Kurz nachgebellt: Zum Nachdenken!

IMG_1705 (Large)

Ich finde es ganz klasse, dass es so viele Organisationen bei Euch auf der Erde gibt, die Vizslas, also meine Rasse, aus schlechten Verhältnissen oder gar Tötungsstationen retten. Ihr wisst auch, dass ich hier oben jenseits der Regenbogenbrücke mit ganz vielen anderen Hunden zusammen komme.

Manche kommen direkt aus den Tötungsstationen dieser Welt und es dauert in der Regel sehr lange, bis sie sich wieder einigermaßen erholen. Denn die letzten Tage ihres Lebens waren nicht schön gewesen und viele von ihnen kommen nie mehr über diese Erfahrungen hinweg. Ich möchte nur mal bellen, dass es nicht nur wir Vizslas sind, die ganz besondere Hunde sind.

Jeder Hund ist doch auf seine eigene Art und Weise etwas ganz Besonderes, egal, ob der Vierbeiner lang- oder kurzhaarig, dick oder dünn ist, Schlapp- oder Stehohren, lange oder kurze Beine hat.

Und es gibt ganz fantastische Mischlinge und Hunde aus dem Tierschutz, die genauso dieses Lob verdienen wie wir Vizslas. Obwohl ich mich nicht besonders schön finde: Ich bin zu semmelgelb, habe zu große Pfoten und einen komischen Gang.

Denkt mal darüber nach, dass wir doch alle den gleichen Respekt und die gleiche Liebe verdienen. Auch darüber, dass Vizslas bevorzugt gerettet werden, aus Tötungsstationen, aber die anderen Kollegen eben nicht.

Ich freue mich auf Eure Kommentare zu dieser doch sehr brisanten Feststellung der Wertschätzung von Hunden, die Eure Hilfe benötigen.

Euer Gaston von Wolke 9.

Veröffentlicht unter Kurz nachgebellt, Straßentiere, Tierschutz | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 1 Kommentar

China: Chaos im Fluss

 

VMPR_Umschlag_Ansicht_vorne (Large)

Am heutigen Lese-Donnerstag stelle ich Euch ein ganz besonderes Buch vor. Warum ist es besonders? Weil es aus einer Leidenschaft heraus entstanden ist. Mit der Autorin bin ich befreundet, wir kennen uns schon lange, da wir gemeinsam an der gleichen Universität studiert haben. Helga ist Wirtschaftswissenschaftlerin, daher auch das große Interesse an den Produktionsabläufen in China und welche Rolle sie im privaten Bereich der Menschen vor Ort spielen.

kroegerBZ S14 (Large)

Hier erzählt sie Euch über ihre Reise, die sie nachhaltig geprägt hat.

„Ich fuhr nach China, weil ich in Asien neben Kultur und Landschaft die pulsierende Zukunft der Arbeitswelt unter harter Konkurrenz sehen wollte. Und ja, das ist sehr zu spüren! Unsere Kinder sollten unbedingt das Tempo einer Metropole wie Shanghai kennenlernen und sich nicht in Europa zurücklehnen. Die Metropole ist so lebendig und mitreißend.

Und dann wurde ich vor Ort unerwartet emotional ergriffen: Durch so viel südländische familienorientierte Lebensfreude, Chaos im Fluss und wohlhabenden 400 Millionen Chinesen, die Konkurrenz täglich leben und deren Jugend dennoch genauso leicht wie unsere Jugend ist.

Gleichzeitig dachte ich über das Zusammenhalten eines von vielen Unterschieden geprägten Milliardenvolkes nach. Wo unser viel kleineres Europa sich so schwer tut, zusammen zu agieren!

Unbenannt (Large)

Millionenmetropole Shanghai

Meine Perspektive auf China änderte sich. Ich betrachte dieses Land nun absolut respektvoll (wie Helmut Schmidt es auch anmahnt), auch, weil ich nun Kontakt zu gut ausgebildeten Chinesen habe.

