Budapests hippe Ruinen-Kneipe

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie ganze oder einen Teil der Nacht feiern? Als Nachteulen kommt Ihr in Budapest voll auf Eure Kosten! Freitagabend im siebten Bezirk in Budapest: In den letzten Jahren hat sich der früher etwas heruntergekommene Stadtkern zu einem der hippsten Viertel der City entwickelt. Hier findet sich das, was zu einem der Wahrzeichen Budapests geworden ist: die Ruinen-Kneipen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zwar ist jede Kneipe ein Unikat, aber es gibt doch einige Dinge, die sie alle gemeinsam haben: Sie wurden in leer stehenden Gebäuden oder verlassenen Höfen eingerichtet und mit Möbeln und Accessoires aus Secondhand-Läden aufgepeppt. Die älteste und wahrscheinlich auch bekannteste Ruinenkneipe trägt den Namen Szimpla.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es ist als ob man eine verborgene Welt betritt: Ein Raum mit unverputzten Backsteinwänden führt in den nächsten. Und dann geht es noch in den ersten Stock. Witzige Möbelstücke, bei denen nicht ein einziges zum anderen passt, und die Dekoration sind ziemlich durchgeknallt und einfach irre. So wurde beispielsweise aus einem Trabi kurzerhand ein Bartisch. Oder aus einer Wanne ein Sofa. Ich war begeistert.OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Szimpla
Kazinczy u. 14
Telefon: +36 20 261 8669

 

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Pakistan für Touris?

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAIch finde es äußerst interessant, durch meinen Job in Länder reisen zu können, die nicht gerade auf der Liste der Top 10-Urlaubsziele stehen. Wie beispielsweise kürzlich nach Pakistan. Jahrzehnte der Radikalisierung und mehr als 50.000 Opfer von Anschlägen seit 2003 haben Pakistan zum Terrorstaat gemacht. 2015 begann mit einer intensiven Anti-Terror-Politik der Versuch einer Kehrtwende – aber ob sie hilft, das Land zu befrieden oder zumindest die Gewalt ein wenig einzdämmen, ist äußerst ungewiss.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Ganze 5.634 Touristen kamen 2015 ins Land, das mehr als doppelt so groß wie Deutschland und voller kulturreicher Städte und atemberaubender Natur ist. Selbst Bergsteiger kamen nicht mehr, nachdem im Juni 2013 am Nanga Parbat elf Touristen ermordet wurden. Im Norden des Landes liegen mit dem K2 und dem Nanga Parbat einige der berühmtesten Gipfel der Welt. Es ist außerdem nicht leicht, ein Visum zu bekommen, denn man braucht eine Einladung aus dem Land.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Ich wünsche es dem Staat und seinen Bewohnern wirklich, dass er es schafft, Touristen anzuziehen. Denn an touristischen Highlights hat er wirklich jede Menge zu bieten.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

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Wie wär’s mit einem Lángos?

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas zum Budapest-Besuch unbedingt dazugehört: Einen Lángos bestellen! Und das am besten an einer Bude auf der Strasse oder im Markt.

Lángos ist eine Spezialität der ungarischen Küche. Er wird vor allem als Zwischenmahlzeit serviert. In der einfachsten Form besteht er aus einem Fladen aus Hefeteig, der in Fett gebacken wird.

Nach dem Ausbacken kann der Lángos mit Knoblauchwasser oder -öl eingepinselt und gesalzen werden. Etwas reichhaltigere Varianten sind mit Sauerrahm oder Schafskäse oder „Magyaros“, auf ungarische Art – mit Letscho belegt, einer Mischung aus geschmorten Zwiebeln, Paprika und Tomaten.

Außerdem wird Lángos, vor allem in westlichen Ländern, auch als Süßspeise mit Puderzucker oder Fruchtaufstrich gegessen.In den Nachfolgestaaten der Tschechoslowakei wird Lángos meist mit Ketchup, Knoblauch und geriebenem Käse serviert.

Weitere in Österreich bekannte Varianten sind das Debreziner-Langos, ein mit Hefeteig überbackenes Würstchen (vorzugsweise eine Debreziner) und das Bauern-Lángos, das in der Hefeteigtasche Schinken und Käse hat.

