Zum 1. Advent: Spannung mit Kay Scarpetta

„Die modernen Technologien entwickeln sich mit Schallgeschwindigkeit, aber am Ende sind es immer noch Menschen, die Kriminalfälle lösen.“
Patricia Cornwell

9783455404364Ich freue mich schon auf ein Krimi-Lesewochenende mit Kay Scarpetta. Soviel schon mal zum neuen Roman:

Kay kehrt tief verstört von ihrem bislang furchtbarsten Einsatz, einem Amoklauf an einer Grundschule, an ihr Institut zurück. Doch dort wartet gleich der nächste Fall auf sie: Eine in Leinenstoff eingewickelte Frauenleiche, die man auf dem Campusgelände gefunden hat. Es handelt sich um die Informatikstudentin Gail Shipton, die zuletzt in einer beliebten Bar gesehen wurde, in der auch Scarpettas Nichte Lucy gern verkehrt. Ein Zufall?

Die forensische Untersuchung legt nahe, dass die Studentin Opfer eines Serienmörders wurde, der zur gleichen Zeit sein Unwesen in Washington treibt. Delikaterweise ermittelt Scarpettas Mann Benton Wesley in dieser Sache. Zu viel der Zufälle?

Schließlich findet Scarpetta heraus, dass Shipton eine dubiose Finanzfirma wegen Veruntreuung von 100 Millionen Dollar verklagt hat. Der Prozess stand kurz bevor …

Patricia Cornwell: Blendung, 512 Seiten, 24,99 Euro.

Veröffentlicht unter Literatur | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Memento Journalistenpreis 2015

EnricEthiopiaErstmals soll im Jahr 2015 der

Memento Journalistenpreis für vernachlässigte Krankheiten

für herausragende Berichterstattung zum Thema vergeben werden. Denn gerade die Medienberichterstattung spielt eine wichtige Rolle darin, größere Aufmerksamkeit für vernachlässigte Krankheiten zu erzeugen.

Mehr Infos hier! Und nicht vergessen: Weitersagen!

Veröffentlicht unter Aktuelles, Reportagen | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Alanyas Seeräuberfestung

DSCF5331 (Large)DSCF5342 (Large) DSCF5326 (Large)Steil geht es mit dem Minibus hinauf. Die Stadt liegt hinter mir. Das Panorama ist schön. Einfach grandios, von ganz oben. Endlich, die Burg von Alanya, zum Greifen nah. Noch ein paar hundert Meter zu Fuß. Dann bin ich angekommen. Ein Großteil der Mauern und Wälle sind die Überreste der Anlage, die im 13. Jahrhundert von den Seldschuken mit 150 Türmen gebaut wurde.

Schon im 2. Jahrhundert vor Christus hat jedoch der Piratenkapitän Diodoros Tryphton den Burgberg zu seinem Hauptquartier gemacht und von dort aus lange Jahre die Mittelmeerküste bis Antalya beherrscht. Hier liegen noch Teile einer byzantinischen Basilika und die Reste einer großen Zisterne. Von einer Aussichtsplattform genieße ich den grandiosen Blick aufs Meer. Sie diente einst als Hinrichtungsstätte. Gefangene hatten hier die Möglichkeit gehabt, begnadigt zu werden. Trafen sie mit einem kräftigen Steinwurf das Meer, bekamen sie ihre Strafe erlassen und wurden in das Heer des Sultans aufgenommen. Trafen sie es nicht, wurden sie selbst ins Meer gestürzt. Heute heißt es, dass es Glück bringt, von dort einen Stein ins Meer zu werfen!DSCF5324 (Large)Fotos: Enric Boixadós

Veröffentlicht unter Reise, Sabine’s world: A travel diary | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Struggles and Opportunities

Sometimes struggles are exactly what we need in life. Give every opportunity a chance – leave no room for regrets.  It takes courage to change and grow and become who you really are.  Your struggle is part of your story._DSC1261

Veröffentlicht unter Notabene | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kurz nachgebellt: Sie kommen …

Foto(1) (Large) Foto(2) (Large)„Sie kommen, mich zu holen, sie kommen. Da sind sie, schon ganz nah, ich höre ihre Schritte, neiiiiiin ….“

Ich schrecke hoch. Ich spüre Frauchens Hand auf meinem Kopf. Ich zittere, kann mich nicht beruhigen, fühle mich elend. Gleich wird es besser werden. Wenn ich die Augen aufmache ist Frauchen da, meistens.

Manchmal verfolgen mich die Bilder immer noch. Meine vierbeinigen Freunde, tot auf den Straßen, kurz vor der Tötung in den so genannten Lagern in Rumänien und anderswo. Kumpels, die, so wie ich, einst ausgesetzt wurden und nicht dieses Glück hatten, das mir zuteil wurde.