Wenn in den Medien Chinas Handlungen kritisch gesehen werden, blicke ich auf unser Europa und sehe, was da auch nicht so gut läuft, z.B. Flüchtlingskrise, Dieselskandal inkl. Smog, militärische Einsätze, politische Berichterstattung und so vieles mehr, auch Religion – in China wird nicht auf das Jenseits vertröstet.

Angeregt zum Buch wurde ich von einer seit Jahren in Shanghai lebenden Freundin, die meinte, mein Blick auf das Land in welchem sie insbesondere als Frau gerne arbeitet, wäre noch ganz frisch. Und genau das wäre interessant! So fotografierte ich unterwegs und machte mir Notizen, viele auch zum Alltag.

Zuhause habe ich die Reiseerlebnisse niedergeschrieben. ‚Es liest sich, als sei man mit auf Reisen‘, sagen viele Leser. Zum fertigen Buch wurde es dann, als ich immer mehr reflektierte und darüber recherchierte, was ich gesehen, beobachtet und erlebt hatte.

essenMein Buch ist zugleich ein neuer Denkprozess über die eigene Identität, den eigenen Kultur- und Wirtschaftsraum, der täglich neue Blickwinkel erschließt. Geistige Erfrischung, die Liebe zum vielfältigen chinesischen Essen und Freunde habe ich als Geschenk mitgenommen. Ich könnte immer weitere Kapitel der Reflektion schreiben …“

Helga Kröger

Helga Kröger: Pulsierendes China. Chaos im Fluss, 175 Seiten, 350 Farbfotos, 19,95 Euro zzgl. Versand 1,65 Euro.

Bestellung: helgakroeger@yahoo.com

Fotos: Archiv Kröger

 

 

Veröffentlicht unter Autoren zu Gast/Guest Authors, Literatur | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was Ihr tun könnt! Demenz bei Euren Haustieren?

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Ehrlich gesagt, in letzter Zeit kommen immer mehr Tiere über die Regenbogenbrücke, die sehr alt sind. Und sie erzählen mir dann, dass man bei ihnen eine Demenz festgestellt hat. Wuff! Schon mal was davon gehört?

Ich habe mich da mal ein wenig schlau gemacht. In der Tat, immer öfter werden Tierhalter mit ihren dementen Haustieren konfrontiert. Durch gute medizinische Versorgung, Pflege und hochwertiges Futter werden Eure Haustiere ja immer älter. Mit diesem erhöhten Alter treten leider aber auch typische Erkrankungen auf. Demenz ist eine dieser Krankheiten und tritt mittlerweile regelmäßig bei Haustieren auf. Worauf Ihr achten solltet und wie man mit Demenz bei Hunden und Katzen als Krankheit umgeht, habe ich mal zusammengefasst.

Laut der für die Tierschutzorganisation TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach wird Demenz in der Tiermedizin auch als kognitive Dysfunktion bezeichnet. Die kognitiven Fähigkeiten der Tiere lassen nach und entsprechend ändert sich das Verhalten. Bei dem Krankheitsverlauf spielen mit Plaque-Ablagerungen im Gehirn ähnliche Veränderungen wie bei menschlichen Alzheimer-Patienten eine Rolle.

Gaston_Times_Square

Gaston Vizsla weltweit! Vorträge über Demenz bei Haustieren. Heute in der GASTON BAR.

Demenz bei Tieren ist ebenso wie beim Menschen nicht heilbar. Die Krankheit lässt sich aber mit Medikamenten in einem gewissen Rahmen behandeln. Diese Behandlung solltet Ihr genauestens mit dem Tierarzt absprechen.

