Check in: Holzhotel Forsthofalm

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Es duftet nach Holz. Frischem Holz. Kein Wunder. Denn die Forsthofalm ist ein Holzhotel. Ohne Leim, dafür mit Buchenholzdübel; die Wände, Dielen, Dübel – alles ist aus dem Naturstoff. Dazu noch Glas, Stein und Keramik, puristisch eben. Genau das sei auch die Philosophie, betont Claudia Widauer. Ihrer Familie gehört das 110 Betten-Hotel in den Bergen über dem österreichischen Leogang. Wir treffen uns am offenen Kamin.

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Durch die großen Fensterscheiben geht der Blick auf den Sessellift hoch zur Ansitzer Bergstation auf 1.780 Meter. Der Kellner bringt einen Cocktail: „Jungbrunnen Berge“. Mit braunem Rum, Marillenlikör, Lime, Zitrone, Mandel, Mangopüree und Apfelsaft. Der deutsche Barkeeper-Vizeweltmeister Adnan Alija stand Pate, genau wir für den „Wild Thymian Fizz“ oder den „Apfelstrudel-Drink“. Viel Wert wird auf Ursprünglichkeit gelegt. Und die Alm-Cocktails sind authentisch.

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„365 Tage im Jahr ist das Leben schön“, oder „Eat, Love, Live“ beschreibt Claudia Widauer die Philosophie des Hauses. „Genau wie die Betonung auf Bewegung, Kulinarik und Wellness.“ Letzteres steht für Signature Treatments, die Behandlungen werden ganz der Person und ihrem Charisma angepasst. Alle Öle, Cremes und Peelings werden aus Bergkräutern selbst hergestellt, ebenso wie viele Zutaten für die Hotelküche.

alpincard-001Zu jeder Jahreszeit ist die Forsthofalm ein Gästemagnet. Im Frühling und Herbst gibt es perfekte Wanderwege und Erkundungen mit der Löwen Alpin-Card, die jeder Gast erhält und freie Gondelfahrten ebenso bietet wie den Wandertaxi-Gutschein oder reduzierte Museenbesuche, im Sommer das nahe Zell am See zum Baden und im Winter lautet das Motto „Ski in, Ski out“ mit dem Lift der zweitgrößten Skischaukel des Landes vor der Tür.

Alles begann mit dem ersten Ziegelstein im Jahr 1972. Ein Familien- und Gästehaus entstand. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt vom Umdenken. In welche Richtung soll das Hotel gehen? Und heute? Das Holzhotel ist das letzte Glied einer langen Kette von Entscheidungen.

Was möchte der Gast, um die Anfahrt auf über 1.000 Höhenmeter überhaupt erst anzugehen? Was passt in die Landschaft? Es gab viele Ideen und genau so viele Umsetzungsmöglichkeiten. Ein engagiertes Architekten-Team machte den Bau möglich und damit auch renommierte Architekturpreise. Claudia Widauer zeigt auf die Wand: „Mondholz“, betont sie. „Die Bäume dafür werden nach uralter Tradition nur bei abnehmendem Mond geschlagen. Zwischen November und Januar!“ Somit könne das Holz seine volle Kraft entfalten.

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Man muss nicht Esoteriker sein, um sich hier wohlzufühlen. Und was die Kulinarik angeht, so gibt es eine vom GaultMillau ausgezeichnete Haubenküche. Eine Schauküche mit offenem Holzkohlengrill zaubert Steaks und Co., der Brotbackofen sorgt täglich für frisches Brot und Gebäck und das reichhaltige Angebot an vegetarischem und veganem Essen im Restaurant Kukka lässt keine Wünsche oder Überzeugungen offen. Dazu gibt es ein reiches Weinangebot mit veganen und naturbelassenen Weinen und auch einem Bio-Bier. „Die meisten Gäste sind sehr gesundheitsbewusst.“