Rezept

Zutaten:
500 g Weizenmehl
1 Würfel Hefe
2 TL Salz
250 ml lauwarmes Wasser
100 ml lauwarme Milch
2 TL Zucker
Öl oder Fett zum Frittieren
200 g  geriebener Käse
200 g saure Sahne
200 g Schmand
3  Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Arbeitszeit: ca. 10 Minuten, Ruhezeit ca. eine Stunde.

Für die Creme saure Sahne und Schmand in eine Schüssel geben, den Knoblauch fein hacken oder durch eine Presse drücken und dazugeben. Gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mindestens eine Stunde durchziehen lassen.

Für die Lángos Wasser und Milch leicht erwärmen. In eine kleine Schüssel die Hefe bröckeln, die lauwarmen Milch und den Zucker dazugeben und die Mischung glatt rühren. In eine Schüssel das Mehl geben, die Hefemilch und das lauwarme Wasser dazu gießen. Alles vermischen und ½ TL Salz dazugeben. Jetzt den Teig kräftig kneten. Sollte der Teig noch an den Händen kleben, so lange vorsichtig Mehl unterkneten, bis der Teig sich gut verarbeiten lässt. Sobald er glatt und fest ist, die Schüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort 30-60 Minuten gehen lassen.

In einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne das Öl erhitzen. Die Hände etwas einölen, vom Teig kleine Stücke abreißen und zu flachen Fladen ziehen. Bestenfalls sollten die Ränder etwas dicker bleiben. Die Fladen in das heiße Öl geben. Jedoch immer nur so viele Fladen, wie nebeneinander in der Pfanne Platz haben. Sobald die eine Seite Farbe bekommen hat, umdrehen und fertig backen.

Aus dem Öl nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Mit der Creme bestreichen, den Käse darüber streuen und noch heiß servieren.

Guten Appetit oder Jó étvágyat!!OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

 

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Kriegstraumata: Ein Hund für die schwersten Stunden

DSC_2028Aus San Antonio, Texas berichtet sl4lifestyle-Gastautor Till Mayer.

Vietnam, Irak oder Afghanistan: Viele US-Soldaten sind durch Kriege schwer traumatisiert. Manche finden ihren Frieden nur durch speziell trainierte Hunde.

Die Hände sind unruhig, Anthony Pottebaum kämpft. Es sind einfach zu viele Menschen hier in dem Restaurant in der Suburbia von San Antonio. Zu viele Stimmen schwirren quer durchs Lokal, zu wenig Platz, die Bedienung zwängt sich durch die Tischreihen.

Pottebaum schnauft, hält die Hände vor das Gesicht. Das ist der Einsatz für Tucker. Der Hund legt die Pfote auf das Bein des Irak-Veteranen, legt seinen Kopf schräg und blickt seinen Herrn an. „Danke, Kumpel“, sagt der 44-Jährige und tätschelt den Schädel. Dann nimmt Ehefrau Rowena seine Hand. Das hilft.

Es ist eine ungewöhnliche Gruppe, die da am Tisch sitzt. Das Leben hat es ihnen nicht leicht gemacht. Anthony Pottebaum, seine Frau Rowena, die durch eine Muskelerkrankung auf einen Rollstuhl angewiesen ist, und Kendra Ridings, die Begleithunde wie Tucker trainiert.

Ridings ist die Chefin von Happy Pal Dogs Training, und sie weiß aus eigener Erfahrung, dass für traumatisierte Menschen Tiere eine wichtige Hilfe sein können. Nach einem Gewaltverbrechen erlitt sie selbst ein schweres Trauma und bekam einen „Service Dog“ zur Unterstützung.

Einsatz im Irak

Anthony Pottebaum sieht aus wie einer, den so schnell nichts umwirft. Ein wenig bullig gebaut, der Kopf bis auf einen schmalen Rundbart rasiert. Leicht wiegender Gang, den er seinen Cowboy-Boots verdankt. Er sieht aus wie ein kerniger Kerl. Doch der Mann, der 2007 aus dem Irak-Krieg heimkehrte, ist verwundet. Der schwarze Mischlingshund ist ein überlebenswichtiger Begleiter für ihn.

Pottebaum macht nicht mehr Worte als nötig. Über seinen Einsatz im Irak, wo er für die US-Armee Trucks und Busse fuhr, berichtet er in knappen Sätzen. Nachts kamen die Angriffe auf das Camp. Mörser-Granaten zischten ins Lager. Die Einschläge so nah, dass der Boden wankte und die Barackenwand zitterte. Pottebaum wurde nicht durch eine Explosion verschüttet, er fing sich auch keine Splitter ein. Doch der Dauerbeschuss hat psychische Schäden verursacht, die wohl sein ganzes Leben prägen werden.

