war während unseres Familientreffens Anfang Juni 2015 im Harz, dass wir in unmittelbaren Kontakt mit Hexen, Zwergen, Teufel und Elfen kamen. In der Tat, alle zwei Jahre machen wir auf Familie irgendwo in Deutschland oder in der Schweiz. Aber so richtig! Gleich mit 40 Menschen unterschiedlichen Alters, die ich aber nicht alle kenne! Zumindest nicht am Anfang unserer Begegnung. Am Ende habe ich sie dann alle kennengelernt. Das macht oft einen Riesenspaß. Regelmäßig sind neue Kinder- oder Hundegesichter dabei. Mein Vierbeiner Gaston erfreut sich während dieser Zeit über eine fast ungeteilte Aufmerksamkeit und jede Menge an Streicheleinheiten.

e9bf318f-c555-41ac-bc59-4f1237059498Dieses Jahr hatten wir uns wegen lokaler Verwandtschaft Thale und das Bodetal ausgeguckt. Letzteres wird auch „Deutscher Grand Canyon“ genannt. Es ist zwar nicht so lang, so tief und so breit wie der echte Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona, dafür ist es aber auch nicht so alt. Geologen schätzen die amerikanische Schlucht, in der der Colorado River fließt, auf ein Alter von fünf bis sechs Millionen Jahre. Das Bodetal, das sich in seiner heutigen Form erst im Eiszeitalter heraus gebildet hat, ist mit seinen etwa 450.000 Jahren viel jünger.

FullSizeRender1Wir folgen Siegfried Rüge durchs Bodetal. Der Journalist schlüpft seit fünf Jahren ins Teufelskostüm und macht Führungen. So wie heute. Er erinnert sich an seine Zeit in der Ex-DDR. „Der Hexentanzplatz lag im Osten, der Brocken im Westen. Bei klarem Wetter konnten wir rüberschauen“, betont er. „So eine hohe Mauer konnten die gar nicht bauen, damit uns die Aussicht verwehrt wurde“, lacht Rüge. Dann schweift er ab in die Welt der Mythen: „Das Verhältnis des Teufels zu den Hexen war immer gut!“ Im normalen Leben ist er Karnevalspräsident im nahen Thale und vermietet Ferienwohnungen. „Im Karneval habe ich einen Damen-Elferrat. Seitdem schreckt mich bei den Frauen nichts mehr!“

Ein Ausflug zum Hexentanzplatz darf natürlich nicht fehlen. Hinauf geht es mit der Bodetal-Seilbahn. Manche Kabinen haben einen gläsernen Boden, was Gaston und ich besonders interessant finden. Hoch oben – auf Du und Du mit den ansässigen Hexen – liegt das Harzer Bergtheater Thale aus dem Jahr 1903, eines der ältesten Naturtheater Deutschlands mit 1.350 Plätzen.FullSizeRender12 FullSizeRender

Im Museum in der Walpurgishalle werden die Sagenwelt des Harzes und Szenen aus Goethes Faust lebendig. Darin ist auch ein Opferstein ausgestellt, der an alte Fruchtbarkeitsriten erinnert. Der Harz ist seit jeher von Mythen und Sagen umwoben: Seltsame Felsmassive, düstere Stollen und Bergwerke, verträumte Burgen und Schlösser, in Nebel gehüllte Berge und Täler, geheimnisvolle Höhlen, mystische Ruinen und Fabelwesen. Genau das macht den Harz aus. Hier erzählen sich die Menschen schon immer schaurige und romantische Geschichten. Über Bergmönche und Zwerge, Hexen und Teufel, Bären und Wölfe, über Geister und Elfen, Ritter und Jungfrauen.IMG_8672 IMG_8698

Über den Hexentanzplatz ziehen sich Reste des Sachsenwalls. Dabei handelt es sich um eine 150 Meter lange Trockenmauer aus Granitsteinen von einst zwei Metern Höhe. Sie wurde etwa 750 bis 450 v. Chr. errichtet. Die Mauer schirmte Teile des erhöhten Geländes des Hexentanzplatzes ab und diente vermutlich als Fliehburg.

