Neue Reportage: Die „Buruli Ulcer-Familie“

Diese Reportage erschien am 12. August 2014 in der Zeitung Die Tagespost.

Am 12. August war der Internationale Tag der Jugend. Als Gedenktag soll er an die Bedeutung der Jugend als Lebensphase erinnern. Eigentlich ist das ein schöner Gedanke. Doch es gibt viele junge Menschen, die in Krisenländern leben und täglich mit Bürgerkrieg, Armut und Krankheiten konfrontiert sind. Später werden sie an die Zeit des Heranwachsens mit unterschiedlichen Gefühlen zurückdenken. Einige werden froh sein, sie überhaupt überlebt zu haben.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERADer kleine Kofi Gabanet aus dem westafrikanischen Togo hat Buruli Ulcer am rechten Bein. Er wird seit fünf Monaten im Regionalkrankenhaus von Tsévié nördlich der Hauptstadt Lomé behandelt. Das Zentrum ist spezialisiert auf die Behandlung von Buruli Ulcer und wird seit vielen Jahren von der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. unterstützt. Sein linker Fuß und der Arm sind befallen. Anne Braun hält seine Hand. Sie ist Volontärin der Fondation Follereau Luxembourg, einer Partnerorganisation des Würzburger Hilfswerkes. Die Stiftung finanziert das Projekt in Togo seit vielen Jahren mit. Braun macht ein viermonatiges Praktikum. Sie liebt es, mit den Kindern zu spielen und sie zu unterrichten. Der Elfjährige ist ihr ganz besonders ans Herz gewachsen. „Bei Kofi haben sich weitere Abszesse gebildet. Aber der Junge ist geduldig und weiß, dass er nach der Behandlung wieder ganz gesund wird“, sagt die 27-Jährige.

Das Krankenhaus von Tsévié

Das Krankenhaus von Tsévié

Seine Großmutter ist bei ihm. Der Rest der Familie ist im weit entfernten Dorf geblieben. „Wir sind eine richtig tolle Buruli-Familie“, sagt Anne Braun. Kofi nickt. Nein, seine Geschwister vermisst er nicht, denn er hat neue Freunde hier gefunden.

Die der Lepra verwandte Krankheit Buruli Ulcer trifft vor allem Kinder und Jugendliche und führt unbehandelt zu schweren Behinderungen. In Togo wurde daher im Regionalkrankenhaus Tsévié ein Behandlungszentrum mit therapeutischen Einrichtungen speziell für Kinder geschaffen und das nationale Buruli-Kontrollprogramm gestärkt. Aufgrund des konsequenten Aufbaus der Lepra- und TB-Programme über viele Jahre hinweg war es dem Würzburger Hilfswerk möglich, die vorhandene Infrastruktur auch zu Gunsten der Buruli Ulcer-Patienten zu nutzen.

Kofi (rechts) mit einem Freund im Krankenhaus.

Kofi (rechts) mit einem Freund im Krankenhaus.

Dr. Jörg Nitschke arbeitet für die DAHW ehrenamtlich in Togo. Der pensionierte Hamburger Chirurg zeigt auf ein paar Kinder, die im Hof des Krankenhauses spielen. „Das sind meine Patienten“, sagt er. Bei den meisten von ihnen erfolgt die Behandlung ohne Operation. Wann immer es seine Zeit erlaubt, schaut er nach den Kleinen. Er kommt immer wieder gerne nach Tsévié zurück, meistens bleibt er zwei bis drei Monate vor Ort.

„Die erfolgreiche Behandlung der Buruli Ulcer-Patienten ist nur durch die Initiative der DAHW möglich“, sagt Assoupui Amelé Adjeh. „Über diese Unterstützung sind wir sehr froh“, betont die Krankenhausdirektorin.

Anne hilft Kofi bei der täglichen Physiotherapie.

Anne hilft Kofi bei der täglichen Physiotherapie.

Sie blickt auf Anne Braun, die den kleinen Kofi immer noch an der Hand hält. „Ich habe ihm ein wenig Französisch beigebracht, vorher konnte er nur die Lokalsprache“, sagt die Luxemburgerin. Sie deutet auf die Holzkrücke, die an der Wand lehnt. „Die hat sich Kofi selbst geschnitzt.“ Sie lächelt ihm aufmunternd zu. Dann nimmt Kofi seine Krücke und macht sich auf den Weg ins Behandlungszimmer. Der Physiotherapeut wartet schon auf ihn – wie jeden Tag.

