Segeltörn Amalfi-Küste

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Wir hatten richtig viel Spaß. Für 7 Tage. Und eine tolle Gemeinschaft! Insgesamt waren wir als Crew neun Personen. Und natürlich Erich, unser Skipper. Darunter wir: 5 Frauen, die sich mehr oder weniger schon kannten: Andrea, Barbara, Daniela, Uli und ich, Sabine. Und die der Bootstrip letztendlich zusammenschweißen wird. Denn wir teilten nicht nur die Kajüte, sondern auch das Essen, die Geschichten, den Seemannsgarn und ganz besondere Erfahrungen.

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Wir überstanden Windstärke 6 auf See, Tage, an denen es einigen von uns nicht so gut ging, Schnorchelabenteuer und das Schwimmen in der Blauen Grotte vor Capri, das, nun ja, nicht so ganz legal war aber viel Spaß gemacht hat. Und ein Duschabenteuer am Hafen von Salerno, das mir unvergesslich bleiben wird und wo wir uns mangels Sanitäreinrichtungen einfach nackt auf die Mole unter einen Wasserschlauch stellten, natürlich mit Bettlaken als Schutz vor neugierigen Blicken.

Dies und mehr in den nächsten Wochen, jeweils am Sonntag zur besten Sendezeit! Yep!

Bis dann, Ahoi!

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Zarah Leander im Mainfrankentheater

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Zarah Leander – Die gefeierte Diva. Foto: Nik Schölzel

Ich kenne sie alle aus Erzählungen. Von meiner Mutter, meiner Großmutter. Und ich erinnere mich an die verklärten Blicke, mit denen sie mir von früher berichteten. Vor allem meine Oma. Ja, der Rühmann, der hat noch schöne Filme gedreht. Oder die Leander, die konnte singen. Und die Marlene, naja, die hat Deutschland den Rücken gekehrt, damals, irgendwann in grauer Vorzeit.

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Auf der Bühne: Der Zweite Weltkrieg. Foto: Nik Schölzel

An diese Gespräche, diese Wortfetzen erinnerte ich mich wieder. Denn eine Aufführung im Mainfrankentheater Würzburg hat meine Neugier geweckt. Neugier auf eine Frau Leander, auf Zarah Leander. Zuerst dachte ich nur an die paar Lieder, die mir von ihr vorgespielt wurden, damals. Als Teenager habe ich ihre sehr rauchige Stimme gehört, auf den alten Vinyl-Platten. Und irgendwie auch gemocht! Oh, was für eine Femme fatale …

Und jetzt, durch den Blick ins Programmheft und auf die Bühne, wurde plötzlich wieder alles lebendig. Dieses Kann denn Liebe Sünde sein? oder jenes wunderschöne Der Wind hat mir ein Lied erzählt, das auch als „La Habanera“ bekannt wurde.

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Die Diva, ein Wrack! Foto: Nik Schölzel

Bühne frei: Die Uraufführung von „Ich Zarah oder Das wilde Fleisch der letzten Diva“. Da ist sie, die schwedische Sängerin, die in Deutschland auftritt, angeblich nazikonform und angepasst, und dann später als seelisches Wrack. Die Sängerin wird eindrucksvoll gespielt von Tamara Stern. Doch wer war sie wirklich? Es ranken sich Legenden um die Schwedin.

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Lazarus mit dem Mädchenchor. Foto: Nik Schölzel

War sie nur eine naive junge Frau, die dem Hitlerregime auf den Leim ging? Und da ist Lazarus, eine fiktive Figur, der ihren Spuren folgt. Der junge Mann hat noch nie etwas von der Leander gehört, nun gerät er in den Bann dieser älteren, mittlerweile alkoholkranken aber immer noch lasziven Diva. Gemeinsam mit ihr begegnet er ihren Kontrahenten, ihren Weggefährten aber auch ihren Neidern. Zarah wird zum Star des Dritten Reiches; Hitler und Goebbels sind Fans von ihr, sie passt zum Bild, dass das Regime von Berühmtheiten jener Zeit hat. Die Zeitebenen wechseln schnell, man erfährt Unbekanntes, etwas über ihre schwedische Heimat, etwas über ihre Kinder, kleine Häppchen, die vielsagend, aber zugleich auch nichtssagend sind. Der Zuschauer bildet sich seine ganz eigene Meinung.