Außerdem befindet sich dort der Tierpark Hexentanzplatz, der die Artenvielfalt der Harzregion mit vielen verschiedenen Tierarten repräsentiert. Der Hexentanzplatz ist angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der Wald- und Berggöttinnen Feste abgehalten wurden. Der Ort wurde erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Der Überlieferung nach wurde der Platz, zur Kontrolle des Verbots, von fränkischen Soldaten bewacht, die von als Hexen verkleideten und auf Besen anreitenden Sachsen verjagt wurden. Ein weiterer alter Kultplatz der Sachsen befindet sich auf dem Brocken.IMG_8687

Und Johann Wolfgang von Goethe war auch schon hier und zweifellos der berühmteste Harzbesucher. Der große Dichter hat an zahlreichen Stellen im Harz seine Spuren hinterlassen. Viele Namen und Gedenktafeln erinnern noch heute an seine Anwesenheit während seiner drei ausgedehnten Harzreisen.FullSizeRender(2)

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Der Rausch der Tiefe

P1080073 (Large)Springen. Einfach so. Den Rausch des Fallens erleben. Wie damals bei meinem Bungee-Jump in Neuseeland. Noch einmal. Nur noch einmal. Das hatte ich vor. Im Sommer vor zwei Jahren. Doch es kam alles anders als gedacht.

Einmal im Leben sollte jeder einen Zehnmeterturm hinaufsteigen und sich dann ganz tollkühn, oder auch weniger tollkühn in die Tiefe stürzen. Kaum ein Sommerspaß bleibt so unvergesslich. Und ich hatte ihn in meiner Jugend verpasst, einfach verpasst.

Denn es geht um den Rausch der Tiefe beim Turmspringen. Aus zehn Metern Höhe hinunter ins Wasser, einfach so. Das muss toll sein. Dachte ich. Hineintauchen und die Schwerkraft spüren, die einen unter die Wasseroberfläche zieht. Und wie ein Fisch oder ein Delphin oder eine Nixe wollte ich mich dann wieder nach oben drehen, mich vielleicht vom Grund abstoßen und mit einem glücklichen Lächeln an die Wasseroberfläche gelangen. Dann langsam an den Rand schwimmen, sich lässig nach oben ziehen, die Tropfen aus den Haaren schütteln und sich am Beckenrand in die Sonne legen. So hatte ich es mir vorgestellt. Jahrelang habe ich die tollkühnen Mädels und Kerle beobachtet, die oben standen und einfach sprangen. Und es sollte mal mein Sprung werden. Diese riesige Freude spüren, und das Erlebnis, das man nie wieder vergessen wird. Ein Leben lang.

Ich bin nicht allzu sportlich und wollte spüren, was Herausforderung und Überwindung bedeutet. Ich kletterte mehrere Leitern hinauf bis ich ganz oben stand, mich langsam vorwagte zum Rand des Abgrunds. Ich atmete tief ein, schaute nach unten, wo das Wasser lockte und niemand wirklich erwartete, dass ich tatsächlich sprang. Ich wollte über mich hinausgehen oder hinausspringen, wollte etwas schaffen, das nur mir gehört und das nicht jeder schafft. Ich musste nur einfach nach vorne springen, nicht nach unten. Weil man sonst leicht umkippt und mit dem Rücken unten aufknallen kann. Das hatte ich gehört. Auch, dass man die Arme ausstrecken soll, damit man wie ein Spaten einsticht und dadurch den Eintauch-Abprall etwas abmindert.

Ich stand immer noch am Rand des Abgrunds, blickte in die unendliche blaue Tiefe. Jetzt! Sei kein Feigling, dachte ich mir. Doch, ich war einer! Denn ich konnte nicht springen. Ich drehte mich um, so enttäuscht und kletterte eine Leiter tiefer wieder auf die Plattform. Jetzt oder nie. Dann sprang ich. Von 7,5 Meter. Zum ersten Mal in meinem Leben. Irgendwie war der Sprung doch nicht so perfekt wie ich dachte. Ich knallte mit dem Steißbein auf die harte Wasseroberfläche, und prellte mir die Arme, die ich ausstreckte.