Seine Militärzeit endete schließlich durch einen Unfall: Bei einer Übung sollte Pottebaum eine Betonwand bezwingen, doch dem Soldaten rutschte das Seil durch die Hände. Er stürzte, krachte mit dem Kopf so unglücklich gegen die Barriere, dass sein Gehirn dauerhaften Schaden nahm.

Panikattacke in Menschengruppe

Zurück in den Frieden kehrt Pottebaum als ein Mensch mit Behinderungen. Erinnern, konzentrieren, das fällt dem Veteranen heute schwer. Zudem leidet er oft unter starken Rückenschmerzen. Seinen schwersten Schaden wollte er zunächst nicht wahrhaben. „Erst nach einer Panikattacke in einer Menschengruppe merkte ich endgültig, dass da etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist“, sagt Pottebaum.

PTSD (für posttraumatic stress disorder, Posttraumatische Belastungsstörung) sind vier Buchstaben, die Pottebaum nur ungern ausspricht. „Sie schieben einen in eine Schublade“, findet er. Vor allem erklären sie seiner Ansicht nach nicht, um was es bei einem Kriegstrauma geht. Er spricht lieber von „Military Issues“.

Hund Tucker macht sich keine Gedanken, mit welchen Worten man die seelischen Verwundungen eines Menschen umschreibt. Aber er fühlt und erkennt sie, und er ist darauf trainiert zu reagieren, wenn Probleme auftreten. Ein „Service Dog“ kann viele Aufgaben übernehmen: „Er kann ein Nottelefon bringen. Nachts mit der Schnauze einen Lichtschalter betätigen, wenn seinen Menschen Albträume quälen“, erzählt Kendra Ridings. Der Hund könne in vielen Fällen am Körpergeruch des Veteranen erkennen, wenn dieser vor einer Panikattacke stehe oder Medikamente brauche. „Er kann den Rollstuhl zu einem ehemaligen Krieger mit Behinderung schieben. Er kann ihm beim Aufrichten helfen.“ „Und er kann der beste Kumpel beim Fernsehen auf dem Sofa sein“, sagt Pottebaum.

Freiraum sichern

Vor allem kann Tucker Ruhe geben. Schon allein dadurch, dass er Körperkontakt zum Veteranen sucht, wenn dieser mit den Folgen seiner Traumatisierung kämpfen muss. Er habe Probleme in Menschenmengen, sagt Pottebaum. „Tucker geht deswegen immer hinter Anthony, um ihm dort Freiraum zu sichern“, erklärt Kendra Ridings.

Am nächsten Tag geht der Veteran auf Tour durch San Antonio. Pottebaum ist wie ausgewechselt. Weniger Menschen sind sichtlich gut für ihn. Auf der Rückbank sitzt Tucker mit der Ruhe eines Buddhas. Dann geht es zum Boot-Store. „Pflichtprogramm in Texas“, lacht Pottebaum. Der Veteran geht voran, Tucker trottet hinter ihm. Der Hund hat sich völlig auf den 44-Jährigen eingestellt. Die beiden passen gut zueinander, ein harmonisches Team.

Selbst beim Anprobieren der Stiefel ist Tucker ein kritischer Beobachter. Kritisch vor allem, weil es seit geraumer Zeit keinen „Treat“ gegeben hat. Tucker gibt die Pfote, Pottebaum kramt das Leckerli hervor. Da wird jedes Kundenherz im Laden schwach. Drei junge Frauen wollen Tucker streicheln. „Manche Diensthundebesitzer mögen das nicht. Sie sagen, ihr Hund arbeitet, und es ist kein Spiel. Wenn ich vorher gefragt werde, ist es für mich kein Problem“, sagt Pottebaum.

„Jeden Tag bringen sich 22 ehemalige Soldaten um, weil sie mit den Folgen ihres Einsatzes nicht mehr klarkommen. Hunde wie mein Tucker könnten vielen von ihnen helfen“, sagt der Veteran. Deswegen macht er etwas, das ihn jedes Mal aufs Neue Überwindung kostet: Er erklärt Mitmenschen, warum er Tucker braucht. „Wenn Sie jemanden kennen, der Probleme hat, seit er von seinem Einsatz zurück ist, geben Sie ihm doch diese Karte“, sagt er dann und reicht eine Visitenkarte von Ridings Hundeschule weiter, weist auf Programme für Veteranen hin.