Demenz bei Hunden und Katzen erkennen

Wie erkennt man ob sein Haustier an Demenz erkrankt ist? Gerade bei Katzen, die von Natur aus zurückhaltender sind als Hunde, fällt eine Veränderung oft nicht sofort auf. Aus diesem Grund solltet Ihr Euren Vierbeiner genau im Blick behalten und auf die ersten Anzeichen einer Demenz achten. Hier einige Symptome:

Verwirrtheit
Desorientiertes Verhalten
Verändertes Wesen
Plötzliche Probleme mit Artgenossen
Unsauberkeit
Neue Ängste
Veränderter Schlafrhythmus
Nächtliches grundloses Schreien bei Katzen

Diagnose Demenz beim Hunden und Katzen

Wenn die Diagnose Demenz erst gestellt ist und Euer Tier die passenden Medikamente erhält, könnt Ihr selbst auch aktiv werden um Eurem tierischen Liebling das Leben zu erleichtern. Ab nun hat die Sicherheit der Tiere die oberste Priorität:

Hunde sollten besser an der Leine laufen, da sie sonst eventuell nicht zu ihrem Halter zurück finden oder auf dessen Rufe reagieren, weil sie diese nicht zuordnen können.

Freigängerkatzen sind nun besser in der Wohnung aufgehoben. Die frühere Freiheit birgt zu große Gefahren, die verwirrte Tiere nicht mehr einschätzen können. Auch hier ist das Risiko groß, dass ein Stubentiger nicht wieder nach Hause findet.

Feste Abläufe helfen Euren Tieren mit Demenz im Alltag zurecht zu kommen

Beständigkeit und Ruhe sind für Hunde und Katzen mit Demenz wichtig
Stress am besten vermeiden
Zusätzliche Futter- und Wassernäpfe erinnern demente Hunde und Katzen daran, zu essen und zu trinken
Katzen fällt es leichter, sich an geeigneten Orten zu erleichtern, wenn weitere Katzentoiletten zur Verfügung gestellt werden
Hunde benötigen manchmal spezielle Windeln, wenn sie nicht mehr stubenrein sind

Denkt dran! Ein dementes Tier gehört noch lange nicht zum alten Eisen! Eure Vierbeiner möchten weiterhin den Tag erleben und Spaß beim Spielen haben.

Wer früher Clicker-Training gemacht hat, kann dies ruhig mit leichten Übungen fortsetzen. Spiele, die die grauen Zellen etwas anstrengen, können hilfreich sein und das Fortschreiten der Krankheit im Idealfall sogar verlangsamen. Die Beschäftigung mit Euch, ihrem Menschen, macht den Tieren Spaß und stärkt die Bindung! Das ist ein positiver Nebeneffekt, der gerade bei einer Krankheit wie der Demenz nicht zu vernachlässigen ist.

Bin gespannt, was mir die nächsten Vierbeiner erzählen, die über die Regenbogenbrücke kommen. Macht das Beste aus diesen Tipps!

Euer Gaston von Wolke 9.

 

Veröffentlicht unter Kurz nachgebellt, Tierschutz | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

An evening out in Erbil, Kurdistan

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

The Choli Minaret is in the Minara Park („Minara“ means „Lighthouse“). It is 36 meters high and was built in 1190 till 1232 AD. It is built of baked bricks, the base being decorated with two tiers of niches with pointed arches, two on each of the eight faces that are inscribed in rectangle frames.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIt was the last evening of my stay in Erbil. Work was done and after swimming my laps in the hotel pool I took a local taxi to venture out in town. It was about one hour before sunset and the heat was still there but bearable compared to the hours before. The taxi took me past the Minara Park and I told the driver to stop.

I was in the mood to stroll around. I passed families and a group of youngsters in the compound. Women wearing huge black veils. Some of them were posing, taking photographs and selfies with their mobiles. The atmosphere was pleasant and peaceful.

Only half an hour drive away were mined villages without population, empty. Erbil is more or less safe. The war is outside.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

On September 25, 2017 there will be the referendum for the independency of Iraqi Kurdistan. The local population is very excited about this day. Erbil is the capital city of the Kurdistan Region in Iraq. We will see how it turns out.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Perfect background for a wedding picture: The Minara Park.

 

Veröffentlicht unter Iraq, Reise, Sabine’s world: A travel diary | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Stimmt Ihr für den Tierschutz?