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Während der letzten Lebensjahre der Diva. Foto: Nik Schölzel

Wundervoll der Auftritt von Heinz Rühmann, auch einer von den sehr angepassten Schauspielern, und sein Plädoyer übers Menschsein.

„Wenn der Mensch vor die Frage gestellt wird, willst du weiterleben oder nicht? Was sagt er dann? Weiterleben, Bitteschön, sagt er, weil er Mensch ist.“

Fazit: Anrührend, bewegend und zugleich auch mahnend, diese Aufführung.

Der Vorhang hebt sich morgen wieder. Am Sonntagnachmittag, den 23. Oktober 2016, wie auch in den nächsten Wochen. Und sogar an Silvester. Es lohnt sich, dabei zu sein! Mit Zarah Leander das Jahr beenden. Warum nicht? Wird bestimmt schön! Zum Spielplan!

Idee: Franzobel (Franz Stefan Griebl, *1967) ist ein österreichischer Schriftsteller. Für seine Theaterstücke, die in bis zu 23 Sprachen übersetzt wurden, erhielt er bereits mehrfach Auszeichnungen.

 

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Check in: Residence Trivento

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Valentina Iannaco spricht gut Englisch und auch ein paar Wörter Deutsch. Wir sind in Palinuro im Cilento. Also in Süditalien, direkt am Meer. Dort, wo es die Bandera Blue gibt, die Blaue Flagge. Und die „beste Wasserqualität“ bedeutet. In der Tat, das Meer ist glasklar und sauber. Und einfach wunderschön. Es sind die Farben, die in Blau, Grün, Türkis schimmern. Das Cilento, ein weiterer Sehnsuchtsort auf meiner Liste der schönsten europäischen Urlaubsziele.

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Valentina fährt mit uns den Hügel hinauf. Die Ferienwohnanlage Residence Trivento schmiegt sich an die Hügel entlang. Ganz oben ist es ruhig, man hört nur die Vögel zwitschern, und die Aussicht auf die Bucht von Palinuro ist wunderschön. Weiter unten sind die Appartements ähnlich, nur der Panorama-Blick fehlt. Dafür ist der riesige Swimming Pool in unmittelbarer Nähe. Die Entscheidung fällt schwer: Panoramablick oder Pool? Als begeisterte Schwimmerin entscheide ich mich schließlich für eines der Ferienappartements in der Nähe des Schwimmbeckens. Für die Morgen- und Abendrunden. Klar!

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„Insgesamt haben wir 50 Ferienwohnungen“, erklärt Managerin Valentina. Geöffnet ist jährlich ab einer Woche vor Ostern bis Mitte Oktober. Im Frühsommer ist noch alles ruhig, viele Paare kommen zum Wandern, wegen den malerischen Dörfern in der Nähe und der Kultur. Denn Pompeji und Paestum sind in knapp zwei Autostunden zu erreichen. Im Frühsommer und Herbst ist es ruhig im Cilento. „Die meisten Gäste kommen aus Italien. Aber in der Vor- und Nachsaison haben wir auch Deutsche und Belgier.“ Und der Sommer sei etwas für Familien mit Kindern. „Ich bevorzuge den Juli, da ist noch nicht ganz so viel los“, sagt sie.