Foto: Mihai Vasile/Vier Pfoten

Foto: Mihai Vasile/Vier Pfoten

Oder sie sind gepresst in enge Käfige in den zahlreichen Schlachthäusern Asiens, da unser Fleisch dort als Spezialität geschätzt wird. Wer dort noch lebendig ankommt, hat Pech gehabt, denn die meisten werden lebend gehäutet. Je mehr Schmerzen sie während des Schlachtens haben, umso besser soll das Fleisch schmecken. Der so genannte Stressfaktor, hat was mit Adrenalin zu tun, das dann bis in die letzten Adern schießt. Ich höre ihre Schreie, nachts, wenn ich allein bin. Und ich bin machtlos, so machtlos, kann nichts für sie tun.

Foto: Gabriel Ignat/Vier Pfoten

Foto: Gabriel Ignat/Vier Pfoten

Foto: Mihai Vasile/Vier Pfoten

Foto: Mihai Vasile/Vier Pfoten

Gestern habe ich erfahren, dass meine italienische Freundin Leila vergiftet wurde. Irgendwo in einem kleinen Dorf in den Abruzzen. Nein, sie war keine Streunerin, sie hatte eine Familie, spazierte nur gerne allein durch die verwinkelten Gassen. Jeder kannte sie und trotzdem wurde sie getötet. Mit Absicht oder ohne, wer weiß, doch das spielt jetzt auch keine Rolle mehr: Leila, die kleine Mischlingshündin, ist tot.P1080501 (Large)

Mein Blick geht in die Ferne. Heute. Ein Novembersonntag, die Menschen nennen ihn Totensonntag. Sie trauern um ihre Verstorbenen, ich trauere um meine.

Zum Glück war es nur ein Albtraum, wie so oft in der letzten Zeit. Behandelt uns endlich so, wie wir es verdienen. Wir lassen unsere Menschen nie im Stich, wir lieben sie, egal ob sie arm oder reich sind. Wir kennen keine materiellen Werte, uns reicht ein freundliches Wort, eine zärtliche Berührung, etwas zu essen und zu trinken. Bessere Freunde als uns gibt es nicht und wird es niemals geben. Merkt Euch das.

Foto: Vier Pfoten International

Foto: Vier Pfoten International

Foto: Mihai Vasile/Vier Pfoten

Foto: Mihai Vasile/Vier Pfoten

Veröffentlicht unter Kurz nachgebellt, Straßentiere, Tierschutz | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 6 Kommentare

People come, people go …

Roomwithaview.jpg

People come into your life for a day, maybe two, sometimes even a week, and then they’re gone again. You never see them again and you barely hear from them again. You’re always on the same journey, but you never share it with anyone else because they leave as fast as they came. Maybe they don’t forget about you, but they forget to remember you.

Veröffentlicht unter Notabene, Sabine’s world: A travel diary | Verschlagwortet mit , , | 3 Kommentare

Anemourion – ganz ohne Touristen!

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

(see English version below)

Es war der Jahreszeit zu verdanken, dass ich den „Ort der Stürme“ für mich allein hatte. Ich nahm mir ein Taxi in Anamur. Die Fahrt dauerte nicht einmal eine halbe Stunde. Die von armenischen Fürsten erbaute Burg auf den Klippen über dem Strand liegt malerisch auf dem südlichsten Zipfel des türkischen Festlands. Ich streifte herum, sah mir die Ruinen an. Meine einzigen Begleiter waren unzählige Stechmücken. Anemourions Geschichte begann mit den griechischen Kolonisten und endete unter den Osmanen. Die Zitadelle wurde im 12. Jahrhundert erbaut und die Überreste der Stadt stammen aus römischer und byzantinischer Zeit. Und ich entdeckte ein altes Mosaik, das sorgfältig vor neugierigen Blicken unter Schottersteinen verborgen lag.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA DSCF5312 (Large)

Anemurium ancient city near Anamur and surrounded by the sea, is the best preserved necropolis in Anatolia with its churches, baths, concert hall, theatre, residences and about 350 remnants of cemeteries. Some mosaics were found on the both sides of the port street and some of these can be seen in the local museum. I discovered one of it!

 

Veröffentlicht unter Reise, Sabine’s world: A travel diary | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

We are all gonna die

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Everyone is different and everyone has an own definition of normality and an own definition of happiness and an own definition of being alive. But at the end of the day when the lights are off, and your head is on the pillow, and only the moon is keeping you company, you should consider: We’re all gonna to die one day.

And you have only two choices: Live the life you don’t want. Or live the life you want. My answer is very clear.

I made my decision long time ago. I’ve sacrificed relationships, friendships, expectations, stability, and many things which are conventional.

Now that I am older I like to remember the past of my life. I travelled the world with a backpack, an insatiable fire to explore new places, and the road I called home. I loved this life and I still do. But today I am married, I have a dog and a job. And I do travel more comfortable.