Aber es war auszuhalten. Ich war glücklich. Das nächste Mal zehn Meter! Na, klar! Morgen, übermorgen, nächste Woche. So dachte ich. Doch es kam alles ganz anders. Nicht mehr in diesem Sommer. Dafür aber im Nächsten. Das hatte ich ganz fest vor! Dann, im Winter, hatte ich einen schweren Treppensturz. Das war’s dann, über ein Jahr dauerte es, bis mein Rücken kuriert war. Jetzt ist wieder Sommer, alles ist gut, ich könnte springen. Doch ich traue mich nicht mehr. Rien ne va plus.

PS: Nur wenn der Turm fünf Meter hoch ist, ist es überhaupt Turmspringen. Falls der Absprungpunkt bloß ein wippendes Brett ist, dann ist es nichts anderes als „ins Wasser hüpfen“!!

Fotos: Enric Boixadós

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Trend des Tages – 24. Juli 2015

DSCF8595 (Large)Auf geht’s zum Brückenschoppen auf die Alte Mainbrücke! Das hat in Würzburg bereits Tradition.

Foto: Enric Boixadós

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Heiß, heißer, am heißesten: Coburg im Sambarausch

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERABin ich in Rio? Oder in Salvador da Bahia? Nein, ganz und gar nicht! Sondern in der Residenzstadt Coburg. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde unter Herzog Ernst I. das Residenzschloss Ehrenburg neu gestaltet. Seit 1992 findet auf seinem Schlossplatz einmal pro Jahr im Juli das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens statt. Dem Herzog hätte das gefallen. Hübsche Hofdamen in knappen Kleidern, die ihn mit viel Sexappeal herausfordern. Vielleicht hätte er sogar mitgetanzt!KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Das oberfränkische Städtchen im Rhythmus pur mit viel nackter Haut und Sambatänzerinnen und -tänzern aus aller Welt. Was für ein Fest! Und das schon zum 24. Mal. Südamerika in Coburg! Oder Coburg in Südamerika! Für ein ganzes langes Wochenende. Zum Abschluss wie immer der farbenfrohe Festumzug mit über 3.000 Sambistas durch die Coburger Innenstadt. Rund 200.000 Besucher tanzen und feiern bei strahlendem Sonnenschein an der „Coburg-Cabana“. Die Top-Band Olodum aus Bahia, die bereits mit Michael Jackson oder Paul Simon auf der Bühne stand, ist dabei. Und viele andere auch. Rund 100 Gruppen aus aller Welt sind nach Coburg gekommen.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA„Wunderbares Wetter, begeistertes, friedliches Publikum und eine Stimmung vereint im Samba-Takt“, betont Mitveranstalter Christof Pilarzyk.  Eröffnet hatten das Festival der Bayerische Staatsminister Dr. Markus Söder und die Brasilianische Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti zusammen mit der amtierenden Königin und dem König des Karneval aus Rio de Janeiro.

Erstmals verleiht das Internationale Samba-Festival in diesem Jahr einen Förderpreis für „Soziales Engagement“. Die Gruppe Olodum aus Salvador da Bahia bekommt den Preis. Die Band engagiert sich seit vielen Jahren für Kinder in Brasilien. Das Herzstück ist die „Olodum-Schule“, in der arme Kinder kostenlos unterrichtet werden. Sie bekommen zusätzlich Unterricht im Tanzen, Trommeln und Musik. Der Preis ist dotiert mit 5.000 Euro.

Der Förderpreis wird in den kommenden Jahren regelmäßig alle zwei bis drei Jahre an Personen, Einrichtungen und Initiativen verliehen, die sich für soziale Projekte einsetzen.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERASamba Reggae mit Olodum. Hier!

Quelle: YouTube

Der Förderpreis wird in den kommenden Jahren regelmäßig alle zwei bis drei Jahre an Personen, Einrichtungen und Initiativen verliehen, die sich für soziale Projekte einsetzen.

Der Beitrag wurde in der Huffington Post am 21. Juli 2015 veröffentlicht.

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Kurz nachgebellt: Pfoten weg von Dänemark-Reisen!

28 Alaska-Tourist 0908 (Large)Soso! Es ist also immer noch gefährlich, mit uns Vierbeinern über die Grenze nach Dänemark zu reisen. Darüber muss ich jetzt mal bellen, so geht das einfach nicht. Wie können Behörden eines Landes einfach uns Hunde einkassieren? Das geht gar nicht!