Kuro_blebb_Foto_LarissaBrodziak (Large)

Tiere haben keine Stimme – es ist an uns, für sie das Kreuz an der richtigen Stelle zu setzen!

Mit der Bundestagswahl am 24. September 2017 besteht endlich wieder die Möglichkeit, den Tierschutz in Deutschland voranzubringen. Die letzten vier Jahre wurde das Staatsziel Tierschutz von der Politik größtenteils ignoriert. Ihr alle habt nun die Chance, durch Eure Wahlentscheidung eine Verbesserung für die Tiere zu bewirken.

Wir haben die Parteien im Bundestag zu ihren Tierschutzplänen für die nächste Legislaturperiode befragt. Wird es in den nächsten vier Jahren endlich ein Ende der Eingriffe bei Nutztieren geben, wie zum Beispiel das Kupieren der Schnäbel? Wird das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration durchgesetzt? Und wie stehen die Parteien zu einem Wildtierverbot im Zirkus oder der Einführung einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Hunden und Katzen?

Hier der Link zu mehr Tierschutz in der Politik. Schaut bitte nicht weg bei einem so wichtigen Thema!

Wie stimmen die Bundesbürger hinsichtlich Tierschutz ab. Hier zur Umfrage.

Forderungen der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN an die Politiker. Hier!

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat kürzlich eine Bilanz veröffentlicht, die nicht mit Eigenlob spart. Vermeintliche Fortschritte werden als große Erfolge gefeiert. Dabei sieht die Realität der Lebensbedingungen von Tieren in Deutschland am Ende von Landwirtschaftsminister Christian Schmidts Amtszeit nach wie vor sehr traurig aus. Hier!

Die Arbeit des Bündnisses für Tierschutzpolitik. Hier!

Foto: Larissa Brodziak

Dann mal gutes Gelingen! Wer von Euch setzt sich denn aktiv – auch politisch – für den Tierschutz ein? Freue mich über Eure Kommentare.

Veröffentlicht unter Tierschutz | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Tagebuch schreiben – damals und heute

IMG_6131 (Large)

Mein Tagebuch. Auf Reisen habe ich es immer dabei. Es gibt mir die Möglichkeit, darüber nachzudenken, wer ich bin und was mir wichtig ist. Ich kann in Ruhe analysieren, was mir im Moment eher schwerfällt, mir Sorgen macht und mich manchmal nachts wach hält. Aber genauso auch das, was mich glücklich macht. Hier kann ich immer wieder die Gelegenheit ergreifen, das, was mich so beschäftigt, in Worte zu fassen und zu erforschen. Ich nutze diese Zeit, um mich selbst besser kennenzulernen.

Tagebuch schreibe ich schon seit ich klein bin. Damals waren es andere Geschichten, die mir wichtig waren. Es ist immer wieder schön, in den alten Büchern zu schmökern und staunend zu erfahren, was mir zum Beispiel im Teenie-Alter von 15 Jahren wichtig war.

Bald gehe ich wieder auf Reisen. Und es ist dabei, wie immer, als stetiger Begleiter: Mein Tagebuch!

Wie ergeht es Euch? Schreibt Ihr auch?

Foto: Anne Henrich

Veröffentlicht unter Glücksbote | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Magie der Berge

thumbnail

Mein neuer Buchtipp zum Lese-Donnerstag! Ich mag die Berge. Sehr sogar. Im Sommer genauso wie im Winter. Sie beruhigen mich, sie wühlen mich auf. Kommt immer darauf an, in welcher Stimmung ich selbst gerade bin. Und jetzt habe ich etwas entdeckt, das sich zu lesen lohnt. Nicht nur für Bergfreunde. Vielleicht ist es ja auch für Euch das Richtige?

Anfang Juli 2017 ging der diesjährige Premio Strega, der renommierteste italienische Literaturpreis, an Paolo Cognetti und seinen Roman „Acht Berge“. Nicht ganz überraschend, denn der Autor zählt zu den interessantesten jungen Stimmen Italiens, und sein Roman über die Freundschaft von Pietro und Bruno bekam seit seinem Erscheinen große Beachtung.