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Während der Sommermonate gibt es ein Kinderprogramm, ganz auf die Kleinen abgestimmt. „Mit Betreuung“, lacht Valentina, „damit die Eltern mal was für sich unternehmen können. Auch Pizza-, Popcorn-, Nutella-Parties für die lukullischen Genüsse der Kleinen!“ Das Spielerische kommt dabei nicht zu kurz. „Jedes Jahr arbeiten die Kinder an einem Musical. Vor wenigen Wochen haben wir den ‚Löwenkönig’ aufgeführt. Darauf sind dann die Jüngsten und ihre Eltern besonders stolz. Und dann gibt es natürlich auch noch die Mini-Tanzparties.“

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Die Anreise mit dem Auto ist am besten. Denn die malerischen Orte und Strände in der Gegend sind einen Besuch wert. Zum Beispiel Marina di Camerota. „Dort gibt es im Kon Tiky die besten Pizzen im ganzen Cilento“, ergänzt Valentina. „Die mit den gelben Tomaten drauf! Denn die sind einfach typisch für die Region!“ Und ein Geheimtipp ist das malerische Piscotta, ein Dorf oben in den Bergen, verwinkelt, fast aus einer anderen Zeit und mit großartigem Blick aufs Meer.

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Außerdem: Hunde sind in der Residence Trivento willkommen. Sogar kostenlos dürfen sie hier logieren. Nur das Restaurant ist Sperrgebiet. Natur und Spazierwege gibt es für die Vierbeiner ausreichend.

Info: 5 Prozent Rabatt auf alle Buchungen, ausgenommen für Juli und August 2017. Bezieht Euch einfach auf diesen Beitrag.

Dann schönen Urlaub und auf bald im Cilento!

www.ferienwohnungtrivento.de

Restaurant-Tipp: Ammor e Mare, Marina di Camarota

Fotos: Enric Boixadós

Der Aufenthalt wurde von der Residence Trivento unterstützt.

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Über Gott …

„Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier und erwacht im Menschen.“

Indisches Sprichwort

Sri Lanka, 2012.

Sri Lanka, 2012.

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Gaston, my Love!

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Hier einige Bilder, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Von Gaston. Immer mit diesem lustigen und clownhaften Ausdruck im Gesicht. Es sind Momentaufnahmen, gemacht mit meinem iPhone, oft lässt die Qualität zu wünschen übrig. Aber es sind die Augenblicke, die ich festhalten wollte, weil sie unverwechselbar zu meinem Vierbeiner gehörten. Sie sollen Euch einfach nur erheitern und Euren Tag ein bisschen lustiger machen. Genau das ist es, nicht mehr und nicht weniger. Als Tribut an meinen Hund, der mein Leben so immens bereicherte.

Er starb genau vor 9 Monaten an einem Januarabend.

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These are just some of my iPhone pictures of Gaston, which you did not see yet. They are made out of a moment when I cuddled with him or he cuddled with me. Or when he was just around me with that funny expression on his face. These are just pictures of the moment, nothing special. Even the quality of them is not really good. But it is all about Gaston and how he lived, loved and made my life so incredible happy.

He died exactly 9 months ago on a rainy winter evening.

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Heilen mit Ingwer, Zimt und Kardamom!

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Es wird kalt, richtig kalt. Zwar täuschen uns die sonnigen Herbsttage darüber hinweg, aber die Grippewelle kommt. Wie eben jedes Jahr. Mein Immunsystem ist recht gut, und Erkältungen verschonen mich meist. Aber, das soll ja nichts heißen. Vielleicht liegt es auch an den Ayurveda-Kuren, die ich mir ab und zu gönne. Die letzte zu Beginn diesen Jahres in Südindien. Ich bilde mir ein, das hilft. Und eine möglichst positive Grundeinstellung zum Leben. Die habe ich. Meistens.

Nun entdecke ich dieses Buch, das ich Euch gerne zeigen möchte, denn hier geht es auch um die drei Wurzeln aller Krankheiten.