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Eines meiner Lieblingsbereiche ist die große Dachterrasse mit dem Panorama-Rundumblick und dem Sky Spa, einem großzügigen Wellnessbereich mit verschiedenen Saunen, einem Dampfbad, dem beheizten Außen-Pool und verschiedenen Ruhebereichen mit Wasserbetten, Kamin und auch ganz individuellen Romantik-Arrangements. Wie zum Beispiel der Panorama-Badewanne für Zwei auf dem Dach. Tägliche Yoga- oder Pilates-Stunden, geführte Berg-Wanderungen oder spezielle Kräuter- und Salben-Workshops runden das Angebot für Körper und Geist ab. Im Sommer steht ein Badeteich mit Liegewiese und Holzliegen zur Verfügung. Über eine überdachte Holzbrücke gehen wir in den Behandlungsbereich. „Gemeinsam mit unserem Spa-Team sammle ich Kräuter, die wir verarbeiten.“ Claudia Widauer beschäftigt sich schon sehr lange mit der Anwendung von Naturprodukten. „Die Rezepte dazu stammen größtenteils von mir“, sagt die Kräuterexpertin.

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Das Hotel ist das ganze Jahr über geöffnet. „Beliebt sind auch unsere Weihnachts- und Silvesterangebote. Wir legen viel Wert auf Tradition.“ Ganz klar, dass auch Hunde willkommen sind. Die Vierbeiner kommen in der schönen Gegend auf ihre Kosten. Es gibt genügend Platz, sich in der Landschaft auszutoben. „Schnee haben wir normalerweise ab Anfang Dezember. Ausnahmen bestätigen die Regel. Manchmal hilft auch die Kunstschneekanone den Sikfahrern!“, betont die Juniorchefin.

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Am nächsten Morgen stehe ich auf mit Blick auf den Sessellift und die Mountain Biker, die mit rasender Geschwindigkeit näher kommen. Vor wenigen Minuten erst haben sie ganz oben begonnen, an der Ansitz-Bergstation, wo Europas längste Mountainbike-Strecke beginnt. Ich dagegen ziehe Schwimmen vor. Vor allem bei so einem angenehmen Dachpool, von dem aus ich direkt zu den Leoganger Steinbergen blicke. Und heute ist der Himmel stahlblau. Ich wickle mich in den Bademantel. Von den King Size-Liegen auf der Terrasse blinzle ich direkt in die strahlende Herbstsonne. Wie war das noch mal mit den 365 Tagen? Ja, das Leben ist schön. Beginne ich nun wieder mit einem Tag dieses Lebens: Ausruhen, wiederkehren, verweilen und vielleicht bleiben. Spätestens dann in einem Jahr, wenn ich zurückkomme. Warum eigentlich nicht?

Info: Jeder Gast zahlt den gleichen Preis, je nach Saison. Ausgenommen sind Getränke und Behandlungen.

Die Suiten

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Die Forsthofalm hat insgesamt 9 Suiten in vier unterschiedlichen Kategorien. Hier gibt es, je nach Gusto, Trinkwasserbehälter, in denen das Wasser rechtsgedreht und gefiltert ist, offene Kamine, großzügige Bäder und Balkone oder eigene Terrassen. Sie haben eine Größe von 35 bis 50 oder 67 bis 70 Quadratmeter.Die Juniosuite „Mountain Love“ vermittelt mit Feuerstelle und Kuschelecke die richtige Atmosphäre für Verliebte, andere dagegen, wie „Secret Forest“, bergen die Geheimnisse des Waldes. Darin gibt es das frei an Seilen hängende Doppelbett aus Zirbenholz und die eigene Sauna auf dem Balkon. „Suite 180 ̊ “ bezaubert mit Panoramabad, freistehender Badewanne, Heimkino und begehbarem Kleiderschrank sowie einem traumhaften 180 ̊ –Panorama.

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Die Suiten wurden von den Designern des TEAM7 entworfen.

Anreise zur Forsthofalm: Bahn oder Auto bis Leogang, Salzburger Land. Abholung mit Hotel-Shuttle. Im Winter besteht die Möglichkeit, das Auto im Tal zu parken.

www.forsthofalm.com

Fotos: Enric Boixadós

Der Aufenthalt wurde vom Holzhotel Forsthofalm unterstützt.