Info:

Gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Bernhard-Nocht-Instituts (BNI) in Hamburg als Partner sowie mit dem europäischen Forschungsprojekt BuruliVac hat die DAHW in Togo ein Labor eingerichtet. Somit dauert die PCR-Diagnose heute nur noch sieben Tage. Es gab lange keine Möglichkeit, diese genetische Untersuchung, mit der man Buruli Ulcer eindeutig diagnostizieren kann, im Land selbst durchzuführen. Gewebeproben mussten für die Labordiagnose nach Deutschland geschickt werden. Erst nach fünf bis sechs Wochen lag das Ergebnis vor und der Behandlungsbeginn verzögerte sich entsprechend. Heute kann mit der Behandlung der Patienten umgehend begonnen werden.

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Wie im Märchen: Der Erfolg des Tuareg-Musikers Bombino

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERABombino ist Tuareg und im Niger geboren. Es sind ganz besondere Klänge, die er in seiner Musik vereint. Jene, die an die Weiten der Wüsten erinnern, die in seinem Heimatland inmitten der kargen Sahelzone Westafrikas. Die Tuareg-Rhythmen seiner Vorfahren vereint er mit dem heutigen Puls der Zeit, der Musik aus den Großstädten, den Beats der jungen Leute. Der Gitarrist legt viel Wert auf Tradition. „Wenn man seine Anfänge vergisst, wird man zu einem Baum ohne Wurzeln. Instabil“, betont er vor seinem Konzert beim Würzburger Hafensommer im August 2014.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAEine Gitarre verändert sein Leben

Omara Moctar, Künstlername Bombino, wurde in Agadez im Nordniger geboren. Die Flucht vor dem Bürgerkrieg, die Exilaufenthalte in Algerien und Libyen prägten sein Leben von Kindesbeinen an. Das Geschenk seines Onkels, eine Gitarre, veränderte sein Leben. Während er in der Wüste bei Tripolis Schafe hütete, übte er auf dem neuen Instrument. Eine Filmcrew entdeckte schließlich ihn und seinen Desert Blues. Das Märchen begann. Gastauftritte an der Seite von Keith Richards und Charlie Watts folgten.

Kaum jemand hätte Bombino solch eine erfolgreiche Zukunft vorhergesagt. Er hat es geschafft, dank seiner Motivation, seines Glaubens an die Zukunft. Ein Blick auf die Musiker, die den Desert Blues auf der Bühne feiern, und auf die vielen tanzenden Zuschauer bestätigt, dass die Wahl gelungen ist.

Reinhören: Imuhar von Bombino – großartig!

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Kurz nachgebellt: Wir gehen schwimmen!

P1150724 (Large)Ich habe meine Freunde zum Schwimmen eingeladen. Und wie es ihnen gefällt! Schade, dass ich selbst Angst vor Wasser habe. So blieb mir nichts anderes übrig, als den Gesellen nur zuzuschauen. Vorsichtshalber habe ich mir mal die Rettungsweste angezogen. Wer weiß! Vielleicht wird ja einer übermütig und zieht mich rein!

Poolparty at Gaston´s! They really like it. What for a pity: I am afraid of water. So I just looked at them. And I enjoyed it. But – in any case: I am wearing a life jacket. Maybe someone just wants to tease me and throws me in!

Nur raus hier ...

Nur raus hier …

... um schnell wieder reinzuspringen!

… um schnell wieder reinzuspringen!

Mina traut sich auch!

Mina traut sich auch!

Meine Motte!

Meine Motte!

... und ihr Rufus!

… und ihr Rufus!

Pauli, der Surfer!

Pauli, der Surfer!

Ben traut sich auch nicht trotz der Überzeugunsarbeit von Frauchen Myrca.

Ben traut sich auch nicht trotz der Überzeugungsarbeit von Frauchen Myrca.

Wyatt, was für eine coole Socke!

Wyatt, was für eine coole Socke!

Liebesgeflüster im Pool!

Liebesgeflüster im Pool!

Bademeisterin Julia: Nee, so geht das gar nicht! Jetzt hört mir mal genau zu.

Bademeisterin Julia: Nee, so geht das gar nicht! Jetzt hört mir mal genau zu.

Rufus, mein alter Rivale!