Posttraumatische Belastungsstörung

Der Manager des Boot-Stores will mehr erfahren. Sein Bruder ist seit einigen Monaten aus Afghanistan zurück. „Ich erkenne ihn kaum wieder. Er ist völlig in sich zurückgezogen, manchmal aggressiv. Seine Ehe steht schon auf dem Spiel“, sagt der Geschäftsmann mit dem Cowboyhut. Es fällt ihm schwer, die Sätze zu einem Fremden zu sagen.

Draußen vor dem Geschäft scheint die Sonne, Pottebaum rückt die dunkle Brille zurecht. „Es ist für einen traumatisierten Veteran nicht so einfach, einen Hund zu bekommen. Der Staat gibt zwar eine Unterstützung. Aber Wartezeiten bis zu einem Jahr sind oft üblich. Das kann dann leider einfach schon zu lange sein. Selbst die Hundeausbildung zu bezahlen, kann teuer kommen.“

Vor allem muss die Army zuerst anerkennen, dass PTSD vorliegt. Keine Anerkennung bedeutet auch keine Unterstützung, keine Therapie, keine Berufsunfähigkeitsrente – und keinen Hund wie Tucker. Dafür vielleicht ein Platz an einer Autobahnbrücke mit einem Pappschild: „Ich habe im Irak gedient und bitte um Unterstützung“. Keine Seltenheit: Das „Department of Veterans Affairs“ schätzt, dass 131.000 Veteranen obdachlos sind.

Ein Mann mit Kind kommt auf den Veteran zu. „Kann mein Junge den Hund streicheln?“, fragte er. Pottebaum nickt, und der Junge stürmt geradewegs auf Tucker zu. „Nicht von vorn mit der Hand direkt zur Schnauze. Das mag er nicht“, mahnt der Veteran, „Tucker hat auch sein Päckchen zu tragen, sein Vorbesitzer muss ihn geschlagen haben.“

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Journalist Till Mayer

Autor Till Mayer setzt sich seit Jahren mit Langzeitfolgen von Kriegen auseinander. Im Erich-Weiß-Verlag erschienen dazu die Bildbände Abseits der Schlachtfelder und vor wenigen Monaten Barriere:Zonen. Die Ausstellung Barriere:Zonen kann von Universitäten, Schulen und Organisationen geliehen werden: www.barriere-zonen.org.
Die Homepage des Journalisten: www.tillmayer.de

Fotos: Till Mayer

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Stilvoll baden und wohnen im Gellért

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWollt Ihr abtauchen? Und nach dem Auftauchen auch ein bisschen Geschichte atmen? Wenn ja, dann seid Ihr hier richtig! Das im Jugendstil erbaute St. Gellért-Heilbad und Hotel (ja genau, das berühmte Hotel!!) öffnete seine Tore im Jahre 1918, später wurde das Bad um ein Wellenbad und ein Sprudelbad erweitert. Die ursprüngliche Wellenmaschine, die 1927 installiert wurde, ist immer noch in Betrieb, ein Kuriosum für das Bad und für ganz Europa. Was Besonderes zum Ausprobieren sind die Schokoladenanwendungen, das Kleopatra-Bad und das Kräuterbad. Alles soll ja der Gesundheit dienen sowie jung und frisch machen. Also – auf geht´s!OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Heilindikationen:
Degenerative Erkrankungen der Gelenke
Wirbelsäulenerkranungen
Chronische und halbakute Gelenkentzündungen
Bandscheibenleiden
Neuralgien,Gefäßverengung
Kreislaufstörungen
Im Inhalatorium: Behandlung von asthmatischen, chronischen Bronchitisbeschwerden

Öffnungszeiten für Frauen und Männer:
Täglich von 6 – 20 Uhr.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Interessantes und Pikantes über das Gellért

Marta Eggerth, die österreichisch-ungarische Operettensängerin und Filmschauspielerin, die seit 1938 in New York lebte, sang 1936 im Film „Wo die Lerche singt“  im Gellért-Bad den Donauwalzer. 1937 verbrachten Juliana, die spätere Königin der Niederlande, und Bernhard zur Lippe-Biesterfeld im Hotel Gellért ihre Flitterwochen. Die polnische Video- und Installationskünstlerin Katarzyna Kozyra fertigte eine Videoinstallation aus mit einer versteckten Kamera im Gellértbad gedrehten Szenen. Die Installation Men’s Bathhouse wurde 1999 zur Biennale von Venedig gezeigt.