Auch wenn Dänemark ab dem 1. Juli 2014 Änderungen am landeseigenen Hundegesetz vorgenommen hat, warnen die Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN und TASSO e.V. weiterhin vor Reisen mit uns nach Dänemark.

Nach wie vor gilt seit dem 1. Juli 2010 in Dänemark ein Verbot von Zucht, Haltung und Einfuhr für folgende 13 als „gefährlich“ gelisteten Hunderassen: Pitbull Terrier, Tosa Inu, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Ovtcharka, Kaukasischer Ovtcharka, Südrussischer Ovtcharka, Tornjak und Sarplaninac.

Bei Hunden dieser Rassen oder auch solchen, deren Erscheinungsbild nur einer dieser Rassen ähnelt und nicht mittels Herkunftsnachweisen als nicht einer der verbotenen Rassen zugehörig identifiziert werden können, muss immer noch mit einer polizeilichen Beschlagnahmung und gegebenenfalls auch Tötung gerechnet werden. Dies kann insbesondere Mischlingshunde betreffen.

Könnt Ihr Euch das vorstellen? Ihr rettet einen Straßenhund oder einen Gefährten aus dem Tierheim, dessen Kopfform ein wenig der eines Pitbulls ähnelt und dann wird der Euch einfach im Urlaub weggenommen. Frauchen würde den Schock ihres Lebens bekommen, wenn man so mit mir umgehen würde! Ich habe ja auch einen leicht eckigen Dickschädel!

Das gleiche gilt auch für jegliche Hunde, die auf dänischem Territorium in einen Beißvorfall verwickelt sind. Und wer war das von uns nicht? Ich habe mich auch schon mit unliebsamen Kumpels angelegt! Hier entscheiden seit vergangenem Jahr „Dog Experts“ (Hundesachverständige) über die Tötung des Hundes, zuvor war dies Aufgabe der Polizei. Aber Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie das dann ablaufen wird! Offiziellen Angaben des dänischen Landwirtschaftsministeriums zufolge wurden bisher 600 Hunde aufgrund des dänischen Hundegesetzes getötet, die dänische Organisation fairdog schätzt diese Zahl weitaus höher ein.

Also Leute, treffen wir die Dänen doch einfach mal an ihrem empfindlichsten Punkt: Dem Tourismus. Einfach nicht mehr ins Land der Hunde-Entführer und -Töter fahren. Sollen sie doch mal sehen, wer dann noch ihre Hotels oder Ferienhäuser füllt. Also, wir jedenfalls nicht. Ich boykottiere Dänemark als Urlaubsland. Und dazu stehe ich.

VIER PFOTEN und Tasso haben bereits in der Vergangenheit deutliche Kritik an der dänischen Hundegesetzgebung, insbesondere an der rassebezogenen Gefährlichkeitseinstufung von Hunden, geäußert. Und scheinbar haben die das gar nicht kapiert, ts, ts, ts …

„Das Gefährlichkeitspotential eines Hundes ist von vielen rasseunabhängigen Faktoren wie menschlichem Fehlverhalten abhängig. Kein Hund ist von Geburt an bissig oder gefährlich“, sagt Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN. Und sie hat Recht.

„Hunde pauschal aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich einzustufen ist wissenschaftlich unhaltbar. Rasselisten, ganz gleich ob in Dänemark oder Deutschland, gaukeln lediglich eine Scheinsicherheit vor, leisten aber keinen effektiven Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden“, betont Mike Ruckelshaus, Sprecher von TASSO.

Und jetzt noch was ganz Krasses! Die Dänen sind auch noch altmodisch! Hunde durften bis letztes Jahr sogar von Grundbesitzern abgeschossen werden. Falls sie sich auf ihr Grundstück verirrten! Seit der Änderung des dänischen Hundegesetzes hat sich das nun geändert. Die beiden Tierschutzorganisationen sehen das als einen Erfolg ihrer jahrelangen Proteste gegen das antiquierte dänische Feld- und Weggesetz von 1872. Bin ich froh, dass ich in Deutschland lebe!

Wuff, ich bleib dabei: Pfoten weg von Reisen ins Nachbarland Dänemark.

Habt alle einen schönen Urlaub!

Euer Gaston.

PS: Da bleibe ich doch lieber daheim auf meiner Terrasse!

Veröffentlicht auch in der Huffington Post am 15. Juli 2015.

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