Rufus, mein alter Rivale!

Uihhh, ist das kalt!

Uihhh, ist das kalt!

Jetzt spritzt mal nicht so!

Jetzt spritzt mal nicht so!

Schon besser! Nasse Küsschen für Frauchen!

Schutz suchen vor den anderen Rabauken!

Chiko, kein Drama bitte!

Chiko, kein Drama bitte!

Küsschen für Frauchen!

Küsschen für Frauchen!

Max traut sich auch nicht so recht!

Max traut sich auch nicht so recht!

Hör auf damit! Muss ich dir das schon wieder ins Ohr bellen!

Hör auf damit! Muss ich dir das schon wieder ins Ohr bellen!

Raiko, der elegante Wassertänzer!

Raiko, der elegante Wassertänzer!

Und Ihr - Ihr könnt mich alle mal!

Und Ihr – Ihr könnt mich alle mal!

Ella, hol den Ball!

Ella, hol den Ball!

Raus mit dir!

Raus mit dir!

Und schon wieder rein, Oooh, abgerutscht!

Und schon wieder rein, Oooh, abgerutscht!

Mein Freund Paul.

Mein Freund Paul.

Mit Dank an die Fotografen: Katrien, Myrca, Mariella, Cinda, Julia, Alex.

 

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Familienurlaub für ein Jahr

Wer möchte das nicht? Mal ein Jahr Pause von allen Pflichten und reisen! In die Unendlichkeit. Nach Nepal, Laos, Kambodscha, Fiji, Australien, Neuseeland und vielleicht noch nach Panama?

Familie Lilienthal aus Leverkusen wagt, wovon Millionen träumen und was sich kaum einer traut: Sie steigen aus ihrem geregelten Leben und Alltag aus und gehen auf Weltreise: 50 Wochen, 12 Länder, 4 Personen: Mutter, Vater und ihre beiden Söhne.

Die Lilienthals berichten von ihren Motiven wie der Furcht, in Routine unterzugehen, und der großen Sehnsucht nach Neuem. Sich selbst und vor allem auch sich als Familie neu zu erfahren, ist der eigentliche Sinn dieser Grand Tour. Dabei finden sich vier Menschen in völlig neuen Situationen an ebenso unbekannten Orten wieder. Ein „Wir-Trip“, traumhaft und viel einfacher zu organisieren und obendrein billiger als vermutet.

Der Erkenntnisgewinn ist unbezahlbar. Am Ende ihrer Reise sieht sich das Ehepaar mit neuen Augen. Und das Beste: Noah und Marlin haben Erfahrungen gemacht, die keine Schule vermitteln kann.

Lars und Svenja Lilienthal: In 50 Wochen um die Welt. Eine Familie unterwegs zu sich selbst, 240 Seiten, 17,99 Euro.

Lilienthal_LIn_50_Wochen_um_die_Welt_148956 (Large)Pünktlich zu den (bayerischen) Sommerferien gibt es auf sl4lifestyle ein kleines Gewinnspiel für Euch.

Mit etwas Glück könnt Ihr das Buch gewinnen und vielleicht auch selbst bald von der ganz großen Reise träumen. Warum nicht? Beantwortet bis Sonntag, 10. August, in einem Kommentar einfach die Frage: Wohin würdet Ihr am liebsten mit der Familie reisen oder sogar ausreisen?

Alle Kommentare nehmen an der Verlosung teil. Viel Glück! Übrigens, Eure E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

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Neue Reportage: Die Fassade fiel mit dem Scheitern

Diese Reportage erschien am 19. Juli 2014 in der Zeitung Die Tagespost.

Die Wolfsschanze erlangte traurige Berühmtheit als Hitlers Hauptquartier.

P1140632 (Large)Tatort Wolfsschanze, Polen: Hier jährte sich am 20. Juli 2014 zum 70. Mal das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler. Inmitten der dunklen Wälder Masurens liegen heute die Trümmer der gesprengten, bis zu sechs Meter dicken Bunkerwände und formen eine grausig-groteske Felslandschaft.