2011 kam das Gellértbad in die Schlagzeilen, nachdem bekannt wurde, dass die Hamburg-Mannheimer Inter-Organisation (HMI), eine Vertriebsorganisation der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG im Juni 2007 ihre besten Vertreter zu einer ausschweifenden Sex-Party in das Bad eingeladen hatte. An der Party hätten 20 Prostituierte und mindestens 64 Versicherungsvertreter teilgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sei der Versicherung dabei ein Schaden von insgesamt 52.000 Euro entstanden.

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Das Hotel Gellért gleich nebenan

 

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Eine pornographische Beziehung

internet_XIVEs geht um Sex, Leidenschaft und irgendwie auch um Liebe. Aber die kommt spät, viel zu spät. Ein Mann, eine Frau. Durch eine Annonce lernen sie sich kennen, tauschen weder Adressen noch Telefonnummern aus und nicht einmal die Vornamen. Alles, was sie wollen, ist Sex, das Ausleben einer hemmungslosen Begierde, immer donnerstags, in diesem kleinen Hotel, irgendwo in einer Stadt. Nein, einen perfekten Körper hat sie nicht, er auch nicht, doch das spielt keine Rolle in dem animalischen Ausleben ihrer Instinkte. Ihm gefällt ihr Lächeln, der Klang ihrer Wörter. Das Warten auf die Donnerstage, die lapidare Feststellung von ihm: „Wenn sie nicht ankommt, habe ich sie verloren.“

Die Treffen gehen weiter, wöchentlich. Irgendwann später wird sie feststellen, dass es mehr ist, dass es, naja, so etwas ist wie Liebe. Dass es sich zumindest so anfühlt. Sie denkt ans Altwerden mit ihm, warum nicht. Er, der Unbekannte, kontert: „Es wird nicht funktionieren. Nie.“ Er möchte beim Jetzt bleiben. Sie wird sich später, viel später an ihn erinnern als „an die Liebe meines Lebens“. Dann, wenn es schon längst vorbei ist, wenn nur noch die Erinnerung bleibt, an das Erlebte, das Gelebte, an ihn. Vielleicht war es für beide das, was man gemeinhin Liebe nennt, einfach nur LIEBE, dieses komische Wort mit den fünf Buchstaben.

Das Schauspiel von Philippe Blasband reiht sich ein in die Reihe der wundervollen Aufführungen des kleinsten Theaters Deutschlands, nahtlos. Zhanna Kalantay mit perfekter Mimik und wunderbarem Akzent als Sie und Murali Perumal als ihr Lover – eine wilde Symbiose.

50 Plätze sind schnell ausverkauft im Torturmtheater von Sommerhausen. Am besten sofort Karten bestellen für diese Amour fou, diese Affaire à coeur. Vielleicht bleibt am Ende auch für die eine Zuschauerin oder den einen Zuschauer eine bittersüße Erinnerung an irgendetwas haften … Leicht möglich sogar!

Auf dem Spielplan bis 28. Mai 2016.

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Vielleicht war es für beide das, was man gemeinhin Liebe nennt, einfach nur LIEBE, dieses komische Wort mit den fünf Buchstaben.

Fotos: Angelika Relin

 

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Budapest: Das Rudas-Heilbad

 

IMG_5996 (Large)OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie ich ihn genoss. Den späten Vormittag in einem der schönsten Heilbäder von Budapest. Es ist der Klassiker unter den Heilbädern: Das Rudas. Dabei konnte ich auf eine Badebetrieb-Vergangenheit von über 500 Jahren zurückblicken. Erst seit dem Abschluss der Erneuerungsarbeiten 2005 besteht auch für Frauen die Möglichkeit für einen Besuch.