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Das erste Mal

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Ist es wirklich so, dass man eines Tages alles erlebt hat und es dann keine weiteren ersten Male mehr gibt? Nein, so ist es bestimmt nicht! Gerade auf Reisen erlebt man viele weitere erste Male! Man muss nur danach suchen und die richtigen Plätze finden. Oder eben die üblichen Pfade verlassen.

choiceDenn wenn wir reisen erleben wir oft erste Male. Die Magie der Costa Smeralda genießen, die heiße Sonne von Benin auf der Haut spüren, den Vollmond und die dazugehörige Party auf Ko Phangan erleben. Warum reisen wir? Ich denke, dass wir es der Erlebnisse willens tun, die uns fremd sind. Dinge, von denen wir nie ahnten, dass es sie überhaupt gibt, geschweige denn, dass sie uns gefallen könnten. Genau dafür reisen wir. Weil das, was wir später Fremden und Freunden erzählen, daraus bestehen wird.

Und immer wieder stelle ich fest: Je drastischer eine Situation war, umso besser kann man darüber berichten. Und auch: Erste Male müssen schlimm sein, um sie interessant zu machen. Den Postkartenstrand hat nämlich schon jeder mal gesehen, aber die Ureinwohner in den Urwäldern des Kongos bestimmt nicht. Erste Male sind auch einmalig, die kann man nicht einfach so kopieren. Und dann gibt es die Angst, die viele vom Reisen abhält. Heute mehr denn je. In Südostasien gibt es giftige Schlangen, im Nahen Osten zu viele Anschläge, in Afrika zu viele Bürgerkriege und in Südamerika Drogenbosse und Konsorten. Ja, es stimmt, die Welt ist ein unsicherer Ort. Sehr sogar.

abenteuerDoch die Ziele, die fast nie im Reisekatalog beworben wurden, waren für mich immer die Interessantesten. Gerade deshalb habe ich mich dahin auf den Weg gemacht. Um Abenteuer zu erleben, um erste Male zu erleben. Angst habe ich keine mehr. Ich muss sie irgendwann mal überwunden haben. Und später, erst viel später habe ich ein Gefühl kennen gelernt: Dankbarkeit.

Dafür, dass es mir auf meinen Reisen, während meiner Abenteuer immer gut ging. Genau das ist nicht selbstverständlich. Nein, überhaupt nicht. Und dabei habe ich erkannt, dass uns unsere Unsicherheit sehr oft um erste Male bringt. Erste Male können auch klein sein und sehr schön. Schon lange habe ich entschieden, nicht mehr in Backpacker-Buden wie früher zu logieren. Das hatte zwar etwas Umwerfendes aber es ist nicht mehr das, was ich nun möchte.

Und: Ich möche meine Wertsachen nicht mehr mit dem Vorhängeschloss sichern wie ich es früher getan habe. Ich erinnere mich an meinen Aufenthalt in Südindien in einem sehr schönen Ressort. Und daran, dass jeden Abend ein Bediensteter kam, um meine Hütte mit einem weihrauchähnlichem Duft zu bestäuben. Gegen die Moskitos. Und, in der Tat: Ich wurde nicht gestochen. Das beeindruckte mich nachhaltig und bis heute habe ich den Geruch, den ich wirklich mag, in der Nase. Sobald ich Weihrauch rieche, denke ich daran zurück. An Südindien, an die Tropen, an meine Hütte. Und dieses Erlebnis war wohl das tausendste allererste Mal auf meinen Reisen. Und daran erinnern werde ich mich vor allem, weil ich Euch davon erzählt habe.

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Tausche Zeit gegen Geld

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Das trifft nun auch auf mich zu. Denn ich plane eine längere Auszeit. „Tausche Zeit gegen Geld!“ ist auch zu meiner Devise geworden. Und hier stelle ich Euch gerne das Buch von Wolf Küpers vor, der, genau wie ich, aus der Entwicklungszusammenarbeit kommt. Deshalb bin ich auch auf die Lektüre aufmerksam geworden. Es ist die Geschichte eines Vaters, der viel aufgibt und noch mehr gewinnt.

„Eine Million Minuten“ ist ein Märchen aus dem Deutschland der Gegenwart. Die wahre Geschichte einer Familie, in der sich ein Vater von den Träumen seiner Tochter anstecken lässt, sich von seiner Karriereplanung verabschiedet, und vier Menschen die Reise ihres Lebens machen.