Nichts erinnert mehr an die rund 40 Wohn-, Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude sowie sieben massive und 40 leichte Stahlbetonbunker von einst. Die Decken der Bunker waren sechs bis acht Meter dick. Die Anlage hatte einen Bahnanschluss und besaß einen eigenen Flugplatz. Das gesamte Gelände war von einem 50 bis 150 Meter breiten Minengürtel und einem zehn Kilometer langen Stacheldrahtzaun umgeben. Ständige Funk- und Telefonverbindung nach Berlin und zu allen Frontabschnitten garantierten neueste Informationen über die Ostfront. Und mittendrin – im Bunker 13 – war Hitler und plante den Krieg gegen Russland.

P1140631 (Large) KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA P1140641 (Large) KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAViele Jahre später

„Wir haben hier ein Mädchen, das ist die Tochter eines Verbrechers.“ Die Lehrerin deutet auf eine Schülerin. „Das bist du, Vera“. Später wird das Kind von der Mutter erfahren, dass sein Vater kein Mörder war. „Dein Vater ist ein Held – aber sprich nicht darüber.“ Vera von Lehndorff ist die Tochter von Heinrich Graf von Lehndorff, bekannt als einer der Hitler-Attentäter. Die meisten kennen sie unter dem Namen Veruschka, die einst schönste Frau der Welt, wie sie auf den Titelbildern unzähliger Modemagazine genannt wurde.

Nach Jahren im Ausland ist Vera zurückgekehrt, sitzt in der Lobby des alten Berliner Hotels Adlon und sagt: „Hier, in einem der Zimmer im ersten Stock hat meine Mutter den letzten Brief meines Vaters ausgehändigt bekommen. Das war kurz nach seiner Hinrichtung.“ Das Mädchen war zu der Zeit schon in einem der Kinderheime untergebracht und sollte adoptiert werden. Denn Kinder von Nazi-Gegnern wurden den Eltern weggenommen, zur Adoption freigegeben oder in Elite-Internate, den so genannten Napolas gesteckt. Ihr Vater Heinrich Graf von Lehndorff hatte nur eine Schuld auf sich geladen: Gemeinsam mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg und weiteren Verbündeten hatte er das Attentat auf Hitler geplant und ausgeführt.

Das Gesicht des Vaters

Als es scheiterte wussten die Männer, dass das ihren Tod bedeutet. Kurz vorher hatte Lehndorff seine Kinder nach Rastenburg gebracht, sie dort in den Militärzug nach Berlin gesetzt und in Sicherheit gebracht. Vera war die älteste der drei Schwestern und fühlte die Verantwortung, die man ihr lautlos übertrug. Sie erinnert sich an das ernste Gesicht ihres Vaters ganz nah an der Scheibe des Zugfensters. Heute ist dieses Gesicht die letzte Erinnerung an einen Mann, der Deutschland befreien wollte und sich dafür selbst opferte. Vielleicht ahnte er damals schon, dass er seinen verzweifelten Mut mit dem Leben bezahlen würde.

Einem Tag nach dem gescheiterten Anschlag fuhr die Gestapo nach Schloss Steinort im heute polnischen Masuren, um den Familienvater zu verhaften. Mit einem Sprung durchs Fenster rettete er sich vorläufig in die dichten Wälder rings um das Gut.

Schloss Steinort heute.

Schloss Steinort heute.

Als man ihn schließlich fasste und nach Berlin brachte, gelang ihm erneut die Flucht. Erst nach Tagen in der Wildnis wurde er verhaftet. Der erste Senat des Volksgerichtshofs verurteilte ihn wie auch die anderen Verschwörer zum Tod. Schwer misshandelt wurde er am 4. September 1944 in Berlin-Plötzensee gehenkt. „Ich sterbe mutig und ohne Todesangst, sehe darin eine Fügung Gottes, habe vollkommen Trost in meinem Glauben gefunden“, waren seine letzten Worte. Sein Leichnam wurde nie gefunden. Seine Frau Gottliebe kam ins Gefängnis und brachte dort ihre vierte Tochter zur Welt. Vera und ihre Schwestern wurden in Kinderheimen der Nationalsozialisten verwahrt, wie alle Kinder der Beteiligten des 20. Juli. Die Familie wurde zerrissen und fand erst nach Jahren wieder zueinander.

P1140672 (Large)P1140671 (Large)Die perfekte Fassade

Nach außen hin war Graf von Lehndorff ein Hitler- und linientreuer Offizier, in dessen Haus Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop ein- und ausging. Niemand ahnte, dass er bereits seit 1940 dem Widerstand angehörte. Die perfekte Fassade fiel erst mit seinem Scheitern.

