Auf geht’s zum Brückenschoppen auf die Alte Mainbrücke! Das hat in Würzburg bereits Tradition.
Foto: Enric Boixadós
Auf geht’s zum Brückenschoppen auf die Alte Mainbrücke! Das hat in Würzburg bereits Tradition.
Foto: Enric Boixadós
Bin ich in Rio? Oder in Salvador da Bahia? Nein, ganz und gar nicht! Sondern in der Residenzstadt Coburg. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde unter Herzog Ernst I. das Residenzschloss Ehrenburg neu gestaltet. Seit 1992 findet auf seinem Schlossplatz einmal pro Jahr im Juli das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens statt. Dem Herzog hätte das gefallen. Hübsche Hofdamen in knappen Kleidern, die ihn mit viel Sexappeal herausfordern. Vielleicht hätte er sogar mitgetanzt!
Das oberfränkische Städtchen im Rhythmus pur mit viel nackter Haut und Sambatänzerinnen und -tänzern aus aller Welt. Was für ein Fest! Und das schon zum 24. Mal. Südamerika in Coburg! Oder Coburg in Südamerika! Für ein ganzes langes Wochenende. Zum Abschluss wie immer der farbenfrohe Festumzug mit über 3.000 Sambistas durch die Coburger Innenstadt. Rund 200.000 Besucher tanzen und feiern bei strahlendem Sonnenschein an der „Coburg-Cabana“. Die Top-Band Olodum aus Bahia, die bereits mit Michael Jackson oder Paul Simon auf der Bühne stand, ist dabei. Und viele andere auch. Rund 100 Gruppen aus aller Welt sind nach Coburg gekommen.
„Wunderbares Wetter, begeistertes, friedliches Publikum und eine Stimmung vereint im Samba-Takt“, betont Mitveranstalter Christof Pilarzyk. Eröffnet hatten das Festival der Bayerische Staatsminister Dr. Markus Söder und die Brasilianische Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti zusammen mit der amtierenden Königin und dem König des Karneval aus Rio de Janeiro.
Erstmals verleiht das Internationale Samba-Festival in diesem Jahr einen Förderpreis für „Soziales Engagement“. Die Gruppe Olodum aus Salvador da Bahia bekommt den Preis. Die Band engagiert sich seit vielen Jahren für Kinder in Brasilien. Das Herzstück ist die „Olodum-Schule“, in der arme Kinder kostenlos unterrichtet werden. Sie bekommen zusätzlich Unterricht im Tanzen, Trommeln und Musik. Der Preis ist dotiert mit 5.000 Euro.
Der Förderpreis wird in den kommenden Jahren regelmäßig alle zwei bis drei Jahre an Personen, Einrichtungen und Initiativen verliehen, die sich für soziale Projekte einsetzen.
Samba Reggae mit Olodum. Hier!
Quelle: YouTube
Der Förderpreis wird in den kommenden Jahren regelmäßig alle zwei bis drei Jahre an Personen, Einrichtungen und Initiativen verliehen, die sich für soziale Projekte einsetzen.
Der Beitrag wurde in der Huffington Post am 21. Juli 2015 veröffentlicht.
Viele von Euch kennen sie: Die Regenbogenbrücke. Sie liegt jenseits unseres Wissens und Handelns. Ganz weit weg. Nur unsere verstorbenen Vierbeiner haben das Glück, sie betreten zu dürfen. Am anderen Ende liegt das Paradies mit grünen Wiesen, Sonnenblumen, Gänseblümchen, sanften Hügeln und steilen Bergen, kleinen Seen zum Schwimmen und leckerem Futter.
Ich habe das geträumt. Ja, es muss so sein! Denn dort sind sie alle versammelt und schauen auf mich und auf uns alle herunter: Der Kim, mein verstorbener Vorgänger, mein Freund Balou, meine geliebte Sally, der Lord, der mich immer ein bisschen angebrummelt hat, und all die anderen, die ich im Laufe meines neunjährigen Lebens kennen gelernt habe.
Was wäre nun, wenn sich die Brücke auch für uns noch lebenden Vier- und Zweibeiner öffnen würde? Wäre das nicht großartig? Auch wenn es nur für ein paar Stunden wäre, so könnten wir uns doch alle wiedersehen. Ich kann mir genau vorstellen, wie sie alle schwanzwedelnd warten, am anderen Ende, und wir dann, erst langsam, dann immer schneller, hinüberlaufen, sie anstupsen, sie herzen, sie umarmen, sie streicheln und küssen.