10646925_522651564536232_3879538534498855309_nAls Nina eines Abends beim Zubettgehen sagt: „Ach Papa, ich wünschte, wir hätten eine Million Minuten. Nur für die ganzen schönen Sachen, weißt Du?“, bekommt Wolf Küper eine Ahnung davon, dass eine Million gemeinsam verbrachter Minuten womöglich sehr viel wertvoller sein könnten als eine glänzende Karriere. So beginnt eine Weltreise nach Thailand, rund um die Südinsel Neuseelands und quer durch Australien. Mit an Bord sind Ninas nur wenige Monate alter, also vollkommen ahnungsloser Bruder Mr. Simon, Vera, die Mutter der beiden, und Nina, die offiziell schwerbehindert ist – oder von einem anderen Planeten stammt, wie sie von sich selbst sagt. Zu viert verlassen sie Deutschland, um sich endlich Zeit für die großen Träume und kleinen Augenblicke zu nehmen.

Zum Autor: Wolf Küper, geboren 1973 in Bremerhaven, promovierte im Bereich der Internationalen Umweltpolitik. Er arbeitete mehrere Jahre als Tropenforscher in den Regenwäldern Südamerikas sowie als Gutachter für die Vereinten Nationen. Bis ihn seine vierjährige Tochter eines Abends überzeugte, dass es eigentlich Wichtigeres gibt als eine glänzende Karriere. Seine Entscheidung für die Familie hat er nie bereut. Zurzeit lebt er in Bonn.

Wolf Küper : Eine Million Minuten. Wie ich meiner Tochter einen Wunsch erfüllte und wir das Glück fanden, 256 Seiten, 19,99 Euro.

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Bella Amalfiküste

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Wir nähern uns mit dem Segelboot. Die Bucht von Positano sieht nach bunten Bonbons aus. Wegen der Sonnenschirme, wegen der farbenfrohen Badekleidung, hauptsächlich sind es Bikinis. Bikinis für Groß und Klein, für Dicke und Dünne. Wir sind an Italiens berühmtester Küste. Früher kamen Künstler, um sich inspirieren zu lassen. Die ganz Großen des Kinos, der Musik, der Literatur: Elizabeth Taylor, Marcello Mastroianni, die Deneuve oder John Steinbeck, der Schriftsteller. Und der hat es aufgeschrieben, was so viele denken: „Positano geht unter die Haut. Es wirkt nicht real, wenn du dort bist, und es wird verlockend real, wenn du gegangen bist.“ Positano liegt an der Amalfi-Küste. Ganz genau! Heute kommen auch viele B- und C-Promis und natürlich die Superreichen. Aber nicht nur. Sondern auch ganz normale Leute. Leute wie Du und ich.

Bin ich froh, mit dem Boot zu kommen, denn die schönsten Buchten sind nur vom Meer aus erreichbar. Riesige Kreuzfahrtschiffe spucken täglich Tausende von Menschen aus, die alle nur das eine suchen: Diese Orte, die so aussehen wie aus der Werbung der 1950er Jahre, als die Welt noch heil, italienisches Essen noch exotisch und der Wein noch nicht gepanscht war. Und als es noch keinen Terror und keine Anschläge gab. Heute sitzen sie alle in den viel zu großen Sightseeing-Bussen, die die engen Straßen verstopfen, die einst eigentlich für die Cinquecentos gebaut wurden, diese Mini-Autos von früher. Und über den Straßen hängen noch nach wie vor die Wäsche an Leinen und flackert im Wind.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir sind zu Fuß unterwegs, nachdem wir unser Boot im Hafen von Amalfi geparkt haben. Rauf und runter laufen wir durch die engen Gassen, immer dicht an den Hauswänden entlang, um nicht in der Gefahrenzone zu sein, die sich durch Hupen und Bremsgeräusche bemerkbar macht.