Schon im 14. Jahrhundert gab es in Budapest ein Rudas-Heilbad, in seiner jetzigen Form wurde das schön renovierte Bad 1566  von den Türken erbaut. Es ist somit wohl das „türkischste“ aller Budapester Bäder. Auf dem Dach befindet sich ein Whirlpool, der Ausblick über die Donau ist fantastisch.IMG_6006 (Large)

Der Flügel mit dem Schwimmbad stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist im neoklassizistischen Stil gehalten. Hier können die ganze Woche über Männer und Frauen gemeinsam schwimmen gehen, anders als im Thermalbad. Die Wassertemperatur im Schwimmbecken beträgt 29 Grad. Aber: Badekappe ist Pflicht! Zur Not tut es auch eine Plastikduschhaube vom Hotel!IMG_5999 (Large)IMG_6032 (Large)

Und: Das Rudas ist das einzige Thermalbad in Budapest, das am Freitag und  Samstag auch in der Nacht besucht werden kann (22 bis 4 Uhr).

Heilindikationen:
Degenerative Erkrankungen der Gelenke
Chronische und halbakute Gelenkentzündungen
Bandscheibenleiden
Neuralgien
Kalkmangelzustände des Knochensystems

Öffnungszeiten:
Montag – Mittwoch: 6 – 18 Uhr; Donnerstag – Sonntag: 6 – 20 Uhr; Thermalbad: täglich von 6 – 20 Uhr; Nachtbaden: Freitag, Samstag: 22 – 4 Uhr.

Thermalbad für Frauen: Dienstag (nur Frauen), Samstag, Sonntag (Frauen und Männer).

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Trend des Tages – 10. April 2016 (Hirtensonntag)

IMG_4334 (Large)Heute morgen war ich in der Kirche. Während der Predigt erfuhr ich, dass heute „Hirtensonntag“ ist. Davon habe ich noch nie etwas gehört und habe gleich mal nachgelesen:

Die evangelische Kirche kennt sechs „Sonntage nach Ostern“; sie beginnt die Zählung mit dem Sonntag nach Ostern und endet mit dem Sonntag nach Christi Himmelfahrt; die Osterzeit endet mit dem Pfingstsonntag.

Dieser zweite Sonntag nach Ostern ist von dem Motiv des „guten Hirten“ geprägt und wird daher auch als Hirtensonntag bzw. Guthirtensonntag bezeichnet.

Mir fielen ein paar Fotos ein, die ich in Nordindien gemacht habe und die ganz gut zum Thema passen.

Euch allen einen schönen Hirtensonntag!IMG_4335 (Large)

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Kurz nachgebellt: Im Biergarten

imageMich gibt es zwar nicht mehr auf der Erde, aber ich denke gerne an die Biergartenzeit zurück. Die beginnt jetzt wieder.

Wünsche Euch ein schönes Wochenende und grüße Euch von Wolke 9.

Euer Gaston

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12 Gründe für eine Reise nach Budapest

OLYMPUS DIGITAL CAMERA1. Die wunderschöne Lage

Mit der Vereinigung der drei Städte – Buda und Óbuda am hügeligen, rechten Ufer der Donau und Pest am flachen, linken Donauufer – entstand im Jahre 1873 die Großstadt Budapest. Die Kettenbrücke, heute Wahrzeichen der Stadt, wurde als Erste von insgesamt neun Brücken etwa 30 Jahre vor den anderen Brückenbauten errichtet. Das wunderschöne Panorama von Buda einschließlich Burgviertel mit königlichem Palast und Matthiaskirche sowie Gellértberg mit der Zitadelle ist Teil des Weltkulturerbes der UNESCO.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA2. Höhlen und andere geschützte Gebiete

Die Budaer Seite ist zugleich die Grünzone der Stadt mit vielen beliebten Ausflugszielen. Die Berge János, Széchenyi, Hárs, Remete und Hármashatár gehören zum Budaer Landschaftsschutzgebiet. Im Berginneren befinden sich zusammenhängende Höhlensysteme, unter anderem die mit 7200 Metern drittgrößte Tropfsteinhöhle des Landes, die Pálvölgyi – Höhle, sowie die Szemlõhegyi – Höhle, die aufgrund ihrer traubenähnlichen Erbsensteine berühmt wurde.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA3. Stadt der Heilbäder