Das wäre auch für uns das Paradies. Ein Paradies auf Zeit. Zu schön, um wahr zu sein. Und irgendwann wäre unser Wiedersehen vorbei. Die himmlischen Wachen würden unsere Freunde zurückrufen, dahin, wo ihr Jenseits beginnt. Noch ein Blick, noch ein paar Tränen, noch ein lautes Rufen, noch ein verhaltenes Bellen, ein leises Miau, dann würde sich die Pforte wieder schließen.
Ja, das wäre herrlich! Auch wenn es nur ein einziges Mal ist, dass wir uns wieder sehen könnten. Aber wir hätten eine Erinnerung mehr, eine ganz wundervolle, die uns nie mehr loslassen würde.
Euer Gaston.
Fotoidee: Gabriele Rustler
Meine neue Freundin Tonia hat das Buch Ich, Lilly. Vom Glück, ein Hund zu sein gewonnen. Sie ist ein griechische Straßenhündin, die mit zehn Welpen von Tierschützern in einem Dorf gefunden wurde. Dort wurde gedroht, sie mit ihren Kleinen umzubringen. Leider haben die Welpen die Rettung nicht überlebt. Tonia hat in Deutschland bei Frauchen Annika ihr Glück gefunden.
Tonias Blog: toniasdogblog.wordpress.com
Und das hat sie mir gerade geschrieben:
Lieber Gaston,
ich habe es mir schon angesehen und ein bisschen geblättert. Ein sehr schönes Buch, das auch mich sehr gut beschreibt. Es ist ein wirklich witziges, aber auch echt schönes Bilderbuch. Jeder Hundehalter kann sich sicher gut in die Lage des Frauchen und Herrchen von Lilly versetzen. Sie ist darüber hinaus eine sehr hübsche Hundedame, die in ihren Zeilen viel über ihr Leben darstellt. Ein Buch das überhaupt nicht oberflächlich geschrieben ist, sondern sehr verständnisvoll. Einfach toll!
Diese Zeilen möchte ich vor allem Dir widmen, lieber Gaston.
Deine Tonia ❤
Schaut einfach mal auf Tonias Blog vorbei und lasst einen Gruß da. Sie wird sich freuen!
Fotos: Annika
Kim – meine große Liebe. Er war mein erster Hund. Ich bekam ihn in Afrika. Damals war er vier. Als er sechs war, zogen wir nach Deutschland. Ich bekam einen Job in Bonn. Kim war bei mir, und das war gut so. Unsere letzte gemeinsame Reise ging in die Bretagne im Frühsommer.
Am 21. Juli 2006 starb Kim. An Krebs. Einfach so. Ich blieb zurück. Und war fassungslos vor Trauer.
9 years without him
Kim was my great love. He was my first dog ever. I got him in Africa. At that time he was 4. When he was 6 we moved back to Germany. I got a job in Bonn. Kim was with me and that was good. Our last travel together was to Bretagne, Northern France.
Kim died July 21, 2006. Cancer. Just like that. He left me. I was shocked of sadness. It took me months to recover.
Seit 1992 findet in Coburg einmal pro Jahr im Juli das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens statt. Ich war dabei. Als Vorgeschmack schon mal ein paar Fotos. Mehr darüber in einem der nächsten Posts.
Das Weinfest im fränkischen Iphofen findet immer am zweiten Wochenende im Juli auf dem historischen Marktplatz statt.
Angeboten wurden diesmal die traditionellen weißen Rebsorten wie Silvaner, Müller-Thurgau und Riesling. Aber auch Scheurebe, Bacchus und Kerner entwickeln unter der fachmännischen Aufsicht der Winzer ihren typischen Charakter. Fränkische Rotweine von den Rebsorten Spätburgunder, Domina und Schwarzriesling stehen erst seit ein paar Jahren mit auf der Weinkarte.

Die Iphöfer Weinprinzessin Christina Lutz nannte das Amt der Weinprinzessin als geheimen Wunsch jeder Winzertochter. Sie arbeitet als pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) in einer Würzburger Apotheke und spielt im Feuerwehrmusikzug Trompete. „Die Arbeiten rund um den Wein bin ich von klein auf gewohnt, auch das Abschmecken“, sagt die 20-Jährige. Dank ihrer besonderen Vorliebe ließ sie als Krönungswein eine Scheurebe 2013 kredenzen.