Trotz allem, auch mir geht die Amalfi-Küste mit ihrer besonderen Schönheit unter die Haut. Es liegt am Licht, durch das die Konturen ganz weich werden und damit diese Farben erstrahlen. Und das Meer, diese tiefblaue, grüne oder türkisfarbene Fläche ist immer da, egal wohin man schaut. Ich kann mir gut vorstellen, wie es früher war. Die Partygänger von damals, die Jackie Kennedys und die Frank Sinatras. Wenn die Nacht anbrach begannen die Partys. Die noch heute legendär sind, zumindest wenn man den Erzählungen lauscht.

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Zurück auf dem Boot legen wir ab, fahren hinüber zu den drei kleinen Inseln des „Li Galli“-Archipels. Wir reihen uns in die Gruppe der Yachten ein, die „die Hähne“ umkreisen. So lautet die Übersetzung. Keine Ahnung, warum!  Zwei davon sind unbewohnt. Die dritte, genannt „Il Gallo Lungo“ oder „Der lange Hahn“ gehörte einst dem russischen Ballett-Star Rudolf Nurejew. Nach seinem Tod 1993 wurde die Insel für 4,5 Millionen Mark verkauft. Heute ist sie ein Vielfaches wert. Mieten kann man die Insel übrigens zum Schnäppchenpreis. Nämlich für 250.000 Euro pro Woche!

Schön, diese Küste südlich von Neapel. Immer noch. Immer wieder. Und irgendwie verwunschen, irgendwie entrückt.

 

 

 

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UN-Lehrgang für Kriegsjournalisten

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Als Journalistin in Kahramanmaraş und am Stützpunkt der NATO bei İncirlik an der syrischen Grenze.

„Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Oder wie ich mich vor Terrorangriffen schützen lerne.“

In diesen Ländern ist mir stets bewusst, dass ich einer gewissen Gefährdungslage ausgesetzt bin. Obwohl dieses Bewusstsein eher unterschwellig passiert, zumal ich versuche, mich nie einer unkontrollierbaren Risikosituation auszusetzen.

Es war eine Woche voller Extremsituationen, die allesamt physisch und psychisch sehr herausfordernd waren. Als ich das erste Mal davon gehört bzw. darüber gelesen habe, wollte ich diesen Herausforderungen selbst begegnen: „Lehrgang für Journalisten in Krisensituationen“ oder eben auf Englisch „Hostile Environment Awareness Training„. Als Ort stand uns (insgesamt 19 Journalisten) das Ausbildungszentrum der Vereinten Nationen in der Bundeswehr-Kaserne Hammelburg zur Verfügung. Ein paarmal pro Jahr wird er angeboten. Ich habe mich bewusst für den Sommer entschieden, was letztendlich eine sehr sinnvolle Entscheidung war (wer möchte schon bäuchlings mit Splitterschutzweste durch den Schneematsch kriechen?).

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Im Camp Marmal, Mazar-e Sharif, Afghanistan.

Trainiert wurden unterschiedliche Situationen, die alle jedoch lebensbedrohlich waren. Marschiert sind wir in der Regel mit Splitterschutzweste und Stahlhelm, was noch einmal das Körpergewicht um 20 Kilo erhöht hat. Mit dem Wetter hatten wir Glück oder eben auch nicht, je nachdem, wie sich jeder bei über 30 Grad Sommertemperatur fühlt. Zumindest mit dem zusätzlichen Gewicht! Bevor wir nach draußen und in die reale Welt zogen, ging es erst einmal um Theorie. Eine BW-Psychologin erklärte uns die Unterschiede zwischen Entführung und Geiselnahme und Methoden zur Trauma-Verarbeitung.

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Bei einer UN-Mission unterwegs in einem gepanzerten Fahrzeug, wie hier im Libanon.

Es folgten Tage im fiktiven Dorf Bonnland, wo Situationen mit konkreter Gefahrenlage nachgestellt wurden. Wie reagiere ich auf Schüsse oder Handgranaten? Wo suche ich Deckung? Wie entscheide ich, wenn es darum geht, mein und/oder das Leben anderer zu retten? Wie gehe ich mit einer Bombendetonation zum Beispiel auf einem belebten Marktplatz um? Wie verhalte ich mich, wenn ich zwischen die Auseinandersetzung von feindlichen Milizen und lokaler Armee oder UN-Soldaten gerate? Was kann bei illegalen und unberechenbaren Militär-Kontrollpunkten passieren? Wie schütze ich mich und mein Leben in unübersichtlichen und aggressiven Zuständen?