Budapest ist die einzige Hauptstadt weltweit, die über mehr als 80 Thermalquellen bzw. Thermalbrunnen verfügt. Diese Quellen und Brunnen geben täglich etwa 70 Millionen Liter Wasser ab. Inzwischen liegt die Zahl der hauptstädtischen Bäder, die entweder von natürlichen Heilquellen oder gebohrten Thermalbrunnen gespeist werden, bei annähernd fünfzig. Somit bietet Budapest im Originalzustand erhaltene türkische Bäder, Freibäder und gepflegte Sprudelbäder. In mehreren Krankenhäusern und in Kurhotels basieren die Behandlungen bzw. Anwendungen auf der Heilkraft des Wassers. Verschiedene Heilwasserarten eignen sich in Form von Trinkkuren zur Behandlung von Verdauungsstörungen, Nierenbeschwerden und Stoffwechselerkrankungen.

4. Kultur aus der Römerzeit

Die Heilquellen wurden bereits von den Römern entdeckt. Sie gaben ihrer Stadt, die auf dem Gebiet des heutigen Óbuda erbaut wurde, den Namen Aquincum (aqua = Wasser). Noch heute kann man die Ruinen der von den Römern errichteten Städte, Militärlager, Bäder und Wasserleitungen bestaunen. Im Aquincum-Museum sind freigelegte Mauerreste und Denkmäler der ehemaligen Provinzhauptstadt ausgestellt, besonders sehenswert ist eine tragbare Wasserorgel aus dem Jahre 228.

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Das Rudas-Heilbad

5. Denkmäler aus der Türkenzeit

Nach 150-jähriger Türkenherrschaft wurde Buda im Jahre 1686 endlich befreit. Die Sieger hatten den letzten Pascha von Buda – welcher während der Belagerung fiel – in der Burg beigesetzt. Die Grabinschrift lautet: „Er war ein heldenhafter Gegner, Friede sei mit ihm“. Die Türbe von Gül Baba, das Grabmal des als Heiligen verehrten türkischen Derwisches, ist ein moslemischer Wallfahrtsort in Buda.
Sowohl bei der Budapester Bevölkerung als auch bei Touristen sind die einst von den Türken errichteten Bäder Király–Bad, Rácz-Bad und Rudas-Bad sehr beliebt.

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Der Bahnhof

6. Die Architektur der Belle Epoque

Die Stadt erlangte ihr heutiges Aussehen in den 1890er-Jahren, als man anlässlich des 1000. Jahrestages der Landnahme das Stadtwäldchen (Vároliget) anlegte und die aus der Innenstadt führende Allee, die Oper und die kleine Untergrundbahn errichtete. Übrigens war die unter der Allee verlaufende Untergrundbahn die Erste des Kontinents. Die Statuen der halbkreisförmigen Kolonnade des Millenniumsdenkmals (Heldenplatz) verewigen die herausragenden Herrscher und Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte. Die auf der Grundlage einer einheitlichen Baukonzeption errichtete Andrássy Allee ist einschließlich ihrer historischen Umgebung Teil des Weltkulturerbes.
Zur gleichen Zeit wurden am Donauufer das größte Parlament Europas und zahlreiche öffentliche Gebäude in einem für Ungarn typischen, mit ungarischen Motiven verzierten Jugendstil erbaut. Zu den schönsten Exemplaren der Baukunst zählen die Werke von Ödön Lechner, unter anderem das Kunstgewerbemuseum, die Postsparkasse und das Ungarische Staatliche Geologische Institut.

7. Die größte Synagoge Europas

Ungarn, insbesondere Budapest, ist die Heimat der größten jüdischen Gemeinde Mitteleuropas. Traditionen, Architektur und Kunst der jüdischen Bevölkerung sind ein wertvoller Teil der ungarischen Kultur. Von den 22 Budapester Synagogen ist die Synagoge in der Dohány Straße besonders erwähnenswert, denn sie gilt in Europa als außergewöhnliches Bauwerk. Aufgrund der hervorragenden Akustik werden in der Synagoge oftmals Konzerte veranstaltet.

8. Denkmal Zoo

Als einer der ersten zoologischen Gärten der Welt öffnete im Jahre 1866 der Hauptstädtische Tier- und Pflanzengarten seine Tore für das Publikum. Die Gebäude lassen eine Mischung aus ungarischem Jugendstil und Romantik mit orientalischen Motiven erkennen. Nach gelungener Renovierung wurde eines der schönsten Bauwerke, das Elefantenhaus, mit dem Europa – Nostra – Preis ausgezeichnet. Zwischen den Pflanzen des Palmenhauses kann man frei umher fliegende tropische Vögel und Schmetterlinge beobachten, während Krallenaffen das Publikum unterhalten.
Auch dem Karussell im benachbarten Vergnügungspark (Vidámpark) wurde der Europa – Nostra – Preis verliehen. Der Park gehört zu den sehenswerten Attraktionen des Stadtwäldchens (Városliget).