Die bekannte Ayurveda-Ärztin Dr. Vinod Verma stellt eine Hausapotheke mit ayurvedischen Kräutern und Gewürzen für die am häufigsten auftretenden Beschwerden vor. Gemäß der alten vedischen Tradition ist es die Aufgabe des Menschen, Verantwortung für sich selbst und seine Gesundheit zu übernehmen. Nach dieser Lehre bekommt man hier 100 einfache Hausmittel zur Selbsthilfe an die Hand, um kleine Beschwerden zu lindern und das eigene Energieniveau zu steigern. Dazu erforschte Dr. Verma alte Schriften und fand eine große Übereinstimmung zu den Hausmitteln, die schon ihre Großmutter verwendete. Dieses traditionell überlieferte Heilwissen stellt sie in einen größeren Zusammenhang und erklärt bei allen Beschwerden kurz und prägnant die Ursachen und einfach zubereitete Heilrezepte.

Auch für die Prävention von ebendiesen Beschwerden ist das Buch nützlich. In der ayurvedischen Vorstellung geht man davon aus, dass die drei Wurzeln aller Krankheiten – Erschöpfung, Schlafstörung und Verstopfung – das Immunsystem schwächen und somit den Körper anfälliger für Krankheiten machen. Die beste Krankheitsvorsorge ist deshalb, schon die ersten Symptome zu erkennen und ihnen so entgegenzuwirken, dass Krankheiten überhaupt nicht entstehen können.

Mit Zutaten, die auch in der Küche Verwendung finden, lassen sich gängige Alltagsbeschwerden, wie Erkältungen, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen, aber auch Heuschnupfen, auf natürliche Weise heilen. In einem Extra-Kapitel widmet sie sich speziell der Hilfe bei Baby- und Kinderkrankheiten. Ein praktisches Nachschlagewerk zur angewandten Selbsthilfe aus einer der ältesten Heiltraditionen der Welt – übersichtlich und effektiv.

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Zur Autorin: Dr. Vinod Verma ist eine leidenschaftliche Forscherin und arbeitet daran, die lebende Tradition des Ayurveda zu verbreiten. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in der medizinischen Forschung eines pharmazeutischen Unternehmens in Deutschland beendete sie diese Laufbahn und gründete die New Way Health Organisation. Seitdem erforscht sie die alten vedischen Schriften und gibt ihr Wissen in Seminaren, auf Fortbildungen, mit Vorträgen und in Büchern weiter. Sie lebt im indischen  Delhi, kommt jedoch jedes Jahr nach Europa, um Seminare und Einzelbehandlungen zu geben. Ihr hervorragendes Deutsch eröffnet ihr einen leichten Zugang zu den Menschen hierzulande.

Dr. Vinod Verma: Die Ayurveda Apotheke. Einfache Hausmittel für kleine Beschwerden, 208 Seiten, Hardcover, 16,99 Euro

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Pisciotta Photo Diary

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Die Poesie des Cilento: Pisciotta. Ein Ort zum Träumen und Erwandern.

Was für ein malerisches Fleckchen Erde: Pisciotta Paese, hoch über dem Meer mit einem mittelalterlichen Ortskern, ist Treffpunkt nationaler Künstler und Fans der romantischen Dörfer Italiens. Erreichbar nur über die Küstenstrasse behielt der Ort seinen ursprünglichen Charakter bei.

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Dazu Olivenhaine auf den umliegenden Hügeln soweit das Auge reicht. Die Olivenbäume wachsen ausschließlich in dieser Umgebung und sind im Vergleich zu anderen sehr hoch. Deshalb wurden sie auch in größeren Abständen angepflanzt.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Marina des Ortes liegt am Fuße des Hügels von Pisciotta Paese. Ein Fischerhafen und mehrere ursprüngliche Lokale laden Euch zum Bummeln und Verweilen ein.

Von der ruhigen Strandpromenade aus seht Ihr auf das nahe Kap von Palinuro. Die Häuschen der Fischer gibt es hier immer noch. Sie fügen sich malerisch an die Promenade.

Ein schöner Tagesausflug für Reisende, die das Besondere fernab der üblichen Touristenströme suchen.

Übrigens: In einem weltweiten Vergleich wurde im Jahre 1997 das Olivenöl des Olivo Pisciottano von einer internationalen Jury zum Besten des Jahres gewählt.