Vor der Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert der Autor mit poetischer Kraft die lebenslange Suche dieser beiden Freunde nach dem Glück. Bestechend sind seine Schilderungen von der Natur und den Bergen. Die Berge – das sind nicht nur Felsen und Gipfel, Schnee und Schluchten, Seen und Weiden. Die Berge sind eine bestimmte Art zu leben: Sie zwingen uns, immer nur einen Schritt vor den anderen zu setzen, erfordern Stille, Zeit und Maßhalten und lenken unseren Blick auf das, was wesentlich ist. Eine eindringliche, archaische Geschichte über die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals.

Zum Inhalt: Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Erwachsene trennen sich die Wege der beiden Freunde: Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen und versucht, die Käserei seines Onkels wiederzubeleben, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die weite Welt hinaus, magisch angezogen von immer noch höheren Gipfeln.

Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge und zu seinem Kindheitsfreund Bruno zurück – und zu diesem Dasein in Stille und Ausdauer. Beständig ringen die beiden um eine Antwort darauf, welcher Weg der richtige ist: Bei dem bleiben, was man kennt? Oder den Aufbruch ins Ungewisse wagen? Was zählt wirklich im Leben?

Paolo Cognetti: Acht Berge, 256 Seiten, 20 Euro.

Bestellt es Euch heute noch, dann habt Ihr es am Wochenende. Denn es wird regnerisch und kühl! Zeit, mal wieder ein Buch zu lesen! Einfach auf den Buch-Link klicken!

Veröffentlicht unter Literatur | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Geschichten erfinden

DSCF9581

„Wenn ich gehe erfinde ich Geschichten. Wenn ich jemanden weinen sehe, überlege ich, was der Grund dafür sein könnte.“

Carlos del Amor

Veröffentlicht unter Notabene | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Moody Autumn days

DSC_1214b_sw (Large)Tuesday Vibes. Autumn represses the last sunbeams. Sad. I love swimming in outdoor pools and they are all closing right now.

Like everyone else in the world, I want to be happy. I want to accomplish crazy dreams, have an amazing relationship with myself, and be surrounded by awesome and loving people.

Socializing and the craziness of life takes a toll on everyone. But to sustain your happiness and keep your sanity, it’s best to take a step back from your world and be with yourself. We sometimes get so caught up in life that we forget who we are. We need to return to a sense of grounded awareness, rather than forcing our minds to be busy with worries, work, and future obligations.

Just close your eyes for a few minutes and think of all the things you are grateful and happy for. This could be your family, your assets, or your achievements at work. Doing this will relieve your stresses and clear your mind. Then visualize for another two minutes. Picture yourself being exactly where you want to be to reinforce motivation. Finally, for the last one minute, think about yourself in the most positive way. You will feel instantly more energized and ready to face the day. I did it this morning. It works. Just try it out!

 

Veröffentlicht unter Glücksbote | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Darf ich vorstellen? Fritzle aus Ungarn!

fritz

Zum Wochenbeginn nun die berührende Geschichte einer Hunde-Adoption …

Von Ursula Weidmann

IMG_3019 (Large)

Herr Kluftinger

Als mein Vizsla Herr Kluftinger in den Himmel ging war ich total fertig. Blockiert und untröstlich! Aber Kluftis Platz sollte so schnell als möglich wieder einem Tierschutz-Vizsla gehören. Da wir ja sowieso schon auf dem Sprung nach Ungarn in die Ferien waren, war das also ein guter Zeitpunkt, damit sich ein neuer Hund an uns gewöhnen kann.

Kluftingers ehemaliger Pflegedaddy Miklos aus Budapest, mit dem ich seit 2012 in Kontakt bin, engagiert sich in der ungarischen Tierschutz-Organisation Vizslamentés.