OLYMPUS DIGITAL CAMERA9. Kunst, Kultur, Festivals, Veranstaltungen

In Budapest hat man die Qual der Wahl! Annähernd 200 Museen und Galerien, 40 Theater, das Opernhaus und 7 Konzertsäle bieten zu jeder Jahreszeit ein abwechslungsreiches Programm.
Im März erwartet das Frühlingsfestival vornehmlich die Freunde der Musik mit zahlreichen Opern- und Ballettaufführungen sowie Folkloredarbietungen und Ausstellungen. Im Juni stehen neben dem Fest der Musik auch Veranstaltungen im Rahmen des Brückenfestes und des Donau-Wasserkarnevals auf dem Programm. Im Juli ist das Sziget-Festival der Höhepunkt für die jungen Leute. Im Juli und August wird das Opern- und Ballettfestivalgefeiert, während im August das Jüdische Sommerfestival auf dem Programm steht. Der September ist den internationalen Wein- und Sektfestivals gewidmet und im Oktober werden die Liebhaber der modernen Künste beim Herbstfestival inspiriert. Im letzten Monat des Jahres kann man nach Lust und Laune über den Budapester Weihnachtsmarkt bummeln.
Unter den alljährlich stattfindenden Sportveranstaltungen nimmt die beliebte Formel 1 im August einen besonderen Stellenwert ein.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA10. Restaurants, Cafés, Pubs und Jazzklubs

Das Angebot an Restaurants und Bars ist unglaublich vielfältig. In manchen Gaststätten werden die Spezialitäten der ungarischen Küche bei Zigeunermusik serviert, in anderen wiederum kann man das Abendessen bei Salonmusik, dezenter Klavier- oder Trompetenmusik einnehmen. Anderswo trifft man sogar singende Kellner. Neben ungarischen Speisen und Getränken sind annähernd alle Küchen der Welt mit ihren Produkten in Budapest vertreten. Den Besuchern fällt es oft schwer, dem köstlichen Kuchen- und Kaffeeduft der eleganten Cafés zu widerstehen!
Großer Beliebtheit erfreuen sich die sehr gut besuchten Pubs und Jazzklubs, besonders an Tagen, wo man sein Bier bei Livemusik trinken kann.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA11. Verkehr

Der städtische Nahverkehr hat einige Besonderheiten zu bieten. Zur Entdeckung von Budapest stehen 10 verschiedene Verkehrsmittel zur Verfügung wie U-Bahnlinien, Bus- und Straßenbahnlinien, O-Busse sowie die grünen Vorortbahnen (HÉV). Seit 100 Jahren verbindet die erste Untergrundbahn des Kontinents die Innenstadt mit dem Stadtwäldchen. Kindereisenbahner im Alter von 7 bis 14 Jahren betätigen sich auf der in den Budaer Bergen verkehrenden Kindereisenbahn. In das Budaer Burgviertel gelangt man mit der Standseilbahn (Sikló), in die Budaer Berge mit dem Sessellift (Libegõ) und der Zahnradbahn.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

12. Budapest Card

Mit der Budapest Card kann man den Flughafen-Shuttlebus günstiger in Anspruch nehmen. In der Stadt gilt sie als Fahrkarte für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. In Museen und Bäder berechtigt sie zum ermäßigten oder freien Eintritt. Für die Besitzer der Budapest Card werden Stadtrundfahrten kostenlos oder preisgünstiger. Zudem erhalten Inhaber der Budapest Card auch in diversen Restaurants und Cafés Preisnachlässe. Die Budapest Karten gelten 24, 48 bzw. 72 Stunden, erhältlich sind sie in allen Infopunkten oder Tourinform-Büros, Infopunkten, an den Schaltern der BKK (Budapester Verkehrszentrum), sowie in mehreren Reisebüros, Hotels und Museen.

Und für alle über 65 Jahre sind die öffentlichen Verkehrsmittel frei. Ausweis dabei haben!
 

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