Heute erinnert ein unscheinbarer Findling vor dem verfallenen Gebäude an den letzten Eigentümer. „Es vollzieht sich eine völlige Wandlung, wobei das bisherige Leben allmählich ganz versinkt und gänzlich neue Maßstäbe gelten“, lautet die Inschrift. Es waren die letzten Zeilen aus dem Abschiedsbrief an seine Frau.

Fotos: Enric Boixadós

 

 

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Kurz nachgebellt: Meine Model-Sedcard

Es hat geklappt! Von Frauchen bekam ich heute schließlich die Erlaubnis, meine Karriere als Model weiter verfolgen zu dürfen. Yeah!

Aber nur unter einer Bedingung: Ich muss mein Philosophie-Studium an der Universität Würzburg in diesem Semester beginnen. Im Moment bin ich noch auf Urlaub  in Barcelona. Heute bekam ich sogar meine eigene Sedcard. Damit ich etwas in den Pfoten habe, wenn ich für weitere Aufträge gebucht werde und damit man mich auch ernst nimmt.

Ich denke, dass ich auch bald einen eigenen Agenten brauche. In zwei Tagen habe ich ein Foto-Shooting für die Britische VOGUE und Anfang nächster Woche ein weiteres für die US Cosmopolitan. Es geht dabei um den Alltag eines Gentleman Playboys, also genau das Richtige für mich!

Ich bin schon sehr aufgeregt. Was für grandiose Neuigkeiten! Ich starte durch. Mein neues Leben als Super-Model beginnt!

Ich freue mich, Euch alle an meiner Seite zu haben. Drückt mir Pfoten und Daumen, dass es klappt!

Euer Gaston.

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Gastautorin Barbara Schmidt: Mein Lübeck

Nachdem ich auf Sabines Lifestyle-Blog über Lübeck „bemängelt“ habe, dass ihre Tipps doch sehr generell und in jedem Reiseführer zu finden sind, hat sie mich gefragt, ob ich bereit wäre, einen Gastbeitrag über Lübeck zu schreiben. Wobei alle ihre Tipps natürlich vollkommen valide To-do´s sind. Wer beispielsweise kein Eis bei Niederegger gegessen hat, war auch nicht in Lübeck. Marc de Champagne ist sehr zu empfehlen!

Meine Top 5 für „mein“ Lübeck im Sommer:

1. Wallanlagen Lübeck

Wer Lübeck im Frühjahr oder Sommer besucht, sollte auf alle Fälle einen Besuch der Freilichtbühne in den Wallanlagen einplanen.

Im Frühjahr gibt es dort Live-Konzerte, während im Juli und August Theater gespielt wird. Dieses Jahr läuft dort Pettersson und Findus. Immer Freitags, Sonnabends und Sonntags um 15 Uhr. Im Halbrund sitzt man in wunderschöner Kulisse und hat dazu noch einen unschlagbaren Blick auf den Lübecker Dom.

Und ja nicht die Sitzkissen vergessen!

2. Malerwinkel

Und nach der Vorstellung geht es dann mit einer kleinen Pause über den Malerwinkel zurück in die Altstadt an die Obertrave.

Der Malerwinkel ist eine Grünfläche zwischen Possehlstraße und Dankwartsbrücke. Sie lädt förmlich dazu ein, es sich dort gemütlich zu machen, um den Blick über die Altstadt zu genießen. Von dort ist alles zu beobachten, was sich in Lübeck auf dem Wasser herumtreibt: Ausflugsdampfer (nicht vergessen zu winken!), Kajaker, Stand-Up-Paddler, Motorbootfahrer, Ruderer –  alles ist dabei.

Der Malerwinkel heißt übrigens so, weil er früher ein beliebter Platz für Maler und später auch für Fotografen war.

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Und da ich ein Wassermensch bin, geht es dann über die Dankwartsbrücke rüber zur

3. Obertrave

Bis vor ein paar Jahren war die Obertrave noch das Stiefkind der Altstadt – nur eine Durchgangsstraße. Aber dann haben sich die Stadtplaner etwas einfallen lassen, und nun ist sie sozusagen die „Terrasse“ der Stadt. Die Straße ist verkehrsberuhigt, und es reihen sich Cafés und Restaurants aneinander. Und alle haben sie eine 1A-Lage direkt am Wasser. Dort sitzen, lecker essen und die Seele baumeln lassen – das fühlt sich an wie Ferien.