Ihn bat ich um Hilfe. Er weiß welche Hunde ich mag und stellte mir sechs Hunde von Vizslamentés auf ihrer Website vor. Er versprach, mich dorthin zu begleiten. Vizslamentes unterhält kein Tierheim sondern arbeitet ausschließlich mit Pflegestellen. Das hat, wie ich finde, den unschätzbaren Vorteil, dass man die Hunde anders beobachten und beschreiben kann als im Zwinger.

Ich entschied mich, erst mal zwei von den sechs zu „daten“. Den ca. zehnmonatigen rotgoldenen Vizsla-Mix Báro und einen sportlichen Deutsch Drahthaar, der bei einem Jagdhunde-Ausbilder ist, nicht schussfest sei und daher vom Besitzer nicht mehr abgeholt wurde.

IMG_3422 (Large)

Fritzle hat das Rennen gemacht!

Wir fuhren mit Miklos und seinem wunderschönen und hervorragend erzogenen Vizsla-Rüden Brownie, der als Assistent zum Austesten der Sozialverträglichkeit immer dabei ist, los. Zuerst 120 Kilometer zu Báro. War der süß, voller Puppy-Charme, einfach ein Wonneproppen. Er kam mir vor wie die Wiedergeburt meines früheren Hundes Lorenz! Wir gingen mit ihm Gassi, er kannte keine Leine, lief aber gerne mit Brownie mit. Mein Mann strahlte mit mir um die Wette und meinte „Müssen wir noch weiter fahren?“ und Miklos fragte „Was meinst Du zu Báro, Uschie?“ Ich: „Mein Herz ist weit offen für ihn! Aber Koma (so hieß der Deutsch Drahthaar) sollte auch die Chance eines Besuches bekommen.“

IMG_3760 (Large)

Nach weiteren 180 Kilometern bei Koma-Jack-Fritzle angekommen.

Also fuhren wir weitere 180 Kilometer in die Nähe von Eger. Dort besuchten wir Koma, der zusammen mit drei Deutsch Kurzhaar und einem Malinois lebte. Koma bestand nur aus Muskeln und Rippen. Und ich sagte nur: „Das ist mein Hund!“ War ich tatsächlich wahnsinnig geworden?

Ich lief einige Schritte mit ihm im Hof herum und erfuhr schließlich, dass Koma eigentlich Jack hieß und zweifacher Studienabbrecher sei: Weder in der Ausbildung zum Schutz- noch zum Jagdhund sei er talentiert. Dann machte Miklos, der auch ein Hundeflüsterer ist, ein paar Tests mit ihm. Auch Brownie musste ran. Alles Bingo!

IMG_3756 (Large)

Stolz auf sein neues Halsband.

IMG_3662 (Large)

Zuhause angekommen mit neuem EU-Heimtierausweis. Willkommen Fritzle!

Als ich ihm das mitgebrachte Halsband umlegte, schaute er mich sehr lange und seltsam intensiv an! Das war der Beginn einer neuen Liebe, kleinflammig noch aber mit der Tendenz zu wachsen! Zuhause stellte sich schnell heraus, dass Koma-Jack eigentlich ein Fritzle ist. Natürlich ist mir klar, dass ich jetzt einen eineinhalbjährigen Drahthaar habe, der erzogen und beschäftigt werden möchte. Das wird noch eine große Aufgabe werden!

Ich kann die Organisation Vizslamentés von ganzem Herzen empfehlen! Sie geben sich unendlich Mühe und betreuen Hund und Mensch rundum hervorragend! Evelin spricht Deutsch und Miklos und Judit sprechen Englisch. Schaut doch einfach mal auf deren Facebookseite (deutsch, englisch und ungarisch) vorbei!

 

Buchtipp: Ursula Weidmann: Magyar Vizsla: Charakter, Erziehung, Gesundheit, Cadmos Verlag, 128 Seiten, 19,90 Euro.

 

Veröffentlicht unter Autoren zu Gast/Guest Authors, Tierschutz | Verschlagwortet mit , , , , , | 4 Kommentare