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Ein Muss: Einmal im Leben nach Pompeji

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnvergessliches Pompeji. Es war mein großer Wunsch, diese historische Stätte in der Nähe von Neapel einmal zu besuchen. Während meiner Italienreise vor ein paar Wochen hat es endlich geklappt.

Von dem Besucheransturm mal abgesehen war es fantastisch. Mein Tipp: Ganz früh oder recht spät hingehen. Dann vielleicht lieber auch mal zwei Tage dafür einplanen.

Ich habe es geschafft, meine Fotos doch recht menschenleer wirken zu lassen, da ich mich voll auf die Abbildung der Monumente konzentriert habe. Meine Bekannte, mit der ich unterwegs war, meinte sogar, ich hätte es fast geschafft!

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Hintergrund:

Es war ein heißer Augusttag des Jahres 79, als der Vesuv explodierte. Eine gigantische Wolke aus Asche, Lava und Gasen stand über dem geborstenen Gipfel, Todesbote für etwa ein Fünftel der rund 10.000 Bewohner von Pompeji. Hunderte starben im Bimssteinhagel, Aberhunderte unter Schlamm- und Glutlawinen. Als die Eruption nach 18 Stunden vorüber war, lag die Stadt unter einer 25 Meter hohen Stein- und Ascheschicht. Pompeji, heute die größte Stadtruine der Welt, wird alljährlich von 2 Millionen Menschen besichtigt. Darunter auch von mir!

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Bei den Ausgrabungen ab 1863 wurden Tempel, Theater, Thermen, Villen, Werkstätten, Kneipen und Geschäfte freigelegt. Im Abraum stieß man auch auf Hohlräume, welche die Körper der Vesuv-Opfer hinterlassen hatten. Man goss diese Formen mit Gips aus und erhielt so Abbilder des Todeskampfes: Eine Frau in der Casa del Fauno, die sich von ihrem Schmuck nicht trennen konnte, der Hausherr der Villa di Diomede, der mit 17 weiteren Personen in seinem Weinkeller erstickte, ein Hund an der Kette, ein Sklave, der mit einem Proviantsack auf den Schultern einen Zug Flüchtender anführte und zwei Knaben, die ihm Hand in Hand, folgten. In den Bordellen am Vicolo del Lupanare zeigen die Wandmalereinen der Separées, was damals so abging!!

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Gärtnern wie Hermann Hesse

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Heute habe ich etwas Besonderes entdeckt. Ein inspirierendes Buch für Literaturfreaks. Oder für Hesse-Fans!

Hermann Hesse ist nicht nur einer der meistgelesenen deutschen Autoren weltweit, er hatte auch einen starken Bezug zur Natur und zum Garten, aus dem er schöpfte und der als Nährboden seines Wirkens unerlässlich war. Hesses Garten in Gaienhofen am westlichen Bodensee ist der einzige, den er nach eigenen Vorstellungen angelegt und gestaltet hat. Dort lebte er nach dem Prinzip der Selbstversorgung – schon damals, lange vor dem Kult um das „Leben auf dem Lande“. Er wollte damit ein Zeichen setzen für eine gesellschaftspolitische Haltung gegen den allgemeinen Trend der Industrialisierung, Verstädterung, Entfremdung und Entmenschlichung.

Sein Garten wurde von Eva Eberwein restauriert und wiederhergestellt. Heute zieht er Literaturfans und Gartenfreunde aus aller Welt an. Das Buch nimmt uns mit in die damalige Welt Hermann Hesses, schildert lebendig und einfühlsam seine Beweggründe, den Garten genau so anzulegen, seine Erlebnisse darin und sein Wirken in dieser Zeit.

Eva Eberwein: Der Garten von Hermann Hesse. Von der Wiederentdeckung einer verlorenen Welt, 160 Seiten mit 103 Fotografien von Ferdinand Graf von Luckner, 29,99 Euro.

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Trend des Tages – 12. Oktober 2016

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Im Gänseschritt – Marsch!!

 

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