Und das Schöne an der Obertrave? Von dort hat man Zugang zu einigen der Höfe und Gänge, für die Lübeck so berühmt ist, wie beispielsweise den Blohms Gang oder den Rosenhof. Nicht alle der Lübecker-Gänge sind für die Öffentlichkeit zugänglich, denn immerhin wohnen dort ja Menschen und nicht alle mögen es, wenn man ihnen ins Wohnzimmer schaut. Aber bei Wikipedia gibt es eine schöne Übersicht über Gänge und Höfe und auch über die, die geschlossen sind.

Und von dort geht es dann einmal quer durch die Altstadt – immer links halten in Richtung

4. St. Jakobi-Kirche

Ja, es stimmt. Die St. Jakobi-Kirche steht auch in jedem Reiseführer, aber sie ist oft neben den anderen Kirchen in der Stadt etwas unbeachtet. Besonders der Dom und die Marienkirche stehlen ihr die Show.

Die St. Jakobi-Kirche ist den Seefahrern und Fischern geweiht, und seit 2007 ist die Pamir-Kapelle innerhalb der Kirche die „Nationale Gedenkstätte für die zivile Seefahrt“. Deswegen gehe ich gerne für eine ruhige, besinnliche Minute in die Kapelle, um dort meine Ehre zu erweisen. Aber keine Bange, es ist überhaupt nicht dick aufgetragen, kein Pathos. Im Gegenteil. Nicht vergessen, wir sind in Lübeck – bekannt für die hanseatische Contenance.

Und wer sich auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela begeben möchte, kann hier gleich starten, denn die Kirche, das Heiligen-Geist-Hospital und die Gertrudenherberge nebenan sind offizielle Stationen des Pilgerwegs.

Und last but not least geht es dann direkt von dort mit dem Bus (31 oder 30) auf nach Travemünde. Am besten gleich an der Priwallfähre aussteigen, denn mein letzter Tipp liegt auf der anderen Seite der Trave. Es handelt sich um die

5. Ostseestation Priwall

Sie wollten schon immer mal wissen, was in der Ostsee so alles kreucht und fleucht? Dann sind Sie hier richtig. Die Ostseestation ist eine Kombination aus Meeraquarium mit heimischen Tieren und Umweltzentrum zur Forschung. Etwa jede Stunde beginnt eine Führung durch die Station. Sogar mit Anfassen!

Ach so, und dann geht es mit der Fußgänger-Fähre an der Passat wieder zurück auf die Travemünder Seite.

Und nicht vergessen, bei Niederegger ein Eis zu essen. Mandel-Nougat ist auch total lecker!20363-2__Niederegger_Aussen_0006

Die Autorin:

Barbara Schmidt, geboren 1973 in Lübeck, allerdings schon seit 20 Jahren „im Exil“ im In- und Ausland. Im Juli 2013 ist sie unter die Blogger gegangen. Hauptsächlich über Ahnen- und Familienforschung, aber auch über alles andere, was ihr so vor die Nase kommt. Und immer mal wieder ist ihre Meinung als Gast-Bloggerin gefragt.

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Fotos: Barbara Schmidt (3), Niederegger (1)

 

 

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Kurz nachgebellt: Sandlöcher buddeln

Yeah … so much fun!

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Feedback from a Follower

I just got a wonderful Mail from one of my Blog followers. I am really happy how much courage and spirit I could give her to follow up new ways. And that’s exactly what my Blog is about:

Just do what you want and decide by yourself what is good for you!

„After years of family holidays I was afraid of travelling alone, although I´ve done that often during my years of study. Thanks to Sabine who encouraged me I jumped into the cold water and did this trip to Italy. And I`m really happy I listened to Sabine because I spent a great time by myself: walking, relaxing and enjoying the beautiful seaside. I also got to know some people and never felt lonely as I feared before.
Thank you Sabine, I will travel again by myself!“

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About my Blog

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I like to talk to you and to stay in touch. With that kind of digital world we have now it is possible and quite easy. I like to get your comments. They are important for being creative, for getting new ideas.

And – I am a journalist. I always discover stories, small ones or big ones, it doesn´t matter. On every corner and around the globe. I’m making recommendations for people based on what I like, that’s what this Blog is. I’m doing it my way – because it is my life.

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