But I love to remember watching the stars through the windows of bouncy overnight buses and trains around the world, endless plane rides, motorbike adventures, brief romances, lifelong friendships made in one night, cold showers, hard beds, untamed wild hair, salt on my skin because of the endless swims in the ocean, language barriers, not knowing what day it is, waking up and having to remind myself which place I’m in, which currency I’m using, not knowing which city or which country I will be in the next day, getting lost, finding paradises and heavens and leaving little pieces of my heart everywhere. Movement was my only constant. Movement was my life.

Those memories make me the happiest living this way. And I know this is not normal to everyone. I know not everyone would live like this. We’re all different. But at the end of the day we know: We are all gonna to die.

Just live the life you truly want. And you will find your own version of normality.

Veröffentlicht unter Glücksbote, Notabene, Sabine’s world: A travel diary | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Anamur im Sommer 1987 und heute

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA(see English version below)

Ich erinnere mich an meine erste Türkeireise 1987 als junge Studentin. Die Welt stand mir offen, und das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Mein Reisebudget verdiente ich während des Semesters, unter anderem mit dem Schreiben für eine Regionalzeitung. Und die Semesterferien waren dazu da, die große weite Welt zu entdecken. Nichts hielt mich während dieser Zeit zuhause.

Schemenhafte Erinnerungen an damals, es ist schon so lange her. Einen Ort habe ich nie vergessen: Anamur an der türkischen Südküste. Nicht das Städtchen ist es, was mir im Gedächtnis haften blieb, sondern die alte Kreuzritterburg mit ihrer unbeschreiblichen Lage am Meer. Es war immer mein Traum gewesen, sie noch einmal zu besuchen. Und so ist es. Im November 2014 ist es soweit.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA DSCF5264 (Large)

„Wegen Renovierung geschlossen““ steht auf Englisch in großen krakeligen Lettern auf einem Pappschild, als ich aus dem kleinen Bus aussteige. Der Wächter sieht mein enttäuschtes Gesicht und bietet mir spontan an, mir die begehbaren Teile der Burg zu zeigen. Wow! Ich freue mich. Und klettere wie damals herum, auf den hohen Zinnen und durch Mauerspalten, um den besten Blick aufs Meer zu erhaschen.

Die Burg ist die am besten erhaltene und schönste Kreuzritterburg an der türkischen Südküste. Die im 12. Jahrhundert von fränkischen Baumeistern (Anmerkung: Ja, von meinen Vorfahren, ich komme aus Franken!!) errichtete Festung wurde bis in die Neuzeit militärisch genutzt und im 19. Jahrhundert von den Osmanen restauriert.

Es ist wie früher. Ich erinnere mich an die Backpacker, mit denen ich einst unterwegs war und an den Spaß, den wir damals hatten: Als wir in den einfachsten Unterkünften logierten, und uns stets als Schlafplatz die Dachterrassen aussuchten!

Damals, im Sommer 1987 …KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Summer of 1987 – I remember my trip to Turkey very clearly. I was a young student, and the world was waiting for me with open doors. The money I needed for my trips I made during my studies – I wrote for a local newspaper. During the university holidays I travelled. Nothing and nobody could keep me at home.

In my memories there was always a castle, located on a beautiful spot above the sea. I never forgot that impression from my past. It was always my dream of coming back, seeing it again. In November 2014 my wish became true.

“Closed for renovation” was the first what I saw when I left the tiny bus. The guard recognized my disappointment and offered to show me the areas, which were not under construction. I was happy and climbed on top of the battlements and searched within the huge walls the best view to the sea.

This Crusader castle was built on the ground of a Roman ancient city from the 3rd and 4th century A. C. in the 12th century. It was seized in 1308 by a leader with his army of 36.000 soldiers. The building consisted of 3 sections, has 39 towers, a mosque and an ancient bath.

It was like then. Everything at once. And I remembered the backpackers I travelled with and the fun and the joy. We got the cheapest rooms but always we were sleeping at the roof terraces. Then, in summer of 1987 in Turkey…

Veröffentlicht unter Reise, Sabine’s world: A travel diary, Turkey | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Up in the air

DSCF5333 (Large)My thoughts which would arise everytime I’m high up in a plane, overlooking a whole world. I look at the tiny shimmering lights coming from the windows and imagine the humans who live in it. The ones who are dying, the ones making love, the ones fighting, the ones crying, the ones swimming in pure happiness, the ones drowning in pain and the ones who are sleeping and dreaming.

I can feel them, relate to them, understand them. Because those tiny lights aren’t just lights. They are the vessels of humanity, a reflection of all of us experiencing ourselves. Different lives, different people.

But in the end we are all the same. We are tiny lights in the same tiny world spinning through a vast universe, making sense of each other, making sense of it all.BlickCockpit (Large)

Veröffentlicht unter Glücksbote, Notabene | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar