South East Asia/Part 4 Cambodian Beach life

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January 2013

Cambodia

Sihanoukville

5 hours southwest of Phnom Penh life is a beach. I just wanted to relax, take a swim and enjoy the pleasures of a coastal town. Sihanoukville was my place! People told me about it as Cambodia’s fun town. But it was not at all similar to Mallorca or Lloret de Mar. Still laid back, with not more than a handful tourists and a pleasant atmosphere. I stayed in Swissgarden Guesthouse.
P1120339 (Medium)The owners Monika Lienert and Peter Kruesi are from Switzerland. “I always had the feeling for leaving”, said Monika. “To a place without snow and only nice weather.” When she met Peter, her future husband, they both decided to leave their home country.
P1120406 (Small)“We had the same dream”, said Monika, “the only difference had been that I wanted to go to South Africa, Peter preferred Asia.” After 6 weeks holidays in South East Asia they decided for Cambodia. “Our experiences with the country and the people have been very positive.” They looked for a place at the seaside: Sihanoukville! Even Swiss TV came for a movie about their new lives.
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The town of Sihanoukville is rather charmless and the visitors remain at the 4 beaches ringing the headland. Named in honour of the then-king, the town was hacked out of the jungle in the late 1950s to create the country’s first and only deep-water port. With the overthrow of King Sihanouk in 1970, the town’s name was changed to Kompong Som until 1993. Till today Cambodians refer to the place by both names.
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I spent my days at the beach, went to “Dr. Fish” where I tried for the first time a fish-feet-massage, how stunning!

After some days it was enough, bye-bye lazy beach life.
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Kampot

Heading east in a crowded mini bus to Kampot. I discovered a charming place with a French architectural legacy and a relaxed atmosphere. Just strolling around the narrow streets and admiring the old fashioned houses.
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Along the large waterfront of the Kampot river I tried the food in colonial styled restaurants and enjoyed drinks in one of the bars.
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I stayed at the Natural Bungalows in a comfortable room with a great view to the river.
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Kep

For a daytrip I drove to nearby Kep. The seaside resort called once Kep-sur-Mer and was founded as a colonial retreat for the French elite in 1908. The war damaged the town and now it is slowly recovering. What wasn’t destroyed by the Khmer Rouge was looted by the Vietnamese army or by locals selling materials to the Vietnamese in order to survive the 1979-1980 famine. Here is also one of King Sihanouk’s many palaces. Kep was one of his favourite spots in Cambodia.
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Today the town is well known for its seafood restaurants. There are numerous bamboo shacks along the waterfront and it is one of the cheapest places in the country to indulge in fresh crab.
P1120456 (Medium)With all the local and international tourists Kep seems to be rising from the ashes, but still today it is only a little more than a shadow of its former beauty.
P1120464 (Medium)Back to the market in Kampot  I didn’t forget to buy the famous pepper grown in the region. In the years before war took its toll, no self-respecting French restaurant worth its salt in Paris would be without Kampot pepper on the table.
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Next destination: Vietnam!

Foto-Collage Titel: Nicola Mesken (www.nicola-mesken.com)
Alle anderen Fotos: sl4lifestyle

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Kurz nachgebellt: Mit den Kumpels im Schnee

P1130164 (Small)Schneetoben in Simones Hundeschule. Und das mit den Kumpels Manuel und Timmi. Auch die flotten Mädels Paula und Lucy waren dabei. Hat Spaß gemacht! Wuff!
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Kurz nachgebellt: Ein Schriftsteller und sein Hund

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAWuff, hat mich beeindruckt:

„Wir begruben Baoli im Garten, zu Füßen einer Statue des Gottes Ganesh, im Schatten eines Bambushains. Die Bediensteten von Turtle House und die Straßenwächter warfen Blumenkränze in die Grube und steckten Räucherstäbchen in die frische Erde. Mit diesem Hund verloren wir einen ruhenden Pol im Nomadenleben der Familie: 13 Jahre hatte er uns begleitet, von Hongkong nach China, nach Japan und nach Thailand. In welchem Körper würde er wohl wiedergeboren werden? Vielleicht im Körper eines höheren Wesens; vielleicht im Körpfer eines derjenigen, die nach zahlreichen gut verbrachten Leben an die Schwelle des Nirwana gelangen, sie beinahe überschreiten, aber dann noch einmal zurückkehren, um noch ein Leben zu leben. Das letzte. Gute Reise, Baoli!“

Auszug aus dem Buch „Fliegen ohne Flügel“ des Schriftstellers Tiziano Terzani

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Greta Klingsberg, Sängerin und KZ-Überlebende

Foto Ludwig 2 (Medium)1929 in Wien geboren und aufgewachsen verbringt Greta Klingsberg eine ganz normale Kindheit. Bis es Juden auf einmal verboten ist, zur Schule zu gehen, in Geschäften einzukaufen oder auf Parkbänken zu sitzen. Sie müssen gelbe Sterne tragen und werden nicht mehr gegrüßt. „Jeden Tag gab es eine neue Bestimmung“, erinnert sie sich heute.
1938 nach dem Anschluss Österreichs flüchtet sie mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester Trude aus Wien in die Tschechoslowakei. Die Eltern schließen sich dort einer Gruppe an und gelingen illegal nach Palästina. Ihre Töchter haben sie in ein Heim geben müssen, wie andere jüdische Eltern ihre Kinder auch. Die geplante Reise der Kinder zu ihren Eltern scheitert. Nach dem Einmarsch der Deutschen kommen die Kinder in ein tschechisch-jüdisches Waisenhaus.

Anfang 1942 wurdest Du mit deiner Schwester nach Theresienstadt deportiert.

Das Ghetto war noch nicht organisiert. Es dauerte, bis sich die jüdische Selbstverwaltung um die Kinder kümmerte.

Dann richtete man Häuser für die Kinder ein.

Unseres war L 410, das Haus der Mädchen, ein normales Wohnhaus eigentlich. Das Zimmer hatte die Nummer 25 und es lebten dort sehr viele Kunst liebende Kinder. Wir haben sehr viel gesungen, Gedichte gemacht und gezeichnet. Aber wir waren gepfercht. Dreißig Mädchen in einem kleinen Raum. Es gab keinen Schrank. Unsere Habe hatten wir auf unseren Lagern – Kleiderfetzen, ein Buch, eine Zahnbürste.

Die Zeichnungen der Kinder von Theresienstadt sind berühmt. Hast Du auch gezeichnet?

Ich weniger, meine Schwester schon. Ich habe geschrieben. Etwa eine Unterhaltung mit einem künstlichen Gebiss. Wie ich darauf kam? Im Ghetto gab es sehr viele alte Frauen. Die Organisationen „Stützende Hand“ schickte Kinder zu ihnen. Wir sollten sie etwas fröhlicher machen. Bei einem solchen Besuch habe ich wahrscheinlich ein künstliches Gebiss gesehen. Jedenfalls kam mir die Idee, dass man das abends herausnimmt und sich mit diesem unterhält.

Um Euch kümmerten sich Erzieher und manchmal hattet Ihr auch illegalen Unterricht. Wie verlief dieser?

Wir hatten dauernd heimlichen Unterricht. Mitschreiben konnte man bei den Vorträgen nicht, denn das Papier wurde für die zeichnenden Kinder gebraucht. Uns wurde viel erzählt, zum Beispiel über Literatur. Gedichte musste ich auswendig lernen, „Sängers Fluch“, „Die Kraniche des Ibykus“. Meine Schule war improvisiert, aber sehr phantasievoll.

Hattest du Kontakt zu deiner Schwester?

Wir konnten uns leicht besuchen. Aber ich war streng zu ihr. Einmal wollte sie aus einem Mistkübel etwas herausholen, irgendein altes Spielzeug. Ich habe ihr das verboten: So etwas macht man nicht! Das tut mir heute noch leid.

In Theresienstadt kannten dich viele Menschen durch deinen Gesang.

Ich habe mein ganzes Leben gesungen. Musik bedeutet mir noch heute alles.

Wie wurdest du entdeckt?

Jemand wusste, dass ich eine klare, helle Stimme hatte, einen hohen Sopran und ein absolutes Gehör. So wirkte ich bei verschiedenen Konzerten im Lager mit, beispielsweise im Chor von Verdis „Requiem“. „Libera me domine“ – für uns war das Erlösung aus dem Jetzt, nicht aus dem Tod.

Du hast auch bei verschiedenen Opernaufführungen mitgewirkt.

Ich war im Chor bei „Figaros Hochzeit“ und in der „Verkauften Braut“. In der „Zauberflöte“ hatte ich meine erste Rolle. Ich sang den zweiten Knaben. Dann kam „Brundibár“.

Was ist für Dich das Besondere an diesem Stück, in dem du das Mädchen Aninka mehr als 50 Mal gespielt hast?

Dass dieses Stück nur von Kindern gespielt wird! Und auch vom musikalischen Standpunkt aus ist es wertvoll. Es ist eine schöne, leichte und harmonische Musik, zwischen Strawinsky und Weill. Ich bin so froh, dass die Oper lebt!

Wovon handelt sie?

Wenn Kinder zusammenhalten, dann siegen sie auch über alles Böse.

In der Brundibár-Rezeption gibt es verschiedene politische Deutungen, aber für Euch Kinder hatte sie eine andere Bedeutung.

Selbstverständlich! Wir waren froh, auf der Bühne zu sein. Es waren Stunden des normalen kindlichen Lebens. Plötzlich gibt es einen Hund und eine Katze und einen Spatz. Es gibt eine Schule, es gibt Milch, es gibt Eis – also alles Sachen, die wir kaum mehr kannten! Und selbst der Brundibár war populär. Er hatte einen Schnurrbart, der wackelte hoch und runter, wenn er gesungen und gebrüllt hat. Das fanden wir schrecklich komisch. Ob jetzt die Erwachsenen in Brundibár Hitler gesehen haben? Das war für uns Kinder vollkommen unwichtig.

Im Ghetto wurdest du nicht mehr Greta, sondern Aninka gerufen.

Die Oper war sehr bekannt. Viele wollten mitspielen. Es gab wechselnde Besetzungen, aber nicht aus normalen Gründen, sondern weil Kinder abtransportiert wurden. Ich hatte Glück. Ich blieb bis zum vorletzten Transport in Theresienstadt.

„Brundibár“ wurde auch für den Nazi-Propagandafilm „Theresienstadt“ benutzt. Kannst du dich an die makabren Dreharbeiten erinnern, als aus dem Ghetto ein Potemkin-Dorf wurde?

Uns Kindern gab man Sandwiches. Die haben wir so schnell aufgegessen, dass sie uns noch einmal welche geben mussten.

Wie ist es für dich, wenn du heute den „Brundibár“-Ausschnitt siehst?

Ich kannte ihn gar nicht. Eine gute Freundin in Israel hat mich darauf aufmerksam gemacht: Da bist du in dem Film! Wie kannst du mich erkennen? Große Nase, große Augen, das bist du. Es stimmt! Ich habe mich scheinbar nicht viel geändert, außer einigen Falten.

Theresienstadt wurde als der „Vorhof zur Hölle“ bezeichnet.

Es war ein Teil unserer Kindheit, dass Leute starben, dass es Hunger gab, dass es Schmutz gab. Es gab Kinder, die plötzlich neben mir starben, weil sie unterernährt waren oder an Typhus litten.

Am 23. Oktober 1944 wurdest du mit deiner Schwester und den anderen „Brundibár“-Kindern nach Auschwitz deportiert.

Für uns Kinder war das eine Fahrt ins Irgendwo. Manche hatten Angst, von ihren Eltern getrennt zu werden. Ich hatte meine Schwester und meine Betreuerin Laura. In Auschwitz kamen wir in der Nacht an. Ich hörte Geschrei und Hunde. Ich sah, wie meine Schwester auf die eine Seite ging und ich mit Laura auf die andere. Was das bedeutete? Ich wusste es damals nicht.

Greta Klingsbergs Schwester Trude wird in Auschwitz ermordet, sie selbst kommt mit dem Leben davon und wird mit einer Gruppe von Frauen von Auschwitz nach Oederan gebracht, einem Außenlager des KZ Flossenbürg. Dort arbeitet sie in einer Munitionsfabrik. Beim Heranrücken der Front wird das Außenlager aufgelöst. Die Häftlinge sollen nach Mauthausen geschafft werden, doch dieses Lager ist überfüllt. So gelangt Greta Klingsberg wieder nach Theresienstadt, wo sie die Befreiung mit ihrer Erzieherin Laura Schimko erlebt. Einige Zeit verbringt sie in einem Pitter-Heim, bis sie 1946 nach Palästina auswandert, in der Gruppe, zu der auch der Maler Yehuda Bacon gehört. In Palästina trifft sie ihre Eltern wieder, nach mehr als sieben Jahren. Klingsberg arbeitet fast 40 Jahre als Sängerin und beim israelischen Rundfunk.

Mainfranken Theater Würzburg

Greta Klingsberg mit Schülerinnen und Schülern bei einer Aufführung der Kinderoper „Brundibár“.

Mit freundlicher Genehmigung des Mainfrankentheaters Würzburg. Vielen Dank an Alexander Jansen, Dramaturg, für das Interview.
Foto unten: Gabriela Knoch

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Foto der Woche – Master-Arbeiten

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Mal auf die Schnelle die bestandenen Master-Arbeiten weitergeben!

Phnom Penh, Kambodscha, Januar 2013

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Trend des Tages – 21. Februar 2013

Vietnam en vogue!

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Cambodia: Seeing Hands Massage

Blind masseurs are trained in Japanese Shiatsu- as well as Anma-massage and Chinese foot massage. All profits go towards assisting blind people in Cambodia. The team of blind masseurs has successfully completed the Association of the Cambodian Blind Training Course (ABC) and is officially acknowledged by the ABC. The massages relieve tension and reduce stress and exhaustion. The treatments are also therapeutic for those suffering from high blood pressure, headaches, backaches, muscle cramps and sleeplessness.

„You have noticed countless people begging in the streets of Cambodia. We are visually impaired, but we are determined to earn our living.“

Quotation of a blind masseur in Battambang, Cambodia

Available in almost every Cambodian city.

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Tokyo Marathon 2013

sl4lifestyle im Gespräch mit Marathonläufer Frank Karthoff, Aschaffenburg.

P1110202 (Medium)„Von New York an den Rursee in der Eifel und weiter nach Tokyo“ – fast so kann man meine Reise beschreiben, welche ich nun hinter mir aber letztendlich noch vor mir habe! Ich wollte am  ING New York City Marathon, der größten Sportveranstaltung der Welt, am 4. November 2012 teilnehmen, was der Hurrikan Sandy leider verhinderte. Ich wollte unbedingt meine ING New York City Marathon- Zeit von 3h:47min.28sec aus dem Jahr 2010 unterbieten und eine Platzierung von deutlich unter den schnellsten 10.000 Teilnehmern (Jahr 2011: Platz 10.299 von 47.365 Teilnehmern) erreichen. So trainierte ich nach dem ersten ING New York City-Marathon weiter, in der Regel zwischen 50 und 80 km pro Woche – in der Spitze sogar bis zu 100 km, immer das große Ziel am 4. November vor Augen. Ich nahm an einem halben Dutzend 10km bzw. Halbmarathonwettkämpfen teil. Meine 10 km Bestzeit schraubte ich auf 39,59min – beim Aschaffenburger Halbmararthon am 7.11.2012 durchbrach ich „meine persönliche Schallmauer von 1h:30min“ und beendete das Rennen nach 1h:29min:34 sec. Hinter mir lagen unzählige 30 km Trainingsläufe, meine körperliche Verfassung war klasse. Und dann kam die Absage. Für mich war es eine Riesenenttäuschung, ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so traurig war. Die Vorbereitung eines fast ganzen Jahres war dahin, zumindest fast. Im Internet recherchierte ich und traf auf den Rursee Mararthon  in der Eifel am gleichen Tag, zu dem ich mich sofort anmeldete. Besser als nichts, und das auch nur zu 50 Euro, ein Schnäppchen, verglichen mit der hohen Teilnahmegebühr in New York.

Am Start hatten sich rund 400 Läufer eingefunden. Doch es war die Hölle!!. Ich hatte 42,195 km nahezu Dauerregen -noch schlimmer war, dass dies ein Bergmarathon über Höhen und Täler war und der Marathon komplett über Waldwege, Single Trails, Aufstiege, teils Kletterpassagen führte mit einer Höhendifferenz von 900 Metern. Mit Laufen hatte dies wenig zu tun – in dem Morast sanken meine Schuhe teils bis zu den Knöcheln ein. Kaum hatte ich wieder einen dieser Eifelgipfel erklommen, blies mir der scharfe Wind ins Gesicht, irgendwann und irgendwo Schneefall, im Tal wieder Dauerregen und, und, und …

„Der Hund, der mir ans Bein pinkelte …“

Die beeindruckende Zuschauerkulisse von 65 Personen, davon etwa die Hälfte Streckenpostenund  der Rest „versprengte Zuschauer“ mit Hunden, von denen einer gerade das Bein hob, als ich vorbei lief! Kurzum: Ich beendete die Schlammschlacht mit einer Platzierung irgendwo im Mittelfeld nach 4h17min44sec und fuhr total frustriert wieder nach Hause. So hatte ich mir den New York Marathon- Ersatzlauf nicht vorgestellt. Es musste etwas geschehen. Um wieder Motivation zu tanken, gelang es mir, eine Startnummer für den Tokyo Marathon 2013 zu bekommen. Ich hatte ein neues Ziel und lebte sportlich wieder auf!

Nun hieß es wieder trainieren und trainieren, und ich tat es.  Harte und lange Trainingseinheiten begleiteten meinen Alltag, denn beruflich bedingt konnte ich teils nur zu ‚Extemzeiten‘ laufen. So stand ich oft morgens vor  5 Uhr auf und trainierte mit Stirnlampe Bergläufe im Sodener Wald – nicht selten lief ich vor dem Frühstück Distanzen von bis zu 21 km. Auch in der abendlichen Dunkelheit drehte ich meine Runden. Inzwischen habe ich ein Fitnessniveau erreicht, welches mich selbst überrascht – noch nie in meinem Leben habe ich mich so gut gefühlt wie heute. Bei einer Körpergröße von 188 cm ist mein jetziges ‚Wettkampfgewicht‘ 76kg. Der permanente Ausdauersport beeinflusst auch mein  Berufsleben nur positiv – in mehreren wissenschaftlichen Studien las ich, dass die Gedächtnisleistung von Ausdauersportlern um bis zu 69 Prozent über jener von Menschen ohne sportliche Tätigkeit liegt. Ich kann das nur bestätigen, das ‚Berufsleben und dessen Belastung‘ empfinde ich zunehmend als  spielend  – hart ist nur das Marathontraining am frühen Morgen und spät nach Feierabend!

Über die Schmerzgrenze gehen

Seit Juli 2011 habe ich nun die Laufdistanz von 2.674 km zurückgelegt – in der Vorbereitung für den kommenden Tokyo Marathon lief ich seit November 2012 rund  700 km. Trotz dieser enormen Kilometerzahlen bin ich weit von der Aussage entfernt, dass ich den Marathon beherrsche. Trotz dieser enormen Trainingskilometer muss ich im Schlussteil ab 30 km über die Schmerzgrenze gehen, um den Marathon wirklich durchlaufen zu können. Ich glaube, nur wer einen Marathon einmal absolviert hat (gleichgültig, in welcher Zeit) weiß, was das bedeutet. Ich erinnere mich an meine frühere Mountainbike-Rennen als nur ein Teil der körperlichen Beanspruchung im Vergleich zum Marathon. Heute fahre ich Mountainbike nach einer harten Marathontrainingseinheit zur Regeneration – wie in einschlägigen Marathon-Trainingsbüchern empfohlen!

„The day we unite“ – „Der Tag an dem wir uns vereinen“ , lautet das diesjährige Motto des Tokyo Marathon (42,195km), an den ich am kommenden Sonntag, 24. Februar 2013, zusammen mit 35.629 Teilnehmern aus mehr als 40 Ländern teilnehmen werde. Den Tokyo Marathon gibt es erst seit 2007, heuer gab es weltweit 304.000 (!) offizielle Anfragen nach Startnummern. Selbst der Tokyo Marathon 2014 ist schon ausverkauft – wahrhaft unglaublich. In Berichten wird der Tokyo Marathon für sein begeistertes Publikum und seine unvergessliche Atmosphäre gelobt – mehr als eine Million Zuschauer werden den Weg durch Downtown Tokyo säumen. Die Startzeit in Tokyo ist um 9.10 Uhr Ortszeit – nach deutscher Zeit 1.10 Uhr morgens. Ich trage ein blaues Laufhemd mit der Aufschrift „FRANK – GERMANY“ – die Unterstützung aus den Reihen der  New York Marathon-Zuschauer von 2011 bleibt mir bis heute unvergesslich. Mein Rennen könnt Ihr live mitverfolgen auf dem Kanal „Fuji Television Network“. Oder im Internet. Auf http://r.tokyo42195.org könnt ihr meinen Namen eingeben und alle 5 km meine Zwischenzeiten ablesen.“

Weitere Eindrücke gibt es auf http://www.tokyo42195.org und http://m.tokyo42195.org

Info Tokyo Marathon 2013: tokyomarathon2013_guide_e

sl4lifestyle wünscht Frank Karthoff viel Erfolg! Toi, toi, toi! Wir sind auf den Nachbericht gespannt.

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Vergiss mein nicht – ein Liebesfilm

Es passiert nicht allzu häufig, dass ich Filme sehe, die sich in mein Gedächtnis einprägen. „Vergiss mein nicht“ gehört dazu. Dokumentarfilmer David Sieveking nimmt uns mit auf eine ungemein persönliche Reise seiner Familie. Seine Mutter Gretel leidet an schwerer Demenz. Um seinem Vater Malte, einem früheren Mathematik-Professor, etwas Last von den Schultern zu nehmen, zieht David für einige Wochen wieder bei seinen Eltern ein, um seine Mutter zu pflegen, während sein Vater im Urlaub neue Kraft tankt. Dabei begleitet David die Pflege und das Leben seiner Mutter mit der Kamera. Obwohl sich Gretels Krankheit immer wieder deutlich zu erkennen gibt, verliert die Frau nicht ihren Lebensmut und steckt damit auch ihren Sohn an. Durch ihre offene und ehrliche Art lernt David seine Mutter noch einmal ganz neu und von einer ganz anderen Seite kennen. Man erfährt viel von ihr: Dass sie früher eine Sendung beim NDR hatte, dass sie sich politisch engagierte und als „Revolutionärin“ beim Schweizer Verfassungsschutz geführt wurde, über ihr Engagement in der Frauenbewegung und auch über ihr Liebesleben, das nie von Monogamie geprägt war. Durch den Film setzt ihr Sohn ein Mosaik seiner Familiengeschichte zusammen, das als Krankheitsfilm gedacht war und schlussendlich ein Liebesfilm wurde. Als Zuschauer wächst man mit in die Familie hinein, wird fast Teil von ihr und verspürt eine überraschende Heiterkeit. Letztendlich bewirkt der Film das, was er von Anfang an beabsichtigt: Den Mut zu haben, sich selbst mit der Krankheit zu beschäftigen, sich mit ihr auseinanderzusetzen, denn letztendlich kann sie uns alle treffen.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=VrhC-2oya30

Quelle: Youtube

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Über die Einsamkeit

„Ich war glücklich. Ich war allein, und die Einsamkeit schien mir eine großartige Begleiterin.“

Tiziano Terzani, italienischer Schriftsteller

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