Bei Schießübungen wurde aufgezeigt, woher die Schüsse kommen, um in Deckung gehen zu können. Ein weiteres Ziel der Übungen war, unterscheiden zu lernen, mit welchen Waffen gefeuert wurde. In einem unterirdischen Bunker erlebten wir verschiedene schwere Detonationen (bis 5 Kilogramm Sprengstoff) und spürten die Auswirkungen der Druckwellen. Ein weiterer Fokus wurde auf medizinische Hilfe im Einsatz gelegt. Definitiv nicht verkehrt, denn mein Erster Hilfe-Kurs lag gefühlt schon Ewigkeiten zurück. Auch hier wurde Theorie mit dem Ernstfall kombiniert, als auf einem fiktiven Dorfplatz ein Anschlag ausgeübt wurde.

6 Don’ts

  1. Nichts anfassen, was auf dem Boden liegt und unbekannt ist
  2. Schlaglöcher vermeiden. Im Notfall davor anhalten und nachsehen, was drin ist.
  3. Keine militärischen Einrichtungen in Landkarten angeben.
  4. Am sichersten ist es, Deckung in einem Krater zu suchen.
  5. Achtung bei markierten Steinen und Wegen – Minengefahr!
  6. Routine kann tödlich sein.

Tipp:

Spraydose mit roter Farbe mit sich führen, um Steine oder Stöcke zu markieren, die auf Minengefahr hinweisen! Achtung: Nur wertlose Gegenstände markieren, da bei Sachen des täglichen Gebrauchs die Gefahr besteht, dass sie mitgenommen werden!

 

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Segeltörn Amalfi-Küste

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Wir hatten richtig viel Spaß. Für 7 Tage. Und eine tolle Gemeinschaft! Insgesamt waren wir als Crew neun Personen. Und natürlich Erich, unser Skipper. Darunter wir: 5 Frauen, die sich mehr oder weniger schon kannten: Andrea, Barbara, Daniela, Uli und ich, Sabine. Und die der Bootstrip letztendlich zusammenschweißen wird. Denn wir teilten nicht nur die Kajüte, sondern auch das Essen, die Geschichten, den Seemannsgarn und ganz besondere Erfahrungen.

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Wir überstanden Windstärke 6 auf See, Tage, an denen es einigen von uns nicht so gut ging, Schnorchelabenteuer und das Schwimmen in der Blauen Grotte vor Capri, das, nun ja, nicht so ganz legal war aber viel Spaß gemacht hat. Und ein Duschabenteuer am Hafen von Salerno, das mir unvergesslich bleiben wird und wo wir uns mangels Sanitäreinrichtungen einfach nackt auf die Mole unter einen Wasserschlauch stellten, natürlich mit Bettlaken als Schutz vor neugierigen Blicken.

Dies und mehr in den nächsten Wochen, jeweils am Sonntag zur besten Sendezeit! Yep!

Bis dann, Ahoi!

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Zarah Leander im Mainfrankentheater

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Zarah Leander – Die gefeierte Diva. Foto: Nik Schölzel

Ich kenne sie alle aus Erzählungen. Von meiner Mutter, meiner Großmutter. Und ich erinnere mich an die verklärten Blicke, mit denen sie mir von früher berichteten. Vor allem meine Oma. Ja, der Rühmann, der hat noch schöne Filme gedreht. Oder die Leander, die konnte singen. Und die Marlene, naja, die hat Deutschland den Rücken gekehrt, damals, irgendwann in grauer Vorzeit.

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Auf der Bühne: Der Zweite Weltkrieg. Foto: Nik Schölzel

An diese Gespräche, diese Wortfetzen erinnerte ich mich wieder. Denn eine Aufführung im Mainfrankentheater Würzburg hat meine Neugier geweckt. Neugier auf eine Frau Leander, auf Zarah Leander. Zuerst dachte ich nur an die paar Lieder, die mir von ihr vorgespielt wurden, damals. Als Teenager habe ich ihre sehr rauchige Stimme gehört, auf den alten Vinyl-Platten. Und irgendwie auch gemocht! Oh, was für eine Femme fatale …

Und jetzt, durch den Blick ins Programmheft und auf die Bühne, wurde plötzlich wieder alles lebendig. Dieses Kann denn Liebe Sünde sein? oder jenes wunderschöne Der Wind hat mir ein Lied erzählt, das auch als „La Habanera“ bekannt wurde.