Fotos: Enric Boixadós
Rund drei Millionen Tiere lassen jährlich im Namen der Forschung ihr Leben in deutschen Versuchslaboren. Der größte Teil davon sind Mäuse. Der bundesweit aktive Ärzte gegen Tierversuche e.V. hält diese Art der Forschung für einen wissenschaftlichen Irrweg und schickt zur Aufklärung das „Mausmobil“ auf Deutschland-Tour. Wissenschaftlicher Begleiter ist der Ulmer Neurobiologe Christian Ott. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche behauptet, dass Tierversuche für den Menschen gefährlich sind.
Können Sie das kurz erläutern?
Christian Ott: Tierversuche suggerieren eine Sicherheit, die nicht gegeben ist. Oftmals wird die Sicherheit von Medikamenten oder Kosmetik damit beworben, dass sie bereits im Tierversuch getestet wurden. Allerdings lassen sich die Ergebnisse eines Tierversuchs nicht auf den Menschen übertragen, weil Tiere anders oder empfindlicher oder weniger empfindlich reagieren.
Können Sie dafür Beispiele nennen?
Eine Maus verträgt eine Million mal mehr Bakterien, bevor es zu einer Blutvergiftung kommt. Andererseits ist Acetylsalicylsäure, der Wirkstoff von Aspirin, zwar für Katzen giftig, aber beim Menschen ungefährlich. Bis zum Einsatz am Menschen weiß man nicht, wie er auf den Stoff reagieren wird. Darum fallen auch 92 Prozent der im Tierversuch als sicher bewerteten Medikamente in der klinischen Phase aufgrund mangelnder Wirkung und schwerer Nebenwirkungen durch. Dieser mangelnden Sicherheit fallen jährlich rund 58.000 Menschen zum Opfer, die an Nebenwirkungen von an Tieren getesteten Medikamenten sterben.
Wo und von wem werden in Deutschland Tierversuche gemacht?
Die meisten Tiere werden in der Grundlagenforschung an Universitäten genutzt. Dies ist Forschung, die explizit keine direkte Anwendung für den Menschen zum Ziel hat, sondern nur wissenschaftliche Neugier befriedigt. Außerdem führen Pharmaunternehmen Tierversuche zur Forschung an Krankheiten und Erprobung neuer Wirkstoffe durch. Toxikologische Versuche stellen einen weiteren Schwerpunkt von Tierversuchen dar. Im EU- Programm „Reach“ werden tausende Chemikalien auf ihre Giftigkeit hin im Tierversuch untersucht und neue Chemikalien müssen ihre Unbedenklichkeit für den Menschen durch Ergebnisse imTierversuch „belegen“.
Werden auch in Franken Tierversuche durchgeführt?
Auf Basis von veröffentlichten Studien erstellt Ärzte gegen Tierversuche in der Datenbank www.datenbank-tierversuche.de ein Ranking deutscher Tierversuchshochburgen, welches angeführt wird von Berlin und München. In Franken erlangten Würzburg und Erlangen traurige Berühmtheit als Tierversuchshochburgen auf Platz acht und neun mit dem Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin (ZEMM) der Universität in Würzburg und dem Franz-Penzoldt-Zentrum (FPZ) der Universität in Erlangen.
Was geschieht mit den Tieren konkret?
Forscher lassen sich immer wieder neue Möglichkeiten einfallen, wie Tiere im Versuch als Messinstrument verwendet werden könnten. Darum gibt es inzwischen eine Fülle von Tierversuchen, die sich gar nicht erschöpfend schildern lässt. Zur Qualitätssicherung von Botox (Botulinumtoxin, einem Nervengift) wird Gruppen von Mäusen das Gift in unterschiedlicher Dosierung in die Bauchhöhle gespritzt und ermittelt, wie vieleMäuse in den kommenden Stunden bzw. Tagen an Muskellähmung sterben und bei vollemBewusstsein ersticken. Um Depression zu erforschen, lassen Wissenschaftler Mäuse in einem rundenWassertank bis zur Erschöpfung schwimmen. Wenn die Maus aufgibt und sich treiben lässt, wird dies als Depression bezeichnet.
Zur Erforschung von ätzenden Substanzen werden Mäusen, Kaninchen oder Meerschweinchen ein Bereich des Fells rasiert und die reizende Substanz in unterschiedlicher Dosierung aufgetragen. In den kommenden Tagen kommt es zu Entzündungen und Verätzungen auf der Haut.