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Die Diva, ein Wrack! Foto: Nik Schölzel

Bühne frei: Die Uraufführung von „Ich Zarah oder Das wilde Fleisch der letzten Diva“. Da ist sie, die schwedische Sängerin, die in Deutschland auftritt, angeblich nazikonform und angepasst, und dann später als seelisches Wrack. Die Sängerin wird eindrucksvoll gespielt von Tamara Stern. Doch wer war sie wirklich? Es ranken sich Legenden um die Schwedin.

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Lazarus mit dem Mädchenchor. Foto: Nik Schölzel

War sie nur eine naive junge Frau, die dem Hitlerregime auf den Leim ging? Und da ist Lazarus, eine fiktive Figur, der ihren Spuren folgt. Der junge Mann hat noch nie etwas von der Leander gehört, nun gerät er in den Bann dieser älteren, mittlerweile alkoholkranken aber immer noch lasziven Diva. Gemeinsam mit ihr begegnet er ihren Kontrahenten, ihren Weggefährten aber auch ihren Neidern. Zarah wird zum Star des Dritten Reiches; Hitler und Goebbels sind Fans von ihr, sie passt zum Bild, dass das Regime von Berühmtheiten jener Zeit hat. Die Zeitebenen wechseln schnell, man erfährt Unbekanntes, etwas über ihre schwedische Heimat, etwas über ihre Kinder, kleine Häppchen, die vielsagend, aber zugleich auch nichtssagend sind. Der Zuschauer bildet sich seine ganz eigene Meinung.

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Während der letzten Lebensjahre der Diva. Foto: Nik Schölzel

Wundervoll der Auftritt von Heinz Rühmann, auch einer von den sehr angepassten Schauspielern, und sein Plädoyer übers Menschsein.

„Wenn der Mensch vor die Frage gestellt wird, willst du weiterleben oder nicht? Was sagt er dann? Weiterleben, Bitteschön, sagt er, weil er Mensch ist.“

Fazit: Anrührend, bewegend und zugleich auch mahnend, diese Aufführung.

Der Vorhang hebt sich morgen wieder. Am Sonntagnachmittag, den 23. Oktober 2016, wie auch in den nächsten Wochen. Und sogar an Silvester. Es lohnt sich, dabei zu sein! Mit Zarah Leander das Jahr beenden. Warum nicht? Wird bestimmt schön! Zum Spielplan!

Idee: Franzobel (Franz Stefan Griebl, *1967) ist ein österreichischer Schriftsteller. Für seine Theaterstücke, die in bis zu 23 Sprachen übersetzt wurden, erhielt er bereits mehrfach Auszeichnungen.

 

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Check in: Residence Trivento

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Valentina Iannaco spricht gut Englisch und auch ein paar Wörter Deutsch. Wir sind in Palinuro im Cilento. Also in Süditalien, direkt am Meer. Dort, wo es die Bandera Blue gibt, die Blaue Flagge. Und die „beste Wasserqualität“ bedeutet. In der Tat, das Meer ist glasklar und sauber. Und einfach wunderschön. Es sind die Farben, die in Blau, Grün, Türkis schimmern. Das Cilento, ein weiterer Sehnsuchtsort auf meiner Liste der schönsten europäischen Urlaubsziele.

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Valentina fährt mit uns den Hügel hinauf. Die Ferienwohnanlage Residence Trivento schmiegt sich an die Hügel entlang. Ganz oben ist es ruhig, man hört nur die Vögel zwitschern, und die Aussicht auf die Bucht von Palinuro ist wunderschön. Weiter unten sind die Appartements ähnlich, nur der Panorama-Blick fehlt. Dafür ist der riesige Swimming Pool in unmittelbarer Nähe. Die Entscheidung fällt schwer: Panoramablick oder Pool? Als begeisterte Schwimmerin entscheide ich mich schließlich für eines der Ferienappartements in der Nähe des Schwimmbeckens. Für die Morgen- und Abendrunden. Klar!