Gibt es denn Alternativen zur Forschung an Tieren?
Der Verein Ärzte gegenTierversuche setzt sich dafür ein, dass die Forschung artspezifisch erfolgt. Statt Krankheiten im falschen Organismus, dem Tier, zu simulieren, sollten Krankheiten in den vielfältigen Möglichkeiten der In-vitro-Forschung untersucht werden. Hierbei werden Zell- und Gewebekulturen menschlicher Zellen genutzt, deren Ergebnisse direkt auf den Menschen übertragbar sind.
Inzwischen ist es sogar möglich, auf sogenannten Biochips bestimmte Organe, wie Lunge, Darm, Leber und Nieren nachzubilden und so zu untersuchen, wie eine Substanz verstoffwechselt wird.
Welche weiteren Methoden gibt es?
Computermodelle wie Quantitative Structure Activity Relationship (QSAR) oder Computer-Assisted Drug Development (CADD) dienen bereits heute dazu, auf Basis menschlicher Daten Aussagen über die voraussichtliche Wirkung einer Substanz treffen. Viele wichtigen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte basieren auf Bevölkerungsstudien, in welchen der Zusammenhang zwischen bestimmten Krankheiten und dem Lebensstil von Menschen aufgedeckt wurden. So wurde zum Beispiel der Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs anhand von Daten aus Tierversuchen zunächst geleugnet und erst durch epidemiologische Studien belegt.
Weshalb hält man dann so beharrlich an Tierversuchen fest?
An Tierversuchen wird hauptsächlich aus drei Gründen festgehalten. In der Forschung werden Wissenschaftler nach der Anzahl der veröffentlichten Artikel in Fachzeitschriften beurteilt. Je höher das Ansehen der Zeitschrift und damit des Wissenschaftlers, desto mehr Förderung erfährt seine Arbeit in Form von Forschungsgeldern. Zeitschriften mit einer tierexperimentellen Ausrichtung sind hier immer noch besonders hoch angesehen. Pharmaunternehmen nutzen Tierversuche als Schutz vor rechtlichen Folgen, wenn ein Medikament nach der Zulassung schwerwiegende Nebenwirkungen aufweist. Mit Verweis auf die Tierversuche erklären die Unternehmen, sie haben verantwortungsvoll gehandelt und konnten nicht wissen, welche negativen Folgen das Medikament haben würde. Schließlich sind Tierversuche teilweise gesetzlich vorgeschrieben, wobei diese Gesetze seit bis zu 50 Jahren nicht mehr dem wissenschaftlichen Stand angepasst wurden. Die amtliche Anerkennung von tierversuchsfreien Methoden hingegen dauert Jahre und so können Unternehmen viele Methoden, welche günstiger und schneller zuverlässigere Ergebnisse liefern, heute noch nicht anwenden.
Das Gespräch führte Leopold Teuscher. Er ist Redakteur in Bamberg und bei Ärzte gegen Tierversuche e.V. (Arbeitsgruppe Bamberg) aktiv.
Ärzte gegen Tierversuche
Die Vereinigung hat mehr als 1700 Mitglieder, davon sind rund die Hälfte Ärzte, Tierärzte, Naturwissenschaftler und Psychologen. Nicht-Mediziner arbeiten als Fördermitglieder mit. Arbeitsgruppen des Vereins gibt es in Erlangen und Bamberg.
Ziel: Die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin sowie eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.
Wie seht Ihr die Erzielung von Forschungsergebnissen durch Tierversuche? Ich bin auf die Diskussion gespannt!
Veröffentlicht auch in der Huffington Post am 21. Juli 2015: Gaston Vizsla: „Zum Glück bin ich kein Versuchstier!“
Recently a friend told me that I am a woman who does what she wants without asking for permission. I was a bit astonished because I do act like that all my life. For me it is just my normal behaviour. So I asked my friend to tell me more about her statement. She said, that the correct term for that kind of attitude is not confidence, because anyone can pretend to be confident. She rather thinks this is being FEARLESS. Being fearless is liberating, rejuvenating, being bold, being blunt. It’s about not allowing others’ opinions of you to consume your mind. It’s about being comfortable with who you are and owning that right. Well, I was thinking about that. Being fearless is definitely easier said than done, but it is a principle I try to follow.
Ultimately, I am convinced that all women have the right to feel good about themselves without feeling the need to edit or aspire to be some sort of „perfect“.