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„Insgesamt haben wir 50 Ferienwohnungen“, erklärt Managerin Valentina. Geöffnet ist jährlich ab einer Woche vor Ostern bis Mitte Oktober. Im Frühsommer ist noch alles ruhig, viele Paare kommen zum Wandern, wegen den malerischen Dörfern in der Nähe und der Kultur. Denn Pompeji und Paestum sind in knapp zwei Autostunden zu erreichen. Im Frühsommer und Herbst ist es ruhig im Cilento. „Die meisten Gäste kommen aus Italien. Aber in der Vor- und Nachsaison haben wir auch Deutsche und Belgier.“ Und der Sommer sei etwas für Familien mit Kindern. „Ich bevorzuge den Juli, da ist noch nicht ganz so viel los“, sagt sie.

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Während der Sommermonate gibt es ein Kinderprogramm, ganz auf die Kleinen abgestimmt. „Mit Betreuung“, lacht Valentina, „damit die Eltern mal was für sich unternehmen können. Auch Pizza-, Popcorn-, Nutella-Parties für die lukullischen Genüsse der Kleinen!“ Das Spielerische kommt dabei nicht zu kurz. „Jedes Jahr arbeiten die Kinder an einem Musical. Vor wenigen Wochen haben wir den ‚Löwenkönig’ aufgeführt. Darauf sind dann die Jüngsten und ihre Eltern besonders stolz. Und dann gibt es natürlich auch noch die Mini-Tanzparties.“

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Die Anreise mit dem Auto ist am besten. Denn die malerischen Orte und Strände in der Gegend sind einen Besuch wert. Zum Beispiel Marina di Camerota. „Dort gibt es im Kon Tiky die besten Pizzen im ganzen Cilento“, ergänzt Valentina. „Die mit den gelben Tomaten drauf! Denn die sind einfach typisch für die Region!“ Und ein Geheimtipp ist das malerische Piscotta, ein Dorf oben in den Bergen, verwinkelt, fast aus einer anderen Zeit und mit großartigem Blick aufs Meer.

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Außerdem: Hunde sind in der Residence Trivento willkommen. Sogar kostenlos dürfen sie hier logieren. Nur das Restaurant ist Sperrgebiet. Natur und Spazierwege gibt es für die Vierbeiner ausreichend.

Info: 5 Prozent Rabatt auf alle Buchungen, ausgenommen für Juli und August 2017. Bezieht Euch einfach auf diesen Beitrag.

Dann schönen Urlaub und auf bald im Cilento!

www.ferienwohnungtrivento.de

Restaurant-Tipp: Ammor e Mare, Marina di Camarota

Fotos: Enric Boixadós

Der Aufenthalt wurde von der Residence Trivento unterstützt.

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Über Gott …

„Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier und erwacht im Menschen.“

Indisches Sprichwort

Sri Lanka, 2012.

Sri Lanka, 2012.

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Gaston, my Love!

iPhone_2013_2014_2015 711 (Large)(see English version below)

Hier einige Bilder, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Von Gaston. Immer mit diesem lustigen und clownhaften Ausdruck im Gesicht. Es sind Momentaufnahmen, gemacht mit meinem iPhone, oft lässt die Qualität zu wünschen übrig. Aber es sind die Augenblicke, die ich festhalten wollte, weil sie unverwechselbar zu meinem Vierbeiner gehörten. Sie sollen Euch einfach nur erheitern und Euren Tag ein bisschen lustiger machen. Genau das ist es, nicht mehr und nicht weniger. Als Tribut an meinen Hund, der mein Leben so immens bereicherte.

Er starb genau vor 9 Monaten an einem Januarabend.

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These are just some of my iPhone pictures of Gaston, which you did not see yet. They are made out of a moment when I cuddled with him or he cuddled with me. Or when he was just around me with that funny expression on his face. These are just pictures of the moment, nothing special. Even the quality of them is not really good. But it is all about Gaston and how he lived, loved and made my life so incredible happy.

He died exactly 9 months ago on a rainy winter evening.

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